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Islandfischer

Pierre Loti: Islandfischer - Kapitel 10
Quellenangabe
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typefiction
authorPierre Loti
titleIslandfischer
publisherVerlag von Emil Strauß
printrunFünfte Auflage (Fünftes Tausend.)
year1898
translatorCarmen Sylva.
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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III.

Sie ging seit einer Stunde, leichtfüßig, erregt und die erfrischende Seebrise einathmend. Es waren große Stationen an allen Kreuzwegen aufgepflanzt. Von Zeit zu Zeit kam sie durch kleine Fischerdörfer, die das ganze Jahr vom Wind gepeitscht werden und die die Farbe der Felsen haben. In dem einen, wo der Pfad sich plötzlich zwischen düstern Mauern verengte, zwischen hohen, spitzen Strohdächern, wie keltische Hütten, mußte sie über das Schild einer Schenke lächeln: Zum chinesischen Apfelwein: Man hatte zwei Chineslein mit Zöpfen in Grün- und Rosakleidern abgemalt, die Apfelwein tranken. Das war sicher die Idee von einem alten Matrosen, der von dort wiedergekommen war. Im Vorübergehen sah sie Alles an; Leute, die mit dem Ziel ihrer Reise sehr beschäftigt sind, schenken den tausend Einzelheiten des Wegs stets mehr Aufmerksamkeit als Andere. Das kleine Dorf hatte sie schon weit zurückgelassen, und je weiter sie auf dem letzten Vorsprung des bretonischen Landes dahinschritt, je seltener wurden die Bäume um sie her, je trauriger die Gegend. Der Boden war wellig, felsig und von allen Höhen sah man das weite Meer. Nun hörten die Bäume ganz auf. Ringsum, nichts als kahle Haide mit grünen Stechginstern, und hie und da die göttlichen Gekreuzigten, deren große Kreuzesarme sich auf dem Himmel abzeichneten und der ganzen Gegend das Aussehen einer ungeheuren Richtstätte verliehen. An einem Kreuzwege, mit einem dieser großen Christusbilder, schwankte sie zwischen zwei Wegen, die sich zwischen Dornenhecken hinzogen. Ein kleines Mädchen kam rechtzeitig daher, sie aus der Verlegenheit zu befreien.

»Guten Tag, Fräulein Gaud.« Es war eine kleine Gaos, eine kleine Schwester von Yann. Sie küßte sie und frug, ob ihre Eltern zu Hause seien. »Vater und Mutter ja, nur mein Bruder Yann ist nach Loguivy gegangen,« sagte die Kleine ohne jede Absicht, »aber ich denke, er wird nicht lange draußen bleiben.«

Also er war nicht da! Da war wieder der Unstern, der ihn immer und überall von ihr entfernte. Den Besuch aufschieben für ein andermal? Wohl dachte sie daran; aber diese Kleine, die sie auf dem Wege gesehen, die davon sprechen konnte ... was würde man davon in Pors-Even denken. Da entschloß sie sich, weiter zu gehen, so viel wie möglich zögernd, um ihm Zeit zu geben, nach Hause zu kommen ... Indem sie näher zu Yann's Dorfe kam, dieser verlorenen Landzunge, wurde es ringsumher immer rauher und immer öder. Die starke Seeluft, die die Menschen so kräftig macht, die Pflanzen macht sie niedriger, kürzer, gedrungener, gegen den harten Boden angedrückt. Auf dem Pfade lag Seegras zerstreut, exotisches Gewächs, welches andeutete, daß eine andere Welt nicht ferne fei. Es verbreitete seinen salzigen Geruch in die Luft. Gaud begegnete zuweilen vorübergehenden Seeleuten, die man in dieser kahlen Gegend auf große Entfernung sah, weil sie sich vergrößert auf den hohen und entfernten Wasserlinien abzeichneten. Lootsen oder Fischer, – sie lugten immer aus, als späheten sie in die Weite, als bewachten sie die hohe See. Wenn sie an ihr vorüberkamen, sagten sie ihr guten Tag – gebräunte, sehr männliche und entschiedene Gesichter unter der Seemannsmütze. Die Stunde wollte nicht vorübergehen, und kaum wußte sie mehr, wie sie den Weg verlängern sollte. Die Leute wunderten sich, sie so langsam gehen zu sehen. Und was machte dieser Yann in Loguivy – vielleicht machte er den Mädchen den Hof?

Ach, wenn sie nur gewußt hätte, wie wenig er sich um die Schönen kümmerte; wenn er von Zeit zu Zeit Lust nach Einer hatte, brauchte er sich nur zu zeigen; die Mägdlein von Paimpol, wie das alte isländische Lied sagt, widerstehen nicht leicht einem so schönen Burschen; nein, er war einfach gegangen, etwas zu bestellen bei einem gewissen Korbmacher jenes Dorfes, der allein in der Gegend die richtige Art hatte, Hummerkörbe zu flechten. Ihm stand der Sinn sehr wenig nach Liebe in diesem Augenblick.

Gaud kam an eine Capelle, die man von Weitem auf einer Anhöhe sah; es war eine graue, kleine und sehr alte Kapelle, mitten in der Düne; ringsum eine Baumgruppe, die auch grau war und entlaubt, glich fast einem Haarwuchs, Haare, die alle auf eine Seite geschoben schienen, als wäre eine Hand hindurchgefahren. Und das war dieselbe Hand, die die Schifferbarken scheitern machte, die ewige Hand der Westwinde, welche in der Richtung der Wogen und der Fluth auch die Aeste am Strande windet und niederlegt. Schief und zerrauft waren diese alten Bäume gewachsen, die den Rücken bogen unter dem hundertjährigen Druck jener Hand. Gaud war fast am Ende ihres Ganges angelangt; denn das war die Capelle von Pors-Even; da hielt sie an, um noch Zeit zu gewinnen. Eine zerfallende kleine Mauer bezeichnete eine Einfriedigung, die Kreuze einschloß. Alles hatte dieselbe Farbe, die Capelle, die Bäume, die Gräber; der ganze Platz schien einförmig verbrannt und zernagt vom Seewind; graue Flechten mit schwefelgelben Flecken bedeckten gleichmäßig die Steine, die knorrigen Aeste und die Heiligen aus Granit, die in den Mauernischen standen.

Auf einem dieser Holzkreuze stand in großen Buchstaben ein Name: Gaos – Gaos Joël, achtzig Jahre.

Ah ja! der Großvater; das wußte sie. Den hatte das Meer nicht gewollt, den alten Seemann. Uebrigens mußten ja mehrere Verwandte von Yann in dieser Einfriedigung schlafen; es war natürlich; sie hätte darauf gefaßt sein sollen, und dennoch machte ihr der Name, auf diesem Grabe gelesen, einen schmerzlichen Eindruck.

Um noch einen Augenblick zu verlieren, trat sie unter die uralte, kleine, verwitterte, mit weißem Kalk überstrichene Vorhalle, um ein Gebet zu sagen. Aber dort blieb sie stehen, da ihr Herz sich noch mehr zusammenschnürte.

Gaos! wieder der Name auf eine der Tafeln eingegraben, die man im Andenken an Diejenigen aufstellt, die auf hoher See umkommen.

Sie begann die Inschrift zu lesen:

In Erinnerung an Gaos, Jean Louis,
24 Jahre alt, Matrose am Bord der Marguerite,
In Island verschwunden, d. 3. August 1877.
Er ruhe in Frieden!

Island und immer Island! Allenthalben waren an diesem Capelleneingang andere Holztafeln angenagelt, mit den Namen verstorbener Seeleute. Es war die Ecke der Untergegangenen von Pors-Even, und sie bereute, hierher gekommen zu sein, von düsterer Vorahnung überfallen. In Paimpol in der Kirche hatte sie wohl schon solche Inschriften gelesen; aber hier im Dörfchen war es kleiner, rauher, wilder, das leere Grab der Islandfischer. Auf jeder Seite war eine Granitbank für die Witwen, für die Mütter, und dieser niedere, unregelmäßige Raum, einer Grotte ähnlich, war von einer sehr alten Madonna bewacht, die rosa übermalt war und mit ihren großen bösen Augen eher der Cybele glich, der Urgöttin der Erde.

Gaos wieder!

In Erinnerung an
Gaos, François,
Ehemann von Anne-Marie Le Goaster,
Capitän an Bord des Pimpolais,
In Island verloren vom 1ten bis 3ten April 1877,
mit 23 Leuten, die seine Bemannung bildeten.
Mögen sie in Frieden ruhen!

Und darunter zwei Todtenknochen in's Kreuz gelegt unter einem schwarzen Schädel mit grünen Augen, eine naive Todtentanzmalerei, die an die Barbarei einer vergangenen Zeit gemahnte.

Gaos! überall der Name!

Ein anderer Gaos, Yves genannt, vom Bord seines Fahrzeuges geschleudert und verschwunden in der Nähe von Norden-Fjord in Island, im Alter von 22 Jahren. Die Tafel schien seit langen Jahren dort zu sein, der war wohl ganz vergessen, der da...

Während sie las, fühlte sie für Yann ein Gefühl von sanfter und auch etwas verzweifelter Zärtlichkeit aufwallen. Niemals, nein, niemals würde er der Ihre sein! Wie sollte sie ihn der See abringen, in der so viele andere Gaos gescheitert, Ahnen, Brüder, die tiefgehende Aehnlichkeit mit ihm gehabt haben mußten.

Sie trat in die schon dunkelnde Capelle ein, die kaum von den niederen Fenstern in der dicken Mauer erleuchtet war. Und mit dem Herzen voll Thränen, die hervordrängten, kniete sie dort nieder, um vor Heiligen von enormer Höhe zu beten, die, von groben Blumen umgeben, das Gewölbe mit den Häuptern berührten. Draußen fing der Wind, der sich erhoben, zu stöhnen an, als trüge er in das bretonische Land die Klagen seiner jungen Todten.

Der Abend nahte; endlich mußte doch der Entschluß gefaßt werden, den Besuch zu machen, sich des Auftrags zu entledigen. Sie nahm den Weg wieder auf, und nachdem sie sich im Dorfe erkundigt, fand sie das Haus der Gaos, an eine hohe Klippe gelehnt. Auf einem Dutzend Granitstufen stieg man zu ihm empor. Zitternd bei dem Gedanken, Yann könnte heim gekommen sein, ging sie durch das Gärtchen, in dem Ehrenpreis und Chrysanthemum wuchsen.

Beim Eintreten sagte sie, sie brächte das Geld von der verkauften Barke, man hieß sie sehr höflich niedersitzen, um den Vater zu erwarten, der ihr die Quittung unterschreiben würde. Unter all' den Leuten, die da waren, suchten ihre Augen nach Yann; aber sie sah ihn nicht.

Man war im Hause sehr beschäftigt. Auf einem großen, schön weißen Tisch schnitt man aus einem Stück neuen Cattuns die wachsleinenen Anzüge für die nächste Islandfahrt.

»Denn sehen Sie, Fräulein Gaud, Jeder muß für dort zwei vollkommene Anzüge zum Wechseln haben!« –

Man erklärte ihr dann, wie man es machte, sie anzustreichen und zu wichsen, diese Gewänder des Elends. Und während man ihr das genau auseinandersetzte, wanderten ihre Augen aufmerksam durch die Wohnung der Gaos.

Sie war in der herkömmlichen Art bretonischer Hütten eingerichtet; ein ungeheures Camin füllte den Hintergrund; Betten in Schränken bauten sich auf den Seiten auf. Aber sie war weder so düster noch so melancholisch als die Taglöhnerhütten, die immer halb unter der Erde am Wegrande sind; es war dort hell und reinlich, wie gewöhnlich bei Seeleuten.

Mehrere kleine Gaos waren da, Buben und Mädchen, Alle Geschwister Yann's, zwei große abgerechnet, die schon zur See waren. Und dann war noch obendrein eine ganz kleine traurige und sehr säuberliche Blondine da, die den Anderen nicht glich.

»Eins, das wir voriges Jahr angenommen haben,« erklärte die Mutter. »Wir hatten schon viele; aber was wollen Sie, Fräulein Gaud! Ihr Vater war von der »Maria, Gott liebt Dich,« die voriges Mal in Island verloren ging, wie Sie wissen, – da hat man sich die fünf Kinder unter Nachbarn vertheilt und dies ist uns zugefallen.«

Wie sie hörte, daß man von ihr sprach, lächelte das kleine Adoptivkind, indem sie das Köpfchen bückte und sich hinter den kleinen Laumec Gaos, ihren Liebling, versteckte.

Das ganze Haus hatte einen behäbigen Anstrich, und man sah die frische Gesundheit auf all' den rosigen Kinderwangen blühen.

Man empfing Gaud mit großer Zuvorkommenheit, wie ein schönes Fräulein, dessen Besuch eine Ehre für die Familie ist. Auf einer ganz neuen weißen Holztreppe wurde sie in die Oberkammer geführt, den Stolz des Hauses. Sie erinnerte sich der Geschichte genau, wie das Stockwerk gebaut worden, in Folge eines gefundenen Schiffes in der Manche, durch den Vater Gaos und seinen Vetter, den Lootsen. In der Ballnacht hatte ihr das Yann erzählt.

Dieses Wrackzimmer war hübsch und freundlich in seiner weißen Neuheit; es standen dort zwei städtische Betten mit rosa Cattunvorhängen und ein großer Tisch in der Mitte. Durch das Fenster sah man ganz Paimpol, die ganze Rhede, mit den Isländern dort vor Anker, und die enge Straße, durch die sie hinausfahren.

Sie wagte nicht zu fragen, aber sie hätte gar zu gern gewußt, wo Yann schlief; natürlich hatte er als Kind unten gewohnt, in einem dieser alten Bettschränke. Aber jetzt war es vielleicht hier, zwischen den schönen rosa Vorhängen. Sie hätte gerne alle Kleinigkeiten seines Lebens kennen gelernt; besonders hätte sie gern gewußt, womit er die langen Winterabende zubrachte. Ein etwas schwerer Schritt auf der Treppe machte sie zusammenzucken.

Nein, es war nicht Yann, aber ein Mann, der ihm ähnelte, trotz seiner bereits weißen Haare, der fast seine hohe Gestalt hatte, und der sich so gerade hielt wie er; es war der Vater Gaos, der vom Fischfang heimkehrte.

Nachdem er sie begrüßt und nach der Ursache ihres Besuches sich erkundigt, unterschrieb er ihr die Quittung, und es dauerte ein wenig lange, dann meinte er, seine Hand sei nicht mehr sehr sicher. Doch nahm er diese hundert Franken nicht als endgültige Zahlung, als seinen Antheil an dem Verkauf der Barke an, nein, nur als Abschlagszahlung; er würde wieder mit Herrn Mével darüber reden. Und Gaud, der das Geld sehr gleichgültig war, hatte unmerklich gelächelt: richtig, die Geschichte war noch nicht zu Ende, sie hatte sich's wohl gedacht; übrigens war es ihr ganz Recht, mit den Gaos noch in Geschäfte verwickelt zu sein.

Man entschuldigte sich fast im Hause über Yann's Abwesenheit, als ob man es höflicher gefunden, wenn die ganze Familie beisammen gewesen wäre, sie zu empfangen. Der Vater hatte mit der Schlauheit des alten Seemanns vielleicht sogar errathen, daß sein Sohn der schönen Erbin nicht gleichgültig war; denn er kam immer wieder auf ihn zu sprechen:

»Es ist doch sehr verwunderlich,« sagte er, »er ist nie so spät draußen. Er ist nach Loguivy gegangen, Fräulein Gaud, um Körbe zu kaufen, Hummern darin zu fangen; wie Sie wissen, ist das unsere große Winterfischerei.«

Zerstreut verlängerte sie ihren Besuch, doch mit dem heimlichen Bewußtsein, daß es zu lange sei, und fühlte ein Herzbedrücken beim Gedanken, daß sie ihn nicht sehen würde.

»So ein ordentlicher Mensch wie er, was mag er nun treiben? Im Wirthshaus ist er sicher nicht; das haben mir bei unserem Sohne nicht zu fürchten. Ich will nicht sagen, einmal von Zeit zu Zeit, Sonntags mit Cameraden, – Sie wissen, Fräulein Gaud, die Seeleute – Ja, mein Gott! man ist ein junger Mann, nicht wahr, warum sollte man sich's ganz versagen? Aber das kommt sehr selten bei ihm vor; er ist ein ordentlicher Mensch, wir dürfen's schon sagen.«

Indessen wurde es Nacht; sie hatten die Wachsleinenkleider zusammengelegt, die Arbeit eingestellt. Die kleinen Gaos und das kleine Pflegekind drückten sich auf der Bank aneinander, durch das graue Abendlicht traurig gemacht, und sahen Gaud an mit der Frage in den Augen:

»Jetzt, warum geht die nicht fort?«

Und die Flammen im Camin begannen Alles roth zu beleuchten, in der niedersinkenden Dämmerung.

»Sie sollten bleiben und die Suppe mit uns essen, Fräulein Gaud.«

O nein! das konnte sie nicht; plötzlich stieg ihr das Blut in's Gesicht beim Gedanken, so lange geblieben zu sein. Sie stand auf und nahm Abschied.

Yann's Vater war auch aufgestanden, um sie ein Stück Wegs zu begleiten bis über den einsamen Grund hinaus, wo alte Bäume den Weg in schwarze Nacht hüllen.

Während sie nebeneinander dahingingen, fühlte sie eine Regung von Achtung und Zärtlichkeit für ihn. Sie hätte gern zu ihm gesprochen, wie zu einem Vater; es wallte in ihr auf; dann blieben ihr die Worte in der Kehle stecken, und sie sagte nichts.

Da gingen sie hin, im kalten Abendwinde, der Seegeruch brachte, und kamen auf der kahlen Haide an bereits geschlossenen Hütten vorbei, die sehr düster aussahen, mit ihren buckligen Dächern, arme Nester, in denen Fischer verkrochen waren; sie kamen an Kreuzen, Ginstern und Steinen vorüber. Wie weit war es, das Pors-Even, und wie lange hatte sie sich dort verweilt!

Manchmal begegneten sie Leuten, die von Paimpol oder Loguivy kamen; jedesmal wenn sie einen männlichen Umriß daherkommen sah, dachte sie an Yann; aber es war leicht, ihn von Weitem zu erkennen, und bald war sie enttäuscht. Ihre Füße verwickelten sich in die langen, braunen Ranken des Seegrases, das sich über die Wege hinzog.

Am Kreuz von Plouëzoc'h grüßte sie den Greis und bat ihn umzukehren. Man sah schon die Lichter von Paimpol, und sie hatte nicht den geringsten Grund mehr, sich zu fürchten.

Nun wohl, für diesmal war es aus ... und wer weiß, wann sie nun Yann sehen würde ...

An Vorwänden, nach Pors-Even zurückzukehren, hätte es ihr nicht gefehlt, aber es hätte zu schlimm ausgesehen, den Besuch zu wiederholen. Es galt tapferer sein und stolzer. Wäre Sylvester, ihr kleiner Vertrauter, noch dagewesen, vielleicht hätte sie ihn beauftragt, in ihrem Namen Yann aufzusuchen, damit er sich erklärte. Aber er war fort und für wieviel Jahre? ...

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