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Gutenberg > William Shakespeare >

König Heinrich der Sechste

William Shakespeare: König Heinrich der Sechste - Kapitel 18
Quellenangabe
typetragedy
booktitleW. Shakespeare's Dramatische Werke
authorWilliam Shakespeare
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleKönig Heinrich der Sechste
pages82
created20130410
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Vierter Aufzug.

Erste Scene.

London. Ein Zimmer im Palast. (Gloster, Clarence, Somerset, Montague und andere treten auf.)

Gloster. Nun sagt mir, Bruder Clarence, was denkt ihr
Von dieser neuen Eh' mit Lady Grey?
Traf unser Bruder keine würd'ge Wahl?

Clarence. Ach, wie ihr wißt, 's ist weit nach Frankreich hin;
Wie konnt er Warwicks Wiederkunft erwarten?

Somerset. Mylords, laßt dies Gespräch: da kommt der König.

(Trompeten und Pauken. König Eduard mit Gefolge, Lady Grey als Königin, Pembroke, Stafford, Hastings und andere treten auf.)

Gloster. Und seine wohlgewählte Braut.

Clarence. Ich sag ihm was ich denke grad heraus.

König Eduard. Nun, Bruder Clarence, wie dünkt euch die Wahl,
Daß ihr nachdenklich steht, halb mißvergnügt?

Clarence. So gut wie Ludwig und dem Grafen Warwick,
Die von so schwachem Mut und Urteil sind,
Daß unsre Mißhandlung sie nicht beleidigt.

König Eduard. Setzt, daß sie ohne Grund beleidigt wären,
Sie sind nur Ludwig, Warwick; ich bin Eduard,
Eu'r Herr und Warwicks, und muß schalten können.

Gloster. Und sollt auch schalten, weil ihr unser Herr;
Doch übereilte Eh' thut selten gut.

König Eduard. Ei, Bruder Richard, seid ihr auch beleidigt?

Gloster. Ich nicht!
Verhüte Gott, daß ich geschieden wünschte,
Die Gott verbunden; ja, und es wäre schade
Ein Paar zu trennen, das so schön sich paßt.

König Eduard. Vom Hohn und Widerwillen abgesehn,
Sagt mir, weswegen Lady Grey mein Weib
Und Englands Königin nicht werden sollte?
Ihr gleichfalls, Somerset und Montague,
Sprecht offen, was ihr denkt.

Clarence. So ist dies meine Meinung: König Ludwig
Wird euer Feind, weil ihr ihn mit der Heirat
Der Fräulein Bona zum Gespött gemacht.

Gloster. Und Warwick, der nach eurem Auftrag that,
Ist nun entehrt durch diese neue Heirat.

König Eduard. Wie, wenn ich beide nun durch neue Mittel,
Die ich ersinnen kann, zufrieden stelle?

Montague. Doch solchen Bund mit Frankreich einzugehn,
Hätt' unsern Staat geschirmt vor fremden Stürmen,
Mehr als es eine Landesheirat kann.

Hastings. Weiß Montague denn nicht, daß England sicher
Für sich schon ist, bleibt es sich selbst nur treu?

Montague. Ja, doch gedeckt von Frankreich, sichrer noch.

Hastings. 's ist besser, Frankreich nutzen als vertraun.
Laßt uns durch Gott gedeckt sein und das Meer,
Das Gott uns gab zu einem festen Walle,
Und wehren wir mit ihrer Hilf uns bloß;
Sie und wir selbst sind unsre Sicherheit.

Clarence. Für diese Rede schon verdient Lord Hastings
Zur Eh' die Erbin des Lord Hungerford.

König Eduard. Nun gut, was soll's? Es war mein Will und Wort,
Und diesmal gilt mein Wille für Gesetz.

Gloster. Doch dünkt mich, Eure Hoheit that nicht wohl,
Die Tochter und die Erbin des Lord Scales
Dem Bruder eurer teuren Braut zu geben;
Mir oder Clarence käm sie besser zu,
Doch Bruderlieb' ist in der Braut begraben.

Clarence. Sonst hättet ihr die Erbin des Lord Bonville
Nicht eures neuen Weibes Sohn verliehn,
Und eure Brüder sonstwo freien lassen.

König Eduard. Ach, armer Clarence! Bist du mißvergnügt
Nur um ein Weib? Ich will dich schon versorgen.

Clarence. Die Wahl für euch verriet schon euer Urteil;
Und da es seicht ist, so erlaubt mir nur
Den Unterhändler für mich selbst zu spielen,
Wozu ich nächstens denk euch zu verlassen.

König Eduard. Geht oder bleibt, Eduard will König sein,
Und nicht gebunden an der Brüder Willen.

Lady Grey. Mylords, eh' Seine Majestät beliebte
Mich zu erhöhn zum Rang der Königin,
Seid gegen mich so billig, zu bekennen,
Daß ich von Abkunft nicht unedel war,
Und daß Geringre gleiches Glück gehabt.
Doch wie der Rang mich und die meinen ehrt,
So wölket ihr, die ich gewinnen möchte,
Mir abhold, mit Gefahr und Leid die Freude.

König Eduard. Mein Herz, laß ab den Mürrischen zu schmeicheln.
Was für Gefahr und Leid kann dich betreffen,
So lang nur Eduard dein beständ'ger Freund,
Und ihr Monarch, dem sie gehorchen müssen?
Ja, und gehorchen werden, und dich lieben,
Wenn sie nicht Haß von mir verdienen wollen.
Und thun sie das, dich stell' ich sicher doch,
Sie sollen meines Grimmes Rache fühlen.

Gloster (beiseite). Ich sage wenig, deute desto mehr.

(Ein Bote tritt auf.)

König Eduard. Nun, Bote, was für Brief' und Neuigkeiten
Aus Frankreich?

Bote. Mein König, keine Brief' und wenig Worte,
Doch die ich ohn' Begnadigung von euch
Nicht melden darf.

König Eduard. Gut, wir begnad'gen dich; drum sage kürzlich,
So gut du dich entsinnst, mir ihre Worte.
Was gab der König unserm Brief zur Antwort?

Bote. Dies waren seine Worte, da ich schied:
»Geh, sage deinem eingebild'ten König,
»Dem falschen Eduard, daß ihm Ludewig
»Von Frankreich Masken will hinübersenden,
»Zum Tanz mit ihm und seiner neuen Braut.«

König Eduard. Ist er so brav? Er hält mich wohl für Heinrich.
Doch was sagt Fräulein Bona zu der Heirat?

Bote. Dies waren ihre sanft unwill'gen Worte:
»Sag ihm, in Hoffnung seiner bald'gen Witwerschaft
»Trag ich den Weidenkranz um seinetwillen.«

König Eduard. Ich tadle drum sie nicht, sie konnte wohl
Nicht wen'ger sagen: sie verlor dabei.
Was aber sagte Heinrichs Ehgemahl?
Denn, wie ich hörte, war sie da zugegen.

Bote. »Sag ihm,« sprach sie, »die Trau'r sei abgethan,
»Und kriegerische Rüstung leg' ich an.«

König Eduard. Es scheint, sie will die Amazone spielen.
Was aber sagte Warwick zu dem Hohn?

Bote. Er, wider Eure Majestät entrüstet,
Mehr als sie all, entließ mich mit den Worten:
»Sag ihm von mir, er habe mich gekränkt,
»Drum woll' ich ihn entkrönen, eh' er's denkt.«

König Eduard. Ha! Wagte der Verräter so zu freveln?
Nun wohl, ich will mich rüsten, so gewarnt:
Krieg soll'n sie haben, und den Hochmut büßen.
Doch sag, ist Warwick Freund mit Margareten?

Bote. Ja, gnäd'ger Fürst; so innig ist die Freundschaft,
Daß sich ihr Prinz vermählt mit Warwicks Tochter.

Clarence. Wohl mit der ältern, Clarence will die jüngste.
Lebt wohl nun, Bruder König! Sitzt nur fest,
Denn ich will fort zu Warwicks andrer Tochter,
Damit ich, fehlt mir schon ein Königreich,
In der Vermählung euch nicht nachstehn möge. –
Wer mich und Warwick liebt, der folge mir.

(Clarence ab und Somerset folgt ihm nach.)

Gloster (beiseite). Nicht ich, mein Sinn geht auf ein weitres Ziel:
Ich bleibe, Eduard nicht, der Krone nur zu lieb.

König Eduard. Clarence und Somerset zum Warwick beide!
Doch bin ich auf das Aeußerste gewaffnet,
Und Eil' ist nötig bei der großen Not. –
Pembroke und Stafford, geht, bringt Mannschaft auf
Zu unserm Dienst, macht Zurüstung zum Krieg:
Sie sind gelandet oder werden's nächstens;
Ich selbst will schleunig in Person euch folgen.
        (Pembroke und Stafford ab.)
Doch eh' ich geh', Hastings und Montague,
Löst meinen Zweifel. Ihr, vor allen andern,
Seid Warwick nah durch Blut und Freundschaftsbund:
Sagt, ob ihr Warwick lieber habt als mich?
Wenn dem so ist, so scheidet hin zu ihm,
Statt falscher Freunde wünsch ich euch zu Feinden.
Doch wenn ihr denkt, mir treue Pflicht zu halten,
Verbürgt es mir mit freundlicher Verheißung,
Daß ich nie Argwohn hege wider euch.

Montague. Gott helfe Montague nach seiner Treu!

Hastings. Und Hastings, wie er Eduards Sache führt!

König Eduard. Nun, Bruder Richard, wollt ihr bei uns stehn?

Gloster. Ja, trotz jedwedem, der euch widersteht.

König Eduard. Nun wohl, so bin ich meines Siegs gewiß,
Drum laßt uns fort, und keine Müh vergessen,
Bis wir mit Warwicks fremder Macht uns messen.

(Alle ab.)


Zweite Scene.

Warwick. Glaubt mir, Mylord, bis jetzt geht alles gut;
Das geringe Volk strömt uns in Haufen zu.

(Clarence und Somerset treten auf.)

Doch seht, da kommen Somerset und Clarence. –
Sagt schleunig, Mylords: sind wir sämtlich Freunde?

Clarence. Sorgt darum nicht, Mylord.

Warwick. Willkommen dann dem Warwick, lieber Clarence!
Willkommen, Somerset! Ich halt's für Feigheit,
Argwöhnisch bleiben, wo ein edles Herz
Die offne Hand als Liebespfand gereicht;
Sonst könnt ich denken, Clarence, Eduards Bruder,
Sei ein verstellter Freund nur unsers Thuns:
Doch sei willkommen; ich geb dir meine Tochter.
Was ist nun übrig, als im Schutz der Nacht,
Da sorgenlos dein Bruder sich gelagert,
Rings in den Städten seine Scharen liegen,
Und eine bloße Wach' ihn nur umgibt,
Ihn überfallen und nach Wunsche fangen?
Die Späher fanden leicht dies Unternehmen,
Daß, wie Ulysses und Held Diomed
Zu Rhesus Zelten schlau und mannhaft schlichen,
Und Thraciens verhängnisvolle Rosse
Von dannen führten: so auch wir, gedeckt
Vom Mantel schwarzer Nacht, ganz unversehens
Die Wachen Eduards mögen niederhaun,
Und greifen ihn, – ich sage nicht, ihn töten,
Denn ihn zu überfallen denk' ich nur.
Ihr, die ihr zu dem Abenteur mir folgt.
Mit eurem Führer jubelt Heinrichs Namen.

(Alle rufen: »Heinrich!«)

Nun denn, laßt schweigend unsern Weg uns ziehn:
Gott und Sankt George für Warwick und die Seinen!

(Alle ab.)


Dritte Scene.

Eduards Lager in der Nähe von Warwick. (Schildwachen vor des Königs Zeit treten auf.)

Erste Schildwache. Kommt, Leute, nehme jeder seinen Stand,
Der König hat sich schon zum Schlaf gesetzt.

Zweite Schildwache. Was? will er nicht zu Bett?

Erste Schildwache. Nein, er hat einen hohen Schwur gethan,
Niemals zu liegen, noch der Ruh zu pflegen,
Bis Warwick oder er ganz unterlegen.

Zweite Schildwache. Vermutlich wird das morgen sein am Tag,
Wenn Warwick schon so nah ist, wie es heißt.

Dritte Schildwache. Doch bitte, sagt, wer ist der Edelmann,
Der bei dem König hier im Zelte ruht?

Erste Schildwache. Lord Hastings ist's, des Königs größter Freund.

Dritte Schildwache. O wirklich, doch warum befiehlt der König,
Daß all sein Anhang rings in Städten herbergt,
Indes er selbst im kalten Felde bleibt?

Zweite Schildwache. Es ist mehr Ehre, weil's gefährlicher.

Dritte Schildwache. Ja, aber gebt mir Achtbarkeit und Ruh,
Das lieb' ich mehr als Ehre mit Gefahr.
Wenn Warwick wüßt', in welcher Lag' er ist,
's ist zu befürchten, daß er wohl ihn weckte.

Erste Schildwache. Wenn's unsre Hellebarden nicht ihm wehren.

Zweite Schildwache. Ja, wozu sonst bewachen wir sein Zelt,
Als ihn vor nächt'gem Anlauf zu beschützen.

(Warwick, Clarence, Oxford und Somerset treten auf mit Truppen.)

Warwick. Dies ist sein Zelt, seht seine Wachen stehn.
Auf, Leute! Mut! Nun oder nimmer Ehre!
Folgt mir, und Eduard soll unser sein.

Erste Schildwache. Wer da?

Zweite Schildwache. Steh, oder du bist des Todes.

(Warwick und alle übrigen rufen: »Warwick! Warwick!« und greifen die Wachen an, welche fliehen und schreien: »Zu den Waffen! Zu den Waffen!«, während ihnen Warwick und die anderen nachsetzen.)

(Unter Trommeln und Trompeten kommen Warwick und die übrigen zurück, und bringen den König im Schlafrock, in einem Lehnstuhl sitzend, heraus. Gloster und Hastings fliehen über die Bühne.)

Somerset. Wer sind sie, die da flohn?

Warwick. Richard und Hastings; laßt sie, hier ist der Herzog.

König Eduard. Herzog! Wie, Warwick? Da wir schieden, nanntest
Du König mich.

Warwick.         Ja, doch der Fall ist anders.
Als ihr bei der Gesandtschaft mich beschimpft,
Da hab' ich euch der Königswürd' entsetzt,
Und nun ernenn' ich euch zum Herzog York.
Wie solltet ihr ein Königreich regieren,
Der ihr nicht wißt, Gesandte zu behandeln,
Nicht wißt, mit einem Weib euch zu begnügen,
Nicht wißt, an Brüdern brüderlich zu handeln,
Nicht wißt, auf eures Volkes Wohl zu sinnen,
Nicht wißt, vor euren Feinden euch zu bergen?

König Eduard. Ei, Bruder Clarence, bist du auch dabei?
Dann seh' ich wohl, daß Eduard sinken muß. –
Ja, Warwick, allem Mißgeschick zum Trotz,
Dir selbst und allen Helfern deiner That,
Wird Eduard stets als König sich betragen:
Stürzt gleich des Glückes Bosheit meine Größe,
Mein Sinn geht über seines Rades Kreis.

Warwick (nimmt ihm die Krone ab.)
Sei Eduard Englands König dann im Sinn,
Doch Heinrich soll nun Englands Krone tragen
Und wahrer König sein: du nur der Schatte. –
Mylord von Somerset, auf mein Begehren
Sorgt, daß man gleich den Herzog Eduard schaffe
Zu meinem Bruder, Erzbischof von York.
Wann ich gekämpft mit Pembroke und den seinen.
So folg' ich euch und melde, was für Antwort
Ihm Ludwig und das Fräulein Bona senden.
Leb' wohl indessen, guter Herzog York!

König Eduard. Was Schicksal auflegt, muß der Mensch ertragen,
Es hilft nicht, gegen Wind und Flut sich schlagen.

(König Eduard wird abgeführt. Somerset begleitet ihn.)

Oxford. Was bleibt für uns, Mylords, nun noch zu thun,
Als daß wir mit dem Heer nach London ziehn?

Warwick. Ja wohl, das müssen wir zuvörderst thun,
Um König Heinrich vom Verhaft zu lösen,
Und auf den Königsthron ihn zu erhöhn.

(Alle ab.)


Vierte Scene.

London. Ein Zimmer im Palast. (Königin Elisabeth und Rivers treten auf.)

Rivers. Was hat euch, gnäd'ge Frau, so schnell verwandelt?

Königin Elisabeth. Wie, Bruder Rivers? müßt ihr's erst erfahren,
Welch Unglück König Eduard jüngst betroffen?

Rivers. Verlust von einem Treffen gegen Warwick?

Königin Elisabeth. Nein, seiner fürstlichen Person Verlust.

Rivers. So ward mein Fürst erschlagen?

Königin Elisabeth. Ja, fast erschlagen, denn er ward gefangen,
Sei's, daß der Wachen Falschheit ihn verriet,
Sei's, daß der Feind ihn jählings überfallen;
Und, wie man ferner meldet, ist er nun
Beim Erzbischof von York in Haft, dem Bruder
Des grimmen Warwick, folglich unserm Feind.

Rivers. Ich muß gestehn, die Zeitung ist betrübt.
Doch, gnäd'ge Fürstin, müßt ihr nicht verzagen:
Vom Warwick kann der Sieg zu uns sich schlagen.

Königin Elisabeth. Bis dahin muß mein Leben Hoffnung tragen.
Und der Verzweiflung wehr' ich gern aus Liebe
Zu Eduards Sprößling unter meinem Herzen.
Das ist's, was Leidenschaft mich zügeln lehrt,
Und milde tragen meines Unglücks Kreuz;
Ja, darum zieh' ich manche Thräne ein,
Und hemme Seufzer, die das Blut wegsaugen,
Damit sie nicht ertränken und verderben
Den Sprößling Eduards, Englands echten Erben.

Rivers. Doch, gnäd'ge Frau, wo kam denn Warwick hin?

Königin Elisabeth. Man meldet mir, daß er nach London zieht,
Nochmals die Kron' auf Heinrichs Haupt zu setzen.
Das Weitre magst du selber raten nun:
Die Freunde König Eduards müssen fallen.
Doch der Gewalt des Wütrichs vorzubeugen
(Denn dem trau nie, der einmal Treue brach),
Will ich von hier sogleich zur Freistatt hin,
Von Eduards Recht den Erben mindstens retten,
Da bleib' ich sicher vor Gewalt und Trug.
Komm also auf die Flucht, weil sie noch offen:
Von Warwicks Hand ist nur der Tod zu hoffen.

(Beide ab.)


Fünfte Scene.

Ein Tiergarten in der Nähe der Burg Middleham in Yorkshire. (Gloster, Hastings, Sir William Stanley und andere treten auf.)

Gloster. Nun, Mylord Hastings und Sir William Stanley,
Erstaunt nicht mehr, warum ich euch hieher
In des Geheges tiefstes Dickicht zog.
So steht's: ihr wißt, mein Bruder, unser König,
Ist als Gefangner bei dem Bischof hier,
Der gut ihn hält und ihm viel Freiheit läßt,
Und oft, von wenig Wache nur begleitet,
Kommt er hieher, sich jagend zu ergötzen.
Ich hab' ihm Nachricht insgeheim erteilt,
Daß, wenn er diesen Weg um diese Stunde
Mit der gewohnten Uebung Vorwand nimmt,
Er hier die Freunde finden soll, mit Pferden
Und Mannschaft, vom Verhaft ihn zu befrein.

(König Eduard und ein Jäger treten auf.)

Jäger. Hieher, mein Fürst; hier liegt das Wild versteckt.

König Eduard. Nein, hieher, Mann; sieh da die Jäger stehn. –
Nun, Bruder Gloster, Lord Hastings und ihr andern,
Steckt ihr so hier, des Bischofs Wild zu stehlen?

Gloster. Bruder, die Zeit und Lage fordert Eil;
An des Geheges Ecke steht eu'r Pferd.

König Eduard. Doch wohin sollen wir?

Hastings. Nach Lynn, Mylord, von da nach Flandern schiffen.

Gloster. Fürwahr, getroffen! Das war meine Meinung.

König Eduard. Stanley, ich will den Eifer dir vergelten.

Gloster. Was zögern wir? Zum Reden ist nicht Zeit.

König Eduard. Was sagst du, Jäger? Willst du mit mir gehn?

Jäger. Besser als bleiben und mich hängen lassen.

Gloster. So kommt denn, fort! und macht kein Wesen weiter.

König Eduard. Leb' wohl denn, Bischof! Warwicks Zorn entrinne,
Und bete, daß ich meinen Thron gewinne.

(Alle ab.)


Sechste Scene.

Ein Zimmer im Turm. (König Heinrich, Clarence, Warwick, Somerset, der junge Richmond, Oxford, Montague, der Kommandant des Turmes und Gefolge.)

König Heinrich. Herr Kommandant, da Gott und Freunde nun
Eduard vom königlichen Sitz gestoßen,
In Freiheit mein Gefängnis, meine Furcht
In Hoffnung und mein Leid in Lust verkehrt:
Was sind wir bei der Loslassung dir schuldig?

Kommandant. Der Unterthan kann nichts vom Fürsten fordern;
Doch, wenn demüt'ge Bitten etwas gelten,
Wünsch' ich Verzeihung von Eu'r Majestät.

König Heinrich. Wofür? Daß du mich gut behandelt hast?
Nein, sei gewiß, ich lohne deine Güte,
Die den Verhaft mir umschuf in Vergnügen,
Ja solch Vergnügen, wie im Käfig Vögel
Empfinden, wenn nach langem Trübsinn sie
Zuletzt bei häuslichen Gesanges Tönen
An den Verlust der Freiheit sich gewöhnen. –
Doch, Warwick, du nächst Gott hast mich befreit,
Drum bin ich dir nächst Gott zum Dank bereit:
Er war Urheber und das Werkzeug du.
Auf daß ich nun des Glückes Neid besiege,
Klein lebend, wo es mir nicht schaden kann,
Und daß mein widerwärt'ger Stern das Volk
In diesem Land des Segens nicht bestrafe,
Warwick, wiewohl ich noch die Krone trage,
So übergeb' ich dir mein Regiment:
Du bist beglückt in allem deinem Thun.

Warwick. Eu'r Hoheit war für Tugend stets berühmt,
Und zeigt sich nun so weis' als tugendhaft,
Des Schicksals Tücke spähend und vermeidend;
Denn wen'ge richten sich nach ihrem Stern.
In einem nur muß ich euch unrecht geben,
Daß ihr mich wählt, da Clarence steht daneben.

Clarence. Nein, Warwick, du bist würdig der Gewalt,
Du, dem den Oelzweig und den Lorbeerkranz
Bei der Geburt der Himmel zugesprochen.
Du wirst im Krieg und Frieden Segen haben,
Drum geb' ich willig meine Stimme dir.

Warwick. Und ich erwähle Clarence zum Protektor.

König Heinrich. Warwick und Clarence, gebt die Hand mir beide,
Fügt sie in eins nun, und zugleich die Herzen:
Ich mach' euch beide zu des Reichs Protektorn.
Ein stilles Leben führ' ich selbst indes,
Verbring' in Andacht meiner Laufbahn Ende,
Daß ich den Schöpfer preis' und Sünde wende.

Warwick. Was sagt auf seines Fürsten Willen Clarence?

Clarence. Daß er drein willigt, wenn es Warwick thut:
Denn auf dein gutes Glück verlass' ich mich.

Warwick. So muß ich's, ungern zwar, zufrieden sein.
Wir woll'n uns wie ein Doppelschatten fügen
An Heinrichs Leib, und seinen Platz vertreten;
Ich meine bei der Last des Regiments:
Er soll die Ehr' und seine Ruh' genießen.
Und, Clarence, nun ist's mehr als dringend, gleich
Für Hochverräter Eduard zu erklären,
Und alle seine Güter einzuziehn.

Clarence. Was sonst? Und dann das Erbrecht zu bestimmen.

Warwick. Ja, und dabei soll Clarence ja nicht fehlen.

König Heinrich. Doch vor den dringendsten Geschäften, laßt
Euch bitten (ich befehle ja nicht mehr),
Daß nach Margreta, eurer Königin,
Und meinem Eduard werde hingesandt,
Aus Frankreich schleunig sie zurückzurufen:
Denn bis ich hier sie seh', hält banger Zweifel
Die Lust an meiner Freiheit halb verfinstert.

Clarence. Es soll, mein Fürst, in aller Eil geschehn.

König Heinrich. Mylord von Somerset, wer ist der Knabe,
Für den so zärtlich ihr zu sorgen scheint?

Somerset. Mein Fürst, der junge Heinrich, Graf von Richmond.

König Heinrich. Komm, Englands Hoffnung! Wenn geheime Mächte
        (Legt ihm die Hand auf das Haupt.)
In den prophet'schen Sinn mir Wahrheit flößen,
So wird dies feine Kind des Landes Segen.
Sein Blick ist voll von sanfter Majestät,
Sein Haupt geformt von der Natur zur Krone,
Die Hand zum Scepter, und er selbst in Zukunft
Zur Zierde eines königlichen Throns.
Ihn haltet hoch, Mylords: er ist geboren,
Euch mehr zu helfen, als durch mich verloren.

(Ein Bote tritt auf.)

Warwick. Was bringst du neues, Freund?

Bote. Daß Eduard eurem Bruder ist entwischt,
Und nach Burgund geflohn, wie er vernommen.

Warwick. Mißfäll'ge Neuigkeit! Doch wie entkam er?

Bote. Er ward entführt durch Richard Herzog Gloster
Und den Lord Hastings, die im Hinterhalt
Auf ihn gewartet an des Waldes Ende,
Und von des Bischofs Jägern ihn befreit,
Denn täglich war die Jagd sein Zeitvertreib.

Warwick. Mein Bruder war zu sorglos bei dem Auftrag.
Doch laßt uns fort, mein Fürst, nach Mitteln sehn
Für jeden Schaden, welcher mag geschehn.

(König Heinrich, Warwick, Clarence, der Kommandant und Gefolge ab.)

Somerset. Mylord, ich mag nicht diese Flucht des Eduard,
Denn ohne Zweifel steht Burgund ihm bei,
Und dann gibt's neuen Krieg in kurzer Zeit.
Wie Heinrichs jüngst gesprochne Weissagung
Mit Hoffnung mir auf diesen jungen Richmond
Das Herz erquickt, so drückt es Ahnung nieder,
Was ihm zu seinem Schaden und zu unserm
In dem Zusammenstoß begegnen mag.
Drum wollen wir, dem Schlimmsten vorzubeugen,
Lord Oxford, schnell ihn nach Bretagne senden,
Bis sich der Bürgerfeindschaft Stürme enden.

Oxford. Ja, denn kommt Eduard wieder auf den Thron,
So teilte Richmond wohl der andern Lohn.

Somerset. Gut, in Bretagne wohn' er dann geborgen.
Kommt also, laßt uns gleich das Werk besorgen. (Ab.)


Siebente Scene.

Vor York. (König Eduard, Gloster und Hastings treten auf mit Truppen.)

König Eduard. Nun, Bruder Richard, Lord Hastings und ihr andern:
So weit macht doch das Glück es wieder gut,
Daß ich noch einmal den gesunknen Stand
Mit Heinrichs Herrscherkrone soll vertauschen.
Ich setzte zweimal glücklich übers Meer,
Und brachte von Burgund erwünschte Hilfe.
Was ist nun übrig, da von Ravenspurg
Wir vor den Thoren Yorks so angelangt,
Als einziehn, wie in unser Herzogtum?

Gloster. Das Thor verschlossen? Das gefällt mir nicht;
Denn manchen, welcher an der Schwelle stolpert,
Verwarnt dies, drinnen laure die Gefahr.

König Eduard. Pah, Freund! Jetzt dürfen Zeichen uns nicht schrecken:
Ich muß hinein im Guten oder Bösen,
Denn hier versammeln sich zu uns die Freunde.

Hastings. Mein Fürst, noch einmal klopf' ich an und mahne.

(Der Schultheiß von York und seine Räte erscheinen auf der Mauer.)

Schultheiß. Mylords, wir wußten schon von eurer Ankunft,
Und uns zu sichern, schlossen wir das Thor;
Denn jetzo sind wir Heinrich Treue schuldig.

König Eduard. Wenn Heinrich euer König ist, Herr Schultheiß,
Ist Eduard mindstens Herzog doch von York.

Schultheiß. Ja, bester Herr, dafür erkenn' ich euch.

König Eduard. Nun, und ich fordre bloß mein Herzogtum.

Gloster (beiseite). Doch hat der Fuchs die Nase erst hinein,
So weiß er bald den Leib auch nachzubringen.

Hastings. Herr Schultheiß, nun? was steht ihr zweifelnd noch?
Das Thor auf! Wir sind König Heinrichs Freunde.

Schultheiß. Ah, so? Das Thor soll euch geöffnet werden.

(Von oben ab.)

Gloster. Ein weiser tücht'ger Hauptmann, und bald beredet!

Hastings. Der gute Alte läßt gern alles gut sein,
Bleibt er nur aus dem Spiel: doch sind wir drinnen,
So zweifl' ich nicht, wir werden baldigst ihn
Samt seinen Räten zur Vernunft bereden.

(Der Schultheiß kommt mit zwei Aldermännern aus der Stadt.)

König Eduard. Herr Schultheiß, dieses Thor ist nicht zu schließen,
Als bei der Nacht und in der Zeit des Kriegs.
Freund, fürchte nichts, und gib die Schlüssel ab,
        (Er nimmt die Schlüssel.)
Denn Eduard will die Stadt und dich verfechten,
Und alle die, so hold sind unsern Rechten.

(Trommeln. Montgomery kommt mit Truppen auf dem Marsch begriffen.)

Gloster. Bruder, das ist Sir John Montgomery,
Wo ich nicht irre, unser biedrer Freund.

König Eduard. Sir John, willkommen! Doch warum in Waffen?

Montgomery. In seiner stürm'schen Zeit dem König Eduard
Zu helfen, wie ein treuer Unterthan.

König Eduard. Dank, teuerster Montgomery! Aber nun
Vergessen wir den Anspruch an die Krone,
Und fordern unser Herzogtum allein,
Bis Gott beliebt, das andre auch zu senden.

Montgomery. Gehabt euch wohl denn! Ich will wieder fort:
Dem König, keinem Herzog wollt' ich dienen.
Trommeln gerührt! Und laßt uns weiter ziehn.

König Eduard. Ein Weilchen haltet noch; laßt uns erwägen,
Wie man zur Krone sicher kommen möchte.

Montgomery. Was sprecht ihr von Erwägen? Kurz und gut,
Erklärt ihr euch nicht hier für unsern König,
So überlass' ich eurem Schicksal euch,
Und breche auf, um die zurückzuhalten,
Die euch zu helfen kommen; denn warum,
Wenn ihr kein Recht behauptet, föchten wir?

Gloster. Wozu doch, Bruder, die Bedenklichkeiten?

König Eduard. Wann wir erst stärker sind, dann wollen wir
An unsre Fordrung denken; bis dahin
Ist's Weisheit, unsre Meinung zu verbergen.

Hastings. Jetzt fort mit scheuem Witz! Das Schwert regiere.

Gloster. Und kühner Mut erklimmt am ersten Throne.
Bruder, wir rufen auf der Stell' euch aus;
Der Ruf davon wird viele Freund euch schaffen.

König Eduard. So sei es, wie ihr wollt: denn 's ist mein Recht,
Und Heinrich maßt das Diadem sich an.

Montgomery. Ja, jetzo spricht mein Fürst ganz wie er selbst,
Und jetzo will ich Eduards Kämpfer sein.

Hastings. Trompeten, blast! Wir rufen Eduard aus.
Komm, Kamerad, verrichte du den Ausruf.

Soldat (liest). »Eduard der Vierte, von Gottes Gnaden König von England und Frankreich und Herr von Irland u. s. w.«

Montgomery. Und wer da leugnet König Eduards Recht,
Den fordr' ich durch dies Zeichen zum Gefecht.

Alle. Lang lebe Eduard der Vierte!

König Eduard. Dank, tapferer Montgomery! Dank euch allen!
Hilft mir das Glück, so lohn' ich eure Güte.
Jetzt, auf die Nacht, laßt hier in York uns rasten,
Und wenn die Morgensonne ihren Wagen
Am Rande dieses Horizonts erhebt,
Auf Warwick los und seine Mitgenossen,
Denn, wie bekannt, ist Heinrich kein Soldat.
Ach, störr'ger Clarence! Wie übel es dir steht,
Daß du vom Bruder läß'st und Heinrich schmeichelst!
Doch dich und Warwick treff' ich, wie ich kann.
Auf, tapfre Scharen! Zweifelt nicht am Siege,
Und nach dem Sieg am reichen Lohn der Kriege.

(Alle ab.)


Achte Scene.

London. Ein Zimmer im Palast. (König Heinrich, Warwick, Clarence, Montague, Exeter und Oxford treten auf.)

Warwick. Lords, was zu thun? Aus Belgien hat Eduard
Mit hast'gen Deutschen, plumpen Niederländern
In Sicherheit den schmalen Sund durchschifft,
Und zieht mit Heeresmacht auf London zu,
Und viel bethörtes Volk schart sich zu ihm.

Oxford. Man werbe Mannschaft, ihn zurückzuschlagen.

Clarence. Leicht wird ein kleines Feuer ausgetreten,
Das, erst geduldet, Flüsse nicht mehr löschen.

Warwick. In Warwickshire hab' ich ergebne Freunde,
Im Frieden ruhig, aber kühn im Krieg,
Die ich versammeln will, und du, Sohn Clarence,
Bemühst dich in Suffolk, Norfolk und in Kent
Die Edelleut' und Ritter aufzubieten;
Du, Bruder Montague, wirst Leute finden
In Buckingham, Northampton, Leicestershire,
Was du befiehlst, zu hören wohl geneigt;
Du, tapfrer Oxford, wunderbar beliebt,
Sollst deine Freund' in Oxfordshire versammeln.
Mein Fürst soll in der treuen Bürger Mitte,
Wie dieses Eiland, von der See umgürtet,
Wie in der Nymphen Kreis die keusche Göttin,
In London bleiben, bis wir zu ihm kommen.
Nehmt Abschied, Lords, erwidert weiter nicht. –
Lebt wohl, mein Fürst!

König Heinrich. Leb wohl, mein Hektor! meines Troja Hoffnung!

Clarence. Zum Pfand der Treu küss' ich Eu'r Hoheit Hand.

König Heinrich. Mein wohlgesinnter Clarence, sei beglückt!

Montague. Getrost, mein Fürst! und somit nehm' ich Abschied.

Oxford (indem er Heinrichs Hand küßt).
Und so versiegl' ich meine Treu und scheide.

König Heinrich. Geliebter Oxford, bester Montague,
Und all ihr andern, nochmals lebet wohl!

Warwick. Auf, Lords! Wir treffen uns zu Coventry.

(Warwick, Clarence, Oxford und Montague ab.)

König Heinrich. Hier im Palast will ich ein wenig ruhn.
Vetter von Exeter, was denket ihr?
Mich dünkt, das Heer, das Eduard aufgebracht,
Muß meinem nicht die Spitze bieten können.

Exeter. Ja, wenn er nur die andern nicht verführt.

König Heinrich. Das fürcht' ich nicht, mir schaffte Ruhm mein Thun,
Ich stopfte ihren Bitten nicht mein Ohr,
Schob die Gesuche nicht beiseit mit Zögern;
Mein Mitleid war ein Balsam ihren Wunden,
Des vollen Jammers Lindrung meine Milde,
Mit Gnade trocknet' ich die Thränenströme.
Ich habe ihren Reichtum nicht begehrt,
Noch sie mit großen Steuern schwer geschatzt,
Nicht schnell zur Rache, wie sie auch geirrt.
Warum denn sollten sie mir Eduard vorziehn?
Nein, Exeter, Gunst heischet diese Gunst,
Und wenn dem Lamm der Löwe liebekost,
So hört das Lamm nie auf ihm nachzugehn.

(Draußen Geschrei: »Lancaster hoch!«)

Exeter. Hört, hört, mein Fürst! Welch ein Geschrei ist das?

(König Eduard, Gloster und Soldaten treten auf.)

König Eduard. Ergreift den blöden Heinrich, führt ihn fort,
Und ruft mich wieder aus zum König Englands. –
Ihr seid der Quell, der kleine Bäche nährt;
Ich hemm' ihn, meine See soll auf sie fangen,
Und durch ihr Ebben um so höher schwellen. –
Fort mit ihm in den Turm, laßt ihn nicht reden.
Und, Lords, wir wenden uns nach Coventry,
Wo der gebieterische Warwick steht.
Jetzt scheint die Sonne heiß: wenn wir vertagen,
Wird Frost uns die gehoffte Ernte nagen.

Gloster. Bei Zeiten fort, eh' sich sein Heer vereint.
Fangt unversehns den großgewachs'nen Frevler.
Auf, wackre Krieger! Frisch nach Coventry.

(Alle ab.)

 


 

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