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Gutenberg > Ludwig Thoma >

Lottchens Geburtstag

Ludwig Thoma: Lottchens Geburtstag - Kapitel 3
Quellenangabe
typecomedy
booktitleDichter und Freier
authorLudwig Thoma
year1992
publisherPiper Verlag
addressMünchen
isbn3-492-11302-8
titleLottchens Geburtstag
pages7-35
created19991220
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Neunte Szene

Professor Giselius stehen bleibend: Nicht wahr, mein lieber junger Mann, Sie werden verstehen, daß meine Frage an Sie nur vom strengsten Pflichtgefühl diktiert ist?

Dr. Appel sehr bescheiden: Wie meinen Herr Geheimrat?

Professor Giselius: Ich meine, daß ich als diligens pater familias dazu verpflichtet bin, und daß mich keine profanen Motive beseelen. Nicht wahr?

Dr. Appel eifrig, aber ohne ihn zu verstehen: Gewiß!

Professor Giselius: Vielleicht könnten Sie mir entgegenhalten, daß es richtiger wäre, wenn ich das alles mit meiner Tochter besprechen würde.

Dr. Appel schüchtern: Ja, ich weiß nicht...

Professor Giselius: Doch! Ich sehe diesen Einwand voraus, und ich betone, daß meine erste Absicht auch dahin zielte, aber aus verschiedenen Gründen spreche ich eben doch lieber mit Ihnen. Erstens...

Dr. Appel sich linkisch verbeugend: Es ehrt mich sehr...

Professor Giselius ihn unterbrechend: Erstens ist es naturgemäß ein heikles Thema, dessen Besprechung sich zwischen uns leichter ermöglicht. Das geben Sie zu?

Dr. Appel hilflos: Wenn Sie glauben...

Professor Giselius fortfahrend: Zweitens rechne ich bei Ihnen auf Verständnis und guten Willen, mich anzuhören..

Dr. Appel: Aber gewiß, Herr Geheimrat...

Professor Giselius fortfahrend: Auf den guten Willen, bei der Sache zu bleiben, ohne persönliche Einwürfe zu machen.

Dr. Appel: Sie dürfen überzeugt sein...

Professor Giselius die Stimme etwas erhebend: Drittens und letztens ist für mich der Umstand ausschlaggebend, daß Sie Zoologe sind, denn Sie haben damit schon die Präsumtion für sich, daß Sie von meiner Seite aus keiner Belehrung bedürfen...

Dr. Appel lebhafter: O nein, Herr Geheimrat, ich bin Ihnen dankbar für jeden Hinweis. Bei dem großen Interesse, das Sie unserer Sache entgegenbringen.

Professor Giselius: Interesse... nun ja.

Dr. Appel: Und den gewiß beachtenswerten Kenntnissen, die Sie sich errungen haben...

Professor Giselius: Davon wollen wir eigentlich nicht sprechen, verehrter Kollege.

Dr. Appel: Aber nach dem, was mir Ihre Frau Gemahlin sagte...

Professor Giselius betroffen: Was hat meine Frau gesagt?

Dr. Appel: Daß Sie von jeher für unsere Wissenschaft das wärmste Interesse hegten...

Professor Giselius etwas ungeduldig: Ach wo!

Dr. Appel: Und sich viel damit beschäftigten?

Professor Giselius: Fällt mir doch gar nicht ein!

Dr. Appel: Ich glaubte aber...

Professor Giselius: Wo in aller Welt hätte ich die Zeit dazu finden können! Nein! Nein! Derartige Scherze dürfen Sie nicht ernst nehmen. Aber wir wollen auf unser eigentliches Thema zurückkehren...

Er rückt mit dem Stuhl näher an Dr. Appel heran. Sie sitzen einander gegenüber, so daß sich ihre Knie beinahe berühren.

Dr. Appel unsicher: Auf unser Thema?

Professor Giselius: Sie werden also Ihren Einwand, daß ich mich richtiger an meine Tochter wenden würde, Sie werden also diesen Einwand fallen lassen?

Dr. Appel: Ich verstehe wirklich nicht...

Professor Giselius: Wir werden uns sofort verstehen, mein lieber... Sucht nach dem Namen.

Dr. Appel sich verbeugend: Doktor Traugott Appel.

Professor Giselius: Wir werden uns rasch verstehen. Und wenn ich Ihnen sage, daß ich vor reichlich zwanzig Jahren in der gleichen Lage einem erfahrenen Freunde gegenüber saß und von ihm Belehrung erbat, so werden Sie unsere jetzige Situation als eine naturgemäße und keineswegs beklemmende ansehen...

Dr. Appel spielt mit seinem Blumenbukett: Gewiß!

Professor Giselius: Eben. Und so wollen Sie sich also nicht länger dagegen ablehnend verhalten?

Dr. Appel Wie oben: Nein.

Professor Giselius: Dann gehen wir in medias res und beantworten Sie mir die Frage, ob Sie mit dem Wesen der Ehe vertraut sind?

Dr. Appel ihn erstaunt ansehend: Mit dem...?

Professor Giselius nimmt ihm sanft den Blumenstrauß weg und hält ihn nun selbst in der rechten Hand: Ob Sie mit dem Wesen der Ehe vertraut sind?

Dr. Appel verlegen und hilflos: Ich... ich weiß nicht.

Professor Giselius väterlich verweisend: Lieber, junger Freund, das ist auch keine präzise Antwort. Ich weiß doch, ob ich weiß!

Dr. Appel sehr verlegen: Vielleicht habe ich noch sehr wenig darüber nachgedacht.

Professor Giselius: Ja, glauben Sie, daß hierin irgend etwas aus einem Denkprozesse zu gewinnen ist?

Dr. Appel schüchtern fragend: Nicht?

Professor Giselius: Nein! Bester! Teuerster! Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, nicht das mindeste!

Dr. Appel immer schüchterner: Vielleicht könnte ich...

Professor Giselius: Sie wissen also nichts? Rein gar nichts?

Dr. Appel: Ich glaube nicht...

Professor Giselius bekümmert: Das erschwert natürlich meine Aufgabe sehr! Er steht auf, legt das Bukett auf den Stuhl und geht auf und ab. Das erschwert natürlich meine Aufgabe ganz wesentlich.

Dr. Appel: Es tut mir so leid...

Professor Giselius sich nach ihm umdrehend: Was hilft mir das? Hm? Ich stehe nun einfach vor der überaus heiklen Pflicht, Ihnen nicht weniger wie alles sagen zu müssen!

Dr. Appel: Vielleicht könnte ich zu Hause einiges Sachdienliche lesen und dann mit Ihnen darüber sprechen?

Professor Giselius: Wie?

Dr. Appel nimmt das Bukett vom Stuhl weg und hält es wieder vor sich hin: Ich meine, ich könnte vielleicht eingehende Spezialwerke lesen.

Professor Giselius: Ach wo! Das ist nichts. Er sieht Dr. Appel nachdenklich an. Hm! Hm! Hm! Nun stelle ich die Frage an mich, ob es nicht doch besser wäre, wenn ich das Thema mit meiner Tochter durchspräche?

Dr. Appel lebhafter: Aber, wenn Sie es für notwendig halten, sprechen Sie, bitte, ruhig mit mir.

Professor Giselius achselzuckend: Tja!

Dr. Appel: Ich lasse mich gerne belehren...

Professor Giselius: Das sagen Sie so! Setzt sich wieder wie vorher; vorwurfsvoll: Ich hätte geglaubt, daß Sie als Zoologe durch Ihr Studium an dieses Problem wenigstens herangeführt worden wären!

Dr. Appel: Meine Spezialität waren von jeher die Bostrichiden.

Professor Giselius verständnislos: Die...?

Dr. Appel: Borkenkäfer.

Professor Giselius: Das gibt mir nicht viel Hoffnung. Müssen Sie gerade mit Insekten zu tun haben?

Dr. Appel lebhafter: Aber wenn sich Herr Geheimrat dafür interessieren, gerade das gesellige Leben der Bostrichiden ist mannichfaltig und lehrreich!..

Professor Giselius zweifelnd: Lehrreich?

Dr. Appel eifrig: Ja, wir haben geradezu alle Variationen des Zusammenlebens. Die wahllose Polygamie bei den Eccoptogastern und wiederum die Monogamie bei anderen Arten...

Professor Giselius: So... so?

Dr. Appel: Der wichtigste Käfer, der Buchdruck, Ips typographus, hingegen lebt in Bigamie.

Professor Giselius: M-hm.

Dr. Appel: Ich habe über diese Gattung Ips eine größere Abhandlung geschrieben und manche glückliche Entdeckung gemacht.

Professor Giselius: So?

Dr. Appel: Es kommt nämlich auch vor, daß der typographus mit drei Weibchen lebt, aber die Regel ist mit zweien.

Professor Giselius: Ja – und?

Dr. Appel wieder hilflos: Und?

Professor Giselius ungeduldig: Wo bleibt das Analogon? Der Vergleich?

Dr. Appel: Ein Vergleich der Gattung Ips mit... mit?

Professor Giselius ungeduldig: Ach was! Ips! Was helfen uns Ihre Ips? Da sitzen wir jetzt und können von vorn anfangen. Ich habe mir das anders vorgestellt...

Dr. Appel immer schüchterner: Vielleicht gelingt es mir, Ihrem Gedankengange zu folgen...

Professor Giselius kategorisch: Nein!

Dr. Appel: Sie glauben nicht?

Professor Giselius: Wenn ich mich daran erinnere, wie Ihr großer Vorgänger Busäus unterrichtet war... Sie kennen seinen Namen?

Dr. Appel: Ich kenne sein Werk über die Moschustiere.

Professor Giselius: Davon weiß ich nichts, aber offenbar hat er dabei mehr Analoges gefunden, wie Sie bei Ihren Ips. Und auf rein wissenschaftlicher Basis, denn er war Junggeselle.

Dr. Appel steht auf. Entschuldigen Sie, Herr Geheimrat, ich sehe selbst ein, daß mir momentan das rechte Verständnis fehlt.

Professor Giselius drückt ihn auf den Stuhl zurück: Bleiben Sie sitzen! Wir müssen wohl oder übel in den sauren Apfel beißen. Sie haben offenbar noch nie daran gedacht, welche Pflichten Sie in der Ehe erwarten?

Dr. Appel resigniert: Ich habe mich noch nie mit dieser Frage beschäftigt.

Professor Giselius: Gut.

Dr. Appel: Da ich keinen speziellen Anlaß dazu hatte.

Professor Giselius: Es ist aber höchste Zeit, mein lieber...

Dr. Appel sieht ihn hilflos an.

Professor Giselius: Sie verlassen sich doch nicht etwa darauf, daß junge Mädchen an einem schönen Frühlingsabend und so weiter, ohne irgendeinen ersichtlichen Grund alles wissen?

Dr. Appel: Ich muß offen gestehen...

Professor Giselius energisch: Es ist eine ganz unlogische Annahme, sage ich Ihnen. Es ist eine Redensart, die uns über eine Pflicht hinwegtäuschen soll.

Dr. Appel resigniert: Gewiß, Herr Geheimrat!

Professor Giselius: Schön, dann wollen wir also beginnen.

Appel sieht schüchtern auf sein Bukett nieder. Giselius schlägt die Arme übereinander und sieht ihn über die Brille forschend an.

Professor Giselius: M-ja, wenn es nur nicht so schwierig wäre! Vorwurfsvoll. Sie hätten mir diese peinliche Aufgabe wirklich ersparen können!

Dr. Appel steht auf: Es ist wahr, ich habe Ihre Zeit zu lange in Anspruch genommen.

Professor Giselius grämlich: Bleiben Sie doch sitzen!

Dr. Appel sich langsam zurückziehend: Ich möchte wirklich nicht länger stören...

Professor Giselius: Was soll das heißen, wenn Sie jetzt gehen? Damit wir morgen das nämliche Pensum zu bewältigen haben?

Dr. Appel: Vielleicht ist es nicht notwendig...

Professor Giselius eigensinnig und etwas lauter: Aber gewiß ist es notwendig; darüber sind wir uns doch im klaren, und überhaupt folgt das schon aus Ihrem Zugeständnisse, daß Sie sich keine Vorstellung machen können von diesem wichtigen Vertrage, den Sie abschließen wollen...

Er steigert seine Stimme, und bei den letzten Worten tritt seine Frau von links ein. Sie sieht erstaunt auf ihren Mann und auf Dr. Appel, der an der Mitteltür steht und die Hand auf der Klinke hat.

 
Zehnte Szene

Frau Giselius: Was gibt's denn, Giselius? Zu Dr. Appel. Und Sie, Herr Doktor, wollen uns doch net verlasse?

Dr. Appel: Herr Geheimrat schienen mir den Wunsch auszusprechen...

Professor Giselius ärgerlich zu seiner Frau: Siehst du, da haben wir's! Genau, wie ich sagte. Rerum ignarus. Der junge Mann hier hat nicht die geringste Ahnung davon, wieso und warum er heiraten will...

Frau Giselius erstaunt: Der Herr Doktor?

Professor Giselius: Deine Einwendungen haben sich als hinfällig erwiesen; jetzt wären wir ja soweit, daß wir uns auf deine berühmten Ahnungen verlassen müßten, das heißt, wenn ich leichtfertig genug wäre, meine Tochter in voller Unkenntnis ihrer Zukunft zu lassen.

Frau Giselius: Ja, hat der Herr Doktor...?

Professor Giselius: Jawohl, er hat erstens zugestanden, daß er selbst nichts weiß und zweitens dessenungeachtet meine Belehrung nicht angenommen.

Dr. Appel in größter Verlegenheit: Verehrter Herr Geheimrat!

Frau Giselius: 'n Augenblick. Ich muß direkt frage, lieber, guter Herr Doktor, hawwe Sie denn um unser Lottche angehalte?

Dr. Appel: Ich habe mir diese Freiheit allerdings nicht genommen.

Frau Giselius schlägt die Hände zusammen: Aber Otto! In was für Verlegenheite bringscht du dann unser Kind?

Professor Giselius eigensinnig: Das war doch die gegebene Voraussetzung – und übrigens hast du selbst die Tatsache behauptet.

Frau Giselius: Ich?

Professor Giselius: Du und Cölestine.

Frau Giselius: Kann m'r denn dich kein Augeblick allein lasse? Mußt du mit deine Schrulle partout Konfusione anrichte?

Dr. Appel: Ich habe mir diese Freiheit allerdings nicht genommen.

Frau Giselius: Herr Doktor, jetzt müsse Sie mir hoch un heilig verspreche, daß Sie keim Mensche e Sterbenswörtche sage.

Dr. Appel: Ich habe mir diese Freiheit allerdings nicht genommen, indes muß ich bekennen, daß mir der Gedanke seit einigen Tagen nicht fremd ist... Ich weiß nicht. ob Sie mir erlauben, darüber zu sprechen.

Frau Giselius: Jetzt is scho das bescht, frei von der Leber weg.

Dr. Appel: Seit ich Ihr verehrtes Fräulein Tochter gesehen habe, richteten sich meine Gedanken auf ein stilles Familienglück...

Frau Giselius: Und hawwe Sie das unserm Lottche gesagt?

Dr. Appel: Nein! Das hätte ich mir nun und nimmermehr erlaubt, und ich entschloß mich auch nur schwer zu dem Wagnis, heute meine Glückwünsche darzubringen.

Frau Giselius heiter, mit einem Blick nach ihrem Mann, der links im Hintergrund steht und nachdenklich zur Decke aufsieht: Und da sin Sie ihm in die Händ gefalle? Resolut. Wisse Sie was, Herr Privatdozent, so in der G'schwindigkeit laßt sich net Ja und Ame sage, aber wann alles in Ordnung is, und unser Lottche will, hernach ihm die Hand entgegenhaltend sin mei Geheimrat und ich auch keine Rabeneltern.

Dr. Appel linkisch: Ich darf also meine Hoffnung...

Professor Giselius ohne seine Stellung zu verändern: Veto.

Frau Giselius: So komm doch her, Giselius!

Professor Giselius: Ich lege mein Veto ein, wenigstens in solange nicht durch eine erschöpfende Aussprache volle Klarheit geschaffen ist...

 
Elfte Szene

Durch die Mitteltür kommt lebhaft und fröhlich Lottchen herein, hinter ihr Cölestine. Lottchen eilt auf ihre Mutter zu und umarmt sie stürmisch.

Lottchen: Mutterche, ich hab's! Du wirst gucke!

Frau Giselius: Schau doch um, Lottche! Mir hawwe Besuch.

Lottchen bemerkt jetzt erst Dr. Appel, der sich oft und linkisch verbeugt, sie geht auf ihn zu und gibt ihm die Hand.: Gute Morche, Herr Doktor! Das is schön, daß Sie sich bei uns sehe lasse.

Dr. Appel: Ja – – – jawohl!

Lottchen zu ihrer Mutter: Ich hab' was für dich.

Frau Giselius: Aber siehst du dann net, daß der Herr Doktor für dich Blume gebracht hat? Zu deim Geburtstag.

Lottchen Sich wieder an Dr. Appel wendend, der sein Bukett immer noch in der Hand hat: Für mich?

Dr. Appel: Ja... Jawohl...

Lottchen nimmt ihm das Bukett ab: Das is aber zu liebenswürdig, daß Sie an mich gedacht hawwe.

Dr. Appel: Das habe ich... gewiß...

Lottchen: Die schöne Rosen...

Dr. Appel: Und ich müßte... ich wollte eigentlich mit meinen Glückwünschen eine Frage verbinden... Ja, eine Frage, aber ich weiß nicht, sich hilflos nach Giselius umsehend ob es mir gestattet ist...

Frau Giselius resolut: Lottche! Der Herr Doktor Appel hat bei uns um dei Hand angehalte.

Cölestine sehr fröhlich: In der Zwischepaus?

Lottchen: Es kommt so überraschend... Dr. Appel nett ansehend. Ich hab mit dem Herrn Dokt'r bloß 'n paarmal gesproche...

Frau Giselius: Das isch nit von heut auf morge; du mußt dir das ruhig überlege.

Professor Giselius der vorgetreten ist: Und du wirst auch mit mir vorher eine ernste Unterredung haben.

Cölestine ärgerlich: Heiliger Bimbam!

Dr. Appel: Ich wäre sehr glücklich, wenn Ihre Entscheidung einigermaßen günstig für mich ausfallen würde...

Lottchen: Mutterche, gelt, da gibt's kei hin und her? So was muß gleich oder gar net sei. Dr. Appel lustig ansehend. Un ich glaub als, ich sag Ja...

Frau Giselius: Kindche!

Professor Giselius dazwischen tretend: Ich bitte...

Cölestine faßt ihn energisch am Ärmel: Du, jetz mach nix drei!

Lottchen: Ich möcht aber doch zuerst das sagen. Ich hab' ja wohl net gewußt, ob ich einmal stockt heirate werd, und ich hab' gedacht, mich nützlich zu mache, und ich wollt' in der Klinik vom Professor Musovius eintrete, und da hab' ich, zu ihren Eltern und da hab' ich ohne euer Wissen den Hebammekurs durchgemacht.

Frau Giselius: Was hascht du, Kindche?

Lottchen: Den Hebammekurs hab' ich absolviert, daß ich auch emal allein auf die Füß stehe könnt...

Frau Giselius umarmt Lottchen.: Ach du lieb's Ding! Du gut's!

Professor Giselius zu Appel: junger Mann, damit ist die Sache allerdings wesentlich anders – – –

Vorhang

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