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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 15
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Schifferhaus

Das Schifferhaus hält stille Wacht,
aufragend im Gelände,
gelbgrauer Strohpelz überdacht
rotbraune Lattenwände.

Rings über junge Triften quillt
mildrosenrotes Blühen,
ein sommerliches Luftgefild
weißfleckig-dunklen Kühen.

Hin spielt des Flusses Wellenflut,
das Licht tropft tausend Siegel,
und fern im Grün der Wiesen ruht
frischblau des Himmels Spiegel.

Am Schifferhause uferfest
vier schwarze Boote rasten,
der matte Windhauch überläßt
die Segel schlaff den Masten.

Und drinnen auf der Dielenbank
vier Jans vom Moor sich recken,
stumm langen sie zum Kaffeetrank
nach ihren Ledersäcken.

Die Tasse dampft, es schlürft und kaut,
die derben Backen schwellen,
im Raum ist Ruh, kaum fällt ein Laut,
wortkarge Moorgesellen.

Die Wanduhr tickt im Stundenlauf,
der Torfherd knistert leise,
da knarrt ein Wind die Holztür auf:
Signal zur Weiterreise.

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