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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 36
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Späherflug

Diese ahnungsvollen Weiten,
ährengolden überwellt!
Blick um Blick laß ich entgleiten,
heim kehrt jeder lustgeschwellt.

Immer neue Wunderräume
öffnen angestaunte Pracht,
heilig jauchzen meine Träume
altarflammend angefacht.

Hab ich endlich nun gewonnen,
was ich ringend lang' ersehnt?
Diese Brücke voller Sonnen,
die auf festen Pfeilern lehnt?

Traum, der aus dem Gram der Tage
wunschgewaltig sich erhob,
du bist mehr als nur der Klage
Gegenbild, das Täuschung wob!

Tief im Ufer dieser Zeiten
wurzelst du, o Zukunftstraum:
Bögen, die zum Lichtland leiten,
wachsen aus des Dunkels Raum.

Neue Kraft aus neuem Werden
löst zum Späherflug der Geist,
und er fliegt von kalten Herden,
wie den Pfad die Brücke weist.

Lichtbereites Flügelspreiten
streift vom Fuß die Kette Leid,
ahnungschauernd in den Weiten
fühlt die Lust die Ewigkeit.

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