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Kerlchens Lern- und Wanderjahre

Felicitas Rose: Kerlchens Lern- und Wanderjahre - Kapitel 10
Quellenangabe
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typefiction
authorFelicitas Rose
titleKerlchens Lern- und Wanderjahre
publisherVerlag von Rich. Bong
seriesProvinzmädel
volumeBand II
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correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Kapitän Liskow saß sehr behaglich um zwei Uhr bei seinem zweiten Frühstück. Auf dem Tisch standen noch die drei unberührten Gedecke der erwarteten kleinen Gäste, die sich aber noch nicht eingestellt hatten. Das machte dem Kapitän aber weiter kein Kopfzerbrechen, er wußte aus seiner eigenen Jugend, was der »Zoologische« für eine große Macht auf empfängliche Gemüter ausübte, und daß man dabei wohl das Frühstück vergessen konnte, besonders wenn noch ein gutes Mittagessen in Aussicht stand. Der Kinderfreund malte es sich förmlich zwischen einer guten Eierspeise und einer guten blumigen Margaux aus, wie die drei jetzt in stummen Staunen, oder in lebhafter Unterhaltung vor den Gittern stünden und gar nicht mehr an den Onkel Liskow dächten. Deshalb setzte er erschrocken das Glas nieder, als sich leise die Thür öffnete und Ferdi und Ada höchst niedergedrückt und mit tiefverfinsterten Gesichtern hereinschlichen.

»Na, was ist denn los?« fragte der Kapitän völlig verblüfft über das Aussehen der beiden.

»Es ist fort,« sagte Ferdi beinah tonlos.

»Das Kerlchen!« setzte Ada erklärend hinzu.

Der Kapitän schüttelte die beiden.

»Erzählt ordentlich,« rief er erregt. »Was soll das heißen? Fort? Ist es fortgelaufen, oder fortgeholt, oder was sonst?«

»Einfach weg, verschwunden!« Ferdi konnte die Worte vor Mattigkeit kaum hervorbringen, so merkte der Kapitän erst, wie heiß und abgehetzt die beiden Kinder waren. Er schenkte ihnen schnell Wein ein und sie schlürften ihn hastig herunter.

»Wir standen bei den Affen,« erzählte Ferdi, »und sie waren zu niedlich, und Kerlchen konnte sich kaum von ihnen trennen. Alle Leute, die mit drum rum standen, lachten über Kerlchen, denn es rief immer: »O sieh, sie sind gerade so wie wir, sie thun alles, was ich auch thue. Da kamen eine Menge Jungs, die neckten die Affen, und quälten sie, und einer gab ihnen eine brennende Cigarre, und wie Kerlchen das sah, hieb es gleich auf den einen Jungen ein, und im Nu war sie im Knäul drin, und wie ich hinterher lief und rief, da schrie es mir zu: »laß man Ferdi, ich komme gleich wieder,« und wirklich, es lag auch in dem Knäul immer oben. Und hinter mir schrie Ada, denn ein Affe hatte durch die Stäbe gegriffen und Adas neuen Hut zerknautscht, da wollte ich ihr zu Hilfe kommen.«

»Er ist ganz hin – oh, was wird Mama sagen,« schaltete hier Ada ein und brach in Thränen aus.

»Himmel, nur keine Heulerei,« rief der Kapitän, »hier handelt es sich um Kerlchen. Der neue Hut ist Nebensache – lieft ihr dem Kinde denn nicht nach?«

»Natürlich, aber da war sie nicht mehr zu sehen. Wir sind immer den ganzen Zoologischen Garten durchgelaufen und haben auch geschrieen und gerufen, aber keine Antwort kam.«

»Das ist ja eine verdeubelte Geschichte,« brach der Kapitän los. »Das arme, arme Kind! Es wird sich halb tot ängstigen in der großen, fremden Stadt.«

»Och nee! Angst hat Kerlchen nie,« rief Ferdi, es ist nur – es ist nur – so schmachvoll, daß ich nicht drauf aufgepaßt habe, – ich war doch sein Beschützer!«

»Ja wohl, Beschützer!« entgegnete Kapitän Liskow grimmig und ging mit großen Schritten im Zimmer auf und ab. »Da könnte eher die kleine Pinasse die beiden Dampfer ins Schlepptau nehmen, damit sie keine Havarie erleiden. Donnerwetter nochmal, Otto besorg mir 'ne Droschke, wir wollen Am Karlsbad und bei den Eltern nachsehen.«

Die Fahrt verlief höchst eigentümlich. Bei jedem Schutzmann ließ Kapitän Liskow halten und verständigte ihn von dem Vorgefallenen; ebenso stieg er vor jedem Polizeibureau aus und erzählte die Geschichte aus dem Zoologischen Garten, immer in der sonderbaren Voraussetzung, der zuhörende Wachtmeister müsse sofort eine Thür öffnen und Kerlchen triumphierend herausholen. Da dies aber niemals geschah, schied der Kapitän immer etwas ärgerlich aus der Wachtstube und warf die Thür zornig in das Schloß. Seine Stimmung wurde auch nicht gerade durch die sich inzwischen draußen ansammelnde Menge verbessert, aus deren Reihen ihm ein Junge zurief: »Na, freijelassen?«

Dafür traf er Lölhöffels in vergnüglichster Stimmung. Die Damen waren mit dem Ankleiden zu seinem eigenen Diner beschäftigt, während der Geheimrat mit seinem zukünftigen Schwiegersohn eine »gute Pulle Rotspon ausstach.«

Die laute, energische Frage des Kapitäns: »Ist das Kerlchen hier?« störte das äußerst gemütliche Zusammensein, die beiden Herren sprangen auf und sahen Onkel Liskow verständnislos an.

»Also nicht?«

Der Kapitän fuhr sich verzweiflungsvoll durch die Haare, und seine Schilderung des Vorfalles machte auch die beiden Herren aufs höchste bestürzt. Herr von Blankenburg erbat sich sofort, nach dem »Zoologischen« zu fahren und nachzuforschen, ein Entschluß, der ihm einen kräftigen Händedruck von seinem jungen Schwager eintrug, der ihm innerlich alles abbat, auch Ada war von gleichem Gefühl beseelt und wischte wenigstens ihr thränenüberströmtes Gesicht an seinem Rockärmel ab. Dann erschienen die Geheimrätin und Erna, letztere taufrisch im weißen Kleide mit weißen Rosen, – der Bräutigam sah sie entzückt an, aber Onkel Liskow dachte nicht ans Gratulieren, er war in Angst und Sorge um Kerlchen. Die Geheimrätin wurde mehr ärgerlich, als bestürzt über das Verschwinden ihrer Nichte, sie hatte zu deutlich Proben von Kerlchens Selbständigkeit erfahren, als daß sie sich ernstlich darüber beunruhigen sollte, Erna sagte spöttisch: »Unkraut vergeht nicht,« errötete aber unter dem ernst-verwunderten Blick ihres Verlobten. Am lautesten zeigte Minna ihre Bestürzung über Kerlchens Verschwinden. Sie stürmte ganz wild in das Zimmer der gnädigen Frau und betrachtete gar nicht das ärgerliche Abwehren der beiden Damen.

»Jotte doch! Det arme Kind! Vielleicht is et von Zijeunern jeraubt un springt irjendwo uffn Seile rum, oder se ham's jleich abjemurkst.«

Die Geheimrätin zeigte gebieterisch mit dem Finger nach der Thür.

»Ick jehe schonst,« schluchzte Minna, – aber wat Firchterliches is passiert, denn ick hab die janze Nacht von Rindfleisch jeträumt.«

Sie ging traurig hinaus, und die Zurückbleibenden sahen sich an; zu lachen vermochte niemand. Das Brautpaar stand jetzt aneinandergelehnt in der Mitte, die andern im Halbkreis herum, ganz leise öffnete sich die Thür und ein schwaches Stimmchen rief:

»Seid Ihr alle da? Oha, es sieht aus, wie bei 'ner Hochzeit.«

Sie stürzten alle auf Kerlchen los, aber wie sah das Kind aus! heiß, staubig, beschmutzt, mit Blutflecken auf Gesicht und Kleid, die Haare verwirrt und ohne Hut, aber sorgfältig im Arm trug es ein rotes Bündel.

Ein rührend sorglicher Ausdruck lag auf dem schmutzigen Gesichtchen.

»Ihr müßt leise sein, sonst wacht es auf,« sagte Kerlchen mit halblauter Stimme, und dann trat es feierlich vor das Brautpaar und hielt ihnen das Bündel hin:

»Ich komme hier mit einem Kinde,«
»Und bring es Euch zum Angebinde,«
»Der liebe Gott – – – –

Ein Aufschrei der Geheimrätin, Kerlchen wurde unsanft beiseite geschoben, Erna lief weinend und empört hinaus, die Thür so hastig hinter sich zuschlagend, daß aus dem roten Bündel ein klägliches Wimmern vernehmlich wurde.

»Sie is wohl ffferrückt?« rief Kerlchen zornig dem Bräutigam zu. »Ich war ja noch gar nich fertig mit meinem Gedicht.« Das Bündel wurde zärtlich hin und her gewiegt.

»Na, wein nur nicht, du Süßes, Süßes,« beschwichtigte Kerlchen mit zärtlichem Tonfall, »ich bringe dir gleich warme Milch. Wollen Sie es mal so lange halten,« wandte es sich an den Bräutigam, und als dieser schaudernd abwinkte, reichte es das Bündel vertrauensvoll Onkel Liskow, der es auch entgegennahm, aber zugleich Kerlchen festhielt.

»Sag uns erst mal, wo du in aller Welt herkommst, und was das alles bedeuten soll,« rief er sehr energisch. Kerlchen sah ihn erstaunt an und wischte sich den Schweiß von der Stirn.

»Ich wäre gern um zwei Uhr zum Zweitfrühstück gekommen,« sagte es etwas trotzig, »aber ich wurde ja so furchtbar von den Jungens verhauen und haute selbst so doll. Dann kam mir eine Frau zu Hilfe, und ein Polizist, und die Jungens rissen aus. Die Frau hatte dieses süße Kindchen auf dem Arm und führte mich zu einem Brunnen, denn meine Nase blutete schauderhaft. Und dann hat sie mich abgewaschen und sie hat mir viel erzählt, wie arm sie wäre, und noch sieben Kinder zu Haus hätte, die hätten keinen warmen Löffel im Leib. Dann wollte sie Milch für dieses Kindchen holen und gab es mir so lange zum Halten. Es war zu wonnig, ich hab damit gespielt, es ist ja erst zehn Wochen alt. Süß, nicht? Aber die Frau kam und kam nicht wieder, da hab ich gedacht, wie wunderschön es wäre, wenn ich das Kindchen behalten könnte, und ich wollte es Erna schenken, weil die doch so wie so heiratet und dann eins braucht. Und nun schreit sie und läuft weg,« schloß Kerlchen zornig.

Die Geheimrätin war blaß vor Entsetzen, ihr Gatte trat von einem Fuß auf den andern und rieb sich in höchster Verlegenheit die Hände, der Regierungsassessor wurde sehr rot im Gesicht, Onkel Liskow lachte laut, dröhnend und anhaltend, daß ihm die Thränen herunterrollten. Minna war wieder herbeigekommen und hielt schaukelnd das Kind im Arm, dem sie ab und zu zurief: »Na nu brat mir eener en Storch,« wobei sie wohl hauptsächlich den Storch meinte, der es überhaupt hergebracht hatte. Ferdi und Ada standen neben Minna und beschauten neugierig das Kleine, das jetzt in den höchsten Tönen quiexte und sich in den »höheren Kreisen« absolut nicht wohl zu fühlen schien.

»Es muß was zu trinken kriegen,« entschied Kerlchen, »bitte, liebe Minna, holen Sie was.«

»Aus die Tasse kann det Kind nich trinken,« entgegnete Minna kopfschüttelnd, »un 'ne Saugflasche mit 'n Jummiproppen hab'n wir Jott sei Dank nich im Hause, aber nadierlich muß eener her, wenn det Wurm nich krepieren soll.«

»Schnell, schnell, holen Sie die erforderlichen Sachen,« rief die Geheimrätin nervös, und holte aus ihrem Geldtäschchen verschiedene Nickel hervor, aber Minna stand da, wie eine zürnende Göttin.

»Nee, Frau Jeheimrat. Nich in de Hand. Un wenn ik den juten Dienst verlieren sollte! Det kann niemand von mir verlangen, daß ik als anständiges Mädchen in 'n Laden jeh un 'n Schnuller holen soll.«

»Aber Minna!«

»Herr Jeheimrat, ik dhu es nich! Fräulein Erna würd' es ooch nich dhun un der Herr Assessor kann's ooch nich, – da muß schon eins von die Kinners ran.«

Ferdi errötete heftig, nahm aber das Geldstück in Empfang.

»Ich thu es sehr ungern, aber ich bin so froh, daß wenigstens Kerlchen wieder da ist,« rief er hastig. Kerlchen hatte inzwischen höchst verständnislos von einem zum andern geblickt, ihm war nur eins klar, daß sich in diesem sonderbaren Hause niemand über das entzückende kleine Wesen zu freuen schien, das so hilflos in dem roten Steckkissen lag.

»Und was nun?« stöhnte die Geheimrätin.

»Ich werde es nach dem nächsten Polizeibureau bringen,« meinte der Kapitän und wischte sich die Augen, »Minna, Sie werden mich begleiten und das Wurm tragen.«

»Abersten in 'ne geschlossene Droschke, Herr Kapitän,« entgegnete Minna hoheitsvoll, »det bin ik mir schuldig. Un nu kommt,« wandte sie sich an Ada und Kerlchen, denn eben kam Ferdi die Treppe wieder herausgestürmt, »ihr könnt' mich 'n bißchen helfen, ik muß, erst 'ne Haarnadel an dem Jase jlühend machen un en sogenanntes Loch in dem Schnuller brennen un denn – na un denn – du lieber Jott, jeder jute Schambancher wird trocken jelegt, warum soll det arme Würmeken et schlechter haben.«

Damit stapfte sie hinaus.

»Minna ist eine Perle,« erklärte der Kapitän, »und nun Kopf hoch, die Sache ist doch wahrhaftig mehr zum Lachen, als zum Weinen. Base Lölhöffel, seien Sie kein Frosch, Kerlchen hat das doch gut gemeint, es ist überhaupt ein Tausendsappermenterchen. Und Sie, lieber Assessor, lachen Sie nur auch, der ganze Vorfall ist ein frohes Zeichen für die Zukunft, – da geht sie hin und singt nicht mehr,« setzte er gleich darauf hinzu, denn die Geheimrätin war aus dem Zimmer gerauscht, um den weiteren zarten Anspielungen des »Seebären« zu entgehen.

Freilich war der Kapitän später zunächst sehr ärgerlich, als er vom Polizeibureau zurückkehrte, auf dem er unzählige Fragen beantwortet und ebenso viele Schriftstücke unterschrieben hatte. Aber dann löste sich alles in Wohlgefallen auf, und alle fuhren in zwei Droschken nach der Kleiststraße, wo ein hervorragend feines Diner ihrer wartete. Kerlchen im weißen Kleide mit hellblauer Schärpe war mit Ada ganz gleich gekleidet, auch Erna sah strahlend bräutlich aus und hatte sich einigermaßen mit Kerlchens Streich ausgesöhnt; die Geheimrätin, im Bewußtsein, sehr gut in dem »Hellgrauseidenen« auszusehen, freute sich auf die Leckerbissen der Mittagstafel. So bot denn die vom »Maaten« und den beiden »Schiffsjungen« wunderschön geschmückte »Messe« mit der silberbesetzten Tafel einen ganz reizenden Anblick und die Teilnehmer des Mahles waren in ausgezeichneter Stimmung.

Kerlchen hatte sogar, von Onkel Liskow angeregt, sein Gedicht zu Ende sagen sollen, aber die Geheimrätin hatte schon nach der fünften Zeile ein energisches »Halt« geboten. Nach Aufhebung der Tafel saßen alle malerisch gruppiert auf dem »Achterdeck« bei einer blumigen » Veuve Cliquot«, deren Silberhals aus einem grüngeschmückten Kühler hervorlugte. Vom Park her dufteten Jasmin und Jelängerjelieber herein und mischte sich mit dem Tust des Mokka und der feinen Havannas.

Und nun ging das Quälen los. »Onkel Liskow, es ist hier so einzig schön, nun mußt du erzählen, hörst du? Von deinen Reisen, von den Kriegsschiffen, Onkelchen erzähle! Erzähle!«

Auch die Großen vereinigten ihre Bitten mit denen der Kinder.

»Hab ich euch schon mal von unsern vier Temperamenten an Bord erzählt?« fragte Onkel Liskow.

»Nein, nein! Los! Bitte!«

»Was ist »Temperament«,« rief Kerlchen, »ich soll auch eins sein, sagt Papa.«

Onkel Liskow lachte. »Freilich bist du eins, ich glaube sogar, du vereinigst alle vier in deinem kleinen Persönchen, mindestens bist du »Sanguiniker und Choleriker«. Kapierst du noch nicht, kleine Fregatte? Nun sieh, ich hab doch so was läuten hören, daß du gern mit den Füßen stampfst, die Zunge herausstreckst und rechtschaffen toben kannst, wenn du glaubst, daß dir Unrecht geschieht: Temperament Nr. I: Choleriker! Wenn du aber einen Säugling von der Straße aufliest und ihn uns ins Haus schleppst, in der Meinung, er wird mit Hurrageschrei in die Familie aufgenommen, so bist du eben Sanguiniker: Temperament Nr. II. Und wenn der Ferdi die Flinte ins Korn wirft und kein Gottvertrauen hat, daß doch noch mal ein echter Maler aus ihm wird, und sich wie 'ne alte Jungfer in eine trübsinnige Lebensauffassung 'neinarbeitet, so wächst er sich zum »Melancholiker« aus: Temperament Nr. III. Na und wenn man so 'n dickes Fellchen hat, wie unsere Ada, und den lieben Gott bei allem einen guten Mann sein läßt, und wenn man sich so auf das Ruhebett hinflegelt und thut, als sei einem alles »Wurscht«, was Onkel Liskow erzählt, so halte ich sie für ein phlegmatisches, kleines Frauenzimmer: Temperament Nr. IV. Und diese vier Temperamente hatten wir vor Jahren mal auf S.M.S. Brandenburg.«

Ada dehnte sich recht behaglich und unbekümmert.

»Fang an, Onkel Liskow, es ist so gemütlich bei dir,« bat sie.

Kerlchen schwang sich auch auf das Ruhebett und schmiegte sich an die Cousine, ein köstliches Wohlbefinden durchströmte beide in dem behaglichen Raume.

Kapitän Liskow sah still vor sich hin. Es wetterleuchtete seltsam in seinem Gesicht, und die Umsitzenden lächelten sich verständnisvoll an. So machte er's immer, – er überdachte sich eine kurze Weile und versetzte die Zuhörer dann mit einem Schlage in die Situation, in die er sie haben wollte, ohne jede weitere Vorbereitung.

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