Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Cäsar Flaischlen >

Jost Seyfried. Zweiter Band

Cäsar Flaischlen: Jost Seyfried. Zweiter Band - Kapitel 126
Quellenangabe
pfad/flaischl/seyfrie2/seyfrie2.xml
typefiction
authorCäsar Flaischlen
titleJost Seyfried. Zweiter Band
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
year1922
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20120512
projectid75027f19
Schließen

Navigation:

XXIV

Horch ... horch, Mandolinchen!
die Glocken! Neujahr! ... Neujahr! ... Neujahr!

Bleibt mir treu, ihr stillen Träume ...
bleibt mir treu, ihr ... jungen Rosen
und ihr Lieder, wenn es Mai!
bleibt mir treu!

Horch ... mir ist ... mir ist, als ... als klinge es wie ein ... Hornruf!
weit her!
weit her, Mandolinchen, hörst du nicht?
mitten durch das Läuten draußen ...
hörst du nicht!? ...

...

Es war Täuschung, ja! Mein eigenes Blut vielleicht!

*

... und fallen Nebel darüber,
schweigsam, trüb ...
meine Mutter ist die Sonne ...
und ich weiß, sie hat mich lieb!

*

Ja, Mandolinchen ... ich danke dir! ... doch...

Horch, da ist es wieder! da ist es wieder! ganz laut! und keine Täuschung!
und immer näher! und heller!
...

Von Hannie, Mandolinchen! von Hannie! von Hannie:

 

Bleib fest! ich halte Wache und bin bei dir! du bist auf rechtem Weg! ich grüße dich! halt aus und sei fröhlich! ich bin es auch! wir siegen! wir siegen!

……

*

Den ganzen Tag über war mir schon so ...
ich sang und lachte und war so froh,
als ob, ich weiß nicht, als ob was käme
und jubelnd in den Arm mich nähme!
wie Glocken klang es mir im Ohr
und immer sang ich das Lied mir vor,
das du einst in stürmischer Winternacht
fern aus der Heimat mir mitgebracht:

Ein klein bißchen Sonne,
und liegts auch voll Schnee,
ein klein bißchen Sonne,
und es tut nicht mehr weh!

Ein klein bißchen Sonne,
und das Eis schmilzt! ja ja:
ein klein bißchen Sonne
und der Frühling ist da!

*

Und daß es niemand weiß,
das ist das Schönste!
Wie Königskinder, die im Elend, gehn wir
einsam durch die Menge,
fremd und unbekannt
und dennoch über Nähe hin und Ferne
ungeschieden Hand in Hand ...
du dort, ich hier!

Und niemand weiß,
daß wir zusammengehören!
niemand kann uns etwas nehmen!
niemand kann uns etwas tun!
nicht so und nicht so!
und das macht uns immer wieder
stark und stolz und frei und froh!

Und wenn die Glocken des Tages verklingen,
und die Brunnen der Nacht zu rauschen beginnen,
bist du bei mir
und ich bin bei dir
und vergessen ist Elend und Trübe!
wir gehen wie in alter Zeit
heckenentlang, von Blüten beschneit,
und plaudern von Glück und von Liebe!

 << Kapitel 125  Kapitel 127 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.