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Gutenberg > William Shakespeare >

König Heinrich der vierte.

William Shakespeare: König Heinrich der vierte. - Kapitel 65
Quellenangabe
typetragedy
booktitleDas Trauerspiel, vom Macbeth.
authorWilliam Shakespeare
translatorChristoph Martin Wieland
year1995
publisherHaffmans Verlag
addressZürich
isbn3-251-20150-6
titleKönig Heinrich der vierte.
pages3-233
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Achte Scene.

Der König tritt mit seinem ganzen Gefolge auf.

Falstaff. Heil dir, König Hal; Heil, mein königlicher Hal.

Pistol. Der Himmel schüze dich, du ruhmvolles Reis von königlichem Stamm!

Falstaff. Gott grüß dich, mein süsser Junge!

König Heinrich. Milord Ober-Richter, sprecht zu diesem thörichten Mann.

Lord Ober-Richter. Seyd ihr bey Sinnen? Wißt ihr auch was ihr redt?

Falstaff. Mein König, mein Jupiter; ich rede mit dir, mein Herz.

König Heinrich. Ich kenne dich nicht, alter Mann; bereite dich zu deinem Tode: Wie übel stehen graue Haare einem Narren und Pikelhäring an! Ich habe lange von einem solchen Mann geträumt, der so von Schwelgerey aufgeschwollen, so alt und so ruchlos war; aber da ich erwacht bin, verschmäh' ich meinen Traum. Sorge daß dein Bauch kleiner – – zurük! – – und dein Werth grösser werde; laß dein Schwelgen; bedenke, daß das Grab seinen Rachen dreymal weiter gegen dich aufsperrt, als gegen andre Leute – – Antworte mir keinen abgeschmakten Spaß auf diß; bilde dir nicht ein, daß ich das Ding bin das ich war; der Himmel weiß, und die Welt soll es gewahr werden, daß ich mein vormaliges Selbst von mir geworffen habe, und so will ich's auch mit meiner Gesellschaft machen. Wenn du hören wirst, ich sey wie ich war, dann komm zu mir, und du sollt seyn was du warst, der Vormünder und Pfleger meiner Auschweiffungen. Bis dahin verbann' ich dich, bey Straffe des Todes, dich und den Rest meiner Verführer, euch niemals unter zehn Meilen meiner Person zu nähern. Ich will euch den nöthigen Unterhalt reichen lassen, damit euch Dürftigkeit nicht nöthige böses zu thun; und so wie wir hören werden, daß ihr euch bessert, wollen wir euch, euerm Stand und eurer Tüchtigkeit nach, Befördrung geben – – Sorget dafür, Milord, daß diesem unserm Willen nachgelebt werde. Weiter fort! – –

(Der König und sein Gefolge gehen ab.)

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