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Gutenberg > Ludwig Tieck >

Karl von Berneck

Ludwig Tieck: Karl von Berneck - Kapitel 4
Quellenangabe
typetragedy
booktitleSchriften, Elfter Band
authorLudwig Tieck
year1829
firstpub1795
publisherG. Reimer
addressBerlin
titleKarl von Berneck
pages144
created20130605
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Zweiter Akt.

(Auf Wildenbergs Schlosse, ein Zimmer.)

Leopold und Reinhard sitzen und trinken.

Leopold. Ihr waret also im Thurnier unglücklich.

Reinhard. Ich schäme mich, daß ich als ein Ueberwundener vor Euch erscheinen muß.

Leopold. Ihr werdet mit der Zeit auch siegen lernen. Glaubt mir, wen das Glück gleich anfangs zu sehr begünstigt, der mißbraucht es bald und verdient es daher nicht. Durch Ungemach muß der Ritter reif werden. So wie Ihr mich hier seht, bin ich siebenmal besiegt worden, ehe ich einen Dank davon trug.

Reinhard. Und Ihr zürntet nicht auf Euch selber?

Leopold. O ja, ich war thöricht genug; indeß lernte ich durch mein Unglück Vorsicht, und so gewann ich im achten Thurnier einen ansehnlichen Preis.

Reinhard. Ich hatte schon zwei Ritter aus dem Sattel gehoben, als mein verwünschtes Roß stolperte, und mich, da ich darauf nicht gefaßt war, in den Sand warf. – Vermaledeiter Zufall! –

Leopold. Trinkt, trinkt! – Dem Sieger Reinhard von Berneck im nächsten Kampfspiele!

Reinhard. Wohl, es gilt! Ihr macht mir neuen Muth, und Ihr seid der einzige Mann in unsrer Ritterschaft, der mein Gemüth erheben kann.

Leopold. Wie das?

Reinhard. Schon seit lange habe ich von Euch gehört und schon seit lange wünsche ich Euch nachzueifern; Ihr seid mein Vorbild.

Leopold. Erhitzt nicht der Wein Euer Blut?

Reinhard. Bei Gott nicht, ich kann die übrigen nicht achten, die ein enges, trübes Leben leben, und ihren Stand als einen Dienst betrachten, die von ihren Pflichten immer grade so viel erfüllen, um in keinen bösen Leumund zu fallen, und ihres Arms nur gebrauchen, wo sie die dringendste Gelegenheit auffordert. – Aber Ihr seid ein freier Mensch, ihr adelt den Stand, Ihr laßt Euch die ganze Welt dienstbar werden, und Eure Gunst erobert so Mann als Weib. Wollt Ihr Euch mein in der Zukunft annehmen?

Leopold. Was an mir liegt, soll gern geschehn. – Aber warum hängt Ihr Euch nicht mehr an die Weiber? Ihr seid gut gebaut, habt ein feuriges Auge und es liegt nur an Euch, sie alle zu Euren Sklavinnen zu machen.

Reinhard. Die meisten sind mir zuwider und es graut mir vor dem Gedanken, mit ihnen näher bekannt zu sein: ich fürchte, sie möchten mir alle Lust und allen Muth zu männlichen Thaten rauben, mich in eine verächtliche Weichlichkeit einlullen, daß ich so unterginge.

Leopold. Wer wird auch das fürchten! – Ihr müßt sie nur für nichts anders nehmen, als sie sich geben, nicht höher schätzen, als sie selber geschätzt sein wollen und vor allen Dingen keine von ihnen heirathen.

Reinhard. Kennt Ihr Adelheid von Orla?

Leopold. Ein nichtsbedeutendes langweiliges Gesicht, blos zur Ehefrau geschaffen, und doch nur für einen Ehemann, der wenigstens nach jedem Monate sechs Wochen auswärts in Fehden verwickelt ist.

Reinhard. Es thut mir leid, daß sie Euch mißfällt, sie wäre fast das einzige Geschöpf –

Leopold. O seht Euch nur munterer um, und Ihr werdet gewiß anders sprechen. – Eure Mutter muß einst ein Muster unter den schönen Mädchen gewesen sein.

Reinhard. Man sagt's; darum heirathete sie meinen Vater auch als ein armes Fräulein.

Leopold. Werdet Ihr auf dem Johannistage auf dem Schlosse Berneck sein?

Reinhard. Ich weiß nicht, – wann haben wir Johannis?

Leopold. In drei Tagen.

Reinhard. Dann ja.

Leopold. Warum verlegt aber Eure Mutter ihr Fest grade auf diesen Tag?

Reinhard. Ich weiß es selbst nicht; mich dünkt, es ist ein heimlicher Aberglaube, sie hat schon seit lange eine Furcht vor diesem Tage und ist daher ungern um diese Zeit allein.

Leopold. Also eine Weiberschwachheit? – Nun sie ist mir dadurch um so lieber, denn wenn die Weiber recht sehr Weiber sind, sind sie am schönsten.

Reinhard. Das müßt Ihr verstehn.

Leopold. Ich mag es wohl endlich durch lange Erfahrung erlernt haben. – Seid Ihr zum Jagen rüstig?

Reinhard. Von Herzen.

Leopold. Ich weiß, daß Euch mein Revier freuen wird. – Nun so kommt. ab.

 


 

(Auf dem Schlosse Berneck.)

Conrad allein. Ein Schmaus jagt den andern, ein Ungethüm das andere. Morgen soll also die Burg von neuem mit Nachtschwärmern angefüllt werden, mit wildem Lärmen und verliebten Gesängen? – O mein Herz trägt es kaum mehr. Daß sich nur die alten Ahnen in ihren finstern Gewölben nicht rühren, wenn sie den Klang der Musik vernehmen, und sie tückisch werden, daß man so diesen wichtigen Tag entweiht.

Georg und Franz.

Conrad. Franz, Du gehst nach Orla und von da nach Dornbusch, um die Ritter und ihre Damen auf morgen einzuladen. – Du, Georg, hast auch mancherlei zu besorgen, haltet Euch daher nicht mit unnöthigem Schwatzen auf. Thue ein jeder redlich das seinige. ab.

Franz. Nach Dornbusch? O weh, da werde ich kaum vor morgen Abend zurückkommen. – Ueber die Einfalt, sich immer noch zu guter letzt auf die besten Gäste zu besinnen, so daß sie kaum Zeit gewinnen, sich zum Schmause umzuziehn. – Und wenn ich nun morgen Abends zurückreite – Hu! mir schaudert die Haut schon jetzt.

Georg. Weswegen denn, Franz?

Franz. Ach!– ich möchte, daß der Alte einem andern Knappen den Auftrag gegeben hätte. Ja wo es nur was gefährliches zu thun giebt, da muß ich gleich derjenige sein, der gemißbraucht wird.

Georg. Hiebei aber kann ich die Gefahr weder einsehn noch begreifen.

Franz. Weißt Du denn auch alles, Du junges überverständiges Hähnlein? Noch so manches in der Welt ist vor Dir verborgen, und wird es auch wohl bleiben. Es gehört nicht alles für solche Narrenköpfe.

Georg. Nun, ereifre Dich nur nicht; wenn es zu begreifen ist, so unternehme ich's so gut als ein andrer, es aus dem Grunde zu verstehn.

Franz. Willst Du den Ritt übernehmen, wenn ich es Dir alles und genau erzähle?

Georg. Von Herzen gern.

Franz. Nun so höre: – Erst vor einem Jahre starb hier im Schlosse eine alte Amme, die die beiden jungen Herren groß gesäugt hat. Ich war lange Zeit ihr Vertrauter und da erzählte sie mir an einem Winterabend –

Georg. Nun?

Franz. Wie in jeder Johannisnacht ein eisgraues Gespenst durch das ganze Schloß gehe, die Tapeten und Waffenrüstungen aufmerksam betrachte und auch wohl zu Zeiten mit dem Kopfe schüttele. – Das Gespenst trägt einen langen Bart und hält einen großen Stab in der Hand: sie hatte es selbst zu verschiedenen Zeiten wahrgenommen. – Dann stellt es sich vor den Eingang der Burg und streift nächtlicherweise durch alle Gebüsche und winselt und klagt, und ist giftig für jeden der ihm zufällig nahe kommt.

Georg. Seltsam!

Franz. Manchmal trägt es sich mit den Geräthschaften des Schlosses und schollert mit weiten Schuhen auf den langen Gängen: es sieht aus einem Fenster der Burg und zieht vor jedem, der vorüber geht und es nicht kennt, eine weiße Kappe ehrbar ab; aber jedermann, den es so grüßt, muß noch in demselben Jahr sterben.

Georg. O!

Franz. So treibt es sein Wesen, bis die Sonne wieder aufgehn will: dann schleicht es winselnd zur Ruhe, man hat es in die Kapelle ganz deutlich gehn sehn, in der die alten Herren liegen.

Georg. Mir wird bange. – Ist denn noch nie ein Beschwörer hier gewesen?

Franz. Es würde nichts fruchten, und die Hausfrau will auch nicht gern das Gerücht von dem Gespenste auskommen lassen, aber sie fürchtet sich selbst, darum hält sie schon seit mehrern Jahren an diesem Tage bis in die tiefe Nacht Gesellschaft. – Georg, wenn so der graue Mann vor unser Bett träte und uns mit einer eiskalten Hand aufweckte.

Georg. Heilige Mutter Gottes! ich wäre des Todes.

Franz. Die alte Wärterin vertraute mir auch zugleich, daß das der erste, uralte Ritter sei, der diese Burg Berneck bewohnt habe; er soll seinen Bruder meuchlerisch umgebracht haben, um sein Vermögen zu bekommen, und darum hat er nun keine Ruhe im Grabe und geht nun an dem Tage herum, an dem die Burg eingeweiht wurde.

Georg. Wie wunderbar!

Franz. Das soll nun währen, hat man mir gesagt, bis zwei Brüder in der Familie aufkommen, von denen der eine den andern ermordet, ohne daß sie doch Feinde sind. – So lautet eine steinalte Prophezeihung und man sagt, daß das Greisgespenst nun sehnlich darauf warte.

Georg. O da kann es lange warten.

Franz. Aber nun geh' in den Stall und sattle Dein Pferd, sonst kömmst Du zu spät.

Georg. Bei Gott, es dämmert schon; die Haut schaudert mir, wenn ich daran denke!

Franz. O heute hat's noch keine Noth. – Komm, ich will Dir helfen. Beide ab.

 


 

(Mathildens Gemach.)

Mathilde. Leopold von Wildenberg.

Mathilde. Nein, Ihr müßt fort, noch jetzt, eh' es Abend wird.

Leopold. Warum vertreibt Ihr mich so hastig? bin ich Euch zur Last?

Mathilde. Das nicht, aber mein Name, mein Ruf. – Was soll die Dienerschaft von mir denken?

Leopold. Ihr seid zu ängstlich.

Mathilde. Nein, nein, es ist genug, daß ich Euch zu morgen wieder eingeladen habe; – wenn nun Walther zurückkömmt, und irgend eine verläumderische Zunge erzählt ihm von Euch?

Leopold. Was kann er wollen? was kann er thun?

Mathilde. O er ist heftig und auffahrend, ich würde es entgelten. – O Leopold, wenn Ihr mich liebt, so geht.

Leopold. Ich liebe Euch und gehe. – Aber darf ich eine Versicherung von Euren Lippen mit mir nehmen?

Mathilde. Was verlangt Ihr?

Leopold. Daß auch ich Eurem Gemüthe nicht gleichgültig bin. – Nun, was sagt Ihr?

Mathilde. Was kann ich sagen?

Leopold. Was Euch Euer Herz eingiebt.

Mathilde. Wenn es nun schweigt und stockt.

Leopold. So wollt Ihr mich rasend machen? –

Mathilde. Wie kommt Ihr darauf?

Leopold. Ich kann nicht fort, ohne eine Versicherung von Euch mit mir zu nehmen. – Seht, ich kann nicht sprechen, ich kann Euch meine Liebe nicht aufdringen; ich bin ein Mann, der für seine Liebe sterben kann, aber nichts Schönes sagen, um sie zu gewinnen.

Mathilde. Wie seid Ihr ungestüm, und wie wär' es möglich, daß Ihr noch heftiger würdet.

Leopold. Aber so tröstet, beruhigt mich.

Mathilde. Was soll ich thun? – Beim Himmel! Ihr macht mich noch wahnsinnig, ich vergesse, daß Walther zurückkehrt, ich dulde Euch um mich, Ihr seid allein in meinem Zimmer – und soll ich nun noch selbst der laute Herold meiner Schande sein, Euch meine Liebe zusichern und gegen meinen Gemahl mich des Meineides, der Treulosigkeit schuldig machen?

Leopold. Wie schön Ihr zürnt! Wie alle Fehler in Euch nur zu neuen Vollkommenheiten werden! – Gut, so verstoßt denn, wenn Ihr es wagt, das treuste Herz.

Mathilde. Ach! Leopold! –

Leopold, zu ihren Füßen. Ich bin auf ewig der Eure. –

Mathilde. Ich habe nie gewußt, was Liebe war –

Leopold. Lernt es in meinen Armen.

Mathilde. Darf ich Euch vertrauen?

Leopold. So straf ich Euren Zweifel. küßt sie.

Mathilde. Ritter!

Leopold. Nun, Ungestüme! – Bei Gott! Ihr sollt Euch des Zorns entwöhnen, wenn er Euch auch noch so gut steht.

Mathilde. Ihr mißbraucht meine Geduld.

Leopold. Und Ihr meine Liebe. – Ich bleibe noch. – Nicht wahr? Soll ich mir selbst die Bestätigung von Euren Lippen holen? – küßt sie von neuem.

Mathilde. Nun treibt Ihr's zu arg: lebt wohl, Herr Ritter. eilt in ein ander Gemach.

Leopold. Und wenn's der Teufel sagt, so geh' ich doch noch nicht! – ihr nach.

 


 

(Unten vor dem Schlosse Berneck.)

Man sieht erhöht die Burg, unten steht rechts eine alte Eiche, links ein hohes Crucifix, das mit Blumenkränzen behängt ist.

Conrad. Karl.

Karl. Ich kann nicht im Schlosse bleiben. Ist mir doch, als wenn die Wände zusammenrücken wollten, um mich zu erdrücken. – Warum willst Du mich zurückhalten? Soll ich von neuem dem Hohn meines Bruders, meiner Mutter und ihrer Gäste ausgesetzt sein?

Conrad. Aber es wird schon dunkel.

Karl. In meiner Seele ist die finsterste Nacht. – Seht, Fräulein Adelheid kömmt nicht. – Bei Gott, ich frage mich schon tausendmal: Warum will sie nicht kommen? Bleiben die bessern Gäste schon von Berneck weg? Scheuen sie diese unziemlichen Gelage? Und ich, der Sohn, dulde sie?

Conrad. Ihr seid erhitzt.

Karl. Komm, wir wollen uns bei dem Crucifixe niedersetzen, da wird mir besser werden. – Warum ist es so mit Blumen geschmückt?

Conrad. Wißt Ihr es nicht? – Heut ist es Johannis, und die gutmüthigen Bäuerinnen aus der Nachbarschaft haben es so bekränzt. Das ist hier so die Landessitte.

Karl. Sage mir, warum mir Blumen so seltsam vorkommen?

Conrad. Ich versteh Euch nicht.

Karl. Warum mir ist, als hätten sie sich nur in die Schöpfung mit eingeschlichen? Sie sind doch ganz und gar unnütz.

Conrad. Sie verherrlichen das Gewand der Erde, sie stehn unter dem grünen Grase und machen uns vergessen, daß die Erde schwarz ist und allenthalben wie ein aufgeregtes Grab aussieht.

Karl. Meinst Du, daß es jeder vergißt?

Conrad. Gottes Güte will es wenigstens so, daß keiner von den armen Menschen zu oft daran denken soll.

Franz schleicht herbei.

Karl. Was willst Du?

Franz. Dürft ich wohl – ich wollte nur ein Wort mit Conrad –

Conrad. Nun so sage.

Franz. Komm doch hieher, lieber Conrad.

Conrad steht auf. Nun, was giebts? –

Franz. Ich wollte Dich nur recht ernsthaft bitten, daß Du mir alles das vergeben wollest, wenn ich mich manchmal gegen Dich vergessen habe.

Conrad. Wie kömmst Du so schnell darauf?

Franz. Seht, alter Mann, ich bitte Euch inbrünstig, denn ich habe wahrlich keine Ruhe, bis Ihr mir vergeben habt.

Conrad. Dich gereuen also Deine losen Worte gegen mich einigermaßen?

Franz. Von Herzen.

Conrad. Nun so vergebe ich Dir auch von Herzen, aber halte künftig das Alter in Ehren.

Franz. Ich danke Euch; nun kann ich doch ruhiger zurückgehn. – ab.

Conrad. Kommt hinein, Junker, die Abendluft wird feucht. –

Trompeten und Pauken aus der Burg.

Karl springt auf. Ja komm, aber nicht in den Saal zurück, sondern in die tiefen, dunkeln Gebüsche hinein; denn diese Töne da klingen mir wie laute Verhöhnung meines Vaters. – ab mit Conrad.

Zwei Knechte.

1. Knecht. Wo weilt der Ritter?

2. Knecht. Er hat nur sein Roß im Gebüsche angebunden.

1. Knecht. Dankst Du nicht auch Gott, daß wir endlich zu Hause sind?

2. Knecht. Wer wollte da nicht Gott mit ganzem Herzen danken? Denn sage mir nur, wo ist es wohl besser, als im Vaterlande? singend.

                Im lieben deutschen Vaterland
                Sind Mann und Mann auf Du bekannt;
                Da mundet der Wein, den die Redlichkeit giebt,
                Da mundet die Maid, die mit treuem Sinn liebt.

1. Knecht.
                Aus unserm deutschen Vaterland
                Ist Tück' und Lug' und Trug verbannt.
        Ein jeglicher liebt so mit Herz wie mit Mund
        Das thu' ich, ein Deutscher, wohl jeglichem kund!

2. Knecht. Heisa! wohl uns, daß wir da sind.

1. Knecht. Das alte Berneck steht doch immer noch wie sonst.

2. Knecht. Und wie sollte es denn anders stehn?

1. Knecht. Nun ich meine nur.

2. Knecht. Deine Meinungen passen sich immer zum Verstande, wie die Faust zum Auge.

Walther von Berneck tritt auf.

Walther. Nun, habt Ihr nichts zu thun, als zu schwatzen und Eure Narrenlieder zu singen?

1. Knecht. Herr, das Vaterland –

Walther. Ach was Vaterland! Versteht Ihr Tröpfe das Wort? – Seht zu meinem Pferde und bleibt zurück, bis ich Euch rufen lasse, ich will unter einem fremden Namen in die Burg gehn. Die Knechte ab.

Walther. Bin ich nun endlich da? – Kaum kann ich's selber glauben. – Ist dies Berneck und bin ich Walther, hier geboren, erzogen und zum Ritter geschlagen? – Die Nachtigall singt wunderbar aus dem tiefen Thale herauf, und ich höre den Waldbach durch die Nacht rieseln. – Die Sterne kommen herauf, bald kömmt der Mond. – Wo ist das Bild des Heilandes geblieben, das ich aufrichtete, als ich nach Palästina ging? – Dorthin gerückt? – Warum? – Warum von dem Fußstege ab, der zur Burg führt? – Was sollen diese Neuerungen? Ist euch das Crucifix im Wege, ihr Thoren? eine kleine weiße Gestalt geht vorüber und grüßt demüthig. Wahrlich, diese Versetzung ist mir von schlimmer Vorbedeutung.

Die Gestalt, mit einer schnarrenden Stimme. Bin ich keines Dankes werth?

Walther. Wer bist Du? – Ich fühle mich wunderbar ergriffen – wer bist Du?

Gestalt. Kennst Du mich nicht?

Walther. Nein, Nachtgesell, wahrlich nicht. – Aber Deine Geberden – Trompetengetümmel in der Burg.

Gestalt seltsam lachend. Dir wäre wohl besser, nicht in dieses Schloß zu gehn. – schleicht vorüber.

Walther. Besser? – Bin ich doch wie betäubt! – Kann den Mann so etwas zusammenwerfen? – Ich habe wohl ehedem sagen hören, unser Ahnherr, der graue Ulfo, wandle einmal des Jahrs umher, seine schwere Schuld abzubüßen, aber ich habe nie daran so recht glauben mögen. – War es dieser? – Er war es wohl nicht. – Und wenn er's war? was kümmerts mich weiter? – Dennoch will ich hineingehn, und jetzt gleich. Wer hat hier zu befehlen als ich? – Was nahen sich dort für Schatten?

Conrad und Karl kommen.

Conrad. Nein, redet es nicht an; Ihr könnt nicht wissen, was es ist.

Karl. Träumst Du, Conrad?

Walther. Aber jetzt seh' ich erst, daß alle Fenster der Burg erleuchtet sind. – Was hat das zu bedeuten? – Nun, ich muß ja bald alles erfahren.

Karl. Grüß Dich Gott, fremder Mann! woher so spät?

Walther. Welche Stimme? – Guten Abend, Wandersleute; möchte man doch wahrlich bald an Gespenster glauben, so wunderlich richtet sich hier alles zu. – Wer seid Ihr?

Karl. Ich heiße Karl von Berneck.

Walther. Karl von Berneck?– Nun willkommen, wenn Du der bist, und her in meine Arme! denn ich bin Dein alter Vater Walther!

Karl. Conrad, hörst Du, was er sagt? – Wär' es möglich? Ach so schnell und so unverhofft! zu seinen Füßen. Ach mein Vater!

Walther. Nun steh auf, steh auf, ich verließ Dich als einen kleinen Knaben, und jetzt bist Du, so viel ich sehn kann, tüchtig groß geworden – Was macht Dein Bruder, Deine Mutter?

Karl. Sie sind wohl; – ach! kann ich mich doch kaum erholen.

Conrad. Vergönnt Ihr wohl einem alten Knechte, Eure theure Hand zu küssen? – Ich heiße Conrad.

Walther. Guten Abend, Alter! Bist Du auch noch wacker? Nun, das freut mich.

Conrad. Ach Gott! daß ich alter Mann noch diese Freudenthränen weinen kann, – wodurch hab' ich das verdient?

Walther. Nun, nun, schon gut. – Wie ist's denn sonst im Schlosse gegangen? – Was bedeuten denn die vielen Lichter?

Karl. Es ist heut Gesellschaft hier.

Walther. Gesellschaft? Fest? Weswegen? – Ehe ich zurückgekommen bin? – Wie ziemt sich das? Wer kommt auf so etwas? – Ich habe Trompetentöne gehört, und während drinne ein Fest gefeiert wird, streifst Du, mein Sohn, hier wie ein vertriebener Knecht in der Finsterniß umher? Was soll das heißen? Gehst mit einem Knappen Hand in Hand, als wenn Du nicht geladen wärst und darüber schmolltest?

Karl. Seid Ihr doch wieder da, – wohl mir, daß ich es nun fassen kann, – o nun ist auch alles gut.

Walther. Ich sehe das Gute nicht. – Komm mit mir in den Saal, mit mir zugleich, Du mein unwürdiger Sohn, da will ich erfahren, warum Du Dich fortschleichen mußt. – Doch nein, hätte ich doch bald meinen ersten Vorsatz vergessen; unter fremdem Namen will ich hineintreten, während der Herreise habe ich es mir vorgesetzt, und dabei soll es bleiben. – Bleibt zurück, Ihr sollt mir bald nachkommen. geht ab.

Karl. Wie ist Dir, Conrad?

Conrad. Wunderbar.

Karl. Und nun, – worauf ich seit Jahren hoffte, was ich mit Thränen vom Himmel erflehte, der gewünschte Augenblick ist nun da und ich bin so kalt, – im Herzen ist mir so leer –

Conrad. So ist dem Menschen bei jeder großen und unerwarteten Freude. – Wir wollen Eurem Vater folgen.

Karl. Es ist nicht ganz in mir, wie es sein sollte. – O Gott im Himmel, mache mich besser, wenn ich auf dem Wege sein sollte, schlecht zu werden. sie gehn nach.

 


 

(Vorsaal auf der Burg, man hört Musik durch die Wand und Tanzen, es ist dunkel, der Mond scheint durch die Scheiben, und ein einzelnes Licht brennt abseits.)

Mathilde. Leopold.

Mathilde. Laßt uns zur Gesellschaft zurückkehren, man wird uns vermissen.

Leopold. In dem Getümmel? – Bleib, ich halte Dich hier fest, Du sollst mir nicht entrinnen, bis Du mir tausend und tausend Küsse abbezahlt hast.

Mathilde. Warum locktet Ihr mich hieher? Was habt Ihr mir zu sagen?

Leopold, sie küssend. Daß ich Dich liebe, daß ich Dein bin auf immer.

Mathilde. Aber laßt mich. Seht, mir wird hier eiskalt. – Hört Ihr nichts gehn, nichts schleichen?

Leopold. Nichts, meine Liebe.

Mathilde. Ich sehe Gesichter an den Wänden, die Mondstrahlen flimmern hin und wieder und flechten entsetzliche Gebilde zusammen.

Leopold. Mathilde, Du liebst mich nicht, so wie ich Dich liebe.

Mathilde. Doch, Lieber, Theurer, aber jetzt, es ist die schwarze Stunde der Mitternacht, Gespenster schleichen durch die Burg und lauren durch alle Zimmer, und wenn mich hier eins träfe –

Leopold. Du schwärmst und wie lieb bist Du mir darum.

Mathilde noch ängstlicher. Laßt mich; ich fühl es hinter meinem Rücken, es arbeitet hohl in der Mauer und will heraus. –

Drei starke Schläge am Burgthor, der Thürmer bläst.

Mathilde, laut aufschreiend und entfliehend.

Leopold. Was ist denn das? – Wahrlich, sie könnte mich mit ihrer Furcht anstecken. geht ab.

Burgvoigt mit einem Knecht, der eine Fackel trägt, er ist halb betrunken.

Burgvoigt. Nun, wahrhaftig, wenn sich dabei soll ruhig zechen lassen, so will ich meine beiden Sporen verlieren. – Du, was war denn das draußen?

Knecht. Ein fremder Ritter.

Burgvoigt. Sage, ein fremder Teufel, ein verhenkerter Unglücksrabe, der uns mitten in die Freude hineinfliegt. Das sind die lästigsten Gesellen, da reiten sie erst am Tage weit und breit herum, verirren sich in der Nacht, um dann mit ihrem Pochen eine lustige Gesellschaft zu stören.

Walther von Berneck tritt auf, ein Knecht mit einer Fackel.

Walther. Gott grüß Euch, Herr.

Burgvoigt. Gott dank' Euch gar freundlich. Was ist Euer Begehr?

Walther. Könnte ich die Hausfrau sprechen? Ich bringe Ihr Kunde von ihrem Manne.

Burgvoigt. Nun, das ist uns herzlich lieb, daß der Alte doch wieder von Zeit zu Zeit etwas von sich hören läßt.

Walther. Ihr scheint lustig zu sein.

Burgvoigt. Ein kleines Tänzchen, wenn's Euch so gefällt.

Walther. Mir gefällt es aber nicht.

Burgvoigt. Nun, so mags Euch denn nicht gefallen.

Walther. Ihr seid ein wunderlicher Mann. – Wollt Ihr mir die Hausfrau rufen?

Burgvoigt. Tretet Ihr nicht in den Saal?

Walther. Ich komme von der Reise, ich würde mich vor so vielen edlen Gästen schämen müssen.

Burgvoigt. Nun, so will ich sie rufen. – Wie er selbst ganz recht sagt, er ist ein wunderlicher Mann. ab.

Walther. Diese Aufnahme war seltsam genug. – Was wird sie sagen? welche Geberden wird sie machen?

Mathilde tritt mit dem Burgvoigt auf; die Thür des Saals bleibt offen, und man sieht drinnen die Tanzenden.

Burgvoigt. Hier ist der Ritter.

Mathilde. Ich freue mich.– Gott im Himmel! sehe ich nicht Walther, meinen Herrn und Gemal vor mir?

Walther. Du siehst ihn, Mathilde, und mich wundert fast, daß Du ihn noch wiederkennst.

Mathilde. Ihr habt Euch sehr verändert.

Walther. Findest Du das? Du aber ebenfalls.

Mathilde. Ich bin älter geworden um sechszehn Jahr.

Walther. Auch um sechszehn Jahre klüger? – Was macht Reinhard?

Mathilde. Erlaubt, daß ich ihn herführe. ab.

Burgvoigt. Ihr seid also Herr Walther?

Walther. So scheints.

Burgvoigt. Und im Ernst und in der Wahrheit?

Walther. Wenn Ihr nüchtern seid, dürft Ihr mich nur beschauen.

Mathilde und Reinhard, die übrige Gesellschaft bricht mit herein, die Musik schweigt. Leopold geht einsam im Saale auf und ab.

Reinhard. Mein Vater!

Walther. Du bist mein Sohn. – Wie geht es Dir? Du bist so munter? – Und wo ist Karl?

Reinhard. Ich weiß es nicht, er pflegt oft umher zu streifen, ohne sich Tagelang vor seiner Mutter sehn zu lassen.

Walther. O lästre ihn nicht, ihn fand ich in Trauer und einsamen Schmerzen, wie es sich für einen guten Sohn ziemt. – Guten Abend all' zusammen, ihr meine Gäste, ob ich Euch schon nicht geladen habe, dennoch müßt Ihr mir willkommen sein, weil es nun nicht mehr zu ändern ist.

Mathilde. Mein Gemal –

Walther. Du siehst, ich bin bei Laune.

Karl und Conrad kommen.

Walther, schließt Karl in seine Arme. Dies ist mein wahrer Sohn, hört's! Er ist der, den ich für würdig erkläre. Meinen besten Segen für ihn.

Karl zu seinen Füßen. O mein Vater, wenn diese Worte Euer Ernst waren, so schlagt mir meine herzliche, demüthige Bitte nicht ab.

Walther. Was willst Du, mein Sohn?

Karl. Laßt mich nicht vom Boden aufstehn, ehe ich nicht durch Eure tapfere Hand zum Ritter geschlagen bin. Laßt mich nicht vergebens knieen, mein Vater, o Ihr seht ja meine ungeduldigen Thränen.

Walther. Ich wundre mich vielmehr nur, daß Du diese Wohlthat noch von mir erflehn mußt. zieht sein Schwert. Empfange diesen adelnden Streich und stehe als Ritter wieder auf. – Ihr alle seid Zeugen.

Karl umarmt ungestüm seinen Vater, dann die Mutter und den Bruder. Nun bin ich frei, nun darf ich die Luft athmen. Nun bin ich Deinesgleichen, Bruder! – Nun mag ich es mit jedem Manne aufnehmen! – Ich will mir ein Schwert holen! aschnell ab.

Walther. Welch ein ungestümer Jüngling! – Warum ertheilte man ihm nicht schon längst die Wohlthat?

Reinhard. Er schien es selber nicht zu wünschen.

Walther. Sohn Reinhard, mir hat noch kein Wort gefallen, das Du bis jetzt gesprochen hast; das müsse besser kommen, sonst sind wir nicht für einander.

Reinhard. Ihr seid unwillig, mein Vater.

Walther. Und mit Recht. – Wer ist der fremde Mann dort?

Reinhard. Ritter Leopold von Wildenberg.

Walther. Der Name ist mir bekannt, ich glaube, er ist mein Pathe.

Leopold, der sich nähert. Kann wohl sein, Herr Ritter.

Walther. Warum seid Ihr so verdrüßlich?

Leopold. Ich bin es nicht, das ist mein Wesen so.

Walther. Reinhard, suche Deinen Bruder, und bringe ihn zu mir. Reinhard ab. Und Ihr, Mathilde, gebt mir doch meinen alten Pokal mit Wein; ich fühle mich matt. Mathilde ab.

Leopold. Wir freuen uns alle, daß Ihr so glücklich zurückgekommen seid.

Walther. Ja, ich bin da in Eure Freude hineingefallen, wie ein unvermuthetes Gewitter. Ihr müßt es mir nicht übel deuten, denn ich sehe jetzt erst, daß ich Tanz und Musik gestört habe.

Die Gäste zerstreuen sich wieder nach und nach in den Saal, einige bleiben im Vorsaal.

Mathilde mit dem Pokal.

Walther. Auf Eure Gesundheit! – Der Wein ist gut. – Von Wildenberg heißt Ihr und Leopold?

Leopold. Ja.

Walther. Ich habe diesen Namen oft unterwegs nennen hören und da hätt' ich nicht gedacht, Euch hier zu treffen.

Leopold. Wie meint Ihr das?

Walther. Ihr habt einen gar großen Ruhm, daß Ihr ein großer Sieger und Held bei Mädchen und Jungfrauen seid, und da gedachte ich wahrhaftig nicht, Euch hier bei meiner alten Frau zu finden.

Leopold. Wunderbar, Herr Ritter –

Walther. Tragt Ihr Neuigkeiten zu? Laßt mich doch auch etwas davon hören. Ihr habt auch wohl den Rath gegeben, das Crucifix aus dem Wege rücken zu lassen, das auf meinen Befehl in den Weg gesetzt wurde?

Leopold. Ich will mich entfernen, damit ich mäßig bleiben mag. – Lebt wohl.

Walther. Und Du, Mathilde, hattest aller Ehren vergessen, taumelnde Gelage und wilde Feste anzustellen, indeß ich fern war, indeß Du mich todt wähntest?

Mathilde. Mein Gemal –

Walther. Schweig, bringe mich nicht noch mehr auf! – Und Deine Gäste, wahrlich, sie gereichen Dir zur schlechten Ehre –

Leopold. Wie meint Ihr das, Herr Ritter?

Walther. Wer giebt Euch denn ein Recht zu fragen? Warum seht Ihr mich so an? Was soll Euer Blitzen mit den Augen bedeuten?

Leopold. Schonet Eurer Hausfrauen, bei Gott! sie ist ein edles Weib!

Walther. Sagt Ihr das? – Nun so werd' ich es schon glauben müssen.

Leopold. Wer Ihre Ehre antasten will, sei es auch, wer es sei, – hier liegt mein Handschuh!

Walther. Seht doch, wie keck und verwegen! – Wer will ihre Ehre antasten? Wenn Ihr es nicht gewollt, ich wahrlich nicht.

Leopold. Herr Ritter, diese Sprache klingt seltsam.

Walther. Ist Dir die Wahrheit ein so seltnes Gericht?

Leopold. Ihr seid ein alter hitziger Graukopf, ich bin hundert Fehden bestanden, aber aus dieser Zungenfehde mache ich mich davon.

Walther. Beim Himmel! Großsprecher, diese Worte sollst Du nicht umsonst gesagt haben. Hab ich nicht die Schwerter der Ungläubigen gesehn und Todesgefahr kennen gelernt, und Du meinst, ich sollte nun einen solchen Weiberknecht fürchten?

Leopold. Geht, Ihr sprecht und wißt nicht was.

Walther, zieht den Degen. Dies ist die Rittersprache, und wenn Du die verstehst, so zieh, Memme.

Leopold. Ich mag in Eurem Schlosse nicht ziehn, und wenn Ihr mich auch noch einmal eine Memme scheltet.

Walther. Ungläubiger Hund! zieh den Degen, sag' ich, oder ich halte Dich für einen Nichtswürdigen.

Leopold. Nun, wenn es denn sein muß, alter Schwätzer. Gefecht.

Mathilde. Um des Himmelswillen haltet! – sie fällt ihrem Gatten in die Arme, Leopolds Stoß trifft ihn.

Walther. Daß Du verflucht seist, Du hast mich ermordet, nicht er. –

Mathilde. Ermordet?

Walther. Bringt mich fort, ich fühle mich schwach. – O Unheil! Schicksal! – er wird abgeführt, Mathilde folgt.

Leopold. Ihr seht, Ritter, wie er mich zwang.

Reinhard kömmt. Ich kann ihn nicht finden. – Wo ist mein Vater?

Leopold. Todt, erschlagen von mir.

Reinhard. Von Euch?

Leopold. Hier ist noch mein Schwert; wollt Ihr Genugthuung? – Er zwang mich.

Reinhard. Mein Vater! ab in das Zimmer.

Conrad in das Seitengemach, Karl aus dem Hintergrunde mit einem Schwerte.

Conrad. O Karl!

Karl. Nun?

Conrad. Euer Vater – er stirbt.

Karl, wirft das Schwert weg. Sagt ich's nicht, daß alles nur ein froher Traum sei? – ab.

Leopold. Ich bin ohne Schuld. ab.

Conrad. Ja, wirf Dich nur nieder und wasche seine Wunde mit Deinen Thränen, er wird doch nicht bei Dir bleiben. –

Karl stürzt heraus. Er ist todt! – Conrad! er sinkt in seine Arme, der Vorhang fällt.

 


 

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