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Kulturgeschichte des Altertums

Egon Friedell: Kulturgeschichte des Altertums - Kapitel 359
Quellenangabe
typetractate
booktitleKulturgeschichte des Altertums
authorEgon Friedell
year2009
firstpub1936
publisherDiogenes Verlag
addressZürich
isbn978-3-257-23881-5
titleKulturgeschichte des Altertums
pages957
created20120603
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
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Simonides

Daß eine neue Zeit angebrochen war, zeigt der Zeitgenosse des Theognis, Simonides aus Keos, der nördlichsten, südöstlich von Attika gelegenen Kykladeninsel. Seinen gedankenreichen, bilderkräftigen Epinikien und geistvollen, scharfgeschliffenen Epigrammen sagte man nach, daß sie für jedermann zu haben seien, der genug zahlen könne, auch wenn er unwürdig sei, besungen zu werden; auf die Frage, warum er in seinen Liedern nur Menschen, nicht Götter preise, soll er geantwortet haben, von den Göttern sei kein Geld zu bekommen, und ein andermal befragt, was besser sei, Weisheit oder Reichtum, soll er 721 gesagt haben: »Ich weiß nicht. Ich sehe nur, daß die Weisen zu den Türen der Reichen gehen.« Er muß aber bei allem Zynismus eine fesselnde und bedeutende Persönlichkeit gewesen sein. Lessing hat ihn mit Voltaire verglichen.

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