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Jost Seyfried. Zweiter Band

Cäsar Flaischlen: Jost Seyfried. Zweiter Band - Kapitel 33
Quellenangabe
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typefiction
authorCäsar Flaischlen
titleJost Seyfried. Zweiter Band
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
year1922
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20120512
projectid75027f19
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XXXI

Ich kam als junger Fant von neunzehn Jahren, als man von allen diesen Dingen, die so groß im Vordergrunde stehen, noch kaum was ahnte, mit meinen Versen eines Tages zu einem unserer berühmtesten Ästhetiker und Dichter ...

 

Er lobte sie, meinte aber: sie seien zu persönlich! und sagte: er möchte es machen, wie es ein Spätklassiker einmal mit einem jungen Dichter gemacht habe, der auch so persönlich gewesen. Er habe ihn ans Fenster genommen und ihm ein Hökerweib auf der Straße gezeigt und gesagt:
wenn er ihm Gedichte bringe über die Welt dieses Hökerweibes und aus ihren Gedanken und Anschauungen heraus, würde er ihn für einen größeren Dichter halten!

 

Ich ging heim mit dieser Lehre, recht schweren Herzens ...
und sah meine Verse an und
lief auf den Markt und stellte mich hin und hörte zu: wie und wovon die Leute da miteinander sprachen ...
und je länger ich stand, desto leichter wurde mir wieder!
und ich ging nach Hause und gab nun acht auch auf andere Menschen und ihre Welt,
und schlug Bücher nach, wie Könige redeten,
und suchte, wie Schiller und Goethe miteinander dachten und sprachen ...

 

Und das Herz wurde mir immer froher
und die Welt um mich immer freier und weiter und höher und herrlicher!

Doch ... der Lauf der Dinge hat ihm recht gegeben!!

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