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Kulturgeschichte des Altertums

Egon Friedell: Kulturgeschichte des Altertums - Kapitel 49
Quellenangabe
typetractate
booktitleKulturgeschichte des Altertums
authorEgon Friedell
year2009
firstpub1936
publisherDiogenes Verlag
addressZürich
isbn978-3-257-23881-5
titleKulturgeschichte des Altertums
pages957
created20120603
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
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Das Klima Mediterraniens

Auch im Hinblick auf das Klima bildet die Mittelmeerwelt einen deutlich ausgeprägten Bezirk: dieses ist das günstigste, das sich denken läßt, indem es wahrhaft ein Klima des Meeres und der Mitte ist. Die Folge davon ist eine Flora, die sich von der übrigen europäischen sehr kenntlich abhebt; allgemein bekannte Charakterpflanzen sind die immergrünen Hartlaubgewächse: Ölbaum, Lorbeerbaum, Steineiche, Myrte, Pistazie, 101 Oleander, der immergrüne Buschwald, auf Korsika maquis, in Italien macchia, in Spanien monte bajo genannt. Dieses Klima besitzt auch die Kraft der Einbürgerung: Mais, ein Geschenk Amerikas, ist aus dem jetzigen Landschaftsbild des Mittelmeeres nicht mehr wegzudenken und als Polenta und Mamaliga ein ebenso populäres Nahrungsmittel wie bei uns Pellkartoffel und Erdäpfelbrei; ebenso verhält es sich mit den aus Südasien stammenden Zitrusarten: Orange, Zitrone, Pomeranze, Mandarine und der erst im achtzehnten Jahrhundert aus Mexiko eingeführten Agave, die heute für Südeuropa so charakteristisch ist, daß Friedrich Preller, der Homeranekdoten in ein sonst sehr gewissenhaft studiertes »klassisches« Lokal stellt, mit ihnen seine Odysseelandschaften schmückte.

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