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Lieder aus dem Rinnstein

Hans Ostwald: Lieder aus dem Rinnstein - Kapitel 18
Quellenangabe
authorVerschiedene Autoren
editorHans Ostwald
titleLieder aus dem Rinnstein
publisherKarl Henckell & Co.
year1903
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180126
projectid9ad00744
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Nonne.

Ich soll ein nonne werden,
ich hatt kein lust darzu,
ich eß nicht gerne Gerste,
wach auch nicht gerne fru;
gott geb dem kläffer unglück vil,
der mich armes mägdlein
ins kloster haben wil!

Ins kloster, ins kloster,
da kom ich nicht hinein,
da schnidt man mir die har ab,
das bringt mir schwäre pein;
gott geb den kläffer unglück vil,
der mich armes mägdlein
ins kloster haben wil!

Und komt es über mitternacht
das glöcklein das schlecht an,
so hab ich armes mägdlein
noch keinen schlaf gethan;
gott geb den kläffer unglück vil,
der mich armes mägdlein
ins kloster haben wil.

Und wenn ich vor die alten kom
so sehn sie mich sauer an,
so denk ich armes mägdlein
hett ich ein jungen man
und der mein stäter bule sei,
so währ ich armes mägdlein
des fasten und beten's frei.

Ade, ade, fein's klösterlein,
ade, nu halt dich wol!
ich weiß ein herzallerliebsten mein,
mein herz ist freuden vol;
nach im stet al mein zuversicht,
ins kloster kom ich nimmer nicht,
ade, feins klösterlein!

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