Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > William Shakespeare >

König Heinrich der vierte.

William Shakespeare: König Heinrich der vierte. - Kapitel 60
Quellenangabe
typetragedy
booktitleDas Trauerspiel, vom Macbeth.
authorWilliam Shakespeare
translatorChristoph Martin Wieland
year1995
publisherHaffmans Verlag
addressZürich
isbn3-251-20150-6
titleKönig Heinrich der vierte.
pages3-233
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Fünfter Aufzug.

Erste Scene.

Schallow's Siz in Glosterschire.

Schallow, Silence, Falstaff, Bardolph, und der kleine Lakay treten auf.

Schallow. Beym Sappermost, Sir, ich laß euch diese Nacht nicht fort! He! Davy, sag ich – –

Falstaff. Ihr werdet mich entschuldigen, Herr Robert Schallow.

Schallow. Ich werd' euch nicht entschuldigen; ihr sollt nicht entschuldiget werden; ich nehme keine Entschuldigung an; es hilft keine Entschuldigung; ich lasse keine Entschuldigung gelten – – He! Davy – –

Davy tritt auf.

Davy. Hier, Sir.

Schallow. Davy, Davy, Davy, laß mich seh'n, Davy, laß mich sehen; ja, Sapperment! der Koch William, sagt ihm, er soll herkommen – – Sir John, ich laß keine Entschuldigung gelten.

Davy. Ja, Herr; aber diese Regeln können nicht gehalten werden; und noch eins, Sir, sollen wir das Ek mit Weizen ansäen?

Schallow. Mit rothem Weizen, Davy – – Aber auf William Koch zu kommen – – sind keine jungen Dauben da?

Davy. Ja, Sir – – Hier ist des Schmidts Conto, für Schuhe, und Pflug-Eisenwerk.

Schallow. Laß ihn bezahlt und quittirt werden – – Sir John, ich nehme keine Entschuldigung an.

Davy. Izt, Sir, brauchte man nothwendig einen neuen Ring an den Wasser-Eymer. Und, Sir, ist nicht eure Meynung, dem William den Betrag von dem Sak, den er neulich auf dem Hinkley-Markt verlohr', an seinem Lohn abzuziehen?

Schallow. Er muß es vergüten. Etliche Dauben, Davy, ein Paar kurz-beinichte Hennen, eine Schöps-Keule, und etliche artige kleine Beyessen: Sag's dem Koch Willhelm.

Davy. Bleibt der Mann im rothen Rok die ganze Nacht da, Sir?

Schallow. Ja, Davy. Ich will ihm eine Ehre anthun. Ein Freund bey Hofe, ist besser als ein Pfenning im Beutel. Mach' daß seine Leute ihre Sachen recht bekommen, Davy; denn es sind Erzschelme, sie würden uns durchhecheln, daß es eine Art hätte. Geh izt an deine Arbeit, Davy.

Davy. Ich bitte euch, Herr, helfet doch dem William Visor von Woncot gegen Clement Perkes vom Bühel.

Schallow. Es gehen grosse Klagen, Davy, über diesen Visor; dieser Visor ist ein Erz-Schelm, so viel ich weiß.

Davy. Ich gesteh es Eu. Herrlichkeit ein, daß er ein Schelm ist; aber behüt uns G**, Sir, daß ein Schelm keine Gunst sollte finden können, wenn ein guter Freund für ihn bittet. Ein ehrlicher Mann, Sir, ist im Stand für sich selbst zu reden, das ist ein Schelm nicht. Ich hab' Euer Herrlichkeit treulich gedient, diese acht Jahr' her; und wenn ich nicht auch ein oder zweymal in einem Quartal einem Schelmen gegen einen Bidermann hinaushelfen kan, so ist wahrlich mein Credit bey Eu. Herrlichkeit nicht groß. Der Schelm ist mein guter Freund, Sir, und ich bitte Euer Herrlichkeit also, laßt ihn durchwischen.

Schallow. Geh, geh, sag' ich, es soll ihm nichts gethan werden: Sieh' zu den Sachen, Davy. – – Wo seyd ihr, Sir John? Kommt, herab mit euern Stiefeln! Gebt mir eure Hand, Herr Bardolph.

Bardolph. Es freut mich, Eu. Herrlichkeit wohl zu sehen.

Schallow. Ich danke dir von Herzen, mein wakrer Herr Bardolph; (zum kleinen Lakayen) ha, willkommen, mein hübscher Bursche – – Kommt, Sir John.

(Sie gehen ab.)

 << Kapitel 59  Kapitel 61 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.