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Jochen Klepper: Kyrie - Kapitel 3
Quellenangabe
typepoem
authorJochen Klepper
titleKyrie
publisherEckart-Verlag
printrunSechste Auflage
year1955
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20131120
projectid1d1a3165
wgs
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Mittagslied

Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen wirst, werden über dich kommen alle diese Segen:

Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker.

Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehs.

Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.

Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, gesegnet wenn du ausgehst.

Der Herr wird gebieten dem Segen, daß er mit dir sei in deinem Keller und in allem, was du vornimmst, daß alle Völker auf Erden werden sehen, daß du nach dem Namen des Herrn genannt bist. Und der Herr wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, daß er deinem Land Regen gebe zu seiner Zeit und daß er segne alle Werke deiner Hände.

Die Bibel

 

Der Tag ist seiner Höhe nah.
Nun blick zum Höchsten auf,
der schützend auf dich niedersah
an jedes Tages Lauf.

Wie laut dich auch der Tag umgibt,
jetzt halte lauschend still,
weil er, der dich beschenkt und liebt,
die Gabe segnen will.

Der Mittag kommt. So tritt zum Mahl;
denk an den Tisch des Herrn.
Er weiß die Beter überall
und kommt zu Gaste gern.

Er segnet dich in Dorf und Stadt,
in Keller, Kammer, Feld.
Was dir der Herr gesegnet hat,
bleibt fortan wohlbestellt.

Er segnet dir auch Korb und Krug
und Truhe, Trog und Schrein.
Ihm kann es keinen Tag genug
an Segensfülle sein.

Er segnet deiner Bäume Frucht,
dein Kind, dein Land, dein Vieh.
Er segnet, was den Segen sucht.
Die Gnade schlummert nie.

Er segnet, wenn du kommst und gehst;
er segnet, was du planst.
Er weiß auch, das du's nicht verstehst
und oft nicht einmal ahnst.

Und dennoch bleibt er ohn' Verdruß
zum Segnen stets bereit,
gibt auch des Regens milden Fluß,
wenn Regen an der Zeit.

Sein guter Schatz ist aufgetan,
des Himmels ewiges Reich.
Zu segnen hebt er täglich an
und bleibt sich immer gleich.

Wer sich nach seinem Namen nennt,
hat er zuvor erkannt.
Er segnet, welche Schuld auch trennt,
die Werke deiner Hand.

Die Hände, die zum Beten ruhn,
die macht er stark zur Tat.
Und was der Beter Hände tun,
geschieht nach seinem Rat.

Der Tag ist seiner Höhe nah.
Nun stärke Seel' und Leib,
daß, was an Segen er ersah,
dir hier und dort verbleib.

* * *

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