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Jost Seyfried. Zweiter Band

Cäsar Flaischlen: Jost Seyfried. Zweiter Band - Kapitel 148
Quellenangabe
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typefiction
authorCäsar Flaischlen
titleJost Seyfried. Zweiter Band
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
year1922
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20120512
projectid75027f19
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XXXXVI

Komm, mein Junge!
wir wollen alle Bücher einmal liegen lassen! wir wollen auf den Söller steigen
und ich will dir die Welt zeigen!

Sieh, das ist der große Jammer und die große Not der Zeit, daß sie bloß den Verstand gelten lassen will, Rechnung und Berechnung, und alles andere dagegen zurücksetzt!
und Verstand haben ist so leicht!
aber: wer sich nur auf seinen Verstand verlassen will, ist bald zu Ende!

 

Ich ließ mich auch einmal verwirren: Verstand sei es, der das Leben heilige!

Nein, mein Junge:

Verstand ist nichts! Verstand hat jeder! Verstand ist Voraussetzung!

Empfindung ist es, die das Leben weiht und blühen läßt und Farbe gibt und Flug ihm und Erhebung!

Verstand schafft nur äußere Werte!
deine Empfindung ist dein Ich!

 

Verstand muß das Haus bauen, aber ein Haus ist nicht für sich da, sondern für dich! und was du darin lebst, ist dein Leben!

Verstand lehrt dich sehen und hören und lesen und schreiben, aber das alles ist nur, um dein Empfinden höher zu gestalten!

Ohne Verstand natürlich gehts nicht. Er muß auf dem Bock sitzen, die Zügel deiner Pferde in der Hand, er muß die Augen offen haben und fahren können und die Wege wissen ...
wohin es aber gehen soll, das ... muß ihm deine Empfindung sagen!

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