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Leben des Benvenuto Cellini

: Leben des Benvenuto Cellini - Kapitel 26
Quellenangabe
typeautobio
authorBenvenuto Cellini
titleLeben des Benvenuto Cellini
publisherInsel Verlag
editorJohann Wolfgang von Goethe
translatorJohann Wolfgang von Goethe
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Dreizehntes Kapitel

Erzählung der grausamen Mißhandlung, die er während seiner Gefangenschaft erduldet. – Große Ergebung in sein trauriges Schicksal. – Wunderbare Vision, die eine baldige Befreiung verkündigt. – Er schreibt ein Sonett auf sein Elend, wodurch das Herz des Kastellans erweicht wird. – Der Kastellan stirbt. – Durante versucht, den Cellini zu vergiften. – Dieser entkommt dem Tode durch den Geiz eines armen Juweliers.

Darauf ließ sich der Kastellan, krank und elend, wie er war, gleichfalls an diesen Ort tragen und sagte: Nicht wahr, ich habe dich wieder? Ja, versetzte ich, aber nicht wahr, ich bin Euch entkommen? Und wäre ich nicht, unter päpstlicher Treue, um ein Bistum zwischen einem venezianischen Kardinal und einem Römer Farnese verhandelt worden, welche beide den heiligen Gesetzen sehr das Gesicht zerkratzt haben, so hättest du mich nicht wieder erwischen sollen. Weil sie sich aber so schlecht betragen haben, so tue nun auch das Schlimmste, was du kannst, denn ich bekümmere mich um nichts mehr in der Welt. Da fing der arme Mann an, gewaltig zu schreien, und rief: Wehe mir! dem ist Leben und Sterben einerlei, und er ist noch kühner, als da er gesund war. Bringt ihn unter den Garten und redet mir nicht mehr von ihm, denn er ist Ursache an meinem Tode.

Man trug mich unter den Garten in ein dunkles Behältnis, das sehr feucht war, voll Taranteln und giftiger Würmer. Man warf mir eine Matratze von Werg auf die Erde, gab mir diesen Abend nichts zu essen und verschloß mich mit vier Türen. So blieb ich bis neunzehn Uhr des andern Tages: da brachte man mir zu essen, und ich verlangte einige meiner Bücher zum Lesen. Ohne mir zu antworten, hinterbrachten sie es dem Kastellan, welcher gefragt hatte, was ich denn sagte? Den andern Morgen reichten sie mir eine Bibel und die Chronik des Villani. Ich verlangte noch einige andere Bücher, aber sie sagten mir: daraus würde nichts werden, ich hätte an diesen schon zu viel. So lebte ich, elend genug, auf der ganz verfaulten Matratze, denn in drei Tagen war alles naß geworden. Wegen meines zerbrochenen Fußes konnte ich mich nicht regen, und wenn ich um einer Notdurft willen aus dem Bette mußte, so hatte ich mit großer Not auf allen vieren zu kriechen, um den Unrat nur nicht nahe zu haben.

Ungefähr anderthalb Stunden des Tages drang ein wenig Widerschein durch ein kleines Loch in die unglückseligste Höhle: nur diese kurze Zeit konnte ich lesen, übrigens war ich Tag und Nacht in der Finsternis, und nicht ohne Gedanken an Gott und unsere menschliche Gebrechlichkeit. Ja, es schien mir gewiß, daß ich in wenigen Tagen mein unglückliches Leben auf diese Weise endigen würde. Ich tröstete mich, so gut ich konnte, und betrachtete, wie viel trauriger es gewesen wäre, dieses Leben durch den schmerzlichen Tod des Henkerbeiles zu endigen, als jetzt, da ich durch eine Art von Traum hinausgehen würde, den ich nach und nach angenehm fand. Denn ich fühlte meine Kräfte von Zeit zu Zeit abnehmen, bis meine gute Natur sich an dieses Fegefeuer gewöhnte.

Da ich nun einmal so weit gekommen war, faßte ich Mut, das unglaubliche Elend so lange zu erdulden, als meine Kräfte noch hinreichten. Ich fing die Bibel von Anfang an, und so fuhr ich täglich mit Lesen und frommen Betrachtungen fort, und ich war so verliebt darein, daß ich nichts anders getan haben würde; aber sobald mir das Licht mangelte, fiel der Verdruß mich wieder an und quälte mich so, daß ich mehr als einmal entschlossen war, mich selbst umzubringen. Weil sie mir aber kein Messer gelassen hatten, so war die Sache schwer zu verrichten. Doch hatte ich unter anderm einmal ein großes Holz zurechte gestellt und wie eine Falle unterstützt und wollte es auf meinen Kopf schlagen lassen, so daß ich gewiß gleich tot geblieben wäre. Als ich nun das Gestelle zurechte gemacht hatte und eben, um loszudrücken, die Hand hineinsteckte, ward ich von einem unsichtbaren Wesen ergriffen und vier Ellen weit weggeworfen, worüber ich so erschrak, daß ich für tot liegen blieb.

Dieser Zustand dauerte von Tagesanbruch bis neunzehn Uhr, da sie mir das Essen brachten. Sie mochten oft hin und her gegangen sein, ehe ich sie bemerkte, denn zuletzt, als ich zu mir kam, hörte ich den Kapitän Sandrino Monaldi, der im Hereintreten sagte: Welches Ende haben so seltne Tugenden genommen! Als ich diese Worte vernahm, schlug ich die Augen auf und sah die Priester in ihren Chorhemden, welche ausriefen: Ihr habt ja gesagt, daß er tot sei! Darauf antwortete Bozza: Für tot habe ich ihn gefunden, und so sagte ichs auch. Schnell huben sie mich auf, nahmen die Matratze weg, die ganz faul und wie Nudeln geworden war, warfen sie vor die Tür und erzählten den Vorfall dem Kastellan, der mir eine andere Matratze geben ließ.

Da ich nun überlegte, was das wohl gewesen sein könnte, das mich von meinem Vorsatz abgehalten hatte, so konnte ich wohl denken, daß es eine göttliche Kraft sei, die sich meiner annähme. Die Nacht darauf erschien mir eine wundersame Gestalt im Traume. Es war der schönste Jüngling; er sagte mir mit zorniger Stimme: Weißt du, wer dir den Körper geliehen hat, den du vor der Zeit verderben wolltest? Mir schien, als antwortete ich, daß ich alles nur Gott und der Natur schuldig sei. Nun, versetzte er, du verachtest seine Werke, indem du sie zerstören willst? Laß dich von ihm führen und verliere die Hoffnung nicht auf seine Macht! Er fügte noch viele der herrlichsten Worte hinzu, deren ich mich nicht den tausendsten Teil erinnere. Nun fing ich an zu betrachten, daß diese Engelsgestalt mir die Wahrheit gesagt habe. Ich sah mich im Gefängnis um und erblickte einen verwitterten Ziegel, ich rieb die Stücke gegeneinander und machte eine Art von Teig daraus; alsdann kroch ich an die Türe und arbeitete mit den Zähnen so lange, bis ich einen Splitter ablöste, und erwartete die Stunde, da mir das Licht ins Gefängnis kam, welches gegen Abend war. Dann fing ich an, so gut ich konnte, auf weiße Blätter, die an die Bibel angebunden waren, zu schreiben. Ich schalt meine Seelenkräfte, daß sie nicht mehr in diesem Leben bleiben wollten, sie antworteten meinem Körper, daß sie zu viel dulden müßten, und der Körper gab ihnen Hoffnung besserer Tage; und so brachte ich ein Gespräch in Versen zustande.

Nachdem ich mich also selbst gestärkt hatte, fühlte ich neue Kraft, fuhr fort, meine Bibel zu lesen, und hatte meine Augen so an die Dunkelheit gewöhnt, daß ich nunmehr statt anderthalb Stunden schon drei lesen konnte. Ich betrachtete mit Erstaunen die Gewalt des göttlichen Einflusses auf diese einfältigen Menschen, die mit so großer Inbrunst glaubten, daß Gott ihnen alles zu Gefallen tun würde, was sie sich nur ausgedacht hatten; und so versprach ich mir auch die Hülfe Gottes, sowohl weil er so erhaben und gnädig, als auch weil ich so unschuldig sei. Beständig, bald mit Gebet, bald mit Gespräch, wendete ich mich zu Gott und fühlte ein so großes Vergnügen bei diesen Gedanken, daß ich mich keines andern Verdrusses erinnerte, den ich gehabt haben möchte. So sang ich auch den ganzen Tag Psalmen und viele andre meiner Gedichte, alle an Gott gerichtet. Nur machten mir meine Nägel, die immer fortwuchsen, das größte Übel. Ich konnte mich nicht anrühren, ohne daß sie mich verwundeten, noch mich ankleiden, ohne daß sie inwendig oder auswendig hängen blieben und mir große Schmerzen verursachten. Auch fingen mir die Zähne an im Munde abzusterben, und weil sie sich an den gesunden stießen, so wurden sie endlich ganz los in der Kinnlade, und die Wurzeln wollten nicht mehr in ihren Einfassungen bleiben. Wenn ich das merkte, zog ich sie heraus wie aus einer Scheide, ohne Schmerz und Blut, und so hatte ich leider viele verloren. Indessen schickte ich mich auch in diese neuen Übel: bald sang ich, bald betete ich, auch fing ich ein Gedicht zum Lob des Gefängnisses an und erzählte in demselben alle die Vorfälle, die mir begegnet waren.

Der gute Kastellan schickte oft heimlich, zu vernehmen, was ich mache, und ich hatte mich, eben den letzten Juli, mit mir selbst ergötzt und mich des großen Festes erinnert, das man in Rom am ersten August feiert. Ich sagte zu mir: Alle vergangenen Jahre habe ich dieses angenehme Fest mit der vergänglichen Welt gefeiert, diesmal will ich es mit der Gottheit des Herrn zubringen. O, wie viel erfreulicher ist dieses als jenes! Die Abgeschickten des Kastellans hörten diese Worte und sagten ihm alles wieder. Dieser versetzte mit unglaublichem Verdrusse: Bei Gott! soll dieser, der in so großem Elend lebt, noch triumphieren, indessen ich bei aller Bequemlichkeit mich abzehre und bloß um seinetwillen sterbe? Gehet geschwind und werft ihn in die unterste Höhle, wo man den Prediger Foiano verhungern ließ; vielleicht wird sich ihm alsdann in diesem elenden Zustande der Mutwill aus dem Kopf verlieren.

Sogleich kam Kapitän Sandrino Monaldi mit ungefähr zwanzig Dienern des Kastellans in mein Gefängnis. Sie fanden mich auf meinen Knien, und ich kehrte mich nicht nach ihnen um, vielmehr betete ich einen Gott Vater an, von Engeln umgeben, und einen auf erweckten triumphierenden Christus, die ich mit einem Stückchen Kohle an die Mauer gezeichnet hatte, das ich in meinem Kerker von Schutt bedeckt fand.

Nachdem ich vier Monate rücklings auf dem Bette wegen des zerbrochenen Fußes gelegen und so oft geträumt hatte, die Engel kämen, mich zu heilen, so war ich zuletzt ganz gesund geworden, als wenn ich niemals beschädigt gewesen wäre. Nun kamen so viele Bewaffnete zu mir und schienen sich zu fürchten wie vor einem giftigen Drachen. Darauf sagte der Kapitän: Du hörst doch, daß wir Leute genug sind und mit großem Geräusch zu dir kommen, und du wendest dich nicht zu uns? Als ich diese Worte vernahm, dachte ich mir recht gut das Schlimmste, was mir begegnen konnte, und indem ich mich sogleich mit dem Übel bekannt machte und mich dagegen stärkte, sagte ich zu ihm: Zu diesem Gott und König des Himmels habe ich meine Seele gewendet, meine Betrachtung und alle meine Lebensgeister, und Euch habe ich gerade das zugekehrt, was Euch angehört. Was gut an mir ist, seid Ihr nicht wert zu sehen; deswegen macht nun mit dem, was Euer ist, alles, was Ihr könnt!

Der Kapitän, der nicht wußte, was ich tun wollte, schien furchtsam und sagte zu vier der stärksten unter allen: Legt eure Waffen ab! Als sie es getan hatten, rief er: Schnell, packt ihn an und faßt ihn! und wenn er der Teufel wäre, so sollten wir uns so sehr nicht vor ihm fürchten; haltet ihn fest, daß er euch nicht entwische! So ward ich von ihnen überwältigt und übel behandelt und dachte mir viel was Schlimmeres als das, was mir zubereitet war. Da hub ich die Augen zu Christus auf und sagte: Gerechter Gott! der du auf dem hohen Holze alle unsere Schulden bezahlt hast, warum soll meine Unschuld für Schulden büßen, die ich nicht kenne? Doch dein Wille geschehe!

Indessen trugen sie mich fort beim Scheine der Fackel, und ich glaubte, sie wollten mich in die Fallklappe des Sammalo stürzen: so heißt ein fürchterlicher Ort, der Lebendige genug verschlungen hat, denn sie fallen in den Grund des Kastells hinunter, in einen Brunnen. Aber das begegnete mir nicht, und ich glaubte nun recht gut davonzukommen, weil sie mich in die gedachte häßliche Höhle hineinschleppten, wo Foiano verhungert war. Dort verließen sie mich und taten mir weiter kein Leids. Da sang ich ein De Profundis, ein Miserere, ein In te Domine und feierte den ganzen ersten August mit Gott, und mein Herz jauchzte voll Hoffnung und Glauben.

Den zweiten Tag zogen sie mich aus diesem Loche und trugen mich dahin zurück, wo die Zeichnungen der Bilder Gottes waren, und als ich diese wiedersah, weinte ich in ihrer Gegenwart vor süßer Freude. Nun wollte der Kastellan alle Tage wissen, was ich mache und was ich zu sagen hätte. Der Papst hatte den ganzen Vorgang vernommen, nicht weniger, daß die Ärzte dem Kastellan schon den Tod verkündigt hätten. Darauf sagte er: Ehe mein Kastellan stirbt, soll er auch den Benvenuto, der schuld an seinem Tode ist, nach seiner Art aus der Welt schaffen. Als der Kastellan diese Worte aus dem Munde des Herrn Peter Ludwigs hörte, sagte er zu diesem: So will also der Papst, daß ich meine Rache an Benvenuto nehmen soll? er schenkt mir ihn? Gut, er soll nur ruhig sein und mich gewähren lassen! So schlimm nun die Gesinnungen des Papstes gegen mich waren, so übel dachte auch der Kastellan in diesem Augenblicke gegen mich, und sogleich kam das Unsichtbare, das mich vom Selbstmord abgehalten hatte, wieder unsichtbar zu mir, ließ sich aber mit lauter Stimme vernehmen, stieß mich an, daß ich mich aufrichtete und sagte sodann: Wehe, mein Benvenuto! eilig, eilig! wende dich mit deinem gewohnten Gebet zu Gott und schreie heftig zu ihm! Ich erschrak, warf mich auf die Knie und sagte viele meiner Gebete, dann den ganzen Psalm: Qui habitat in adjutorio. Darauf sprach ich mit Gott ein wenig, und auf einmal sagte eine helle und deutliche Stimme: Ruhe nunmehr und fürchte dich nicht! Dieser Vorfall aber deutete darauf, daß der Kastellan, der den abscheulichsten Auftrag wegen meines Todes schon gegeben hatte, augenblicklich seinen Entschluß wieder veränderte und ausrief: Ist das nicht Benvenuto, den ich so sehr verteidigt habe, von dem ich so gewiß weiß, daß er unschuldig ist und dem alles dieses Übel widerrechtlich begegnet? Wie soll Gott Barmherzigkeit mit mir und meinen Sünden haben, wenn ich denen nicht verzeihe, die auch mich äußerst beleidigen? warum soll ich einen guten und unschuldigen Mann verletzen, der mir Dienst und Ehre erwiesen hat? Nein! anstatt ihn zu töten, will ich ihm Leben und Freiheit verschaffen, und in meinem Testamente will ich verordnen, daß ihm niemand etwas wegen seines hiesigen Aufenthaltes abfordern soll, denn er hätte sonst eine große Zeche zu bezahlen. Das vernahm der Papst und war darüber sehr ungehalten.

Ich indessen setzte meine gewöhnlichen Gebete fort, und meine Träume waren alle Nacht angenehmer und gefälliger, so daß sie alle Einbildungskraft überstiegen. Mir träumte immer, daß ich mich sichtlich bei dem befinde, den ich unsichtbar empfunden hatte und noch oft empfand; ich verlangte von ihm zur einzigen Gnade und bat ihn dringend, er möchte mich dahin führen, wo ich die Sonne sehen könnte: das sei das einzige Verlangen, das ich habe, ich wollte alsdann zufrieden sterben und allen Verdruß dieses Gefängnisses vergessen. Auch war der Jammer mein Freund und Geselle geworden, und nichts konnte mich mehr irre machen. Anfangs erwarteten die Anhänger des Kastellans, er solle mich nach seiner Drohung an den Mauerzacken hängen lassen, von dem ich mich heruntergelassen hatte. Da sie aber seine entgegengesetzte Entschließung sahen, waren sie verdrießlich, suchten mir auf alle Weise Furcht einzujagen und mich in Besorgnis für mein Leben zu setzen. Das war ich aber, wie gesagt, alles so gewohnt, daß ich nichts fürchtete, daß nichts mich rührte. Das einzige Verlangen blieb mir, daß ich möchte im Traum die Sonnenscheibe erblicken.

Darauf waren stets meine großen Gebete gerichtet, in welchen ich Christum inbrünstig anrief und immer sagte: O wahrhaftiger Sohn Gottes! ich bitte dich bei deiner Geburt, bei deinem Tod am Kreuze, bei deiner herrlichen Auferstehung, daß du mich wert achtest, die Sonne wiederzusehen, wo nicht wirklich, wenigstens im Traume! Aber solltest du mich würdig halten, daß ich sie mit meinen sterblichen Augen wiedersähe, so verspreche ich, dich an deinem Heiligen Grabe zu besuchen. Diesen Vorsatz faßte ich und tat unter großen Gebeten dieses Gelübde am zweiten Oktober 1539.

Den andern Morgen war ich bei Anbruch des Tages, etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang von meinem unglückseligen Lager aufgestanden und hatte ein schlechtes Kleid angezogen, denn es fing an, kalt zu werden. Ich stand und betete andächtiger als sonst und sagte zu Christo: er möchte mir wenigstens durch göttliche Eingebung wissen lassen, für welche Sünde ich so schwer zu büßen hätte? denn da Seine göttliche Majestät mich nicht einmal wert hielte, die Sonne nur im Traume zu sehen, so bäte ich ihn bei aller seiner Kraft und Macht, daß er mir wenigstens die Ursache meiner Leiden entdecken möchte. Kaum hatte ich diese Worte ausgesprochen, als der Unsichtbare nach Art eines Windes mich ergriff und mich in ein Zimmer führte, wo er sich mir sichtbar in menschlicher Gestalt darstellte, als ein Jüngling, dem der Bart keimt, von wundersamer und schöner Bildung, aber ernst, nicht wollüstig. Er deutete mir auf die vielen Menschen in dem Saal und sagte: Du siehst hier, die bisher geboren und gestorben sind! Ich fragte ihn: warum er mich hierher führe? Er sagte: Komm nur mit mir, und du wirst es bald sehen. Ich hatte in der Hand einen Dolch und ein Panzerhemd über dem Leibe. So führte er mich durch den großen Saal und zeigte mir diejenigen, die zu unendlichen Tausenden darin hin und wider gingen. Er brachte mich immer vorwärts, ging endlich zu einer kleinen Türe hinaus, und ich hinter ihm drein. Wir kamen in eine Art von engem Gäßchen, und als er mich hinter sich da hinein aus dem Saale zog, fand ich mich entwaffnet: ich hatte ein weißes Hemd an, nichts auf dem Haupte und stand zur rechten Seite meines Gefährten. Da ich mich auf diese Weise fand, verwunderte ich mich, denn ich kannte die Straße nicht, und als ich die Augen erhob, sah ich den Teil einer Mauer, wider den die Sonne schien: es war, als wenn ich nahe an einem großen Gebäude stünde. Da sagte ich: O mein Freund! wie mache ich es wohl, um mich so hoch in die Höhe zu heben, daß ich die Scheibe der Sonne selbst sehen kann? Da zeigte er mir einige Stufen, die zu meiner Rechten waren, und sagte mir: Steige du nur allein dahinauf! Ich entfernte mich von ihm ein wenig und stieg einige Stufen rückwärts hinauf, und nach und nach entdeckte ich die Nähe der Sonne; so eilte ich, auf gedachte Art immer höher zu steigen, und entdeckte zuletzt den ganzen Kreis der Sonne. Die Gewalt der Strahlen nötigte mich, wie gewöhnlich, die Augen zu schließen, aber ich erholte mich bald, öffnete die Augen wieder, sah unverwandt nach ihr und sagte: O meine Sonne, nach der ich so lange mich gesehnt habe! ich will nun nichts weiter sehen, wenn auch deine Strahlen mich blind machen sollten. Und so blieb ich mit festem Blick stehen.

Nach einer kurzen Zeit bemerkte ich, daß die ganze Gewalt der Strahlen sich auf die linke Seite der Sonne warf und die Scheibe ganz rein und klar blieb; ich betrachtete sie mit dem größten Erstaunen und Vergnügen, und mir schien es die wundersamste Sache von der Welt, daß sich die Strahlen auf diese Weise weggewendet hatten. Ich betrachtete die besondere Gnade, welche Gott mir diesen Morgen erzeigte, und sagte mit starker Stimme: Wie wunderbar ist deine Macht! wie herrlich deine Kraft! und wie viel größer ist deine Gnade, als ich nie erwartete! Mir schien die Sonne, ohne ihre Strahlen, vollkommen wie ein Bad des reinsten Goldes. Indessen ich diesen merkwürdigen Gegenstand betrachtete, sah ich, daß die Mitte des Kreises sich aufblähte und in die Höhe strebte; auf einmal erzeugte sich ein Christus am Kreuz aus derselben Materie, woraus die Sonne war, so schön und gefällig gebildet und von dem gütigsten Anblick, so daß der menschliche Geist ihn nicht den tausendsten Teil so schön hätte ersinnen können. Indessen ich ihn betrachtete, rief ich laut: Wunder! o Wunder! gnädiger und allvermögender Gott, was machst du mich würdig diesen Morgen zu sehen! Indessen ich nun so betrachtete und sprach, bewegte sich Christus nach der Gegend, wo sich vorher die Strahlen hingezogen hatten, und die Mitte der Sonne fing abermals an, sich aufzublähen. Diese Bewegung wuchs eine Weile und verwandelte sich schnell in die Gestalt der schönsten heiligen Jungfrau. Sie saß erhaben, ihren Sohn auf dem Arm, in der gefälligsten Stellung und gleichsam lächelnd. An beiden Seiten standen zwei Engel, von solcher Schönheit, als die Einbildungskraft nicht erreicht. Auch sah ich in der Sonne zur rechten Hand eine Gestalt, nach Art eines Priesters gekleidet, der mir den Rücken zukehrte und gegen jene Mutter Gottes hinblickte. Alles dieses sah ich klar und wirklich und dankte beständig Gott mit lauter Stimme.

Nachdem ich diese wunderbaren Dinge etwas über den achten Teil einer Stunde vor den Augen gehabt hatte, entfernten sie sich, und ich ward wieder auf mein Lager zurückgetragen. Sogleich rief ich mit lauter Stimme: Die Kraft Gottes hat mich gewürdigt, mir seine ganze Herrlichkeit zu zeigen, wie sie vielleicht kein anderes sterbliches Auge gesehen hat. Nun erkenne ich, daß ich frei und glücklich bin und in der Gnade Gottes stehe, und ihr ändern Bösewichter werdet unglücklich und in seiner Ungnade bleiben. Wißt nur, ich bin ganz gewiß, am Allerheiligentage als an meinem Geburtstage, genau den ersten November, nachts um viere, werdet ihr genötigt sein, mich aus diesem finstern Kerker zu befreien. Weniger werdet ihr nicht tun können, denn ich habe es mit meinen Augen an dem Throne Gottes gesehen. Der Priester, welcher gegen den Herrn gekehrt stand und mir den Rücken wies, war St. Peter selbst, der für mich sprach und sich schämte, daß man in seinem Hause Christen so schändlich begegne. Sagt es nur, wem ihr wollt! niemand hat Gewalt, mir weiter ein Übel anzutun. Sagt nur eurem Herrn, er soll mir Wachs oder Papier geben, daß ich die Herrlichkeit Gottes ausdrücken kann, die ich gesehen habe. Wahrlich, ich will es tun!

Der Kastellan, obgleich die Ärzte keine Hoffnung mehr zu seiner Genesung hatten, war doch wieder ganz zu sich gekommen, und die Launen seiner jährlichen Tollheit hatten ihn ganz und gar verlassen. Da er nun allein für seine Seele besorgt war, machte ihm sein Gewissen Vorwürfe, und er überzeugte sich, daß man mir sowohl vorher als bis auf diesen Augenblick großes Unrecht angetan hatte. Er ließ deswegen dem Papst von den großen Dingen berichten, die ich verkündigte. Der Papst als einer, der nichts glaubte, weder an Gott noch an sonst was, ließ ihm antworten: ich sei toll geworden, und er solle nur, so gut er könne, für seine Gesundheit sorgen. Als der Kastellan diese Antwort hörte, ließ er mich trösten, schickte mir Schreibzeug, Wachs und Bossierstäbchen mit vielen freundlichen Worten, die mir einer seiner Diener hinterbrachte, der mir wohlwollte. Dieser war ganz das Gegenteil von den ändern sieben Schelmen, die mich gerne tot gesehen hätten. Ich nahm das Papier und das Wachs, fing an zu arbeiten, und schrieb dabei folgendes Sonett, das ich an den Kastellan richtete:

Um vor die Seele dir, mein Herr, zu bringen,
Welch Wunder diese Tage Gott mir schickte,
Welch herrliches Gesicht mich hoch entzückte,
Wünscht ich die Kraft, ein himmlisch Lied zu singen.

O möchte nur zum Heiligen Vater dringen,
Wie mich die Macht der Gottheit selbst beglückte,
Aus meiner dumpfen Wohnung mich entrückte!
Er würde meine große Not bezwingen.

Die Tore sprangen auf, ich könnte gehen,
Und Haß und Wut entflöhn, die grimmig-wilden,
Sie könnten künftig meinen Weg nicht hindern.

Ach, laß mich nur das Licht des Tages sehen,
Mit meiner Hand die Wunder nachzubilden!
Schon würden meine Schmerzen sich vermindern.

Den andern Tag brachte mir derselbe Diener zu essen. Ich gab ihm das Gedicht, das er heimlich, ohne daß es die übrigen bösartigen Leute bemerken konnten, dem Kastellan überbrachte, der mich gern losgelassen hätte; denn er glaubte, das Unrecht, das er mir angetan habe, sei die eigentliche Ursache seines Todes. Er las das Sonett mehr als einmal, das weder Begriffe noch Worte eines Wahnsinnigen, vielmehr eines guten und braven Mannes enthielt, und sogleich befahl er seinem Sekretär, es dem Papste zu bringen, es in seine eignen Hände zu geben und ihn zugleich um meine Freiheit zu bitten.

Hierauf schickte mir der Kastellan Licht für Tag und Nacht mit allen Bequemlichkeiten, die man an solchem Orte verlangen konnte, und so fing ich an, das Ungemach meines Lebens zu verbessern, das auf das höchste gestiegen war. Der Papst las das Sonett und ließ dem Kastellan sagen: er werde bald etwas tun, das ihm angenehm sein würde. Und gewiß, der Papst hätte mich gerne gehen lassen, hätte ich nicht um Herrn Peter Ludwigs willen, selbst gegen die Neigung des Vaters, müssen verwahrt bleiben.

Ich hatte jenes wunderbare Wunder gezeichnet und bossiert. Indessen nahte sich der Tod des Kastellans, und er schickte mir am Allerheiligentage des Morgens durch Peter Ugolini, seinen Neffen, einige Juwelen zu beschauen. Als ich sie erblickte, sagte ich sogleich: Das ist das Wahrzeichen meiner Freiheit! Darauf versetzte der Jüngling, der sehr wenig zu sprechen pflegte: Daran denke nur nicht, Benvenuto! Darauf versetzte ich: Trage deine Juwelen weg! denn ich bin so zugerichtet, daß ich nur in der Dämmrung dieser finstern Höhle sehen kann, in welcher sich die Eigenschaft der Juwelen nicht erkennen läßt; aber ich werde bald aus diesem Gefängnis herausgehen, denn der ganze Tag wird nicht verstreichen, so werdet Ihr mich abholen: das soll und muß geschehen, und Ihr werdet nicht weniger tun können. Da ging jener weg und ließ mich wieder einschließen. Nach Verlauf etwa zweier Stunden kam er wieder zu mir, ohne Bewaffnete, mit zwei Knaben, die mich unterstützen sollten, und so führte er mich in die weiten Zimmer, in denen ich vorher gewesen war, nämlich im Jahr 1538, und verschaffte mir daselbst alle Bequemlichkeit, die ich verlangte.

Wenig Tage darauf unterlag der Kastellan, der mich in Freiheit glaubte, seinem großen Übel und verließ das gegenwärtige Leben. An seine Stelle kam Herr Antonio Ugolini, sein Bruder, der ihm vorgespiegelt hatte, als habe er mich gehen lassen. Dieser Herr Antonio, soviel ich nachher vernahm, hatte Befehl vom Papste, mich in diesem weiten Gefängnis zu behalten, bis er ihm sagen würde, was mit mir geschehen sollte.

Obgedachter Herr Durante von Brescia hatte sich dagegen mit jenem Soldaten, dem Apotheker von Prato, verabredet, mir irgendeinen Saft in dem Essen beizubringen, der mich nicht gleich, sondern etwa in vier bis fünf Monaten tötete. Nun dachten sie sich aus, sie wollten mir gestoßenen Diamanten unter die Speise mischen, der an und für sich keine Art von Gift ist, aber wegen seiner unschätzbaren Härte die allerschärfsten Ecken behält und nicht etwa wie die ändern Steine, wenn man sie stößt, gewissermaßen rundlich wird. Kommt er nun mit den übrigen Speisen so scharf und spitzig in den Körper, so hängt er sich bei der Verdauung an die Häute des Magens und der Eingeweide, und nach und nach, wenn andere Speisen darauf drücken, durchlöchert er die Teile mit der Zeit, und man stirbt daran, anstatt daß jede andere Art von Steinen oder Glas keine Gewalt hat, sich anzuhängen, und mit dem Essen fortgeht.

Wie gesagt, gab Herr Durante einen Diamanten von einigem Werte einer Wache: die sollte ihn, wie ich nachher vernahm, einem gewissen Lione von Arezzo, einem Goldschmied, meinem großen Feinde, um den Stein in Pulver zu verwandeln, gebracht haben. Da nun dieser Lione sehr arm war und der Diamant doch manche zehen Scudi wert sein mochte, gab er ein falsches Pulver anstatt des gestoßenen Steins, das sie mir denn auch sogleich zu Mittage an alle Essen taten, an den Salat, an das Ragout und die Suppe. Ich speiste mit gutem Appetit, denn ich hatte den Abend vorher gefastet und es war ein Sonntag, und ob ich gleich etwas unter den Zähnen knirschen fühlte, so dachte ich doch nicht an solche Schelmstücke. Nach Tische, als ein wenig Salat in der Schüssel übrig geblieben war, betrachtete ich einige Splitterchen, die sich daran befanden. Sogleich ergriff ich sie und brachte sie ans helle Fenster; ich erinnerte mich, indem ich sie betrachtete, wie außerordentlich die Speisen geknirscht hatten, und soviel meine Augen urteilen konnten, glaubte ich schnell, es sei gestoßener Diamant. Ich hielt mich nun entschieden für ein Kind des Todes und wendete mich schmerzlich zum heiligen Gebete, und da ich mich in mein Schicksal ergeben hatte, betete ich zu Gott und dankte ihm für einen solchen leichten Tod. Da doch einmal meine Sterne es so bestimmt hatten, so schien es mir ein gutes Los, auf eine so bequeme Weise aus der Welt zu gehn. Als ich nun die Welt und meine Lebenszeit gesegnet hatte, wendete ich mich mit meinen Gedanken zu dem bessern Reiche, das ich mit der Gnade Gottes erlangt zu haben hoffte, und in diesen Gedanken rieb ich einige sehr feine Körner zwischen den Fingern, die ich ganz gewiß für Diamant hielt.

Wie nun die Hoffnung nimmer stirbt, so regten sich auch bei mir wieder einige eitle Lebensgedanken. Ich legte die gedachten Körnchen auf eine eiserne Fensterstange und drückte stark mit dem flachen Messer darauf. Da fühlte ich, daß der Stein sich zerrieb, und als ich recht genau darauf sah, fand ich auch, daß es sich also verhielt, und sogleich erquickte ich mich wieder mit neuer Hoffnung. Die Feindschaft des Herrn Durante sollte mir nicht schaden: es war ein schlechter Stein, der mir nicht das geringste Leid zufügen konnte, und wie ich vorher entschlossen war, ruhig zu sein und auf diese Weise in Frieden zu sterben, so machte ich nun aufs neue meine Pläne und überlegte, was zu tun sei. Aber ich hatte vor allen Dingen Gott zu loben und die Armut zu segnen, die, wie sie öfters den Menschen den Tod bringt, nun die Ursache meines Lebens war: denn Herr Durante, mein Feind, oder wer es auch sein mochte, hat seinen Endzweck nicht erreicht, Lione hat den Stein nicht gestoßen, sondern ihn aus Armut für sich behalten. Für mich aber zerrieb er einen geringen Beryll von wenigem Wert; vielleicht dachte er, weil es auch ein Stein sei, tue er dieselbigen Dienste.

Zu der Zeit war der Bischof von Pavia, Bruder des Grafen San Secondo, Monsignor de' Rossi von Parma genannt, gleichfalls Gefangener im Kastell; ich rief ihm mit lauter Stimme und sagte, daß die Schelmen, mich umzubringen, mir einen gestoßenen Diamanten unter das Essen gemischt hätten. Ich ließ ihm durch einen seiner Diener etwas von dem übergebliebenen Pulver zeigen und sagte ihm nicht, daß ich es für keinen gestoßenen Diamanten erkenne, vielmehr, daß sie mich gewiß nach dem Tode des guten Kastellans vergiftet hätten. Ich bat ihn, er möchte mir für meine wenige Lebenszeit nur des Tages eines von seinen Broten geben, denn ich hätte mir vorgenommen, nichts zu essen, was von ihnen käme, und er versprach mir, von seinem Essen zu schicken. Dieser Bischof war gefangen wegen einer Art von Verschwörung, die er in Pavia gemacht hatte, und ich, weil er so sehr mein Freund war, vertraute mich ihm.

Herr Antonio, der neue Kastellan, der gewiß nichts von der Sache wußte, machte großen Lärm, und auch er wollte den gestoßenen Stein sehen, den er gleichfalls für Diamant hielt; doch da er glaubte, der Anschlag käme vom Papste, ging er leicht darüber weg, und die Sache ward als ein Zufall behandelt. Ich aß nunmehr die Speisen, welche mir der Bischof sandte, schrieb beständig an meinem Gedichte über das Gefängnis und setzte täglich Punkt vor Punkt die Begebenheiten hinzu, die sich zutrugen. Inzwischen schickte mir der Kastellan mein Essen durch jenen Johannes, den ehemaligen Apothekersjungen von Prato, der nun hier Soldat war. Dieser, mein größter Feind, hatte mir eben den gestoßenen Diamant gebracht, und ich sagte ihm, daß ich nicht eher von seinen Speisen essen würde, ehe er sie mir kredenzt hätte. Er sagte darauf: das geschähe wohl dem Papste! Ich versetzte ihm: wie eigentlich Edelleute verbunden seien, einem Papst zu kredenzen, so sei er, Soldat, Apotheker und Bauer von Prato, schuldig, einem Florentiner meinesgleichen aufzuwarten. Darüber sagte er mir harte Worte, und ich erwiderte sie. Nun schämte sich Herr Antonio einigermaßen über das, was vorgegangen war, und weil er Lust hatte, mich alle Kosten zahlen zu lassen, die mir von dem guten verstorbenen Kastellan schon geschenkt waren, wählte er unter seinen Dienern einen ändern, der mir wohlwollte, und schickte mir das Essen durch ihn, der mir mit vieler Gefälligkeit jedesmal kredenzte. Auch sagte er mir alle Tage, daß der Papst beständig vom Herrn von Montluc angegangen werde, der von Seiten des Königs mich unablässig zurückverlangte, wobei der Papst wenig Lust zeige, mich herauszugeben, ja, daß sogar Kardinal Farnese, sonst mein so großer Freund und Patron, sollte gesagt haben, ich würde wohl noch eine Weile mich gedulden müssen. Worauf ich versetzte: Und ich werde ihnen allen zum Trutz doch frei werden! Der gute Mensch bat mich, ich möchte still sein, daß niemand so etwas hörte, denn es könne mir großen Schaden bringen, und mein Vertrauen auf Gott möchte ich doch ja im stillen erhalten und mich damit stärken. Ich antwortete ihm darauf: Die Kraft Gottes hat keine Furcht vor der bösartigen Ungerechtigkeit.

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