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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 17
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Hilfland

Willst du dich wiederfinden,
gib dich der Einsamkeit!
Es rauschen die alten Linden,
stumm werden Welt und Zeit.

Weit wellt der Heidedünen
tiefdurchbräuntes Grün, –
schon löst sich aus dem Grünen
dämmernd rosiges Blühn.

Ein Dorf träumt in der Heide –
geh' nur! du suchst nicht lang.
Zwei Linden ragen, und beide
beschatten eine Bank.

Gründunkler Zweige Fächer
senken Kühlung zu.
Rings kräuselt blau um die Dächer
taglange Mittagsruh.

Zum fernen Heidehange
schweift aus dein langes Schaun.
Bald schweigt dein Herz, das bange,
und will sich neu vertraun.

Aus Fernen, die nicht enden,
grüßt es aufblühend rot, –
deinen verträumten Händen
entsinkt nun alle Not.

Und diese Stunden zählen!
Dir wird ein Glück beschert:
Aus allem Kampf und Quälen
löst sich, was lebenswert!

Willst du dich wiederfinden,
gib dich der Einsamkeit!
Es rauschen die alten Linden,
jung werden Welt und Zeit.

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