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Leben Fibels

Jean Paul Richter: Leben Fibels - Kapitel 4
Quellenangabe
typenarrative
booktitleSämtliche Werke Abteilung I Band 6
authorJean Paul
year1996
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-152-X
titleLeben Fibels
pages365
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1812
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1. Judas-Kapitel

Geburt

Komme nur endlich herein ins Leben, lieber Fibel, so winzig und anonym du auch noch bist! Du wirst schon mit der Zeit fünfte- oder sechst-halbe Fuß hoch und bekannt und benannt genug, wie ja wir alle! Der neugeborne Zwerg bleibt stets die erste Kapsel des unsichtbaren Riesen, der später mit Bergen nach Himmel und Hölle wirft. – Mein Anruf an den ungebornen Schriftsteller, daß er endlich in die Geburt und Welt trete, kommt nur den Lesern unnütz vor, die alle nicht wissen, daß er vor dem zehnten Monate noch gar nicht geboren war.

Endlich eines Tages stand sein Vater, ein armer Vogelsteller und Invalide, eben hinter einem Finkenkloben, den er zum Fenster hinaushielt, und lauerte auf den anhüpfenden Finken, um ihn an der Fanggabel hereinzuziehen, als ihm die Wehmutter aus der Klage-Kammer die frohe Botschaft brachte, es komme ein lebendiges Kind; dies veranlaßte ihn, den Kopf langsam umzudrehen und leise zu sagen. »Still!« Aber eben da er den Finken am Fangholze hereinzog, stand die Hebamme schon mit Fibeln auf beiden Armen vor ihm und hielt ihm ihn hin; er gab (Fibel und der Finke schrien erbärmlich, und jeder anders) bloß die Worte von sich – und griff nach dem Vogel und sah den Kleinen an –: »Hab' ich ihn

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