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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 4
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Die Schöpfung

In jugendleuchtender Nacktheit,
überströmend von purpurnen Kräften,
wandelt die Schöpfung winkend über die Erde.

Die Götter starben.
Jahrtausendschwere Rätselschleier
hob der Mensch.
Hin stoben Truggebilde.
Ewiger Äther sog sie ein.

Nun kniet die Herrliche nicht mehr
im Sünderwinkel, weltverkannt
an aufgezwungnen Altären.

Banntüren sprangen, graue Schleier fielen
und alle Hüllen.
Zwischen vermorschte Säulen
floß Sonnenjauchzen.

Und sie erhub sich lichterlöst,
lachend in nacktlebendig-ewiger Schönheit,
gotteinzig frei, gotteinzig selbst:
purpurleuchtend schreitet sie ...
Jubelnd lodern die Altarflammen.

Aus Erdensinnen und Weltsternseelen,
strahldurchflossen vereint,
aus jedem Stäubchen im ewigen Raum
glüht entfesselte Lust –

Schöpferglühen – grenzenlos –

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