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Jost Seyfried. Zweiter Band

Cäsar Flaischlen: Jost Seyfried. Zweiter Band - Kapitel 29
Quellenangabe
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typefiction
authorCäsar Flaischlen
titleJost Seyfried. Zweiter Band
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
year1922
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20120512
projectid75027f19
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XXVII

Das ist vielleicht das letzte Wertmaß ...
ganz aufs Alltägliche gebracht:
ob man immer noch etwas will, auch wenn man nicht mehr nötig hätte, noch etwas zu wollen.

*

Vor zehn Jahren ... o, man hätte die Welt erobert, vor zehn Jahren, als man noch an langem Tisch beisammen saß und jung war!
man hätte die Welt erobert, wenn man zusammengehalten hätte! alle Bedingungen waren gegeben!
aber man hielt nicht zusammen
und so ist es nur ein Sieg Einzelner geworden und an einzelnen Punkten, kein Sieg des Ganzen!

Keiner vergönnte dem andern, wenn er einen Fuß vorkam. Jeder wollte der Alleinstarke und Alleingroße sein. Jeder wollte in kleinlichster Eifersucht sein Abc für sich haben und ärgerte sich, wenn der andere eine blaue oder grüne Flagge wollte. Rot gelte! Rot allein siege!
und statt daß man als geschlossener Haufe losgezogen wäre, wie es andre machten, und die Sache zum Sieg gebracht, rückte einer um den andern allein ins Feld ...
lauter Generale ohne Regiment! ...
und einer um den andern wurde so nun eben einzeln abgeschossen.

 

Ja, ja! es ist ein trauriges Lied, das Lied von den alten Stammtischen!

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