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Ithaka der Peloponnes und Troja

Heinrich Schliemann: Ithaka der Peloponnes und Troja - Kapitel 3
Quellenangabe
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typereport
authorHeinrich Schliemann
titleIthaka der Peloponnes und Troja
publisherWissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt
printrun2., unveränderte Auflage
editorErnst Meyer
year1963
firstpub1869
correctorfranka.antenne@gmx.de
senderwww.gaga.net
created20090522
projectid27d10210
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Erstes Kapitel – Korfu

Identität Korfu's mit dem Homerischen Scheria. – Etymologie des Wortes Korfu. – Geschichte der Insel. – Die beiden kleinen zwei Schiffen ähnlichen Inseln. – Paläopolis. – Die beiden Homerischen Häfen. – Κρεσσίδα Βρύσις. – Die Waschgruben der Nausikaa. – Alte Inschrift. – Es fehlt an Grenzlinien zwischen den Besitzungen auf Korfu.

Den 6. Juli, 6 Uhr Morgens, kam ich in Korfu, der Hauptstadt der gleichnamigen Insel, an und verweilte daselbst zwei Tage, um das Land zu besichtigen.

Nach dem einstimmigen Zeugniss des Alterthums ist Korfu die Insel Scheria oder das Phäakenland des Homer (Odyssee V, 34); die Insel wurde wegen ihrer Aehnlichkeit mit der Sichelgestalt auch Drepane, Δρεπάνη, genannt (Apollonius IV, 983; Plinius IV, 19).

Das Wort Scheria kommt ohne Zweifel von dem phönicischen schera, Handel, her, und da der Name der Phäaken auch grosse Aehnlichkeit mit demjenigen der Phönicier, »Φοίνικες«, hat, so ist es wahrscheinlich, dass die Phäaken phönicischen Ursprungs waren, obgleich nach Homers Angaben sie der dem Lande der Cyklopen benachbarten Landschaft Hyperien entstammten (Odyssee VI, 3–8).

Βῆ ῥ᾽ ἐς Φαιήϰων ἀνδρῶν δῆμόν τε πόλιν τε ·
Οἳ πρὶν μέν ποτ᾽ ἔναιον ἐν εὐρυχόρῳ Ὑπερείῃ,
Ἀγχοῦ Κυϰλώπων, ἀνδρῶν ὑπερηνορεόντων,
Οἵ σφεας σινέσϰοντο, βίῃφι δὲ φέρτεροι ἦσαν.
Ἔνθεν ἀναστήσας ἄγε Ναυσίθοος θεοειδής,
Εἷσεν δ᾽ ἐν Σχερίῃ, ἑϰὰς ἀνδρῶν ἀλφηστάων.

»Sie ging in die Stadt und unter das Volk der Phäaken. Diese wohnten früher in den weiten Gefilden Hyperiens, in der Nähe der Cyklopen, der übermüthigen Männer, die ihre Felder plünderten und sie an Stärke übertrafen. Der göttliche Nausithoos liess sie von dort auswandern und in Scheria, fern von den räuberischen Menschen, ihren Wohnsitz nehmen.«

Die Cyklopen müssen die Ostküste Siciliens bewohnt haben. In der That sieht man am Meeresufer, in der Nähe von Catania, eine ungeheuere Grotte, und neben dem Eingang einen mächtigen Felsblock von derselben Grösse wie die Oeffnung. In geringer Entfernung vom Meere erheben sich in Kegelgestalt zwei Felsen. Das ist gewiss die Grotte, welche Polyphem bewohnte, der Felsblock, mit welchem er sie verschloss, und die beiden Felsengipfel im Meere, welche er ausriss und in der Richtung schleuderte, wo er die Stimme des Odysseus vernahm (Odyssee IX). – Man verlegt Hyperien, die alte Heimath der Phäaken, an die Südküste Siciliens, an die Stelle, wo sich späterhin Camarina befand, welches in der That von Catania nicht weit entfernt ist.

Der gegenwärtige Name Korfu oder Korcyra ist eine Verderbung des byzantinischen Namens der Insel, Êïñõöþ, hergeleitet von den zwei hohen Spitzbergen, auf welchen die Festung erbaut ist. Dies sind wahrscheinlich die luftigen Burgen der Phäaken, aëriae Phaeacum arces, von denen Virgil spricht (Aeneis II l, 291). Die Griechen nennen die Insel »Κορυφώ,«, welchen Namen man schon bei Herodot (III, 48) findet; Strabo nennt sie »Κέρϰυρα«, während sie auf den alten Münzen den Namen »Κόρϰυρα« führt.

Sie liegt Chaonien, einem Theile von Epirus, gegenüber, und wird davon durch einen Kanal getrennt, welcher im Norden eine Breite von noch nicht 4 Kilometer hat; dieser erweitert sich und bildet einen Golf, welcher an mehreren Stellen 24 Kilometer breit ist; alsdann verengt er sich wieder bis auf 7 Kilometer.

Die Länge Korfu's beträgt 65, die Breite 7 bis 34 Kilometer.

Die Insel ist sehr gebirgig; der höchste Berg, auf Italienisch San-Salvatore und auf Griechisch Pantaleon genannt, erhebt sich mehr als 1000 Meter über dem Meeresspiegel. Schon im Alterthume war sie wegen ihrer Fruchtbarkeit berühmt. Xenophon spricht davon in seiner Griechischen Geschichte (VI, 2): »Er eroberte das Land, verwüstete die herrlich angebauten Ländereien und plünderte die prächtigen Häuser und die Weinpflanzungen auf den Feldern, sodass die Soldaten durch Wohlleben so verwöhnt wurden, dass sie nur noch gewürzte Getränke trinken wollten.«

Nach Strabo (VI, 2) landete Archias, der Gründer von Syrakus, auf Korfu und liess dort den Chersikrates, einen Herakliden, zurück, welcher die Liburner, die damaligen Bewohner der Insel, vertrieb, die Stadt Korcyra erbaute und mit Korinthern bevölkerte. Dies geschah wahrscheinlich im Jahre 734 v. Chr., in welchem Jahre Syrakus gegründet wurde.

Die Kolonie lebte von Anfang an in Zwietracht mit dem Mutterlande, und nach Thukydides (I, 13) wurde die erste bekannte Seeschlacht zwischen den Korinthern und Korcyräern 260 Jahre früher, als er sein Geschichtswerk schrieb, geliefert. Nehmen wir nun an, dass er i. J. 405, nach dem Ende des peloponnesischen Krieges, schrieb, so wird die genannte Schlacht i. J. 665 v. Chr. stattgefunden haben.

Durch ihren Handel und ihre Industrie wurde die Kolonie so mächtig, dass sie i. J. 617 v. Chr. die Stadt Epidamnus an der illyrischen Küste gründete.

Korcyra war die Ursache des peloponnesischen Krieges, an welchem es einen sehr thätigen Antheil nahm; aber seine Macht schwand in den unheilvollen Kriegen, welche dem Tode Alexanders des Grossen folgten, sehr schnell dahin, und die Insel war glücklich, sich i. J. 220 v. Chr. unter den Schutz Roms begeben zu können.

Zwei kleine Inseln, die eine im jetzigen Hafen, die andere in dem kleinen Golf an der Nordküste der Insel, sind, aus der Ferne gesehen, Schiffen mit aufgespannten Segeln sehr ähnlich. Ohne Zweifel hat eine von diesen kleinen Inseln bei Homer die Vorstellung erweckt, dass das Phäakenschiff, welches den Odysseus nach Ithaka getragen hatte, auf seiner Rückkehr durch den Zorn des Neptun in einen Felsen verwandelt worden sei (Odyssee XIII, 159–164).

Αὐτὰρ ἐπεὶ τόγ᾽ ἄϰουσε Ποσειδάων ἐνοσίχθων,
Βῆ ῥ᾽ ἴμεν ἐς Σχερίην, ὅθι Φαίηϰες γεγάασιν.
Ἔνθ᾽ ἔμεν᾽ · ἡ δὲ μάλα σχεδὸν ἤλυθε ποντοπόρος νηῦς,
Ῥίμφα διωϰομένη · τῆς δὲ σχεδὸν ἦλθ᾽ Ἐνοσίχθων,
Ὅς μιν λᾶαν ἔθηϰε, ϰαὶ ἐῤῥίζωσεν ἔνερθεν,
Χειρὶ ϰαταπρηνεῖ ἐλάσας · ὁ δὲ νόσφι βεβήϰει.

»Als nun Poseidon, der erderschütternde Gott, dies gehört hatte, eilte er nach Scheria, dem Wohnsitz der Phäaken. Dort verweilte er, und bald nahete das rasch dahin getriebene Schiff: der Erderschütterer näherte sich dem Schiffe und verwandelte es in Stein, und indem er mit der flachen Hand darauf schlug, befestigte er es im Grunde des Meeres; darauf ging er von dannen.«

Nach den Andeutungen, welche uns Homer in den folgenden Versen der Odyssee (VI, 262–264) giebt:

Αὐτὰρ ἐπὴν πόλιος ἐπιβείομεν, -- ἣν πέρι πύργος
Ὑψηλός, ϰαλὸς δὲ λιμὴν ἑϰάτερθε πόληος,
Λεπτὴ δ᾽ εἱσίθμη · νῆες δ᾽ ὁδὸν ἀμφιέλισσαι
Εἰρύαται.

»Aber wenn wir nach der Stadt gehen – sie ist von einer hohen Mauer umgeben, und auf jeder Seite befindet sich ein schöner Hafen mit einem engen Eingang, und die wohlberuderten Schiffe werden auf beiden Seiten des Weges ans Ufer gezogen;« –

nach diesen Andeutungen, sage ich, findet man leicht die alte Stadt der Phäaken, an der Ostküste, auf einer Paläopolis genannten Halbinsel, im Süden der neuen Stadt Korfu.

Von den beiden von Homer erwähnten Häfen trennt der eine, jetzt Golf von Kastrades genannt, die Halbinsel von dem Vorgebirge, auf welchem die neue Festung liegt; der andere, Peschiera oder See von Kalichiopulos genannt, ist ein kleiner Golf, der die Halbinsel von der Küste durch einen engen Kanal trennt, welchen Homer vollkommen genau mit den Worten: »λεπτὴ εἰσίθμη « (enger Eingang) bezeichnet. Dieser letztere Hafen ist ohne Zweifel der »Ὑλλαϊϰὸς λιμήν« (der Hylläische Hafen), den Thukydides erwähnt, und der Golf von Kastrades der »λιμὴν πρὸς τῇ ἀγορᾷ« (Hafen am Marktplatz) (Thukyd. III, 72).

Da nach demselben Schriftsteller die alte Akropolis in der Nähe des Hylläischen Hafens war, so musste sie am äussersten Ende der Halbinsel, im Süden der alten Stadt liegen. Man sieht dort noch Ruinen von alten, sehr dicken Mauern, welche gar wohl der alten Citadelle angehört haben können; weiterhin die Reste eines kleinen dorischen Tempels.

Vom Palaste des Alkinoos ist keine Spur mehr vorhanden; nach meiner Ansicht lag er auf einer Hochebene der Halbinsel, am südlichen Ende der alten Stadt, und gerade an der Stelle, wo sich gegenwärtig das königliche Schloss befindet; denn Nausikaa sagt zu Odysseus da, wo sie vom Palast des Königs, ihres Vaters, spricht: »Ῥεῖα δ᾽ ἀρίγνωτ᾽ ἐστί, ϰαὶ ἂν παῖς ἡγήσαιτο νήπιος« (er ist leicht zu erkennen, und ein unmündiges Kind könnte dich führen) (Odyssee VI, 300). Den örtlichen Verhältnissen nach kann der königliche Palast kaum anderswo gelegen haben.

Ueberall, wo man den Boden an der Stelle der alten Stadt aufgräbt, findet man behauene Marmorblöcke und hie und da Gräber mit Urnen; indess sind die Ausgrabungen bis jetzt mit so schwachen Hülfsmitteln und so wenig Energie unternommen worden, dass sie keine bedeutenden Resultate haben liefern können. Vor Kurzem hat man das Fundament einer Säule mit folgender Inschrift gefunden:

Nach der Mittheilung des Demarchen liest man sie in Korfu auf folgende Weise: Στάλα Ξενάρεος τοῦ Μειξίος εἰμ᾽ ἐπὶ τύμῳ.

Hr. Egger, Mitglied des Institut de France, giebt im Jahresbericht der Sitzungen der Académie des Inscriptions, December 1866 (p. 393), folgende Uebersetzung der Inschrift: »Ich bin der Pfeiler (gestellt) auf das Grab des Xenares (Sohn?) des Mexis.«

Vergleiche den Jahresbericht der Sitzungen vom Juli 1867, p. 158.

Thukydides (III, 70, 75, 81) führt unter den öffentlichen Gebäuden der Stadt die Tempel des Alkinoos, der Dioskuren, des Bacchus, der Juno und des Jupiter auf: die Stadt muss also prachtvoll gewesen sein, und ich glaube, dass gut geleitete Nachgrabungen sich reichlich lohnen würden.

Die Tradition bezeichnet einen grossen Bach, Kressida-Quell, »Κρεσσίδα Βρύσις« genannt, welcher sich von Westen her in den See Kalichiopulos ergiesst, als den Fluss, an dessen Ufer Nausikaa mit ihren Mägden die Wäsche wusch, und wo sie den Odysseus empfing.

Die Tochter des Königs Alkinoos ist einer der edelsten Charaktere, welche uns Homer gezeichnet hat. Die Einfachheit ihrer Sitten hat immer einen ausserordentlichen Zauber auf mich ausgeübt; und ich war kaum in Korfu ans Land gestiegen, so eilte ich nach Κρεσσίδα Βρύσις um den Ort zu besichtigen, welcher der Schauplatz einer der rührendsten Scenen der Odyssee gewesen ist.

Mein Führer geleitet mich zu einer an einem kleinen Fluss, 1 Kilometer von seiner Mündung erbauten Mühle; von da bin ich gezwungen zu Fusse zu gehen. Aber kaum habe ich hundert Schritte gethan, so stosse ich auf Hindernisse. Rechts und links vom Flusse hat man für die Bedürfnisse der Bewässerung Kanäle gegraben, welche zu breit sind, um hinüber springen zu können. Ausserdem sind die Felder theilweise unter Wasser gesetzt. Aber diese Schwierigkeiten steigern nur mein Verlangen, vorwärts zu gehen. Ich entkleide mich bis auf's Hemde und lasse meine Kleider unter der Obhut meines Führers. So gehe ich immer den kleinen Fluss entlang, oft bis an die Brust im Wasser und im Schlamm der Kanäle und überschwemmten Felder. Endlich, nach einer halben Stunde beschwerlichen Marsches, sehe ich zwei grosse, plump behauene Steine, welche die Tradition als den Waschplatz der Einwohner der alten Stadt Korcyra bezeichnet, und als den Ort, wo Nausikaa mit ihren Dienerinnen die Wäsche gewaschen und den Odysseus empfangen hat.

Die örtliche Lage entspricht vollkommen der Beschreibung Homer's; denn Odysseus landet an der Mündung des Flusses (Od. V, 460–464). Nausikaa kommt mit ihren Mägden zu den Waschgruben am Flusse (Od. VI, 85–87).

Αἱ δ᾽ ὅτε δὴ ποταμοῖο ῥόον περιϰαλλέ᾿ ἵϰοντο,
νθ᾽ ἤτοι πλυνοὶ ἦσαν ἐπηετανοί, πολὺ δ᾽ ὕδωρ
Καλὸν ὑπεϰπρορέει, μάλα περ ῥυπόωντα ϰαθῆραι.

»Als sie zu dem reizenden Strome kamen, wo Waschgruben immer voll von klarem und reichlichem Wasser waren, das alle Flecken reinigt. ....«

Diese Waschgruben mussten sich nothwendig dicht am Meere befinden; denn nachdem Nausikaa und ihre Dienerinnen die Wäsche gewaschen haben, breiten sie dieselbe auf den Kieselboden längs des Meeresufers, um sie zu trocknen (Od. VI, 93–95).

Αὐτὰρ ἐπεὶ πλῦνάν τε ϰάθηράν τε ῥύπα πάντα,
Ἑξείης πέτασαν παρὰ θῖν᾽ ἁλός, ᾗχι μάλιστα
Λάϊγγας ποτὶ χέρσον ἀποπλύνεσϰε θάλασσα.

»Aber nachdem sie gewaschen und alle Flecken gereinigt, breiten sie die Kleider längs des Gestades aus, wo das Meer die meisten Kiesel ans Land gespült hat.«

Darauf baden sie, salben sich, speisen und alsdann spielen sie Ball.

»Die Fürstin, welche den Ball nach einer ihrer Dienerinnen wirft, verfehlt ihr Ziel; der Ball fällt in die Strömung des Flusses; die jungen Mädchen erheben ein lautes Geschrei, worüber Odysseus erwacht (Od. VI, 115–117).«

Σφαῖραν ἔπειτ᾽ ἔῤῥιψε μετ᾽ ἀμφίπολον βασίλεια ·
Ἀμφιπόλον μὲν ἅμαρτε, βαθείῃ δ᾽ ἔμβαλε δίνῃ ·
Αἱ δ᾽ ἐπὶ μαϰρὸν ἄϋσαν -- ὁ δ᾽ ἔγρετο δῖος Ὀδυσσεύς.

Hieraus folgt, dass die Stelle, wo Odysseus im Gebüsch neben der Mündung des Flusses sich gelagert hatte, ganz dicht bei den Waschgruben und dem Ufer war, wo die Mädchen Ball spielten.

Ueber die Identität dieses Flusses mit dem Homerischen kann kein Zweifel obwalten, denn er ist der einzige Fluss in der Umgegend der alten Stadt. In der That giebt es auf der ganzen Insel nur noch einen andern Fluss; aber dieser befindet sich 12 Kilometer vom alten Korcyra, während die Κρεσσίδα Βρύσις nur 3 Kilometer davon entfernt ist.

Ohne Zweifel führte im Alterthum ein Fahrweg von der alten Stadt zu den Waschgruben; aber jetzt sind die Felder bebaut, und es ist keine Spur von diesem Wege mehr übrig.

Ich durchwanderte Korfu nach allen Richtungen, und war sehr erstaunt darüber, dass nirgends eine Umzäunung oder ein anderes Grenzzeichen zwischen den Besitzungen vorhanden ist. Das Ganze erscheint als ein einziger ungeheurer Garten von Olivenbäumen, Cypressen und Weinstöcken, und die Abwechselung der Erhebungen und Senkungen des Bodens ist so plötzlich und häufig, dass sie der Landschaft einen unaussprechlichen Reiz verleihen.

Aber die Pflege der Wissenschaften steht leider mit dem Anbau des Bodens bei Weitem nicht auf gleicher Höhe, und ich wage die Behauptung, dass von 50 Menschen kaum einer lesen und schreiben kann. Die Unwissenheit des Volks ist die Ursache der Verderbung ihrer stark mit italienischen, spanischen und türkischen Wörtern gemischten Sprache.

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