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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 7
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Der Kämpfer

An glattem Ufer,
unter blinkem Lustbaldachin, beleuchtet die Tische,
auf weichen Polstern,
räkelt sich schauspiellässig die Menge,
Operngläser
spöttisch auf meine Bühne gekehrt.

Ich aber kämpfe!

Durch schwarze Wellen
reißt der Nachtsturm mein Schiff.

Segel und Mast,
wildschwankend schwarz emporgereckt,
heulen dumpf.

Über die sausenden Planken,
über mein zerfetztes Gewand
zischt wütender Schaum.

Laut
pocht das Herz.

Dunkle wühlende Wolken
oben hinaus.
Nirgends, nirgends ein Stern.

Aber ich kämpfe!

Bald aus den Wogen empor
muß, muß
eine Strandschnur silbernster Lichter!

Hinter mir zurück
jauchzt die Springflut schon in heiligen Kämmen
tatlos feiernden Ufern zu ...

Ich aber kämpfe –
Lebe!

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