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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 22
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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In der Kalesche

Alle Wetter, die Braunen ziehn!

Sie schütteln die Ohren,
schlagen die schwarzen Schwänze,
trab-trab hüpfen die Rücken.
Die alte schwankende Landkalesche
rüttelt und stößt.

Immer reisig den Sandweg hinab.

Lichtweiße Birkenstämme
links und rechts,
endlos, endlos gereiht.
Über die Stirnen streift das hängende Laub.

Ins verblichen rehfarbene Polster wonnig zurückgelehnt,
schweift unsre Freude falkenäugig landein,
falkenäugig über die ewige Heide.

Vor dem dunkelfernen Wald
breitet sich blinkend ein Streif –
das glänzt wie Linnen seidenweiß ...
Heideseide – der Buchweizen blüht!

Unser Fuhrmann dreht auf dem Bock sich herum:
»Sollten ihn bloß im Sonnenschein sehn!«

Zwei altblaue Augen
leuchten hell nieder.
Funken stieben im Pfeifenkopf hoch.

Die trabenden Braunen
trifft ein tüchtiger Zügelklaps –

Hui, die ziehn!
Ruck und Ruck!
Fast wirft uns der Stoß hintenüber.

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