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Lieder der Minnesinger

Karl Simrock: Lieder der Minnesinger - Kapitel 31
Quellenangabe
typepoem
booktitleLieder der Minnesinger
authorKarl Simrock
firstpub1857
year1857
publisherR. L. Friederichs
addressElberfeld
isbn
titleLieder der Minnesinger
pages
created20070301
sendergerd.bouillon
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19. Heinrich von Veldeke.

1. Tristan.

       

    Da der Sonne lichter Schein
Sich zur Kälte hat geneiget
    Und die kleinen Vögelein
Sind mit ihrem Sang geschweiget,
    Muß mein Herz wohl traurig sein,
Denn der Winter bricht herein,
Der den Blumen hat erzeiget
Seine Kraft, die blau und roth
In lichten Farben
Erblichen starben.
Nur diese Noth
Ists, die mir droht.

    Tristan muste lebenslang
Minnen wie von Anbeginne,
    Weil das Gift dazu ihn zwang
Mehr noch als die Kraft der Minne.
    Des soll mir die Gute Dank
Wißen, daß ich solchen Trank
Niemals nahm und doch sie minne
Mehr als Er, und mag es sein,
Wohlgethane,
Laß, ich mahne,
Mich bleiben dein
Und sei du mein.

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