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Lebensgeschichte Tobias Knauts

Johann Karl Wezel: Lebensgeschichte Tobias Knauts - Kapitel 15
Quellenangabe
typefiction
booktitleLebensgeschichte Tobias Knauts, des Weisen, sonst der Stammler genannt
authorJohann Karl Wezel
year1990
publisherRütten & Loening
addressBerlin
isbn3-352-00287-8
titleLebensgeschichte Tobias Knauts
pages561
created20031209
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1776
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13.

Aufgewacht meine Herren und Damen! – ich hab's wohl gedacht; was kann ich dafür, daß Sie nicht zeitiger zu schlafen angefangen haben?

Sie werden sich zu entsinnen wissen, daß ich in dem – gern zitiere ich zwar nicht, aber weil Sie geschlafen haben, so ist es doch nicht zu verlangen –, daß ich in dem – sechsten Absatze gegen das Ende und – im siebenten zu Anfange gemeldet habe, wie wenig die Frau Knaut die ersten natürlichen Regungen von dem doppelten Berufe ihres Sohns begünstigte. Warum? das wird sich gleich offenbaren.

Wie in Staaten, so in kleinen Familien, und wie in kleinen Familien, so in Staaten. Wie mancher ehrliche General mußte Kränkungen und Verdrießlichkeiten erdulden, weil er von seinen zum besten seines Fürsten geführten Kriegen erzählte, wenn Ihre Majestät, die Frau ++, neugierig waren, die Beschreibung der neuangekommenen Palatine von der gegenüber sitzenden Dame zu hören, und vor dem unhöflichen Manne nicht zum Worte kommen konnte! – Mußte nicht Saboutier vor Ärgernis sterben, weil er die Ehre des hohen Geburtsfestes beleidigt und in einem schlechten Tuchkleide erschienen war, als jedermann soviel Gold und Seide trug, als er selbst wog?

Tausend dergleichen Beispiele könnten einem ehrlichen Manne beifallen, wo in verfloßnen Zeiten Leute – elevés au rang des Dieux – in dem goldgestickten Schleppkleide nicht anders und aus keinen andern Gründen handelten als Frau Knaut, die Schulmeisterin, im kamlottnen Unterrocke.

Recht hatte sie allerdings, wenn sie ungehalten war, daß der Naturtrieb ihres Tobias in so schmutzigen Materialien arbeitete und daher die Reinlichkeit der Kleidung nicht sehr befördern konnte. – »Wie du aussiehst, da –? Glaubst du, daß die Kleider vom Himmel fallen?« etc. etc.

Tobias, ohne im geringsten den Beweis seines Unrechtes abzuwarten, schleppte seine Figur mit der gewöhnlichen Langsamkeit in die Stube, legte ernsthaft, wie ein Prälat, seinen ganzen Ornat ab, der meistenteils mit so vielerlei Erdarten bekleckt war, daß sich zu seiner Erläuterung ein ganzer Quartband amoenitatum physicarum oder curiositatum physico-oeconomicarum oder auch Selectorum ex historia naturali mit einem großen Titelkupfer in Imperialfolio, den Ornat meines Helden vorstellend, hätte drucken lassen; und alsdann ging er im bloßen Hemde, in puris naturalibus, ebenso langsam zu seiner Berufsarbeit zurück, als er sie verlassen hatte. »Tobias, hast du denn keine Ehre im Leibe? Vergißt du denn ganz, wer deine Mutter und dein Vater ist? Willst du –« etc. etc.

Nun stand also der arme Junge zwischen Ökonomie und Ehre eingeklemmt da und wußte nicht, wie er herauskommen sollte, und noch viel weniger, wie er hineingekommen war. Mitleidig sahe er seine unbarmherzige Mutter die schönen Schlösser, die ihn mehr Arbeit und Schweiß gekostet hatten als den ägyptischen Königen ihre Pyramiden, mit Sturm erobern, zerstören und in den elenden Leimhaufen verwandeln, aus dem sie entstanden waren. Ohne Waffen, im bloßen Hemde, wie konnte er da seine Festungen wider einen so erbitterten Feind verteidigen? Geduldig – denn Ungeduld oder Widersetzlichkeit, dachte der philosophische Tobias, baut meine Schlösser doch nicht wieder auf– ein weiser Gedanke! –, geduldig ging er, legte seinen getrockneten Ornat wieder an und – predigte.

Zuweilen strömte seine Beredsamkeit, gleich der Beredsamkeit des Ulysses,

Wenn die mächtige Stimm aus der Brust gewaltig hervorbrach,
Und die Worte sich stark, wie ein Winterregen, ergossen

und zwar ungehindert fort; doch zuweilen wurde ihr Fluß plötzlich, wenn er im besten Laufe war, gehemmt. Wer hätte glauben sollen, daß ein Gegenstrom, der eigentlich, zwanzig Schritte von ihm, in der Küche sich ergoß, bis in die Schulstube auf ihn wirken könnte? – So entfernt können Ursachen ihre Wirkungen hervorbringen!

Mittags und abends, wenn in den Magen der Hunger und auf dem Herde das Wasser zu poltern anfing, versammelte sich auf dieses Signal das Parlement des Dorfs in der Küche der Frau Knaut. Die Mitglieder desselben waren die Frau Knaut, als Sprecherin eine alte Frau, die, eigentlich zu reden, weder die Besoldung noch den Titel einer Magd bei der Frau Schulmeisterin hatte, sondern für eine Erkenntlichkeit die schmutzigen Verrichtungen, die für ihren Stand zu niedrig waren, über sich nehmen mußte und, die Nachricht vollständig zu machen, von ihrer Mutter den Namen Anne Heimberten empfangen hatte; denn, soviel man wußte, war sie ohne Vater Anne Heimberten geworden. Meistenteils, wenigstens doch einmal des Tags, kam auch die Frau Pastorin herbeigehinkt – das werden ihr meine Leser nicht übelnehmen, wenn sie sich an den großen Schwamm erinnern, der ihr, bei der beständigen feuchten Witterung ihres alten Wohnhauses, aus dem rechten Beine gewachsen war. – Das vierte Mitglied war die Kammerjungfer der gnädigen Frau, die aber sehr oft, wenn ihre Gebieterin zu lange geschlafen hatte oder die Morgenandacht bei dem Putztische zu lange dauerte, in eigner Person nicht erscheinen konnte; doch bei wichtigen Angelegenheiten tat die dicke Hanne, die Hausmagd, als ihre freiwillige Agentin statt ihrer den Vortrag. Ohne Ausschreibungsbrief und andre dergleichen vorgängige Zeremonien versammelte sich dieses weibliche Staatskollegium, bloß nach einen gewissen innerlichen natürlichen Zuge, so regelmäßig als kein einziges männliches Parlement in Frankreich und in England. Jedes unter den Mitgliedern hatte sein eignes Fach, nämlich jedes tat den Vortrag über solche Vorfälle, wovon es nach seinen Umständen die zuverlässigsten oder doch wenigstens die zahlreichsten Nachrichten einholen konnte; und ihre Gerichtsbarkeit erstreckte sich zwar eigentlich nur zwo Meilen in der Runde, doch wenn in ihrem Gebiete zuweilen die Sachen langsam gingen, so taten sie einen Sprung über ihre Grenze, oft einen recht herzhaften Sprung, sechs, acht Meilen weit, bis in die nächste Stadt. In diesem Falle konnte niemand so weit schreiten als die Kammerjungfer; die andern hüpften wohl auch, aber sie kamen nicht weit und stolperten gleich in ihren eigentümlichen Bezirk wieder zurück. Was aber in diesem lebte und webte, es mochte zum Lehr-, Nähr- oder Wehrstande gehören, Pudelmützen oder Parucken, Degen oder Mistgabeln, Korsette oder Jacken tragen, kurz, alles, was nur von den Naturkündigern zum Tierreiche gerechnet wird und das Herz hatte, sich in diesem Umkreise blicken zu lassen, mußte eine strenge Behandlung seiner Angelegenheiten erfahren. Kein Wort, keine Bewegung, kein Atemzug, kein Fleckchen im Leibe und außer dem Leibe blieb vor den scharfen Augen dieser Richterinnen verborgen. Außerdem besaßen sie eine Kunst, die manchen schwerbegreifenden Richtern zu wünschen wäre: Wenn nicht genug Data, genug Umstände vorhanden waren, den statum causae gehörig zu formieren, so wußten sie doch aus den wenigen bekannten eine so zusammenhängende Geschichte auf die geschickteste Weise herauszupressen, daß man eine Seele von Stroh hätte haben müssen, um sie nicht höchst wahrscheinlich und höchst begreiflich zu finden; und diese Geschichten, die wie der Honig aus vielerlei Blüten zusammengesaugt waren, hatten auch allzeit, wie der Honig, eine ganz andre Farbe, einen ganz andern Geschmack als der Saft, aus welchem sie zubereitet waren.

Ohne den Kopf in große Allongeparucken versteckt zu haben oder auf Wollsäcken wie auf begeisternden Dreifüßen zu sitzen, waren ihre Debatten zuweilen sehr hitzig; sie fochten, sie kämpften, sie teilten sich in Parteien; zuweilen hatte der Vortrag die Figur orationis perpetuae, zuweilen wurde er zur altercatio, zuweilen zum Terzett, und oft wuchs er gar zum Quattro an. In diesem Falle war entweder die höchste mögliche Einigkeit oder die höchste mögliche Uneinigkeit unter ihnen; entweder stimmten sie bloß ein oder war ein jedes so voll von der vorhabenden Materie, daß eins mit Gewalt durch die Rede des andern durchbrechen mußte. Sogar über sich selbst waren sie sehr strenge Beurteilerinnen; doch wurde allzeit die bei öffentlichen Gerichten gewöhnliche Vorsicht gebraucht: Die Person, deren Sache eben vorgenommen wurde, durfte niemals gegenwärtig sein. Wenn die Frau Pastorin die Session verlassen hatte, so erhub sich ein Gelächter unter den übrigen, anfangs in einem leisen, leisen piano und nahm endlich bis zum höchsten fortissime zu; und alsdenn, Frau Pastorin! – wer die erste Bekanntschaft mit ihrem Namen in der Küche der Frau Schulmeisterin machte, mußte sie notwendig für einen Teufel oder für eine Brut davon, so scheußlich wie seine Tochter im Milton, halten. – Gewiß war es die unter den größten und den kleinsten Köpfen so gewöhnliche – obtrectatio – deutsch? – bei den Handwerksleuten in jedem Stande, Amt und Berufe – Brotneid; bei Geschöpfen von einer höhern Klasse – Rang-, Ehr-, Ruhm-, Verdienstneid; nichts andres war es, als was den Themistokles und Aristides um ihre beiderseitige Freundschaft und diesen ehrlichen Mann ins Exilium brachte; was den Caesar und Pompejus, den Titus und Domitian, Boileau und Perrault, Ecken und Luthern, Gottscheden und Bodmern, die Frau Geheimerätin A und die Frau Geheimerätin B, die Kammerjungfer C und die Kammerjungfer D entzweite und jedes bewog, wider das andre auf seine Art Krieg zu führen – mit dem Degen, mit der Feder, mit Schimpfwörtern, mit Verleumdungen, mit dem Blatteisen. – Ebendieses Ding, diese Eifersucht, dieser Neid oder wie man es nennen will – das ich, beiläufig zu sagen, unter die physischen Kräfte der Seele rechne und wovon das wißbegierige Publikum in der nächsten Ausgabe meiner Pneumatologie gleich nach der vis inertiae der menschlichen Seelen ein eignes lesenswürdiges Kapitel mit der Aufschrift: vis obtrectatoria, und darinnen eine Erklärung finden wird, ohngefähr auf den Schlag, wie Cartesius die magnetischen Kräfte erklärt – diese vis obtrectatoria brachte in der Abwesenheit der Frau Pastorin die obengemeldeten Wirkungen in den Lungen und Zungen der zurückgebliebnen drei Mitglieder dieser Versammlung hervor. Die Frau Pastorin nahm in der Session über alle übrige aus einem doppelten Grunde den Vorsitz: erstlich, weil sie Frau Pastorin hieß; zweitens, weil sie eine Ehefrau war. Außerdem trug sie Hauben mit Karkassen, und an beiden Hüften hatte ihre Kleidung eine kleine Erhöhung, die einer Knospe nicht unähnlich sah, aus welcher mit der Zeit eine Konsideration hervorwachsen könnte; und dafür sahn es auch wirklich die wunderlichen Leute an, da doch die eine Erhöhung an der rechten Hüfte des Auswuchses wegen nötig war und die andre bloß diente, den Körper im Gleichgewichte zu erhalten. Die Karkassen und, was ich beinahe vergessen hätte, die Allongen, die wie große Kometenschwänze sich quer über ihre Hauben ausbreiteten, waren freilich Todsünden, die ich nicht zu verteidigen vermag, wiewohl sie vielleicht nur dienen mochten, den ganzen Staat, wovon einen Teil der böse Auswuchs nötig machte, im Gleichgewichte zu erhalten.

Die nämliche Strenge mußte die Kammerjungfer nach ihrem Abtritte von der Frau Schulmeisterin und der dicken Anne erfahren; und da es sehr wenig Politik verraten würde, wenn ich die Geheimnisse der Kammerjungfern durch die Hände des Setzers ins Publikum kommen lassen wollte, so sage ich kein Wort weiter.

Unglücklicherweise fühlte der junge Tobias seinen Beruf zum Predigen nicht eher und nicht später als während diesen Versammlungen und konnte ihn auch zu keiner andern Zeit ausüben, weil den übrigen Teil des Tages der Vater mit der Schuljugend des Kirchspiels seinen Rednerstuhl einnahm. Die Beredsamkeit meines Helden war ein Ideal von Beredsamkeit, so wie es Cicero in seinem »Orator« schildert, und beinahe durchgängig von der erhabnen Art; nichts als eine Reihe von Ausrufungen, Fragen, tiefgeholten Seufzern – eine eigne Figur in der Kanzelrhetorik! – Diese affektenvolle Sprache, die vielleicht keiner unsrer heutigen Prediger in schönem Geschmacke so sehr in seiner Gewalt haben mag, erfoderte eine starke Anstrengung der Stimme, einen heftigen, schreienden Ton, wie er für einen Redner sich schickt, der nichts Geringers, als Leidenschaften zu erregen, zur Absicht hat. Solange seine Mutter in der Küche den Vortrag hatte, so konnte seine Beredsamkeit ungehindert so stark wie der Rheinfall rauschen und die Herzen seiner Zuhörer wie Steine und Klötze mit sich fortwälzen; denn die ihrige war völlig eine Oktave höher gestimmt, und wenn die seinige dem Rheinfälle glich, so war ihre allen Meeren zusammengenommen gleich. Wenn aber die Kammerjungfer auftrat – alsdann, Tobias, wurde der Strom deiner Beredsamkeit plötzlich mitten in seinem Laufe verdämmt. Das arme Mädchen hatte in einem verliebten Duelle, wo sie ihre Tugend tapfer verteidigte, aber doch endlich unterliegen mußte, eine Kontusion oder Verrenkung am Halse bekommen; ein ungeschickter Chirurgus sah es für einen Anlauf der Mandeln an, kurierte sie nach dieser Meinung, und der Hals verschwoll. Durch die Hülfe beßrer Hände erhielt zwar ihr Hals seine vorige schlanke Länge größtenteils wieder; doch blieb zeitlebens eine starke Engbrüstigkeit, ein kurzer Atem und eine äußerst schwache und heischre Stimme zurück. Ihre Beredsamkeit konnte also nicht mit Feuer und Flammen um sich werfen, sondern sie war ganz in der Manier des Caesars, simplex, pressum, elegans dicendi genus. Die Zuhörer mußten alle Nerven ihrer Ohren anstrengen und konnten doch bei dem Gepolter des einkochenden Wassers oder dem Gezische der überlaufenden Suppe kaum etwas vernehmen. Ihre Erzählungen waren allzeit wichtig, weil sie aus dem Schlafzimmer der gnädigen Frau kamen; und nun stürmte vollends Tobias mit vollen Affekten über das arme, winselnde Stimmchen so gewaltsam her, daß der Ton nicht weiter als aus der Lunge zwischen die Vorderzähne kommen konnte, alsdann von der schweren Küchenluft zurückgestoßen wurde und im Halse erstickte. Sollte die Frau Knaut hierbei nicht in die äußerste Wut geraten? – Was geschah? Sie bat die Rednerin um einen Augenblick Geduld, stürzte den pathetischen Redner vom Rednerstuhle, jagte ihn mit Ohrfeigen und Stößen, um die Hitze seiner Begeisterung zu dämpfen, in die Wohnstube, und nun blieb er so lange in dem Zustande, der – wenn uns doch unsre Philosophen mit Namen versorgten, sie haben ja so nichts zu tun; itzt fehlt mir schon wieder einer! – Genug, die Sache ist: Tobias saß auf dem Stuhle, den Ellebogen auf den Tisch und den Kopf auf die Hand gestützt, und tat weiter nichts, als daß er alles, was in dem Horizonte seiner Sinne, das heißt, von den zwei ihm gegenüber stehenden Wänden und einem Winkel der Stube auf ihn wirkte, in seinem Körper gewisse Veränderungen hervorbringen ließ – oder vielmehr nicht ließ, denn er konnte es ja nicht hindern! –, also gewisse Veränderungen litt, nach deren Veranlassung die Seele auch aus ihrem eignen Vorrate statt eines Intermezzos ein paar mit jenen Veränderungen verwandte Vorstellungen hervortreten ließ – verstehen Sie es, meine Herren? – es ist eine abscheuliche Sache mit den philosophischen Erklärungen. Sie sind nichts als Angelhaken; ihr dachtet: Ei, das ist ein Fraß! aber ihr seht die Angel nicht, die dem Regenwurme im Leibe steckt. – Begierig schnappt ihr zu – pump! steckt euch die Angel im Halse; und nun könnt ihr kauen, die Zunge vorwärts oder rückwärts wenden, die Muskeln an euren Kinnbacken rechts oder links drehen – ihr werdet sie doch nicht los, bis sie euch jemand bedächtlich aus dem Halse zieht. Sitzt die Spitze im Fleische, so ist's vorbei, und am Ende, wenn ihr auch von der Angel wieder befreit seid, so habt ihr doch weiter nichts in eurem Magen als – einen Regenwurm. – Ich bin noch die Angel zu rechter Zeit gewahr geworden; schon wollte ich zuschnappen, aber ich besann mich, daß ich am Ende an meiner langen Erklärung doch nichts weiter gehabt hätte als: Tobias tat nichts als hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen und erinnerte sich von Zeit zu Zeit an ein paar ehemals schon gedachte Sachen, oder er tat, was die meisten menschlichen Maschinen täglich tun. Das klingt nun freilich nicht halb so gut als mein erster Anfang; es ist sogar falsch; denn der gute Tobias tat bei allen diesen so wenig als das Papier, worauf ich dieses schreibe; aber es scheint doch verständlich – und das ist genug.

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