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Gutenberg > William Shakespeare >

König Heinrich der vierte.

William Shakespeare: König Heinrich der vierte. - Kapitel 64
Quellenangabe
typetragedy
booktitleDas Trauerspiel, vom Macbeth.
authorWilliam Shakespeare
translatorChristoph Martin Wieland
year1995
publisherHaffmans Verlag
addressZürich
isbn3-251-20150-6
titleKönig Heinrich der vierte.
pages3-233
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Sechste Scene.

Verwandelt sich in eine Strasse von London.

Die Wirthin und Dortchen Tear-Scheet, von Zween Bütteln geführt, treten auf.

Eine kleine Scene, von der pöbelhaftesten und unanständigsten Art, die sich nicht übersezen läßt.

 
Siebende Scene.

Ein öffentlicher Plaz nicht weit von der Westmünster-Abbtey.

Zween Bediente von Hof die den Boden mit Binsen bestreuen.

1. Bedienter. Mehr Binsen, mehr Binsen!

2. Bedienter. Die Trompeten haben schon zum zweytenmal geblasen.

1. Bedienter. Es wird zwey Uhr seyn, eh sie von der Crönung zurük kommen.

(Sie gehen ab.)

Falstaff, Schallow, Pistol, Bardolph und der kleine Lakey treten auf.

Falstaff. Steht hier, neben mich, Herr Robert Schallow, ich will machen, daß der König euch eine Gnade erweisen soll: Ich will ihn von der Seite anschielen, wenn er kommt, und gebt nur acht, was er mir für ein Gesicht machen wird – – Komm hieher, Pistol, steh' hinter mich. O! wenn ich nur Zeit gehabt hätte, neue Livreen machen zu lassen, ich wollte die tausend Pfund dazu angewandt haben, die ich von euch borgte. Aber es hat nichts zu bedeuten, dieser schlechte Aufzug ist besser; er zeigt an, wie groß mein Verlangen war ihn zu sehen.

Schallow. Das thut es.

Falstaff. Es zeigt die Heftigkeit meiner Liebe an.

Schallow. Das thut es.

Falstaff. Meine Devotion.

Pistol. Das thut es, das thut es, das thut es.

Falstaff. Tag und Nacht zu reiten, und sich nicht einmal so viel Zeit zu nehmen, sich nicht einmal zu besinnen noch Geduld zu haben, ein weisses Hemd anzuziehen.

Schallow. Das ist gewiß!

Falstaff. Sondern so beschmuzt, wie man von der Reise kommt, dazustehen, und vor Begierde ihn zu sehen schwizen, an nichts anders denken, alles andre vergessen, als ob sonst nichts in der Welt zu thun wäre, als ihn zu sehen.

Schallow. So ist es, in der That.

Pistol. Mein Ritter, ich muß dir was sagen, daß deine edle Leber in Flammen sezen wird: Dein Dortchen, die Helena deiner edeln Gedanken ligt in tiefer Noth und in anstekendem Gefängniß, von schmuzigen mechanischen Händen weggeschleppt. Laß die Rache mit Alectos Schlangen-Haaren aus ihrer düstern Höhle hervorstürmen, Dortchen ist eingestekt. Was Pistol sagt, muß wahr seyn.

Falstaff. Ich will sie in Freyheit sezen.

Pistol. Da heulte die See; die Trompeten schallen.

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