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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 5
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Weltwerden

Jeden Keim in Keime umzureifen,
aus dem Korn das Gold von Körnern lösen,
jede Tiefe endlos tiefer greifen,
aus dem Augenblick ins Ewige schweifen, –
mächtig ringt die Zeit, aus Qualgetösen
jungen Frieden reich ans Licht zu heben
und die Kraft von tausend Zukunftsleben
segnend in die Wiege ihm zu streifen.

Aus der Enge wachsen in die Weite
und die Weite ohne Grenzen dehnen,
und den Blicken, die ins All sich sehnen,
Flügelschwung verleihn und Schwingenbreite, –
durch die Seelen zittert ein Entfalten,
drängend über sich hinausgerissen, –
was Gestalt gewann, birgt Neugestalten,
jedes Ziel will neue Ziele hissen!

In die Seelen sinken neue Bande,
die das Ich zum andern Ich gesellen,
kraftverbündend mischen sich die Wellen,
brandend stürzen sie auf alte Strande!
Und gebändigt spenden sie die Kräfte,
höher aufzudämmen Deich und Dünen,
Und landein – o frühlingslichtes Grünen! –
wogt die Saat im Werdegang der Säfte.

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