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Kulturgeschichte des Altertums

Egon Friedell: Kulturgeschichte des Altertums - Kapitel 387
Quellenangabe
typetractate
booktitleKulturgeschichte des Altertums
authorEgon Friedell
year2009
firstpub1936
publisherDiogenes Verlag
addressZürich
isbn978-3-257-23881-5
titleKulturgeschichte des Altertums
pages957
created20120603
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
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Themistokles

Echt athenisch benahmen sich die Athener gegen Miltiades. Als dieser ein Jahr darauf einen Angriff auf Paros unternahm, der völlig mißglückte, verurteilten sie ihn wegen »Betrugs« zu einer ungeheuren Geldstrafe (der Antrag hatte sogar auf Tod gelautet); er starb aber wenige Wochen später an einer im Kampf empfangenen Wunde. Dadurch wurde die Bahn frei für Themistokles und seine Marinepläne. Er fand aber einen neuen Gegner in dem ebenso gerechten wie beschränkten Aristeides, der zwar in dem ehrenvollen Ruf stand, die Gerichte überflüssig zu machen, da sich ein jeder seinem Schiedsspruch unterwerfe, aber, als konservativer Altathener, für die großen Probleme der Weltpolitik, um die es sich drehte, keinerlei Blick besaß. Es kam zum Ostrakismos, und das athenische Volk entschied sich für die Zukunft, indem es Aristeides verbannte. Indem Themistokles die Bürgerschaft dazu bestimmte, auf die Verteilung des Ertrags der laurischen Silberminen zu verzichten, und eine Art Vermögenssteuer einführte, die Trierarchie, wonach die Reichsten Schiffe auszurüsten hatten, schuf er in 774 wenigen Jahren eine große Flotte aus Fahrzeugen des modernsten Typs, den Dreiruderern, die den bisherigen an Manövrierfähigkeit und Besatzungszahl überlegen waren.

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