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Gutenberg > William Shakespeare >

König Heinrich der Sechste

William Shakespeare: König Heinrich der Sechste - Kapitel 15
Quellenangabe
typetragedy
booktitleW. Shakespeare's Dramatische Werke
authorWilliam Shakespeare
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
titleKönig Heinrich der Sechste
pages82
created20130410
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Erster Aufzug.

Erste Scene.

London. Das Parlamentshaus. (Trommeln. Einige Soldaten von Yorks Partei brechen ein. Hierauf kommen der Herzog von York, Eduard, Richard, Norfolk, Montague, Warwick und andere mit weißen Rosen auf den Hüten.)

Warwick. Mich wundert's, wie der König uns entkam.

York. Da wir die nord'sche Reiterei verfolgten,
Stahl er davon sich und verließ sein Volk;
Worauf der große Lord Northumberland,
Dess' kriegrisch Ohr nie Rückzug dulden konnte,
Das matte Heer anfrischte: und er selbst,
Lord Clifford und Lord Stafford, auf einmal,
Bestürmten unsre Reihn, und, in sie brechend,
Erlagen sie dem Schwert gemeiner Krieger.

Eduard. Lord Staffords Vater, Herzog Buckingham,
Ist tot entweder, oder schwer verwundet:
Ich spaltet' ihm den Helm mit derbem Hieb;
Zum Zeugnis dessen, Vater, seht dies Blut.

(Zeigt sein blutiges Schwert.)

Montague (zu York, das seinige zeigend).
Und, Bruder, hier ist Graf von Wiltshires Blut,
Den bei der Scharen Handgemeng' ich traf.

Richard (wirft Somersets Kopf hin).
Sprich du für mich und sage, was ich that.

York. Richard verdient den Preis vor meinen Söhnen. –
Wie, ist Eu'r Gnaden tot, Mylord von Somerset?

Norfolk. So geh's dem ganzen Haus Johanns von Gaunt!

Richard. So hoff' ich König Heinrichs Kopf zu schütteln.

Warwick. Und ich mit euch. – Siegreicher Prinz von York,
Bis ich dich seh' erhoben auf den Thron,
Den jetzt das Haus von Lancaster sich anmaßt,
Schwör' ich zu Gott, will ich dies Aug' nicht schließen.
Dies ist des furchtbarn Königes Palast,
Und dies der Fürstensitz: nimm, York, ihn ein,
Dir kommt er zu, nicht König Heinrichs Erben.

York. So steh mir bei, mein Warwick, und ich will's,
Denn mit Gewalt sind wir hieher gedrungen.

Norfolk. Wir alle stehn euch bei; wer flieht, soll sterben.

York. Dank, lieber Norfolk! – Bleibt bei mir, Mylords;
Soldaten, bleibt und wohnt bei mir die Nacht.

Warwick. Und wenn der König kommt, verfahrt nicht feindlich,
Bis er euch mit Gewalt hinaus will drängen.

York. Die Königin hält heut hier Parlament,
Doch träumt ihr schwerlich, daß in ihrem Rat
Wir sitzen werden: laßt uns unser Recht
Mit Worten oder Streichen hier erobern.

Richard. Laßt uns, gewaffnet so, dies Haus behaupten.

Warwick. Das blut'ge Parlament soll man dies nennen.
Wofern Plantagenet, Herzog York, nicht König,
Heinrich entsetzt wird, dessen blöde Feigheit
Zum Sprichwort unsern Feinden uns gemacht.

York. Dann, Lords, verlaßt mich nicht, und seid entschlossen:
Von meinem Recht denk' ich Besitz zu nehmen.

Warwick. Der König weder, noch sein bester Freund,
Der stolzeste, der Lancaster beschützt,
Rührt sich, wenn Warwick seine Glöcklein schüttelt.
Plantagenet pflanz' ich; reut ihn aus, wer darf!
Entschließ dich, Richard, fordre Englands Krone.

(Warwick führt York zum Thron, der sich darauf setzt.)(Trompetenstoß. König Heinrich, Clifford, Northumberland, Westmoreland, Exeter und andere treten auf, mit roten Rosen an ihren Hüten.)

König Heinrich. Mylords, seht da den trotzenden Rebellen
Recht auf des Reiches Stuhl! Er will, so scheint's,
Verstärkt durch Warwicks Macht, des falschen Pairs,
Die Kron' erschwingen und als König herrschen. –
Graf von Northumberland, er schlug den Vater dir;
Und dir, Lord Clifford: und beide schwurt ihr Rache
Ihm, seinen Söhnen, Günstlingen und Freunden.

Northumberland. Nehm' ich nicht Rache, nimm an mir sie, Himmel.

Clifford. Die Hoffnung läßt in Stahl den Clifford trauern.

Westmoreland. Soll'n wir dies leiden? Reißt herunter ihn!
Mir brennt das Herz vor Zorn, ich kann's nicht dulden.

König Heinrich. Geduldig, lieber Graf von Westmoreland!

Clifford. Geduld ist gut für Memmen, so wie er:
Lebt' euer Vater, dürft' er da nicht sitzen.
Mein gnäd'ger Fürst, laßt hier im Parlament
Uns auf das Haus von York den Angriff thun.

Northumberland. Ja, wohl gesprochen, Vetter! Sei es so.

König Heinrich. Ach, wißt ihr nicht, daß sie die Stadt begünstigt,
Und Scharen ihres Winks gewärtig stehn?

Exeter. Sie fliehn wohl schleunig, wenn der Herzog fällt.

König Heinrich. Fern sei von Heinrichs Herzen der Gedanke,
Ein Schlachthaus aus dem Parlament zu machen!
Vetter von Exeter, Dräun, Blicke, Worte,
Das sei der Krieg, den Heinrich führen will. –
        (Sie nähern sich dem Herzog.)
Empörter Herzog York, herab vom Thron!
Und knie um Huld und Gnade mir zu Füßen,
Ich bin dein Oberherr.

York.                                   Du irrst dich, ich bin deiner.

Exeter. Pfui, weich! Er machte dich zum Herzog York.

York. Es war mein Erbteil, wie's die Grafschaft war.

Exeter. Dein Vater war Verräter an der Krone.

Warwick. Exeter, du bist Verräter an der Krone,
Da du dem Usurpator Heinrich folgst.

Clifford. Wem sollt' er folgen als dem echten König?

Warwick. Ja, Clifford: das ist Richard, Herzog York.

König Heinrich. Und soll ich stehn, und auf dem Thron du sitzen?

York. So soll und muß es sein; gib dich zur Ruh'.

Warwick. Sei Herzog Lancaster, und ihn laß König sein.

Westmoreland. Wie Herzog Lancaster, ist er auch König,
Das wird der Lord von Westmoreland behaupten.

Warwick. Und Warwick wird's entkräften. Ihr vergeßt,
Daß wir es sind, die aus dem Feld euch jagten,
Und eure Väter schlugen, und zum Schloßthor
Die Stadt hindurch mit wehnden Fahnen zogen.

Northumberland. Ja, Warwick, mir zum Gram gedenk' ich dran,
Und einst, bei meiner Seele! soll's dich reun.

Westmoreland. Plantagenet, ich nehme mehr der Leben
Dir, diesen deinen Söhnen, Vettern, Freunden,
Als Tropfen Bluts mein Vater in sich hegte.

Clifford. Davon nichts weiter, Warwick! Daß ich nicht
Dir statt der Worte solchen Boten sende,
Der seinen Tod, eh' ich mich rühre, rächt.

Warwick. Wie ich des armen Cliffords Drohn verachte!

York. Laßt uns den Anspruch an die Kron' erweisen;
Wo nicht, so recht' im Felde unser Schwert.

König Heinrich. Verräter, welchen Anspruch an die Krone?
Dein Vater war, wie du, Herzog von York;
Dein Großvater, Roger Mortimer, Graf von March:
Ich bin der Sohn Heinrichs des Fünften,
Der einst den Dauphin und die Franken beugte,
Und ihre Städte und Provinzen nahm.

Warwick. Sprich nicht von Frankreich, das du ganz verloren.

König Heinrich. Der Lord Protektor that es und nicht ich;
Ich war neun Monden alt, da man mich krönte.

Clifford. Jetzt seid ihr alt genug, und doch verliert ihr, scheint's.
Vater, reißt die angemaßte Kron' ihm ab!

Eduard. Thut's, lieber Vater! setzt sie euch aufs Haupt!

Montague (zu York). Mein Bruder, wo du Waffen liebst und ehrst,
So ficht es aus statt dieser Wortgezänke.

Richard. Die Trommeln rührt, so wird der König fliehn.

York. Still, Söhne!

König Heinrich. Still du, und laß den König Heinrich reden.

Warwick. Plantagenet zuförderst! Hört ihn, Lords;
Und ihr, seid aufmerksam und ruhig auch,
Denn wer ihn unterbricht, der soll nicht leben.

König Heinrich. Denkst du, ich lasse meinen Fürstenthron,
Worauf mein Vater und Großvater saß?
Nein: eh' soll Krieg entvölkern dies mein Reich,
Und ihr Panier (in Frankreich oft geführt,
Und jetzt in England, uns zu großem Kummer)
Mein Grabtuch sein. – Warum verzagt ihr, Lords?
Mein Anspruch ist weit besser als der seine.

Warwick. Beweis es nur, und du sollst König sein.

König Heinrich. Heinrich der Vierte hat die Kron' erobert.

York. Er nahm sie seinem König als Rebell.

König Heinrich. Was sag' ich nur hierauf? Mein Recht ist schwach.
Sagt, darf ein König keinen Erben wählen?

York. Was weiter?

König Heinrich. Wenn er das darf, bin ich rechtmäß'ger König:
Denn Richard hat, im Beisein vieler Lords,
Den Thron Heinrich dem Vierten abgetreten;
Dess' Erbe war mein Vater, und ich seiner.

York. Er lehnte wider seinen Herrn sich auf,
Und zwang ihn, seiner Krone zu entsagen.

Warwick. Doch setzt, Mylords, er that es ungenötigt:
Denkt ihr, daß es der Krone was vergab?

Exeter. Nein, denn er konnte nicht ihr so entsagen,
Daß nicht der nächste Erbe folgen mußte.

König Heinrich. Du, Herzog Exeter, bist wider uns?

Exeter. Das Recht ist sein, darum verzeihet mir.

York. Was flüstert ihr und gebt nicht Antwort, Lords?

Exeter. Rechtmäß'gen König nennt ihn mein Gewissen.

König Heinrich. Sie wenden alle sich von mir zu ihm.

Northumberland. Plantagenet, was auch dein Anspruch sei,
Denk nicht, daß Heinrich so entsetzt soll werden.

Warwick. Entsetzt wird er, der ganzen Welt zum Trotz.

Northumberland. Du irrst! Nicht deine Macht im Süden ist's,
Von Essex, Norfolk, Suffolk, noch von Kent,
Die dich so stolz und übermütig macht,
Die, mir zum Trotz, den Herzog kann erhöhn.

Clifford. Sei, wie er will, dein Anspruch, König Heinrich!
Lord Clifford schwört zu fechten dir zum Schutz.
Der Grund soll gähnen, lebend mich verschlingen,
Wo ich vor meines Vaters Mörder kniee.

König Heinrich. O Clifford, wie dein Wort mein Herz belebt!

York. Heinrich von Lancaster, entsag der Krone. –
Was murmelt ihr? Was habt ihr vor da, Lords?

Warwick. Thut diesem hohen Herzog York sein Recht,
Sonst füll' ich mit Bewaffneten das Haus,
Und oben an dem Prachtstuhl, wo er sitzt,
Schreib' ich es an mit Usurpatorblut.

(Er stampft mit dem Fuße und die Soldaten zeigen sich.)

König Heinrich. Mylord von Warwick, hört ein Wort nur an:
Laßt lebenslänglich mich als König herrschen.

York. Bestät'ge mir die Kron' und meinen Erben,
Und du sollst ruhig herrschen, weil du lebst.

König Heinrich. Ich geh' es ein: Richard Plantagenet,
Nach meinem Hintritt nimm Besitz vom Reich.

Clifford. Welch Unrecht an dem Prinzen, eurem Sohn!

Warwick. Welch ein Gewinn für England und ihn selbst!

Westmoreland. Verzagter, schnöder, hoffnungsloser Heinrich!

Clifford. Wie hast du dir und uns zu nah gethan!

Westmoreland. Ich bleibe nicht, um den Vertrag zu hören.

Northumberland. Noch ich.

Clifford. Kommt, Vetter, melden wir's der Königin.

Westmoreland. Leb wohl, kleinmüt'ger, ausgeart'ter König,
In dessen Blut kein Funken Ehre wohnt!

Northumberland. Werd' eine Beute du dem Hause
Und stirb in Banden für die weib'sche That!

Clifford. Im furchtbarn Kriege seist du überwunden!
Verlassen und verachtet leb im Frieden.

(Northumberland, Clifford und Westmoreland treten ab.)

Warwick. Hieher sieh, Heinrich, achte nicht auf sie.

Exeter. Sie suchen Rach' und wollen drum nicht weichen.

König Heinrich. Ach, Exeter!

Warwick.                                   Was seufzt ihr so, mein Fürst?

König Heinrich. Nicht um mich selbst, um meinen Sohn, Lord Warwick,
Den unnatürlich ich enterben soll.
Doch sei es, wie es will: hiemit vermach' ich
Die Kron' auf immer dir und deinen Erben,
Mit der Bedingung, daß du gleich hier schwörst,
Den Bürgerkrieg zu enden, lebenslang
Als deinen Herrn und König mich zu ehren,
Und, weder durch Verrat, noch feindlich, mich
Zu stürzen und statt meiner zu regieren.

York. Gern thu' ich diesen Eid, und will ihn halten.

(Vom Thron herabkommend.)

Warwick. Lang lebe König Heinrich! – Plantagenet, umarm ihn.

König Heinrich. Lang lebe samt den hoffnungsvollen Söhnen!

York. Versöhnt sind York und Lancaster nunmehr.

Exeter. Der sei verflucht, der zu entzwein sie sucht.

(Die Lords treten vorwärts.)

York. Lebt wohl, mein Fürst! ich will zu meiner Burg.

Warwick. Ich will mit meinen Truppen London halten.

Norfolk. Ich will nach Norfolk hin mit meiner Schar.

Montague. Und ich zur See zurück, woher ich kam.

(York und seine Söhne, Warwick, Norfolk, Montague, Soldaten und Gefolge ab.)

König Heinrich. Und ich mit Gram und Kummer an den Hof.

Exeter. Da kommt die Königin, und ihre Blicke
Verraten ihren Zorn; ich schleiche fort.

König Heinrich. Ich, Exeter, mit dir. (Will gehen.)

Margareta. Nein, geh nicht von mir weg: ich will dir folgen.

König Heinrich. Geduldig, bestes Weib! und ich will bleiben.

Margareta. Wer kann beim Aeußersten geduldig sein?
Elender! daß ich frei gestorben wäre,
Dich nie gesehn, dir keinen Sohn geboren,
Da du so unnatürlich dich als Vater zeigst.
Verdient er, so sein Erbrecht einzubüßen?
Hättst du ihn halb so sehr geliebt als ich,
Den Schmerz gefühlt, den ich einmal für ihn,
Ihn so genährt, wie ich mit meinem Blut:
Dein bestes Herzblut hättst du eh' gelassen,
Als den Barbar von Herzog eingesetzt
Zum Erben, und den einz'gen Sohn enterbt.

Prinz. Vater, euch steht nicht frei, mich zu enterben;
Seid ihr doch König, und so folg' ich nach.

König Heinrich. Verzeih, Margreta! Lieber Sohn, verzeih!
Mich zwang der Graf von Warwick und der Herzog.

Margareta. Dich zwang? Du läßt dich zwingen und bist König?
Mit Scham hör' ich dich an. Elender Feiger!
Dich, deinen Sohn und mich hast du verderbt,
Und solche Macht dem Hause York gegeben,
Daß du durch ihre Duldung nur regierst.
Die Krone ihm und seinem Stamm vermachen,
Was ist es anders, als dein Grab dir baun
Und lange vor der Zeit hinein dich betten?
Warwick ist Kanzler, von Calais auch Herr,
Der trotz'ge Faulconbridge beherrscht den Sund;
Der Herzog ist des Reichs Protektor nun:
Und du wärst sicher? Solche Sicherheit
Find't wohl ein zitternd Lamm, umringt von Wölfen.
Wär' ich dabei gewesen, die ich nur
Ein albern Weib bin, lieber hätt' ich mich
Auf der Soldaten Piken schleudern lassen,
Als daß ich dem Vertrage mich gefügt.
Doch dir gilt mehr dein Leben als die Ehre.
Und da ich dieses sehe, scheid' ich hier
Mich, Heinrich, selbst von deinem Tisch und Bett,
Bis man den Parlamentsschluß widerruft,
Wodurch mein Sohn gebracht wird um sein Erb'.
Die nord'schen Lords, die dein Panier verschworen,
Ziehn meinem nach, sobald sie's fliegen sehn;
Und fliegen soll es, dir zu arger Schmach,
Und gänzlichem Ruin dem Hause York.
So laß ich dich; – komm, Sohn, wir wollen fort,
Bereit ist unser Heer: komm, ihnen nach!

König Heinrich. Bleib, liebe Margareta! hör mich an.

Margareta. Du sprachest schon zu viel: geh, mach dich fort.

König Heinrich. Du bleibst doch bei mir, Eduard, lieber Sohn?

Margareta. Ja, daß ihn seine Feind' ermorden mögen.

Prinz. Wenn ich mit Sieg vom Felde kehre heim,
Begrüß' ich euch; bis dahin folg' ich ihr.

Margareta. Komm! fort, mein Sohn! Wir dürfen so nicht zaudern.

(Königin Margareta und der Prinz ab.)

König Heinrich. Die arme Königin! Wie ihre Liebe
Zu mir und meinem Sohn in Wut ausbrach!
Ihr werde Rach' an dem verhaßten Herzog,
Dess' Hochmut, von Begier beschwingt, die Krone
Mir kosten wird, und wie ein gier'ger Adler
Mein Fleisch zerhacken wird und meines Sohns!
Mein Herz beängstigt der drei Lords Verlust.
Ich schreib' an sie, und will sie freundlich bitten.
Kommt, Vetter, denn ihr sollt der Bote sein.

Exeter. Und ich, das hoff' ich, werde sie versöhnen.

(Beide ab.)


Zweite Scene.

Ein Zimmer in der Burg Sandal, bei Wakefield in Yorkshire. (Eduard, Richard und Montague treten auf.)

Richard. Bruder, vergönnt mir, bin ich schon der jüngste.

Eduard. Nicht doch, ich kann den Redner besser spielen.

Montague. Doch ich weiß Gründe von Gewicht und Kraft.

(York tritt auf.)

York. Nun, meine Söhn' und Bruder? so im Streit?
Worüber ist der Zank? Wie fing er an?

Eduard. Kein Zank, nur eine kleine Zwistigkeit.

York. Um was?

Richard. Um was Eu'r Gnaden angeht, so wie uns:
Die Krone Englands, welche euer ist.

York. Mein Knabe? Nicht vor König Heinrichs Tod.

Richard. Eu'r Recht hängt nicht an seinem Tod und Leben.

Eduard. Jetzt seid ihr Erbe, drum genießt es jetzt.
Laßt ihr das Haus von Lancaster Odem schöpfen,
So läuft's am Ende, Vater, euch zuvor.

York. Ich that den Eid, er sollt' in Ruh regieren.

Eduard. Doch um ein Königreich bricht man jeden Eid;
Ein Jahr zu herrschen, bräch' ich tausend Eide.

Richard. Verhüte Gott, daß ihr meineidig würdet.

York. Das werd' ich, wenn ich mit den Waffen fordre.

Richard. Das Gegenteil beweis ich, wenn ihr hören wollt.

York. Du kannst es nicht; es ist unmöglich, Sohn.

Richard. Ein Eid gilt nichts, der nicht geleistet wird
Vor einer wahren, rechten Obrigkeit,
Die über den Gewalt hat, welcher schwört.
Und Heinrich maßte bloß den Platz sich an;
Nun seht ihr, da er's war, der ihn euch abnahm,
Daß euer Eid nur leer und eitel ist.
Drum zu den Waffen! Und bedenkt nur, Vater,
Welch schönes Ding es ist, die Krone tragen,
In deren Umkreis ein Elysium ist,
Und was von Heil und Lust nur Dichter preisen.
Was zögern wir doch so? Ich kann nicht ruhn,
Bis ich die weiße Rose, die ich trage,
Gefärbt im lauen Blut von Heinrichs Herzen.

York. Genug! ich werde König oder sterbe. –
Bruder, du sollst nach London alsobald,
Und Warwick zu dem Unternehmen spornen.
Ihr, Richard, sollt zum Herzog Norfolk hin,
Und im Vertraun ihm unsern Vorsatz melden.
Ihr, Eduard, sollt für mich zu Mylord Cobham,
Mit dem die Kenter willig aufstehn werden.
Auf sie vertrau' ich; denn es sind Soldaten,
Klug, höflich, freien Sinnes und voll Mut. –
Derweil ihr dies betreibt, was bleibt mir übrig,
Als die Gelegenheit zum Aufbruch suchen,
Daß nicht der König meinen Anschlag merkt,
Noch irgend wer vom Hause Lancaster?
        (Ein Bote tritt auf.)
Doch halt: was gibt's? Was kommst du so in Eil?

Bote. Die Königin samt allen nord'schen Lords
Denkt hier in eurer Burg euch zu belagern.
Sie ist schon nah mit zwanzigtausend Mann,
Befestigt also euren Sitz, Mylord.

York. Ja, mit dem Schwert. Denkst du, daß wir sie fürchten? –
Eduard und Richard, ihr sollt bei mir bleiben;
Mein Bruder Montague soll schnell nach London:
Den edlen Warwick, Cobham und die andern,
Die wir dem König als Protektors ließen,
Laßt sich mit mächt'ger Politik verstärken,
Und nicht des schwachen Heinrichs Eiden traun.

Montague. Bruder, ich geh', ich will sie schon gewinnen,
Und nehme so dienstwillig meinen Abschied. (Ab.)

(Sir John und Sir Hugh Mortimer treten auf.)

York. Sir John und Sir Hugh Mortimer, Oheime!
Ihr kommt nach Sandal zu gelegner Zeit:
Das Heer der Königin will uns belagern.

Sir John. Sie braucht es nicht, wir treffen sie im Feld.

York. Was? mit fünftausend Mann?

Richard. Ja mit fünfhundert, Vater, wenn es gilt.
Ein Weib ist Feldherr: was ist da zu fürchten?

Eduard. Ich hör' die Trommeln; ordnen wir die Mannschaft,
Und ziehn hinaus, und bieten gleich die Schlacht.

York. Fünf gegen zwanzig! Große Uebermacht;
Doch zweifl' ich, Oheim, nicht an unserm Sieg.
Ich hab' in Frankreich manche Schlacht gewonnen,
Wo zehn die Feinde waren gegen eins:
Weswegen sollt' es minder jetzt gelingen?

(Getümmel. Alle ab.)


Dritte Scene.

Ebene bei der Burg Sandal. (Getümmel, Angriffe. Hierauf kommen Rutland und sein Lehrmeister.)

Rutland. Ach, wohin soll ich fliehn vor ihren Händen?
Ach, Meister, sieh! da kommt der blut'ge Clifford.

(Clifford tritt auf mit Soldaten.)

Clifford. Kaplan, hinweg! Dich schirmt dein Priestertum,
Allein die Brut von dem verfluchten Herzog,
Dess' Vater meinen Vater schlug, – die stirbt.

Lehrmeister. Und ich, Mylord, will ihm Gesellschaft leisten.

Clifford. Soldaten, fort mit ihm!

Lehrmeister. Ach, Clifford, morde nicht ein schuldlos Kind,
Daß du verhaßt nicht wirst bei Gott und Menschen!

Clifford. Nun, ist er tot schon? oder ist es Furcht,
Was ihm die Augen schließt? – Ich will sie öffnen.

Rutland. So blickt der eingesperrte Löw' ein Opfer,
Das unter seinen Tatzen zittert, an;
So schreitet er, verhöhnend seinen Raub,
Und kommt so, seine Glieder zu zerreißen.
Ach, lieber Clifford, laß dein Schwert mich töten,
Und nicht solch einen grausam droh'nden Blick!
Hör, bester Clifford, eh' ich sterbe, mich:
Ich bin viel zu gering für deinen Grimm,
An Männern räche dich und laß mich leben.

Clifford. Vergeblich, armer Junge! Deinen Worten
Stopft meines Vaters Blut den Eingang zu.

Rutland. Laß meines Vaters Blut ihn wieder öffnen;
Er ist ein Mann: miß, Clifford, dich mit ihm.

Clifford. Hätt' ich auch deine Brüder hier, ihr Leben
Und deines, wär' nicht Rache mir genug.
Ja, grüb' ich deiner Ahnen Gräber auf,
Und hängt' in Ketten auf die faulen Särge,
Mir gäb's nicht Ruh, noch Lindrung meiner Wut.
Der Anblick irgend wess' vom Hause York
Befällt wie eine Furie mein Gemüt,
Und bis ich den verfluchten Stamm vertilge,
Daß keiner nachbleibt, leb' ich in der Hölle.
Darum – (Er hebt den Arm auf.)

Rutland. O laß mich beten, eh' der Tod mich trifft!
Zu dir bet' ich: Erbarmen, lieber Clifford!

Clifford. Erbarmen, wie die Degenspitz' es beut.

Rutland. Nie that ich leides dir: warum mich morden?

Clifford. Dein Vater that's.

Rutland.                               Eh' ich geboren war.
Erbarm dich, deines einen Sohnes willen,
Daß nicht zur Rache (denn gerecht ist Gott)
Er kläglich werd' erschlagen, so wie ich.
Ach, laß mich lebenslang gefangen sein,
Und, geb' ich Anlaß dir zum Aergernis,
So bring mich um; jetzt hast du keinen Grund. –

Clifford. Keinen Grund?
Dein Vater schlug mir meinen, also stirb.

(Ersticht ihn.)

Rutland. DI faciant, laudis summa sit ista tuae.

(Stirbt.)

Clifford. Plantagenet! ich komm', Plantagenet!
Dies deines Sohns Blut, mir am Degen klebend,
Soll rosten dran, bis deins, in eins geronnen
Mit seinem, beides weg mich wischen läßt. (Ab.)


Vierte Scene.

Ebendaselbst. (Getümmel. York tritt auf.)

York. Das Heer der Königin gewinnt das Feld;
Mich rettend fielen meine beiden Onkel,
Und all mein Volk weicht dem erhitzten Feind,
Und flieht wie Schiffe vor dem Wind, wie Lämmer,
Verfolgt von ausgehungert gier'gen Wölfen.
Gott weiß, was meine Söhne hat betroffen;
Doch weiß ich dies: sie hielten sich wie Männer,
Zum Ruhm geboren, lebend oder tot.
Dreimal drang Richard bis zu mir hindurch,
Rief dreimal: Mutig, Vater! ficht es aus!
So oft kam Eduard auch an meine Seite,
Mit purpurnem Gewehr, bis an den Griff
Gefärbt in derer Blut, die ihn bestanden.
Und als zurück die kühnsten Ritter zogen,
Rief Richard: »Greift sie an! weicht keinen Schritt!«
Und rief: »Eine Krone, sonst ein ruhmvoll Grab!
Ein Scepter, oder eine irdsche Gruft!«
So griffen wir von neuem an: doch ach!
Wir schwankten wieder, wie ich wohl den Schwan
Der Flut sich fruchtlos sah entgegen mühn,
Und sich erschöpfen an zu mächt'gen Wellen.
        (Kurzes Getümmel draußen.)
Da horch! die tödlichen Verfolger kommen,
Und ich bin schwach, kann ihre Wut nicht fliehn,
Und wär' ich stark, wollt' ihre Wut nicht meiden.
Gezählt sind meines Lebens Stundengläser;
Hier muß ich bleiben, hier mein Leben enden.

(Königin Margareta, Clifford und Northumberland treten auf mit Soldaten.)

Kommt, blut'ger Clifford! stürmischer Northumberland!
Ich reize noch eu'r unauslöschlich Wüten:
Ich bin eu'r Ziel, und stehe eurem Schuß.

Northumberland. Ergib dich unsrer Gnade, stolzer York.

Clifford. Ja, solche Gnade, wie sein grimm'ger Arm
Mit derber Zahlung meinem Vater bot.
Nun ist vom Wagen Phaeton gestürzt
Und macht schon Abend um die Mittagsstunde.

York. Mein Staub kann wie der Phönix einen Vogel
Erzeugen, der mich an euch allen rächt;
Und in der Hoffnung schau ich auf zum Himmel,
Verachtend, was ihr auch mir anthun mögt.
Nun, kommt ihr nicht? So viele, und doch Furcht?

Clifford. So fechten Memmen, die nicht fliehn mehr können;
So hacken Tauben nach des Falken Klau'n;
So stoßen Dieb', am Leben ganz verzweifelnd,
Schimpfreden gegen ihre Schergen aus. –

York. O Clifford, denk doch einmal nur zurück!
Durchlauf im Sinne meine vor'ge Zeit,
Und, kannst du vor Erröten, schau mich an,
Und beiß dir aus die Zunge, welche den
Mit Feigheit schändet, dessen finstrer Blick
Schon sonst verzagen dich und fliehn gemacht.

Clifford. Ich will nicht mit dir wechseln Wort um Wort,
Nein, Streiche führen, zweimal zwei für einen. (Er zieht.)

Margareta. Halt, tapfrer Clifford! Denn aus tausend Gründen
Möcht' ich noch des Verräters Leben fristen. –
Zorn macht ihn taub: sprich du, Northumberland!

Northumberland. Halt, Clifford! ehr ihn so nicht, nur den Finger
Zu ritzen, um das Herz ihm zu durchbohren.
Was wär's für Tapferkeit, dem Hund, der fletscht,
Die Hand zu stecken zwischen seine Zähne,
Wenn man ihn fort kann schleudern mit dem Fuß?
Im Krieg ist's Sitte, jeden Vorteil nutzen;
Zehn gegen eins setzt nicht den Mut herab.

(Sie legen Hand an York, der sich sträubt.)

Clifford. Ja ja, so sträubt die Schnepfe sich der Schlinge.

Northumberland. So zappelt das Kaninchen in dem Netz.

York. So triumphiren Räuber mit der Beute,
So gibt der Redliche sich übermeistert.

Northumberland. Was will Eu'r Gnaden, daß wir mit ihm thun?

Margareta. Ihr Helden, Clifford und Northumberland,
Kommt, stellt ihn hier auf diesen Maulwurfshügel,
Der Berge griff mit ausgestreckten Armen,
Doch nur den Schatten mit der Hand geteilt. –
Wart ihr's, der Englands König wollte sein?
Wart ihr's, der lärmt' in unserm Parlament,
Und predigte von seiner hohen Abkunft?
Wo ist eu'r Rudel Söhn', euch beizustehn?
Der üpp'ge Eduard und der muntre George?
Und wo der tapfre krumme Wechselbalg,
Eu'r Junge Richerz, dessen Stimme, brummend,
Bei Meuterein dem Tatte Mut einsprach?
Wo ist eu'r Liebling Rutland mit den andern?
Sieh, York! dies Tuch befleckt' ich mit dem Blut,
Das mit geschärftem Stahl der tapfre Clifford
Hervor ließ strömen aus des Knaben Busen;
Und kann dein Aug' um seinen Tod sich feuchten,
So geb' ich dir's, die Wangen abzutrocknen.
        (Sie wirft es ihm zu.)
Ach, armer York! haßt' ich nicht tödlich dich,
So würd' ich deinen Jammerstand beklagen.
So gräm' dich doch, mich zu belust'gen, York!
Wie? dörrte so das feur'ge Herz dein Innres,
Daß keine Thräne fällt um Rutlands Tod?
Warum geduldig, Mann? Du solltest rasen;
Ich höhne dich, um rasend dich zu machen.
Stampf, tob und knirsch, damit ich sing' und tanze!
Du forderst, seh' ich, Lohn für mein Ergötzen.
York spricht nicht, wenn er keine Krone trägt.
Eine Krone her! und, Lords, neigt euch ihm tief. –
Ihr haltet ihn, ich setze sie ihm auf.
        (Sie setzt ihm eine papierne Krone auf.)
Ei ja, nun sieht er einem König gleich!
Er ist's, der König Heinrichs Stuhl sich nahm,
Und der von ihm zum Erben ward ernannt. –
Allein wie kömmt's, daß Fürst Plantagenet
So bald gekrönt wird, und den Eid gebrochen?
Mich dünkt, ihr solltet noch nicht König sein,
Bis Heinrich erst dem Tod die Hand geboten.
Wollt ihr das Haupt mit Heinrichs Würd' umfahn,
Des Diadems berauben seine Schläfe,
Dem heil'gen Eid zuwider, da er lebt?
O, dies Vergehn ist allzu unverzeihlich!
Die Kron' herunter und das Haupt zugleich,
Und keine Zeit versäumt zum Todesstreich!

Clifford. Das ist mein Amt, um meines Vaters willen!

Margareta. Nein, haltet! laßt uns hören, wie erbetet.

York. Wölfin von Frankreich, reißender als Wölfe,
Von Zunge gift'ger als der Natter Zahn!
Wie übel ziemt es sich für dein Geschlecht,
Daß du, wie eine Amazonen-Trulle
Frohlockst beim Weh dess', den das Glück gebunden!
Wär' dein Gesicht nicht wandellos wie Larven,
Durch böser Thaten Uebung frech geworden,
So wollt' ich suchen, stolze Königin,
Erröten dich zu machen; denn dir sagen,
Woher du kamst, von wem du abgestammt,
Wär' gnug dich zu beschämen, wärst du nicht schamlos.
Dein Vater heißt von Napel und von beiden
Sizilien König, und Jerusalem:
Doch reicher ist ein Bürgersmann in England.
Hat trotzen dich der arme Fürst gelehrt?
Es kann nichts helfen, stolze Königin,
Als daß das Sprichwort sich bewährt: der Bettler,
Der Ritter worden, jagt sein Pferd zu Tod.
Die Schönheit ist's, was stolz die Weiber macht:
Allein Gott weiß, dein Teil daran ist klein;
Die Tugend ist's, warum man sie bewundert:
Das Gegenteil macht über dich erstaunen;
Die Sittsamkeit läßt göttlich sie erscheinen:
Und daß sie ganz dir fehlt, macht dich abscheulich.
Du bist von allem Guten so getrennt,
Wie es von uns die Antipoden sind,
Und wie der Mittag von der Mitternacht.
O Tigerherz, in Weiberhaut gesteckt!
Du fingst des Kindes Herzblut auf, und hießest
Den Vater sich damit die Augen trocknen,
Und trägst noch eines Weibes Angesicht?
Weiber sind sanft, mild, mitleidsvoll und biegsam:
Du starr, verstockt, rauh, kieselhart, gefühllos.
Ich sollte rasen? Ja, dir ist's gewährt.
Ich sollte weinen? Ja, du hast's erreicht.
Denn Schauer stürmt der wüste Wind herbei
Und, wenn der Sturm sich legt, beginnt der Regen.
Die Totenfeier meines holden Rutlands
Sind diese Thränen; jeder Tropfe schreit
Für seinen Tod um Rache wider euch,
Grausamer Clifford! tückische Französin!

Northumberland. Fürwahr, mich rühren seine Leiden so,
Daß ich im Auge kaum die Thränen hemme.

York. Sein hold Gesicht,
Nicht hätten Kannibalen es berührt,
Mit Blute nicht befleckt den Schmelz der Rose.
Doch ihr seid unerbittlicher, unmenschlicher,
O zehnmal mehr, als Tiger von Hyrcanien.
Sieh eines unglücksel'gen Vaters Thränen,
Fühllose Königin: du hast dies Tuch
In meines süßen Jungen Blut getaucht,
Und ich, mit Thränen, wasche weg das Blut.
Behalte du das Tuch und prahl damit:
        (Er wirft ihr das Schnupftuch zurück.)
Und wenn du recht die Leidgeschicht' erzählst,
Bei Gott, die Hörer werden Thränen weinen,
Ja, heiße Thränen meine Feinde selbst,
Und sagen: Ach, es war ein kläglich Werk!
Da nimm die Kron', und meinen Fluch mit ihr,
Und finde solchen Trost in deiner Not,
Als deine Hand, zu grausam, jetzt mir beut.
Hartherz'ger Clifford, nimm mich von der Welt;
Die Seel' gen Himmel, auf eu'r Haupt mein Blut.

Northumberland. Hätt' er mir alle Blutsfreund' auch erschlagen,
Doch müßt' ich um mein Leben mit ihm weinen,
Wie innerliches Leid die Seel' ihm nagt.

Margareta. Wie? nah' am Weinen, Lord Northumberland?
Denkt nur, was er uns allen zugefügt,
Und das wird schnell die weichen Thränen trocknen.

Clifford. Das hier für meinen Eid, das für des Vaters Tod.

(Ersticht ihn.)

Margareta. Und dies für unsers sanften Königs Recht.

(Ersticht ihn gleichfalls.)

York. Thu auf dein Thor der Gnade, guter Gott!
Durch diese Wunden fliegt mein Geist zu dir.

(Stirbt.)

Margareta. Den Kopf ab! setzt ihn auf das Thor von York;
So überschaue York nun seine Stadt.

(Alle ab.)

 


 

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