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Frida von Kronoff: Lebensart - Kapitel 40
Quellenangabe
typetractate
authorFrida von Kronoff
titleLebensart
publisher
year
firstpub
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150825
projectid79dc494a
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Schlußwort.

Wir sind am Ende unserer Wanderung durch den Pflichtenkreis des guten Tones, wie ihn Notwendigkeit und Feinempfinden geschaffen, angelangt, und noch einmal möchten wir auf den Kernpunkt unseres Strebens mit allem Nachdruck hinweisen.

In der Erziehung walte Wahrheit, Gerechtigkeit, Herzenswärme, Selbstzucht. Was kindliche Denkweise vorzeitig reifen, kindliche Anschauung verwirren, kindlich unreifes Urteil herausfordern könnte, werde weise ferngehalten. Der beste Schatz des werdenden Menschen sei die Erinnerung, sein liebstes Gedenken das Elternhaus.

Gediegenheit, Einfachheit, Herzlichkeit, Herzenstakt und stille Würde, rücksichtsvoller Zartsinn und der Mut der Wahrheit seien die Grundpfeiler des Hauses, in dem alles, was lieb und traut, schön und anmutend ist, Heimstatt finden soll.

Kein Ueberschwang, kein Ueberbieten: Arbeit adelt, Genuß verzehrt! Wer den Mut hat, seinen Verhältnissen gerecht zu werden, der Zukunft anstatt dem Augenblick, dem stillen Glück anstatt der lauten Freude zu leben, der erringt auch sicher den Sieg. Nur der erste Schritt erscheint schwierig, die erste Konsequenz schwer zu tragen, und dennoch, wie nichtig alles kleinliche Sorgen, wo es so Großes gilt!

Auch den Dienenden oder zeitweilig Aushelfenden komme dieser gerechte Zartsinn zugute. Was wir uns selbst zumuten, mag ja oft genug die Grenzen eines übervollen Tagewerkes weit überschreiten, fremde Kraft hingegen werden wir nicht ausnützen, sei es nun auf geistigem oder körperlichem Arbeitsgebiete. Schonung gegen andere nach bestem Erkennen, Strenge gegen uns selbst, das gibt den guten Klang, der vom Herzen kommt und zum Herzen dringt.

Möge die Schar derer, die zu unserer Fahne schwören, sich stetig mehren und Segen stiften in Haus und Welt!

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