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Kindertodtenlieder

Friedrich Rückert: Kindertodtenlieder - Kapitel 189
Quellenangabe
typepoem
booktitleKindertodtenlieder
authorFriedrich Rückert
year1993
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-33245-6
titleKindertodtenlieder
pages43-400
created19990330
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1872
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Wie's der armen Henne

        Wie's der armen Henne
Mag zu Muthe seyn,
Wenn sie sich betrogen
Sieht mit Entenbrut;

Ob die Mutter renne
Um die Flut mit Schreyn,
Ihre Kinder wogen
Weiter auf der Flut.

Solch ein Loß erkenne
Ich wol selbst für mein,
Wie ich hab' erzogen
Kecker Knaben Muth.

Nur mein eigen nenne
Ich ein Töchterlein,
Das sich nicht entzogen
Meiner Flügel Hut.

Was uns Beide trenne,
Müßt' ein Wunder seyn.
Doch vom Himmelsbogen
Schießt des Habichts Wuth.

Ach, des Todes Senne
Dringt ins Herz mir ein,
Hat mir ausgezogen
Meines Herzens Blut.

Wie mein Schmerz entbrenne
Um mein Töchterlein,
Fort ist er geflogen
Fort mit meinem Gut.

Einsam gluckt die Henne
Um ihr Glückelein,
Und die Entchen wogen
Weiter auf der Flut.

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