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Leben des Benvenuto Cellini

: Leben des Benvenuto Cellini - Kapitel 36
Quellenangabe
typeautobio
authorBenvenuto Cellini
titleLeben des Benvenuto Cellini
publisherInsel Verlag
editorJohann Wolfgang von Goethe
translatorJohann Wolfgang von Goethe
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Zehntes Kapitel

Der Krieg mit Karl V. bricht aus: der Verfasser soll zur Befestigung der Stadt mitwirken. – Madame d'Estampes, durch fortgesetzte Kunstgriffe, sucht den König gegen den Autor aufzubringen. – Seine Majestät macht ihm Vorwürfe, gegen die er sich verteidigt. – Madame d'Estampes wirkt nach ihren ungünstigen Gesinnungen weiter fort. – Cellini spricht abermals den König und bittet um Urlaub nach Italien, welchen ihm der Kardinal Ferrara verschafft.

Indessen befleißigte ich mich, mein schönes Tor aus allen den schon beschriebenen Teilen zusammenzustellen, und überlasse den Chronikenschreibern, dasjenige zu erzählen, was im allgemeinen damals vorging, da der Kaiser mit seinem großen Heere angezogen kam und der König sich mit aller Macht bewaffnete. Zu der Zeit verlangte er meinen Rat, wie er Paris aufs geschwindeste befestigen könnte. Er kam eigens deshalb in mein Haus und führte mich um die ganze Stadt, und da er vernahm, mit welcher guten Einsicht ich von einer so schnellen Befestigung sprach, gab er mir ausdrücklichen Auftrag, das, was ich gesagt hatte, auf das schnellste zu vollbringen. Er gebot seinem Admiral, jedermann zu befehlen, daß man mir bei seiner Ungnade in allem gehorchen sollte. Der Admiral, der durch die Gunst der Madame d'Estampes und nicht durch sein Verdienst zu dieser Stelle gelangt war, hatte wenig Kopf und hieß eigentlich Herr Hannibal; die Franzosen sprechen aber den Namen anders aus, so daß er in ihrer Sprache fast klingt, als wollte man Esel und Ochs sagen, wie sie ihn denn auch gewöhnlich nannten. Diese Bestie erzählte Madame d'Estampes alles; da befahl sie ihm, er solle eilig den Hieronymus Bellarmato rufen lassen. Dieser war ein Ingenieur von Siena und wohnte etwas mehr als eine Tagreise von Paris. Er kam sogleich und fing auf dem längsten Wege an, die Stadt zu befestigen; daher zog ich mich aus dem Unternehmen, und wenn der Kaiser damals mit seinem Heere angerückt wäre, so hätte er Paris mit großer Leichtigkeit erobert. Auch sagte man, daß in dem Vertrag, der damals geschlossen wurde, Madame d'Estampes, die sich mehr als jemand darein mischte, den König verraten und bloßgestellt habe; doch mag ich hiervon nicht mehr sagen, denn es gehört nicht zu meiner Sache.

Ich arbeitete immerfort an der ehernen Tür, an dem großen Gefäße und ein paar andern von mittlerer Gattung, die ich aus meinem eignen Silber gemacht hatte. Als die größte Gefahr vorbei war, kam der gute König nach Paris zurück, um ein wenig auszuruhen, und hatte das verwünschte Weib bei sich, die gleichsam zum Verderben der Welt geboren war, und ich kann mir wirklich etwas darauf einbilden, daß sie sich als meine Todfeindin bewies. Als sie einst mit dem König über meine Angelegenheiten zu sprechen kam, sagte sie so viel Übels von mir, daß der gute Mann, um ihr gefällig zu sein, zu schwören anfing: er wolle sich nicht weiter um mich bekümmern, als wenn er mich niemals gekannt hätte! Diese Worte sagte mir eilig ein Page des Kardinals von Ferrara, der Villa hieß und mir versicherte: er habe sie selbst aus dem Munde des Königs vernommen. Darüber erzürnte ich mich so sehr, daß ich alle meine Eisen und Arbeiten durcheinander warf und Anstalt machte, mit Gott wegzugehen. Ich suchte sogleich den König auf und kam nach der Tafel in ein Zimmer, wo Seine Majestät sich mit wenig Personen befanden. Als er mich hereinkommen sah und ich die gehörige Verbeugung, die man einem König schuldig ist, gemacht hatte, nickte er mit fröhlichem Gesichte mir sogleich zu. Da faßte ich wieder einige Hoffnung und näherte mich langsam, weil er gewisse Arbeiten von meiner Profession besah. Als man nun eine Zeitlang darüber gesprochen hatte, fragte er: ob ich ihm zu Hause etwas Schönes zu zeigen hätte und wann ich wünschte, daß er käme? Darauf versetzte ich: wann es ihm auch gefällig sei, könne ich ihm jederzeit manches vorzeigen. Darauf sagte er: ich solle nach Hause gehen, weil er gleich kommen wolle. Ich ging und erwartete den guten König, der von Madame d'Estampes erst Urlaub zu nehmen gegangen war. Sie wollte wissen, wohin er gehe, und sagte, daß sie ihn heute nicht begleiten könne, bat ihn auch, daß er aus Gefälligkeit heute nicht ohne sie ausgehen möchte. Sie mußte ein paarmal ansetzen, um den König von seinem Vorhaben abzubringen, der denn auch diesen Tag nicht in mein Haus kam. Tags darauf kehrte ich zur selbigen Stunde zum König zurück, der denn sogleich, als er mich sah, schwur, daß er mich besuchen wolle. Da er nun aber auch diesmal nach seiner Gewohnheit von Madame d'Estampes sich zu beurlauben ging und sie ihn mit aller ihrer Gewalt nicht abhalten konnte, sagte sie mit ihrer giftigen Zunge so viel Übels von mir, als man nur von einem Manne sagen könnte, der ein Todfeind dieser würdigen Krone wäre. Darauf versetzte der gute König: er wolle nur zu mir gehen, mich dergestalt auszuschelten, daß ich erschrecken sollte. Und als er ihr dieses zugesichert hatte, kam er in mein Haus, wo ich ihn in gewisse untere Zimmer führte, in welchen ich das große Tor zusammengesetzt hatte, worüber der König so erstaunte, daß er die Gelegenheit nicht fand, mich auszuschelten, wie er es versprochen hatte. Doch wollte er den Augenblick nicht ganz vorbeilassen und fing an: Es ist doch eine wunderbare Sache, Benvenuto, daß Ihr andern, so geschickt Ihr seid, nicht einsehen wollt, daß Ihr Eure Talente nicht durch Euch selbst zeigen könnt, sondern daß Ihr Euch nur groß beweist bei Gelegenheiten, die wir Euch geben; daher solltet Ihr ein wenig gehorsamer sein, nicht so stolz und eigenliebig. Ich erinnere mich, Euch befohlen zu haben, daß Ihr mir zwölf Statuen von Silber machen solltet, und das war mein ganzes Verlangen: nun wolltet Ihr aber noch Gefäße, Köpfe und Tore verfertigen, und ich sehe zu meinem Verdruß, daß Ihr das, was ich wünsche, hintansetzt und nur nach Eurem Willen handelt. Denkt Ihr aber so fortzufahren, so will ich Euch zeigen, wie mein Gebrauch ist, wenn ich verlange, daß man nach meinem Willen handeln soll. Indessen sage ich Euch: befolget, was man Euch gesagt hat! denn wenn Ihr auf Euren Einfallen beharren wollt, so werdet Ihr mit dem Kopf gegen die Mauer rennen.

Indem er also sprach, waren die Herren aufmerksam, und da sie sahen, daß er den Kopf schüttelte, die Augenbraunen runzelte, bald den einen, bald den andern Arm bewegte, zitterten sie alle meinetwegen vor Furcht. Ich hatte mir aber vorgenommen, mich nicht im mindesten zu fürchten, und als er nach seinem Versprechen den Verweis hergesagt hatte, beugte ich ein Knie zur Erde, küßte ihm das Kleid auf dem Knie und sagte: Heilige Majestät! ich bejahe, daß alles wahr ist, was Ihr sagt; das einzige nur darf ich versichern, daß mein Herz beständig, Tag und Nacht, mit allen Lebensgeistern angespannt gewesen ist, Ihnen zu gehorchen und zu dienen. Sollte Eurer Majestät scheinen, daß ich gegen diese meine Absicht etwas gefehlt hätte, so ist das nicht Benvenuto gewesen, sondern ein ungünstiges Geschick, das mich hat unwürdig machen wollen, dem bewundernswertesten Prinzen zu dienen, den je die Erde gesehen hat; indessen bitte ich Sie, mir zu verzeihen, denn Eure Majestät gaben mir nur Silber zu einer Statue, und da ich keines von mir selbst habe, konnte ich nicht mehr als diese machen. Von dem wenigen Metalle, das von gedachter Figur mir übrig blieb, verfertigte ich dieses Gefäß, um Eurer Majestät die schöne Manier der Alten zu zeigen, und vielleicht war es das erste von dieser Art, das Sie je gesehen hatten. Was das Salzfaß betrifft, so scheint mir, wenn ich mich recht erinnere, daß es Eure Majestät von selbst verlangten bei Gelegenheit, daß Sie ein ähnliches Gefäß gesehen hatten. Darauf zeigte ich auf Ihren Befehl das Modell vor, das ich schon aus Italien mitbrachte, und Sie ließen mir sogleich tausend Goldgülden zahlen, damit ich die Arbeit ungesäumt anfangen könnte. Sie waren zufrieden mit der Arbeit, und besonders erinnere ich mich, daß Sie mir dankten, als ich sie fertig überbrachte. Was das Tor betrifft, scheint mir, daß Eure Majestät deshalb gelegentlich Herrn von Villeroy, Ihrem Sekretäre, Befehl erteilten, welcher denen Herren von Marmaignes und von Apa [della Fa] auftrug, die Arbeit bei mir zu betreiben und mir in allem beizustehn. Ohne diese Beihülfe wäre ich nicht vorwärts gekommen, denn ich hätte die französischen Erden, die ich nicht kannte, unmöglich durchprobieren können. Ferner würde ich diese großen Köpfe nicht gegossen haben, wenn ich nicht hätte versuchen wollen, wie mir auch eine solche Arbeit gelänge. Die Piedestale habe ich gemacht, weil ich überzeugt war, daß sie nötig seien, um den Figuren ein Ansehen zu geben, und so habe ich in allem, was ich tat, geglaubt, das Beste zu tun und mich niemals vom Willen Eurer Majestät zu entfernen. Es ist wahr, daß ich den großen Koloß bis zur Stufe, auf der er sich befindet, ganz aus meinem Beutel gemacht habe, und ich dachte, daß ich als ein so kleiner Künstler in Diensten eines so großen Königs zu Eurem und meinem Ruhm eine Statue machen müßte, dergleichen die Alten niemals gehabt haben. Nun aber sehe ich, daß es Gott nicht gefällt, mich eines solchen Dienstes wert zu achten, und bitte Eure Majestät, statt der ehrenvollen Belohnung, die Sie meinen Arbeiten bestimmt hatten, mir nur ein wenig Gnade zu gönnen und mir einen gnädigen Urlaub zu erteilen; denn ich werde sogleich, wenn Sie mir es erlauben, verreisen und auf meiner Rückkehr nach Italien immer Gott danken für die glücklichen Stunden, die ich in Ihrem Dienste zugebracht habe.

Darauf faßte mich der König an, hob mich mit großer Anmut auf und sagte: ich sollte mit Zufriedenheit für ihn arbeiten; was ich gemacht hätte, wäre gut und ihm angenehm. Dann wendete er sich zu den Herren und sagte: Gewiß, wenn das Paradies Tore haben sollte, so würden sie nicht schöner sein als dieses! Da ich sah, daß er diese Worte, die ganz zu meinen Gunsten waren, mit Lebhaftigkeit aussprach, dankte ich ihm aufs neue mit größter Ehrfurcht; aber weil bei mir der Verdruß noch nicht vorbei war, so wiederholte ich die Bitte um meine Entlassung. Da der König sah, daß ich seine außerordentlichen Liebkosungen nicht zu schätzen wußte, befahl er mir mit starker und fürchterlicher Stimme: ich sollte kein Wort weiter reden, sonst würde es mich gereuen! Dann setzte er hinzu: er wolle mich in Gold ersticken und mir Urlaub geben. Da die Arbeiten, die er befohlen, noch nicht angefangen wären, so sei er mit allem zufrieden, was ich aus eignem Triebe mache. Ich solle weiter keinen Verdruß mit ihm haben, denn er kenne mich, und ich solle mich nun auch bemühen, ihn kennen zu lernen, wie es die Pflicht fordere. Ich sagte, daß ich Gott und Seiner Majestät für alles dankbar sei, bat ihn darauf, er möchte kommen, die große Figur zu sehen, und wie weit ich damit gelangt sei. Ich führte ihn dahin, und als ich sie aufdecken ließ, war er darüber aufs äußerste verwundert und befahl einem seiner Sekretäre, er sollte mir sogleich alles Geld wiedergeben, was ich von dem meinigen ausgelegt hatte, die Summe möchte sein, welche sie wollte, genug, wenn ich sie mit meiner Hand quittierte. Dann ging er weg und sagte: Adieu, mon ami! – ein Ausdruck, dessen sich sonst ein König nicht bedient.

Als er nach seinem Palaste zurückkam, erzählte er die so wundersam demütigen und so äußerst stolzen Worte, die ich gegen ihn gebraucht hatte und die ihm sehr aufgefallen waren, in Gegenwart der Madame d'Estampes und des Herrn St. Paul, eines großen Barons von Frankreich. Dieser hätte sonst für meinen großen Freund gelten wollen, und wirklich diesmal zeigte er es trefflich auf französische Weise; denn als der König sich weitläufig über den Kardinal von Ferrara beschwerte, dem er mich in Aufsicht gegeben, der sich aber weiter nicht um mich bekümmert hätte, so daß ich beinahe durch seine Schuld aus dem Königreiche gegangen wäre, fügte Seine Majestät hinzu: er wolle mir nun wirklich einen andern Aufseher geben, der mich besser kenne; denn er möge nicht wieder in Gefahr kommen, mich zu verlieren. Darauf bot sich Herr von St. Paul gleich an und sagte zum König: er solle mich in seine Gewahrsam geben; er wolle es schon so einrichten, daß ich nicht Ursache haben solle, mich aus dem Königreiche zu entfernen. Darauf versetzte der König: er sei es wohl zufrieden, wenn ihm St. Paul sagen wolle, wie er es einzurichten gedenke, um mich festzuhalten. Madame, die gegenwärtig war, zeigte sich äußerst verdrießlich, und St. Paul machte Umstände, dem König seine Gedanken zu sagen; aber Seine Majestät fragte aufs neue, und jener, Madame d'Estampes zu gefallen, versetzte: Ich würde ihn aufhängen lassen, und auf die Weise könntet Ihr ihn nicht aus dem Königreiche verlieren! Darauf erhub Madame d'Estampes ein großes Gelächter und sagte: das verdiene ich wohl. Darauf lachte der König zur Gesellschaft mit und sagte: er sei wohl zufrieden, daß St. Paul mich aufhängen lasse, wenn er ihm nur erst einen andern meinesgleichen schaffte, und ob ich es gleich nicht verdient habe, so gebe er ihm doch unter dieser Bedingung die völlige Erlaubnis. Auf diese Weise ging der Tag vorbei, und ich blieb frisch und gesund, dafür Gott gelobt und gepriesen sei.

In dieser Zeit hatte der König den Krieg mit dem Kaiser gestillt, aber nicht den mit den Engländern, so daß uns diese Teufel gewaltig zu schaffen machten. Nun hatte der König ganz was anders als Vergnügen im Kopfe und befahl Peter Strozzi, er solle einige Galeeren in die englischen Meere führen, das eine große und schwere Sache war. Dieser Herr war als Soldat einzig in seiner Zeit und auch ebenso einzig unglücklich. Nun waren verschiedene Monate vergangen, daß ich weder Geld erhalten hatte noch Befehl zu arbeiten, so daß ich alle meine Gesellen fortschickte, außer den zwei Italienern, die ich an den beiden Gefäßen von meinem Silber arbeiten ließ, denn sie verstunden sich nicht auf die Arbeit in Erz. Als sie die Gefäße geendigt hatten, ging ich damit nach einer Stadt, die der Königin von Navarra gehörte; sie hieß Argentan und liegt viele Tagereisen von Paris. Als ich daselbst ankam, fand ich den König krank, und als der Kardinal von Ferrara zu ihm sagte, daß ich angekommen sei, antwortete der König nichts. Daher mußte ich viele Tage an gedachtem Orte mit vieler Beschwerlichkeit aushallen, und gewiß, ich bin nicht leicht verdrießlicher gewesen. Doch ließ ich mich endlich einmal des Abends vor dem König sehen und zeigte ihm die beiden Gefäße, die ihm außerordentlich gefielen. Als ich ihn so wohl aufgelegt sah, bat ich ihn: er möchte so gnädig sein und mir einen Spazierritt nach Italien erlauben; ich wollte sieben Monate Besoldung, die ich noch zu erheben hätte, zurücklassen, die mir Seine Majestät, wenn ich zurückkehrte, möchten bezahlen lassen. Ich bäte um diese Gnade, weil es jetzt Zeit zu kriegen und nicht zu bildhauen sei; auch habe Seine Majestät Bologna, dem Maler, ein Gleiches erlaubt, und ich bäte nur, mir dieselbe Gnade zu erzeigen. Indessen ich diese Worte sprach, betrachtete der König mit der größten Aufmerksamkeit die beiden Gefäße und traf mich manchmal mit einem seiner fürchterlichen Blicke; ich aber fuhr fort, ihn zu bitten, so gut ich wußte und konnte. Auf einmal sah ich ihn erzürnt, er stand auf und sagte mir auf italienisch: Benvenuto! Ihr seid ein großer Tor. Bringt diese Gefäße nach Paris, denn ich will sie vergoldet haben! Weiter erhielt ich keine Antwort, und er ging weg. Ich näherte mich dem Kardinal von Ferrara und bat ihn, da er mir so viel Gutes erzeigt habe, indem er mich aus den Kerkern von Rom befreiet und mich so viele andere Wohltaten genießen lassen, so möchte er mir auch dazu verhelfen, daß ich nach Italien gehen könnte. Der Kardinal versicherte, daß er alles in der Welt tun wollte, um mir gefällig zu sein; ich sollte ihm nur die Sorge überlassen und könne nur ganz frei hingehen: er wolle schon die Sache mit dem König ausmachen. Darauf versetzte ich: da Seine Majestät ihm die Aufsicht über mich anvertraut habe, so würde ich verreisen, sobald er mir Urlaub gäbe, jedoch auf den geringsten Wink Seiner Hochwürden wiederkommen. Der Kardinal sagte darauf: ich solle nur nach Paris gehen und daselbst acht Tage bleiben, in der Zeit hoffe er Urlaub vom König zu erhalten. Wäre Seine Majestät es ja nicht zufrieden, so wolle er mich gleich davon benachrichtigen; wenn er aber weiter nichts schriebe, so könnte ich nur frei meines Weges gehen.

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