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Gutenberg > Ovid >

Liebeskunst

Ovid: Liebeskunst - Kapitel 11
Quellenangabe
typepoem
booktitleOvids Werke, Fünfter Theil
authorOvid
translatorHeinrich Lindemann
firstpub1861
year1861
publisherVerlag von Wilhelm Engelmann
addressLeipzig
titleLiebeskunst
created20040831
sendergerd.bouillon
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Candida iamdudum cingantur colla lacertis,
    Inque tuos flens est accipienda sinus.
Oscula da flenti, Veneris da gaudia flenti.
    Pax erit: hoc uno solvitur ira modo.
Cum bene saevierit, cum certa videbitur hostis;
    Tum pete concubitus foedera: mitis erit.
Illic depositis habitat Concordia telis.
    Illo, crede mihi, Gratia nata loco est.
Quae modo pugnarunt, iungunt sua rostra columbae,
    Quarum blanditias verbaque murmur habet.
Prima fuit rerum confusa sine ordine moles,
    Unaque erant facies sidera, terra, fretum.
Mox caelum impositum terris, humus aequore cincta est,
    Inque suas partes cessit inane chaos.
Silva feras, volucres aer accepit habendas;
    In liquida pisces delituistis aqua.
Tum genus humanum solis errabat in agris;
    Idque merae vires et rude pectus erat.
Silva domus fuerat, cibus herba, cubilia frondes;
    Iamque diu nulli cognitus alter erat.
Blanda truces animos fertur mollisse voluptas.
    Constiterant uno femina virque loco.
Quid facerent, ipsi nullo didicere magistro:
    Arte Venus nulla dulce peregit opus.
Ales habet, quod amet; cum quo sua gaudia iungat,
    Invenit in media femina piscis aqua.
Cerva parem sequitur; serpens serpente tenetur;
    Haeret adulterio cum cane nexa canis.
Laeta salitur ovis, tauro quoque laeta iuvenca est;
    Sustinet immundum sima capella marem.
In furias agitantur equae, spatioque remota
    Per loca dividuos amne sequuntur equos.
Ergo age et iratae medicamina fortia praebe:
    Illa feri requiem sola doloris habent;
Illa Machaonios superant medicamina succos;
   


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    Alsbald werde der Arm um den glänzenden Nacken geschlungen,
    Werde das weinende Weib zärtlich gedrückt an die Brust.V. 458. A. Lsrt tuo . . . sinu, sowie excipienda.
Küsse sie unter den Thränen, gewähr' ihr Genuß in den Thränen:
    Friede wird sein; es läßt so nur sich stillen der Zorn.V. 460. Die gem. Lsrt. solvitur verdient hier den Vorzug vor der Lsrt tollitur des Cod. Reg. und einiger andern.
Hat sie tüchtig gerast, erscheint sie als sichere Feindin;
    Suche im Beischlaf dann Einigung, und sie verzeiht.
Allda ruhen die Waffen, allda ist heimisch die Eintracht;
    Da ward, glaube es mir, da die Versöhnung gezeugt.V. 464. Für nata geben einige Quellen, worunter Arond., iuncta, und dies zog Scriver vor und billigte Gronov. Mit Unrecht. Wenn von dem Stiften einer Versöhnung die Rede sein sollte, so müßte nothwendig das Präsens, oder es müßte oft beim Perfect stehen. Auch würde die offenbar beabsichtigte Personification wegfallen.
Tauben, die eben gekämpft mit einander, vereinen die Schnäbel;
    Ihr Liebkosen, ihr Herz spricht in dem Girren sich aus.V. 466. Cod. Reg. hat blanditiae; ob auch habent, wie es dann heißen müßte, wird von diesem nicht angegeben, wohl aber von mehreren andern bemerkt. Der Sinn ist ganz derselbe, ob es heißt das Murmeln oder Girren der Tauben enthält (drückt aus) Liebkosungen und Worte, oder Liebkosungen und Worte haben (zu ihrem Ausdrucke) ein Murmeln, Girren. Nur ist es eher zu denken, daß die Erwartung, nach quorum das Subject zu hören, blanditias unwillkürlich in blanditiae habe übergehen lassen, als umgekehrt: habent war eine nothwendige Folge davon.
Anfangs war die Welt nur eine verworrene Masse,
    Boten nur ein Ansehn Erde, Gestirne und Meer.
Da legt' über die Erde der Himmel, das Meer um das Land sich;
    Und nach der Theile Natur schied sich des Chaos Gewirr.
Vögel bekam die Luft, Wildthiere der Wald zum Besitze;V. 471. Die Ausgaben des Aldus geben den Vers Silva feras cepit, volucres agitabilis aer.
    In durchsichtiger Fluth barg sich die schuppige Schaar.
Einsam schweifte umher das Menschengeschlecht auf den Fluren,
    Und in der rohen Brust waltete einzig die Kraft.V. 474. Für idque viele Hdschriften hisque, sowie für pectus corpus, häufige Variante. Auch zwischen erat und erant schwanken die Quellen.
Wald war Wohnung und Lager das Laub und Kräuter die Speise.
    Lange hindurch da war Keinem der Andre bekannt.
Milder gemacht soll haben die trotzigen Herzen die Wollust:
    Ein an demselbigen Ort fand sich der Mann und das Weib.
Was sie da sollten, erkannten sie selbst ohn' alle Belehrung;V. 479. Quod facerent Cod. Arond..
    Kunstlos gänzlich vollzog Venus das süße Geschäft.
Vögelchen hat sein Lieb, Fischweibchen immitten des Wassers
    Findet das Männchen, mit dem seine Genüsse es paart.
Ihresgleichen gesellt sich die Hindin, die Schlange der Schlange;V. 483. Mehrere Hdschrften marem für parem.
    Mit dem Hunde verstrickt hängt zur Begattung der Hund.
Die plattnäßige Ziege erträgt den unsauberen Gatten;
    Fröhlich des Sprungs ist das Schaaf, fröhlich des Stieres die Kuh,
Brunst treibt an die Stute, und über geräumige StreckenV. 487 f. Remota unzweifelhaft gegen remoto, remotae und remotos. Ebenso dividuos gegen die Glossen diversos und divisos.
    Folgt sie dem wiehernden Hengst, ist er getrennt durch den Strom.
Darum auf und gieb der Beleidigten kräftige Mittel;
    Diese gewähren allein Ruhe von wüthendem Schmerz.
Diese Mittel, sie thun es zuvor den Säften Machaons:V. 491. Machaon war ein berühmter Arzt in dem Heere der Griechen vor Troja.
    His, ubi peccaris, restituendus eris.
Haec ego cum canerem, subito manifestus Apollo
    Movit inauratae pollice fila lyrae.
In manibus laurus, sacris inducta capillis
    Laurus erat; vates ille videndus adit.
Is mihi: Lascivi, dixit, praeceptor Amoris,
    Duc, age, discipulos ad mea templa tuos.
Est ibi diversum fama celebrata per orbem
    Litera, cognosci quae sibi quemque iubet.
Qui sibi notus erit, solus sapienter amabit
    Atque opus ad vires exiget omne suas.
Cui faciem natura dedit, spectetur ab illa;
    Cui color est, humero saepe patente cubet.
Qui sermone placet, taciturna silentia vitet;
    Qui canit arte, canat; qui bibit arte, bibat.
Sed neque declament medio sermone diserti;
    Nec sua non sanus scripta poeta legat.
Sic monuit Phoebus. Phoebo parete monenti.
    Certa dei sacro est huius in ore fides.
Ad propiora vocor. Quisquis sapienter amabit,
    Vincet et e nostra, quod petet, arte feret.
Credita nec semper sulci cum foenore reddunt:
    Nec semper dubias adiuvat aura rates.
Quod iuvat, exiguum; plus est, quod laedit amantes.
    Proponant animo multa ferenda suo.
Quot lepores in Atho, quot apes pascuntur in Hybla;
    Caerula quot baccas Pallados arbor habet;
Litore quot conchae: tot sunt in amore dolores.
    Quae patimur, multo spicula felle madent.
Dicta erit isse foras, quam tu fortasse videbis:
    Isse foras et te falsa videre puta.
Clausa tibi fuerit promissa ianua nocte:
    Perfer et immunda ponere corpus humo.
Forsitan et vultu mendax ancilla superbo
    Dicet: Quid nostras obsidet iste fores?
Postibus et durae supplex blandire puellae,
   


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        Damit, hast du gefehlt, mache dich wieder beliebt.
Während ich also sang, da ließ, urplötzlich erscheinend,
    Seines vergoldeten Spiels Saiten ertönen Apoll.V. 494. Für pollice Cod. Reg. consona, Reminiscenz aus Am. I, 8, 60.
Lorbeer war in der Hand; um das heilige Haar ihm geschlungenV. 495. A. Lsrt. induta, gewöhnliche Variante bei inducta, welches letztere auch durch obducta in einer Hdschrft bestätigt wird.
    War Lorbeer – er kommt sichtbar zum Dichtergeschlecht –.V. 496. Das von den meisten und besten Quellen bezeugte adit haben wir für das von Heinsius aus dem einzigen Cod. Comm. aufgebrachte agit ohne Bedenken hergestellt. Außer der Bestätigung, welche adit theils äußerlich durch das nur verschriebene oder verhörte abit in Cod. Reg. und einem Palat., theils durch das als Erklärung anzusehende adest in vielen anderen (erat und ait in noch anderen rührt daher, daß man vates, durch ille verleitet, als Nominativ nahm) erhält, verlangt auch der Sinn ein Wort, das eine äußerlich sichtbare Handlung ausdrückt. Ja, es ist geradezu ein Widerspruch, videndus mit agere zu verbinden, man müßte denn agere in der sinnlichen Bedeutung nehmen wollen!
Dieser begann zu mir: Du Lehrer der üppigen Liebe,
    Meinem Tempel, wohlan, führe die Lernenden zu!
Allda stehet ein Wort, weithin auf der Erde gefeiert,V. 499 f. Der Tempel Apollos zu Delphi trug die berühmte Inschrift: Lerne dich kennen. – Ein Theil der Hdschriften est ubi, natürlich als Nachstellung des Relativs zu nehmen. Auch tibi findet sich und, eher annehmbar, mihi. Im Pentameter hat Cod. Neap. decet für iubet, worin Heinsius docet vermuthet.
    Das Jedweden ermahnt kennen zu lernen sich selbst.
Wer sich selber erkannt, nur der wird lieben mit Weisheit,
    Seinen Kräften gemäß treiben ein jedes Geschäft.
Hat dir Wuchs verliehen Natur, so lasse ihn sehen;
    Hast du Farbe, so lieg' öfters, die Schulter entblöst.V. 504. Lieg' öfters &c.; s. zu Verw. 8, 566.
Wer durch Rede gefällt, der meide die schweigsame Stille:V. 505. Auf geringe Autorität gab Heinsius rumpat für vitet, und es behielten dies seitdem alle Herausgeber bei. Es wäre aber doch abgeschmackt, vom Brechen des Sch weigens zu reden, wo ein Herrschen des Schweigens weder erwähnt, noch passend vorausgesetzt werden kann. Für taciturna hat die Frankfurter Hdschrft nocitura, ein nicht übler, aber unnöthiger stilistischer Versuch!
    Singe, wer singt mit Kunst; trinke, wer trinket mit Kunst.V. 506. Trinke, wer trinket mit Kunst. Über ein kunstreiches Trinken, wodurch man sich hätte die Liebe oder zunächst das Wohlgefallen einer Schönen erwerben können, vermögen wir nichts Näheres anzugeben. Wir wissen wohl, daß es bei Trinkgelagen gewisse Regeln und Gesetze zu beobachten gab. welche der jedesmalige durch die Würfel bestimmte Trinkkönig vorschrieb. Diese bezogen sich jedoch theils auf das Maß der Mischung des Weines mit Wasser. theils auf die Anzahl, auch wohl Größe der Becher und Ähnliches. Auch trank man Gesundheiten auf Mädchen oder sonst werthe Personen, indem man das Schöpfgefäß (cyathus) so oft in den Becher entleeren ließ, als der Name der genannten oder gedachten Person Buchstaben enthielt; man trank auch einander selbst zu, indem man den Namen desjenigen, dem man zutrank und den Becher dann übergeben wollte, nannte. Aber von einer besonders kunstreichen, d. h. etwa zierlichen, anstandsvollen Art des Trinkens selbst – und eine solche muß doch hier verstanden werden – ist uns durchaus Nichts bekannt. Auch ist hier nicht etwa von Vermeidung unanständigen Trinkens die Rede, sondern von einem geflissentlichen Anwenden des Trinkens als eines Talentes, gleichwie des Singens und beredten Unterhaltens, um dadurch die Gunst einer Schönen zu gewinnen.
Reden jedoch nicht halt' in gewöhnlichem Stile der Redner;V. 507. Der Redner, d. h. der der Beredsamkeit Beflissene, etwa der Jurist nach unserer Art, spreche nicht in dem Stile, welcher bei den Übungen in den Redeschulen gewöhnlich ist, gleichsam schülermäßig, sondern einfach und natürlich; wobei gut und gewählt sich auszudrücken nicht ausgeschlossen ist.
    Euere Schriften auch lest, schlechte Poeten, nicht vor.V. 508. Schlechte Poeten; so stark ist der Ausdruck im Lateinischen freilich nicht, sondern es heißt da nur nicht gesunde. – Ganz sinnwidrig ist in einem Theile der Hdschrften vesanus.
Also des Phöbus Rath. So gehorchet dem Rathe des Phöbus:
    Wahr ist, was der Gott spricht mit dem heiligen Mund.
Näherem wend' ich mich zu. Es wird, wer weise nur liebet,V. 511. Näherem wend' ich mich zu, entweder was nun zunächst zu beobachten ist, oder was näher, eigentlicher mit der Unterhaltung eines Liebesverhältnisses in Verbindung steht. Für das auf das Vorhergehende zu beziehende oder allgemein zu fassende sapienter bezeichnet Heinsius patienter, das sich in einigen Hdschrften findet, als vielleicht richtiger, wahrscheinlich mit spezieller Beziehung auf das Folgende, so daß nun gleichsam ein neuer Theil des Themas aufgestellt würde: nach dem sapienter amare soll das patienter amare folgen.
    Siegen, und was er begehrt, haben durch unsere Kunst.
Nicht giebt immer mit Zinsen zurück den Samen die Furche,
    Noch begünstigt der Wind immer das schwankende Schiff.
Wenig ist, was da erfreut; Mehr ist, was Liebende kränket.
    Stelle dir vor, daß Viel, Viel zu ertragen du hast.V. 516. Stelle dir vor, mache dich darauf gefaßt.
So viel Hasen ernährt der Athos und Bienen der Hybla;V. 517. Daß den Römern bekannt war, daß es auf dem weit entlegenen Athos (s. zu Verw. 2, 17) vorzüglich viel Hasen gab, darf nicht Wunder nehmen, wenn man weiß, daß der Hase der geschätzteste Braten, der erste Ruhm, wie Martial sagt, der Tafel war, und die Römer ihre Leckerbissen aus den entferntesten Theilen der Erde herbeischafften. Bienen des Hybla; s. zu Liebeserg. I, 12, 10. Pallas' Baum; s. zu Verw. 2, 553.
    So viel Pallas' Baum bläuliche Beeren beschert;
So viel Muscheln der Strand: so viel hat Schmerzen die Liebe;
    Reichlich in Galle getaucht ist der uns treffende Pfeil.
Die du vielleicht wirst sehn, sei, wird man sagen, daheim nicht.
    Glaube, daß falsch du siehst, daß sie zu Hause nicht ist.
Findest du in der versprochenen Nacht die Thüre verschlossen,
    Sei auf die schmutzige Erd' auch dich zu legen bereit.V. 524. S. zu Liebeserg. I, 9, 7. – Da mehrere Hdschr. ponito für ponere geben, so könnte das et, das unbeschadet des Sinnes sehr gut fehlen könnte, ja eigentlich unbegründet ist, sehr leicht eine Folge davon sein, so daß Heinsius vielleicht Recht hat, wenn er perfer in immunda ponere c. h. lesen will, zumal da et in einer Quelle wirklich fehlt und das in vor immunda leicht ausfallen konnte. Übrigens findet sich auch in dura und in nude.
Auch sagt wohl die Lügnerin Magd mit verächtlicher Miene:
    Was belagert denn der unsere Thüre da so?V. 526. Cod. Vat. hat quis nostras, dann einige possidet für obsidet.
Auch liebkos' auf den Knieen der Thür der grausamen Schönen;V. 527. Für supplex liest man in vielen alten Ausgaben precibus, ohne daß dessen Beglaubigung durch Hdschrften bekannt wäre. Dirae für durae in einem Theile der Quellen verdient kaum Erwähnung.
    Et capiti demtas in fore pone rosas.
Cum volet, accedes; cum te vitabit, abibis.
    Dedecet ingenuos taedia ferre sui.
Effugere hunc non est, quare tibi possit amica
    Dicere? Non omni tempore sensus adest.
Nec maledicta puta, nec verbera ferre puellae
    Turpe, nec ad teneros oscula ferre pedes.
Quid moror in parvis? Animus maioribus instat.
    Magna canam: toto pectore, vulgus, ades.
Ardua molimur; sed nulla nisi ardua virtus.
    Difficilis nostra poscitur arte labor.
Rivalem patienter habe: victoria tecum
    Stabit; eris magni viotor in arce Iovis.
Haec tibi non hominem, sed quercus crede Pelasgas
    Dicere: nil istis ars mea maius habet.
Innuet illa, feras; scribet, ne tange tabellas;
    Unde volet, veniat; quoque libebit, eat.
Hoc in legitima praestant uxore mariti;
    Cum, tener, ad partes tu quoque, somne, venis.
Hac ego, confiteor, non sum perfectus in arte.
    Quid faciam? Monitis sum minor ipse meis.
Mene palam nostrae det quisquam signa puellae?
    Et patiar? nec me quolibet ira ferat?
Oscula vir dederat, memini, suus: oscula questus
    Sum data. Barbaria noster abundat amor.
Non semel hoc vitium nocuit mihi. Doctior ille,
    Quo veniunt alii conciliante viro.
Sed melius nescisse fuit: sine furta tegantur,
    Ne fugiat victo fassus ab ore pudor.
Quo magis, o iuvenes, deprendere parcite vestras.
    Peccent; peccantes verba dedisse putent.
Crescit amor prensis. Ubi par fortuna duorum est,
    In causa damni perstat uterque sui.
Fabula narratur toto notissima caelo,
    Mulciberis capti Marsque Venusque dolis.
   

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        Nimm die Rosen vom Haupt, leg' auf die Schwelle sie hin.V. 528. S. zu Verw. 14, 708 und vergl. Liebeserg. I, 6, 67 f. – Halben wir auch Schwelle gegeben, so halten wir darum nicht die Lsrt limine für echt, die vielleicht der angef. Stelle der Liebeserg. ihren Ursprung verdankt.
Wann sie es wünscht, so komm; geh' weg, sobald sie dich meidet.
    Fallen zu sehn sich zur Last ziemt für den Edlen sich nicht.
Laß sie sagen dir nicht: Ist dem denn nicht zu entgehen?V. 531 f. Nicht zu jeglicher Zeit &c., Worte des Dichters zur Entschuldigung der Freundin. – Ob der gegebene Text der echte ist, steht sehr zu bezweifeln. Die Hdschrften geben erstens huic oder hinc nach effugere. Dafür hat nun Heinsius hunc vermuthet. Dann hat derselbe Kritiker für das allerdings etwas sonderbare quare dem vermutheten Sinne gemäß cave ne vorgeschlagen. Doch ist dies nicht gerade nothwendig. Warum soll dir die Freundin sagen können? d. h. warum willst du es so weit kommen lassen, daß &c. ist wenigstens erträglich. Der Widerspruch in hunc und tibi läßt sich erklären, wenn man tibi nicht zu dir, sondern in Bezug auf dich = von dir versteht, wie der Dativ bei dicere unten V. 628 steht. Ob bei tibi dicere an den warnenden oder drohenden Sinn dieser Verbindung (f. Verw. 9, 122) zu denken sei, getrauen wir uns nicht zu entscheiden. Im Pentameter geben die bei weitem meisten obest, andere abest, wenige, worunter DCod. Neap., adest. Wir ziehen mit Heinsius die letztere vor, obwohl alle denselben Sinn, nur mit verschiedener Beziehung der Worte non omni tempore, geben. Mit obest ist der Sinn: nicht zu jeder Zeit ist die Stimmung, das Gefühl bei dem Mädchen deinen Wünschen entgegen; komm also zu einer anderen Zeit wieder, wo ihre Stimmung dir nicht entgegen sein wird. Dasselbe heißt abest, nur daß es schwächer ist und nicht das Entgegensein, sondern nur den Mangel der Geneigtheit ausdrückt Bei adest ist mit non omni tempore die gegenwärtige Zeit gemeint, also: bestehe nicht gerade jetzt auf deinem Sinne; ein anderes Mal wird die deinen Wünschen günstige Stimmung vorhanden sein. Und weil in dieser Lsrt die Beziehung auf die gegenwärtige Zeit liegt, ziehen wir diese eben vor; bei den beiden anderen Beziehungen würde passender das Futurum stehen.
    Nicht zu jeglicher Zeit sind die Gefühle erregt.
Halt' auch Schmähungen nicht, noch Schläge zu leiden vom Mädchen,
    Noch dem niedlichen Fuß Küsse zu geben, für Schimpf.
Doch was weil' ich bei Kleinem? Auf Größeres richtet der Geist sich.V. 535 ff. Dieser hochtrabende Anlauf ist ohne Zweifel scherzhaft zunehmen. – Für den tadellosen Indicativ instat hat Heinsius nach seiner Liebhaberei den Conjunctiv instet aus einer einzigen Hdschrft gegeben.
    Wichtiges sing' ich. Herbei, Hörer, mit ganzem Gemüth!
Schwer ist, was ich beginne; doch schwer ist jegliches Hohe.V. 537. Für virtus haben viele Hdschrften und alte Ausgaben vincunt, gewiß weit minder passend. Auch würde dann eher nihil als nulla zu erwarten gewesen sein.
    Sauere Mühe und Kampf fordert auch unsere Kunst.
Nebenbuhler ertrag' in Geduld: so wird dir zur Seite
    Stehen der Sieg, und im Kranz Jupiters Tempel dich sehn.V. 540. Im Kranz &c.; s. zu Verw. 1, 560.
Glaube, ein Mensch nicht sagt dir dies, nein, Griechische Eichen.V. 541 f. S. zu Verw. 7, 622 u. vergl. Liebeserg. III, 10, 9. Dies und dieses mag der Deutsche Leser immerhin auf das Vorhergehende beziehen; im Lateinischen scheint es wenigstens mit auf die folgenden Einzelheiten zu gehen.
    Größeres kann dir Nichts bieten, als dieses, die Kunst.
Winkt sie ihm zu, so ertrag's; und schreibt sie, berühre den Brief nicht.V. 543 f. Berühre den Brief nicht, d. h. erbrich ihn nicht etwa, um den Inhalt kennen zu lernen. Mag sie &c., bekümmere dich nicht darum. – Für feras geben einige Quellen feres, sowie für volet libet (als Präsens verwerflich) und für quoque manche quove, andere quaque, das zwar eben so gut stehen könnte, aber doch wobl Glosse von quoque ist.
    Laß sie kommen, woher, gehen, wohin sie nur will.
Dieses gesteht der Mann ja zu der gesetzlichen Gattin,V. 545. Wieder hat Heinsius auf eine einzige Autorität praestent für praestant gegeben.
    Da denn ein lockerer Schlaf selber zu Hülfe ihm kommt.V. 546. Ein gescheiter Mann stellt sich sogar schlafend (vergl. Liebeserg. I, 9, 25), um die Untreue seiner Frau zu ignoriren (V. 555), ja zu begünstigen (V. 554). Er thut daran besser, als die Sache offenkundig zu machen; denn dann schämt sich die Frau vollends nicht mehr (V. 556).
Ich bin zwar, ich gesteh's, hierin mit nichten ein Meister;
    Meinen Lehren vermag selber zu folgen ich nicht.
Sehen sollt' ich, daß Wer zuwinkte meiner Geliebten,
    Ohne daß mich der Zorn triebe ich weiß nicht wohin?V. 550. Ne me hat die Ausgabe Micylls, also von patiar abhängig. Dagegen giebt die Ed. pr. mit vielen Hdschrften unpassend feret.
Einmal hatte geküßt sie ihr Mann. Ich klagte darüber;
    Meiner Liebe gebricht feinere Bildung zu sehr.V. 552. Ein feiner Hieb auf die angeblich feine Bildung! – Die Form barbaria läßt Heinsius durchaus nicht passiren. Auch hier, wo sie von dem vortrefflichen Cod. Reg. bezeugt wird, hat er sie, wie Am. III, 8, 4, ausgemerzt.
Nicht nur ein Mal schadete mir der Fehler; gescheiterV. 553 f. Gescheiter ist &c., mehr Weltbildung, feineren Ton besitzt derjenige Mann, der selbst die Annäherung anderer Männer an seine Frau vermittelt. – Mit aller Gewalt und den Hdschrften zum Trotz will Heinsius fortior für doctior lesen. Nein, sagt Burmann, doctior ist nicht anzutasten; man hat mit Beziehung auf V. 547 ad praecepta danda zu denken. Diese Beziehung und Erklärung ist aber durchaus unzulässig, Daß er nicht geeignet wäre, hierüber Vorschriften zu geben, sagt der Dichter nicht, er giebt sie ja; sondern nur, daß er selbst seine Vorschriften in diesem Puncte nicht zu befolgen im Stande sei (V. 548). Doctior bezieht sich auf die unmittelbar vorher an sich selbst gerügte barbaria und heißt folglich gebildeter, mit mehr feiner Weltbildung vergehen. Ebenso wenig kann man Heinsiussen beistimmen, wenn er im nächsten Verse zu veniunt als unzweifelhaftes Subject mulieres versteht und alii als Dativ erklärt. Das heißt dem Sinne Gewalt anthun! Wo steht denn vorher mulieres, oder aus welchem Satze kann es sinngemäß entnommen werden? Und wie unklar hätte der Dichter gesprochen, wenn er ohne ein ausdrücklich genanntes Subject alii als Dativ neben veniunt gesetzt hätte! Nein alii ist und muß Subject sein, man mag nun viri lesen, wie die gemeine Lsrt, wahrscheinlich von alii veranlaßt, lautet, oder viro, wie viele der besseren mit Cod. Reg. bieten; woraus dann viri zu alii zu ergänzen ist.
    Ist, auf wessen Betrieb andere Männer sich nahn!
Besser nun war's, unwissend zu sein. Deck' auf nicht die Buhlschaft;V. 555. Besser nun war's &c. knüpft an das vorhergehende nicht nur einmal schadete mir der Fehler an.
    Sonst vom besiegten Gesicht flieht die geständige Schaam.V. 556. Die vorher noch vorhandene Scheu (Schaam) wird durch die Aufdeckung und Nöthigung zum Geständnisse von dem besiegten Gesichte wie von einem verlorenen Posten verscheucht, sie räumt das bisher noch behauptete Feld = das Weib sündigt nun ungescheut. – Einfacher wäre der Gedanke, wenn es fasso victus hieße, wie nach Heinsius Cod. Neap. hat, nur nach Burmanns Berichtigung nicht mit ab ore, sondern mit amore. Übrigens geben für victus viele Hdschrften falsus, viele nebst Ed. pr. laesus.
Hüte darum, o Jüngling, dich wohl, zu betreffen dein Mädchen.
    Sündige sie und glaub' immer, sie führe dich an.
Stärker nur lieben Betroffne. Wo zwei in der nämlichen Lage,V. 559 f. Wo zwei &c., wo zwei ein Loos theilen, Jedes weiß, daß es dem Andern ebenso geht, da wird es ihm nicht nur leicht, eine solche Lage zu ertragen, sondern Jedes beharrt sogar bei demjenigen, was ihnen den erlittenen Schaden, d. h. die ihrem Rufe schädliche Entdeckung zugezogen hat.
    Da beharret bei dem Jeder, was schädlich ihm ist.
Stoff zur Erzählung giebt im ganzen Himmel das Märchen,V. 561 ff. S. Verw. 4, 171 ff. Mulciber; s. zu der angef. Stelle, vergl. mit der A. zu 2, 5.
    Wie durch Mulcibers List Venus gefahen und Mars.V. 562. Wir haben zwar die Genitivform Mulciberis auf Priscians Autorität, der sich ausdrücklich auf diese Stelle beruft, und weil die Construction mit Rücksicht auf das folgende capti allerdings an Klarheit gewinnt, beibehalten, bemerken aber, daß dieselbe von keiner Hdschrft, von keiner alten Ausgabe bezeugt wird, und daß den Anführungen und Zeugnissen der alten Grammatiker nicht unbedingt zu glauben und zu folgen ist, wie wir an verschiedenen Stellen der Verwandlungen nachgewiesen haben. S. z. B. 1, 15. 290. 502.
Mars pater, insano Veneris turbatus amore,
    De duce terribili factus amator erat.
Nec Venus oranti – neque enim dea mollior ulla est –
    Rustica Gradivo difficilisve fuit.
Ah, quoties lasciva pedes risisse mariti
    Dicitur et duras igne vel arte manus!
Marte palam simul est Vulcanum imitata; decebat,
    Multaque cum forma gratia mixta fuit.
Sed bene concubitus primos celare solebant:
    Plena verecundi culpa pudoris erat.
Indicio Solis – quis Solem fallere possit? –
    Cognita Vulcano coniugis acta suae.
Quam mala, Sol, exempla moves? Pete munus ab illa:
    Et tibi, si taceas, quod dare possit, habet.
Mulciber obscuros lectum circaque superque
    Disponit laqueos; lumina fallit opus.
Fingit iter Lemnon: veniunt ad foedus amantes;
    Impliciti laqueis nudus uterque iacent.
Convocat ille deos: praebent spectacula capti;
    Vix lacrimas Venerem continuisse putant.
Non vultus texisse suos, non denique possunt
    Partibus obscoenis opposuisse manus.
Hic aliquis ridens: In me, fortissime Mavors,
    Si tibi sunt oneri, vincula transfer, ait.
Vix precibus, Neptune, tuis captiva resolvit
    Corpora. Mars Threcen occupat, illa Paphon.
Hoc tibi profectum, Vulcane: quod ante tegebant,
    Liberius faciunt; et pudor omnis abest.
Saepe tamen demens stulte fecisse fateris;
    Teque ferunt irae poenituisse tuae.
Hoc vetui: vos, ecce, vetat deprensa Dione
    Insidias illas, quas tulit ipsa, dare!
Nec vos rivali laqueos disponite, nec vos
    Excipite arcana verba notata manu.
Ista viri captent, si iam captanda putabunt,
    Quos faciunt iustos ignis et unda viros.
   

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    Vater Mars, für Venus entbrannt in unsinniger Liebe,V. 563. Vater Mars; s.zu Verw. 13, 669. – Übersetzt haben wir zwar entbrannt, halten aber die Lsrt des Cod. Reg. succensus für Glosse von dem von allen übrigen Quellen beglaubigten turbatus.
    War Liebhaber in Form worden, der schreckliche Held.
Für des Gradivus Flehen auch war – denn weicher ist keineV. 565. Gradivus; s. unfern Index z. Verw.
    Unter der Göttinnen Zahl – Venus nicht spröde und taub.
Ach, wie soll sie so oft, die Lose, der Füße des Gatten
    Haben gelacht und der Hand, hart von der Gluth und der Kunst!
Auch nachahmte zugleich sie vor Mars den Vulcan; und es stand ihr;V. 569. Weil in einigen Hdschrften simulet (entweder aus simul et oder aus simul est), in einer similis und in Cod. Mor. simulat steht; so hat man die gem. Lesart simul est gleich für verdorben angesehen und das tautologische simulat imitata gegeben. Es kann aber nichts Passenderes geben, als simul est imitata nach dem vorausgegangenen visisse dicitur = visit.
    Reizende Anmuth war da mit der Schönheit gepaart.
Doch verhehlten sie wohl die ersten Umarmungen immer,V. 571. A. Lsrt primo.
    Und es war noch die Schuld voll der erröthenden Schaam.
Aber durch Sols Verrath – wer könnte vor Sol sich verbergen? –
    Wurde Vulcan das Thun seiner Gemahlin bekannt.
Böses Beispiel giebst du da, Sol. Bitt um ein Geschenk sie.
    Sicherlich hätte sie eins, wärst du verschwiegen, für dich.
Mulciber legt und vertheilt ringsher verborgene Schlingen
    Über und um das Bett, daß sie dem Auge entgehn;
Stellt sich darauf nach Lemnos zu gehn. Die Liebenden kommen.V. 579. Stellt sich nach Lemnos zu gehn, aus dem Himmel gleichsam nach seiner Werkstatt.
    Beide nun liegen sie nackt da, in die Schlingen verstrickt.
Da ruft Jener die Götter zum Schauspiel, das die Gefangnen
    Boten. Der Thränen enthielt Venus, erzählt man, sich kaum.V. 582. S. zu Verw. 2, 621. – Für putant findet sich in den Handschriften einzeln auch ferunt.
Nicht ihr Antlitz sind zu verhüllen sie, noch auch die Hände
    Vor nur zu halten im Stand selber den Theilen der Schaam.V. 584. Andere Lsrten apposuisse und imposuisse.
Da sprach Einer mit Lachen: Auf mich trag' über die Banden,V. 585. Vergl. Homer Odyss. VIII, 334 ff.
    O du tapferer Mars, wenn sie beschwerlich dir sind.
Kaum auf Bitten Neptuns löst er die Gefesselten wieder.
    Thraciens Flur sucht Mars, Venus die Paphische auf.V. 588. Beide Gottheiten verlassen den Himmel, den Schauplatz ihrer Schande, und begeben sich jede nach ihrer irdischen Residenz. – Daher erscheint auch die Vermuthung Threcen für die Lsrt der Hdschrften Creten unzweifelhaft und findet auch Bestätigung durch Thracem (tracem) in einer Patavischen Handschrift.
Das nur hast du gewonnen, Vulcan: was erst sie verbargen,V. 589. Profectum hat nur eine Vat. Hdschrift erhalten; die andern alle haben fehlerhaft profecit, profecto, pro facto, Reg. perfecto (wenigstens ein Sinn).
    Thun sie nun freier; es hält keinerlei Schaam sie zurück.V. 590. Mit Recht hat Baumgarten-Crusius in der neuen Teubnerschen Ausgabe das von Heinsius auf eine einzige Autorität aufgebrachte ut beseitigt und et aller andern Quellen hergestellt.
Oft bekennst du jedoch, verstandlos thöricht gewesenV. 591 f. Wie demens zu construiren sei, gestehen wir nicht klar einzusehen. Soll es mit fecisse verbunden und durch stulte noch verstärkt gefaßt werden? Aber kann man sagen demens facio, ich handle als Unverständiger? Oder soll demens als Grund zu stulte fecisse genommen werden = propter dementiam, quia demens fueris? Das Letztere scheint uns eher zulässig. – Scheinbar nicht übel, gleichwohl verwerflich haben einige Hdschrften artis für irae.
    Wärst du, und deinen Zorn hättest du, glaubt man, bereut.
Davor warnt' ich; es warnt euch da die betroffne Dione,V. 593 f. Dione, Venus. Für dare berichtet Heinsius in einigen älteren Hdschrften pati gefunden zu haben und findet dies richtiger, bleibt jedoch die Erklärung schuldig. Obgleich nun schon Burmann das Sinnwidrige dieser Lsrt nachgewiesen hat, so steht sie doch in allen Texten bis auf den neuesten von Baumgarten-Crusius besorgten; erst in diesem ist die gem. Lsrt dare hergestellt. Dare insidias findet sich in ganz einfachem Sinne bei Plaut. Bacchid. II. 3, 52. Mil. II, 3, 32.
    Fallen zu stellen, wie die, welche man stellte ihr selbst.
Legt auch ihr nicht Schlingen dem Nebenbuhler und fanget
    Worte, von heimlicher Hand etwa geschrieben, nicht auf.
Dem nachstrebe der Mann, wenn ja er glaubt es zu müssen,
    Den zum gesetzlichen Mann Feuer und Wasser gemacht.V. 598. »Mit Wasser und Feuer empfing der Bräutigam die Braut und bot ihr diese beiden Elemente zur Berührung dar; was eine sehr bedeutungsvolle Ceremonie war.« Beckers Gallus. Wasser und Feuer wurden als die Hauptelemente des Lebens angesehen. Daher wurden auch Verurtheilte von Wasser und Feuer ausgeschlossen. Ohne Zweifel hing mit dieser Bedeutung der genannten Elemente diejenige alte philosophische Vorstellung zusammen, nach welcher alle Zeugung durch Feuchtigkeit und Wärme bedingt war. Vergl. Verw. 1, 416 ff. – Für faciunt andere Lsrt faciet.
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