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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 13
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Pfingstnacht

Durch die blaugestirnte Mainacht
rollt ein Wagen fern ins Land,
durch die weite Pfingstenweihnacht
eilt der Schall windhergesandt.

Von des Friedhofs niedrer Mauer
streift der Blick aufs Birkenmoor,
leise dunkelweiche Schauer
öffnen stumm der Seele Tor.

Um die schwarzbekreuzten Hügel
spinnt der Traum, der Tiefen sieht, –
da, von fern, auf frohem Flügel
weht ein lebenslustig Lied.

Lauter, lauter, näher, näher,
Wagentrab und Zechgesang.
Deutlich schon dem scharfen Späher
kommt die Fahrt den Weg entlang.

Zwanzig Bauernburschen fahren
toll und voll dem Dorfe zu,
jede Dirn in blonden Haaren
schrickt nun wohl aus tiefer Ruh.

Grüne Birken auf dem Wagen,
weiß die Stämme ausgestreckt, –
morgen wird ein Maibaum sagen,
wo die Tür ein Lieb versteckt.

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