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Jungfreudig Volk

Franz Diederich: Jungfreudig Volk - Kapitel 12
Quellenangabe
authorFranz Diederich
titleJungfreudig Volk
publisherArbeiterjugend-Verlag
year1925
printrun1. bis 5. Tausend
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180925
projectid618a43d1
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Am Pfluge

Wolkenschwere ächzend über den Feldern ...

Den feuchten Stoppelacker hinan
reißen zwei stämmige stampfende Bauerngäule
vorwärts den Pflug;
hinterdrein grobderb der Knecht, –
hüh! hallo!

Alle Sehnen zucken mir jäh.

Über den Riesenacker der Menschheit
gärt
Wetterbläue, leuchtend, wölbunggewaltig,
sturmverklärt.
Am Eisenpfluge die schüttelnde Faust
jung, tatluststark
schreitet die Zeit.

Die Kruste knirscht, bricht, herrisch aufgewühlt;
jahrtausendzähes Schollenwerk
stürzt durcheinander.
Wolken wälzen darüberhin ...
Aber droben über den Ackerhöhn
aus graugelagerter Nebelwildnis
wirrt sich kühn
lichtgroß
der Tag.

Die weißen Wolken überall
schmücken mit blauen Schleifen sich –

Lichtstaunen rinnt –

Saatneu feldert sich grün Welt.

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