Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich Rückert >

Kindertodtenlieder

Friedrich Rückert: Kindertodtenlieder - Kapitel 269
Quellenangabe
typepoem
booktitleKindertodtenlieder
authorFriedrich Rückert
year1993
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-33245-6
titleKindertodtenlieder
pages43-400
created19990330
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1872
Schließen

Navigation:

Von den Spielsachen

        Von den Spielsachen
Zu Weihnachten,
Von den vielfachen,
Die sie brachten,

Will ich auswählen
Schönste, beste,
Nebenaus zählen
Von dem Reste,

Einen Straus stehlen
Von dem Feste,
Ihn im Haus hehlen
Für zwei Gäste.

Nicht die Spielknaben
Werdens missen,
Die zuviel haben,
Ums zu wissen.

Doch ein Spielplätzchen
Will ich gründen,
Dort die Vielschätzchen
Zierlich ründen.

Den zwei Spielrätzchen
Will ichs machen,
Wenn die Spielkätzchen
Mir erwachen.

Wenn die Spielmätzchen
Zu mir kommen,
Soll das Spielplätzchen
Ihnen frommen.

Ja das Spielschätzchen
Soll sie locken,
Daß die Spielfrätzchen
Mir nicht stocken;

Daß im Sternreigen,
Dort mit Schimmer
Sie mir gern steigen
Her ins Zimmer,

Und ein Nachtstündchen
Hier vertreiben,
Bellst du, Wachhündchen?
Laß es bleiben!

Sollst nicht voreilig
Sie verjagen,
Bis empor heilig
Sie sich tragen,

Wann die Frühsonne
Her wird dringen
Und mit Sprühwonne
Sie beschwingen.

 << Kapitel 268  Kapitel 270 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.