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Kulturgeschichte des Altertums

Egon Friedell: Kulturgeschichte des Altertums - Kapitel 471
Quellenangabe
typetractate
booktitleKulturgeschichte des Altertums
authorEgon Friedell
year2009
firstpub1936
publisherDiogenes Verlag
addressZürich
isbn978-3-257-23881-5
titleKulturgeschichte des Altertums
pages957
created20120603
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
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Ende des Welttages

Auf allen Gebieten ist der Generalnenner diese Sättigung und Überreife. Überall dieselbe müde Melancholie des absterbenden Abendgolds: Es ist kein Zufall, daß aus diesem Jahrhundert die ergreifendsten Grabdenkmäler stammen. Das 957 Griechentum schickte sich an, zum Weltgriechentum zu werden, sich aufzulösen, indem seine Volksseele, zur Seele der Menschheit sublimiert, sterben mußte, um unsterblich zu werden: die Tat des Empedokles, der sich in den Feuerschlund stürzt, damit die Götter ihn zu sich erhöhen. Indem Alexander die Welt eroberte, opferte er Hellas auf dem Altar der Geschichte. In dem Zeitalter, das nach ihm das alexandrinische heißt, ist die griechische Nation keine historische Größe mehr. Aber zum Bilde entrückt, strahlt sie noch heute als Sternzeichen am Himmel der Irdischen.

 


 

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