Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Hans Ostwald >

Lieder aus dem Rinnstein

Hans Ostwald: Lieder aus dem Rinnstein - Kapitel 78
Quellenangabe
authorVerschiedene Autoren
editorHans Ostwald
titleLieder aus dem Rinnstein
publisherKarl Henckell & Co.
year1903
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180126
projectid9ad00744
Schließen

Navigation:

Herbst.

Der frischgedüngte Acker stinkt herüber,
braunrotes Laub nickt über die Stackete,
die letzten Astern kümmern auf dem Beete –
und täglich wird der Himmel trüb und trüber.

Aus der Spelunke jagte mich das Fieber
und warf auf meine Backen grelle Röte.

*

Wie sie heut wieder brünstig küßte, flehte;
Ich möchte wiederkommen! Viel, viel lieber

sei ihr die Nacht ... Denn wär' der Tag zu Rüste,
dann sprängen heißer all' die süßen Lüste,
und süßer sei das Indenarmenliegen! ...

*

Der frischgedüngte Acker stinkt empörend, –
doch ist sein Stunk nicht gerade unbelehrend:
Nur wer das Leben überstinkt, wird siegen!

Hermann Conradi.

 << Kapitel 77  Kapitel 79 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.