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Kuttel Daddeldu

Joachim Ringelnatz: Kuttel Daddeldu - Kapitel 19
Quellenangabe
typepoem
booktitleKuttel Daddeldu
authorJoachim Ringelnatz
firstpub1920
year1924
publisherKurt Wolff Verlag
addressMünchen
titleKuttel Daddeldu
created20050211
sendergerd.bouillon
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Joachim Ringelnatz

Gladderadatsch

Es hatte ein Igel sich geckenhaft und blasiert
Am ganzen Körper von oben bis unten rasiert,
Weil er abstechen wollte.
Stach wirklich auch ab. Da nahte ein Fuchs.
Worauf der Igel sich igelartig zusammenrollte.
Aber der Fuchs verschluckte ihn flugs.
Igel bat Fuchsen, ihn doch wieder auszubrechen;
Er sei ein Igel und könnte empfindlich stechen.
Und mittelst bauchrhetorischer Worte
Sprach der Fuchs: »Sie müssen verzeihn;
Ich hielt Sie für ein kindliches Schwein,
Werde nun aber sofort Sie befrein.
Wenn ich bitten darf – durch die Hinterpforte.«
Der Igel gab keinem Laut
Mehr von sich. Er war schon verdaut.

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