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Jost Seyfried. Zweiter Band

Cäsar Flaischlen: Jost Seyfried. Zweiter Band - Kapitel 88
Quellenangabe
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typefiction
authorCäsar Flaischlen
titleJost Seyfried. Zweiter Band
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
year1922
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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projectid75027f19
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XXXVI

Ich gehe durch die Dünen und den ganzen Strand entlang zwischen lauter fröhlichen Menschen,
aber du bist nicht da!

 

Ich gehe alle Wege durch den Wald und auf und ab und rufe deinen Namen ...
und gehe durch die Wiesen nach der Heide, wo die blauen Blumen blühten,
du bist nicht da!

 

Ich gehe durch das Dorf und suche alle Straßen hin und Gärten,
und gehe heim ... vielleicht sitzt du am Fenster oder auf dem kleinen Sofa in der Ecke?
du bist nicht da!

 

Und gestern warest du noch überall! am Strand, im Walde, auf den Wiesen und daheim!
und heute noch,
heut früh noch hielt ich deine Hand!

 

Wo bist du, Hannie, wo bist du, daß du nicht da bist?! und warum bist du ... nicht da?
warum, warum ... bist du nicht, wo ich bin?
Hannie, warum? warum?

*

Wir haben beide nicht geweint ...
wir wußten ja, daß diese Stunde käme!

Wir schritten schweigend nur hinab zum Strand ...
und hell und heiter flimmerte das Land
und lachende Kinder spielten im Sand
und tief in blauem Frieden lag das Meer ...

Und dann zurück ... den Berg hinauf,
vom Waldhang oben
die Sonne untergehen zu sehn!

*

Nun weiß ich, daß du zu Haus:
nun kann dir nichts mehr geschehn!
nun kann ich auch zur Ruhe gehen ...
es ist schon spät!

Der Tag war lang und trüb und still
und ich habe stundein und aus
immer nur immer zu dir gedacht ...
doch nun, nun bist du zu Haus! ...
nun lösche ich die Lampe aus
und sag dir Gutenacht!

Es waren schöne Tage!
und du ... und du ... ich danke dir!

Ich trug so viel Groll in meiner Seele
und allerlei altes Leid
und Mißmut und Bitterkeit ...

Du hast mir alles weggelacht,
du hast mich wieder gut gemacht!
ich danke dir!

Du hast mir wieder Glauben gebracht!
du hast mich mir selbst wieder heilig gemacht!
ich danke dir! ich danke dir!

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