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Inseln im Winde

Max Geißler: Inseln im Winde - Kapitel 36
Quellenangabe
typefiction
authorMax Geißler
titleInseln im Winde
publisherVerlag von L. Staackmann
printrunNeuntes bis elftes Tausend
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Vierunddreißigstes Kapitel

Ipke Tamen war kurz nach zwei Uhr von Ockholm her auf Lütt-Jens-Werft eingetroffen. Die See schaukelte noch die Schollen über dem Watt, als er den Außendamm entlang schritt. Darum sprach er bei Niß Nissen zu. Der hatte zwei Bauern am Tische sitzen, die tranken dampfenden Teepunsch.

Niß Nissen kraute sich hinter den Ohren: »Meint Ipke Tamen, daß er jetzt gehen kann? Junge, Junge, das ist viel zu früh! Vor halb vier gibt's keinen Aufbruch. Wie lang ist's nach Klähns-Hallig?«

»Wohl anderthalbe Stunde. Das kommt auf die Lage des Eises an. Wenn das Hochwasser mehr Treibeis aus See gebracht und heimlich Türme gebaut hat, so mag's auch länger sein.«

»Geht keiner in der Zeit!« warf einer der Bauern ein. »Heute nicht. Und was will Tamen denn anfangen, wenn ihm die Dämmerung Schnee in die Augen wirft?«

Ipke Tamen lachte: »Über Nacht mag's schneien so viel es will; ich denke, bis ich übers Watt bin, bleibt der Schnee noch hängen.«

Niß Nissen trat prüfend ans Fenster und schaute über den Koog. Weil der aber nur die Fernschau nach Osten frei ließ, schritt er hinaus auf den Damm. Als er nach einer Weile vom Ausguck zurückkehrte, sagte er: »Die See steckt in einem Sack, Tamen. Du kannst nicht gehen. Der Schnee ist auf dem Wege und in einer Stunde ist ein Wirbeln, daß keiner hindurchsehen kann.« –

Nissen blies den Rauch seiner Pfeife hastig paffend wieder gegen die Scheiben. Draußen begann der Schnee zu fallen. – Das war, wie Jochen Klähn auf der Insel durch die Häuser ging und wie ihn gleich darauf Uwe Nomsen rief: »Klähn, wir wollen Ocke Frerksen im Auge behalten! Frerksen ist hinunter und wartet auf Ipke Tamen!«

Während sie gingen, hub drüben auf Lütt-Jens-Werft der eine der Bauern wieder an: »Muß einer denn da überhaupt über das Watt in solchem Winter? Liegt bei den Inselleuten wer im Sterben?«

Niß Nissen lächelte: »Ein wichtiger Brief!«

»Gott's Dünner – an den Kaiser etwa?« lachte der Bauer.

»Nicht weit davon,« sagte Nissen und zwinkerte mit den Augen.

Dann erzählte Nissen.

Da trommelte der Bauer mit den Fingern auf den Tisch: »Noch einen Teepunsch, Nissen! Hm, hm, also auch die Inselleute! Alles will vorwärts. Da hab' ich heute gehört, daß sogar die Schulmeisters besser bezahlt sein wollen. Is nich so?«

Der andere nickte und sagte in behäbigem Platt: »Ick bin nu eegendlich gor nich dormit inverston. dat nu ock de Pasters un de Schoolmeisters so veel Geld kriegen. Nahstens billen se sich sünst in, dat se ebenso veel sünd as wi.«

Von da aus war's nicht mehr weit, auch das Beginnen der Inselleute beim Grog zu lästern; darum flog in Ipke Tamens Stirn ein flüchtiges Rot, als wenn's der Tag scheidend durchs Fenster geworfen hätte. Aber der Tag hatte bloß ein bleiernes totes Licht; nicht einmal der Schnee wollte hindurch, fallen. Ipke Tamens Herz hatte das Rot auf seine Stirn geworfen; es war das Rot des Zorns, und war Zeit, daß er ging.

Draußen vor der Tür lehnte der Pickstock. Nissen geleitete den Schlickläufer bis auf den Deich. »Tamen,« sagte er, »wenn der Schnee dichter wird und Du merkst, der Nebel kriecht ins Eis, dann geh nicht weiter, sondern kehr um.«

Die Sorge schlug dem alten Friesen eine tiefe Falte in die Stirn. Dann ging der andere dahin, und Nissen schaute ihm nach, solange es der graue Tag und das getürmte Eis litten.

Inzwischen liefen drüben auf Klähns-Hallig die drei Männer an der Kante hin, sie suchten auf dem getürmten Eise einen erhöhten Stand zu gewinnen und über das Watt zu blicken. Von See her schlug sich ein Nebel zwischen die Schollen; tief, träge, heimtückisch kroch er vorwärts und ließ den kaum wehenden Wind über sich hinwegblasen.

»Vier vorbei,« sagte Jochen Klähn klanglos. Aber wie sie abwechselnd das ganze vereiste Watt in die Gläser nahmen – Ipke Tamen wollte nicht kommen.

Der Wind fing an stärker zu wehen. Eine blaue Wolke schob sich drohend durch das dämmerige Licht. Der Wind blies hinein und zerblies sie – da begannen die Flocken zu fallen.

Der Tag ward müde. Es kam ein Wirbeln in die Flocken, und wie der Wind einmal sein Spiel begonnen hatte, fand er Gefallen daran und blies die Flocken immer toller durcheinander. Der Nebel, der gespenstisch zwischen dem getürmten Eise herumkroch, wollte sich erheben; aber der Wind warf ihn wieder in die Risse zwischen die Schollen, die schmutzigen, klebrigen Bruch hatten.

Während die auf der Insel warteten, schritt Ipke Tamen fürbaß. Seine Augen suchten vor seinen Füßen im Schlick und im brüchigen Eis einen Weg und bemerkten die Flocken kaum. Er konnte nicht gerade über das Watt gehen; denn manchmal wuchs ein Berg Eis aus dem Grunde, hatte sich eine riesige Scholle querüber gelegt, die er umschreiten mußte; er wechselte hundertmal die Richtung.

Und wie er einen Eishügel erklommen hatte, suchte er die Umrisse von Klähns-Hallig im Dämmerlicht. Die waren nicht da. Niß Nissen hat gesagt: wenn Dir der Nebel um die Stiefel kriecht und wenn der Schnee dichter fällt, dann kehr um! Jetzt kriecht der Nebel, der Wind wirft die Flocken umher, daß sie spielen wie die Mücken. Wo ist Lütt-Jens-Werft?

Ipke Tamen sah nach rückwärts, wo das Haus mit dem niederen Rohrdach über den Außendamm schauen mußte. Aber das Haus auf Lütt-Jens-Werft war nicht da. Und der Damm war nicht da. Es war nur wirbelnder Schnee, stumpftrotziges Eis und drohende Dämmerung. Und in der fallenden Nacht krochen die Nebel herum wie weiße riesige Schlangen.

Von der Werft war währenddem auch Knudt Klähn auf das Vorland heruntergekommen.

»Was meinst Du, Knudt Klähn?«

»Er wird bei Niß Nissen nächtigen, Frerksen. Ich denke, Du sollst Dich nicht sorgen.«

Da stieg Frerksen wieder auf seinen Eisberg, legte die Hände um den Mund und rief hinaus: »Ahoi!«

Der Ruf rollte dumpf durch die Wölbungen des Eises und rollte hinaus auf das Watt. Sie hörten ihn auf der Werft, und die Frauen liefen aus den Häusern und schauten, was Frerksen begehre. Es war, als müsse Frerksens schallendes Ahoi bei Niß Nissen die Fenster der Kate einschlagen.

Sie lauschten, aber es kam kein Ruf zurück.

Und noch einmal: »Ahoi!«

Aber der Wind heulte hinter dem Rufe drein und stiebte seine Flocken darüber, feuchte große Flocken, die wie fallendes Laub durcheinander wirbelten. Da fand sich der Ruf nicht mehr fort, und er sank hilflos zwischen die Schollen wie der erste – noch ehe er den Weg bis zu Ipke Tamen gelaufen war.

»Noch ist die Flut weit!« beruhigte Nomsen.

»Hoho,« warf Jochen ein, »der Wind steht von See, Nomsen! Wenn wir um acht des Abends Hochwasser haben müßten, sind um sechs Uhr querüber nach Lütt-Jens-Werft alle Rinnen vollgelaufen. Es ist fünf Uhr.«

Jochen Klähn hielt die kalte Kalkpfeife fest zwischen den Zähnen, und in seinen Wangen war ein unruhig Spiel der Muskeln. »Wir müssen hinaus, Männer,« sagte er, »hinaus, Ipke Tamen entgegen! Wenn er auf dem Weg ist, werden wir ihn vor Nacht finden. Aber der Kapitän bleibt an Land.«

Da neigte sich Klähn gegen Frerksens Ohr und sagte ihm, was geschehen sollte; denn wenn ihn der Nebel jetzt draußen zwischen den Eisblöcken einspinnt und der Wind jagt die See vorzeitig herauf, dann leitet ihn kein Ruf wieder zu Land und Menschen!

Da blieb Ocke Frerksen an der Kante der Hallig.

Die anderen aber rief die Sorge hinaus, immer weiter. Und die Flocken fielen dichter, und der Wind sang und schleifte seine Nebelnetze zwischen dem Eise hindurch.

Einen Steinwurf weit, der Schatten, der im fallenden Schnee steht – das ist nicht der Tod, das ist Knudt Klähn, 's ist das Leben, welches den Tod verscheucht, der in stiebenden Schnee durch den vergehenden Tag schleicht.

Und noch einen Steinwurf weiter, draußen zwischen dem Eise – wieder der Schatten: das ist Jochen Klähn.

So stehen sie: an der Kante auf dem Eisberge Ocke Frerksen, der von Zeit zu Zeit sein dumpfrollendes »Ahoi!« in den sinkenden Tag ruft, als wolle er damit die Nacht vertreiben. So weit von ihm entfernt, wie eine Möwe nach Futter für die Jungen fliegt, steht Uwe Nomsen. Dann Knudt und dann Jochen Klähn – immer nur auf Rufweite voneinander. So haben sie sich's versprochen.

Aber auch Jochen Klähns Ruf kann nicht vorwärts: der Wind wird lauter und schlägt ihn zu Boden. Noch einmal »Ahoi!« Aber der Wind rennt hinterdrein und wirft sein Netz aus Nebel und Schnee darüber; da ist der Ruf gefangen.

Und zu Ipke Tamen, der draußen am Tief steht, kommt keiner.

Da geht von der Werft her plötzlich ein Schein. Die Nacht löscht das letzte Grau des Tages aus, und von den Hütten herüber laufen zwei lodernde Feuer über den Schnee.

Flugs ist auch der Wind da und bläst in die Fackeln; er bläst sie nicht aus, er wirft Flocken hinein – aber das Feuer ist mächtiger als Winter und Wind. Nun flattert's wie ein weißes Tuch in der Luft und flattert wie klingendes Silber um das Gold der Flammen: so dicht gehen die Flocken.

»Ahoi!«

Die Fackeln sind unten am Strand. Uwe Nomsen trägt Knudt Klähn die eine hin. Und Jochen Klähn, der weit draußen im Watt steht, nimmt die andere und schwingt sie in die Nacht. Aber auch das goldene Licht der Flammen findet sich nicht weit fort in Nebel und Flockenfall. Und auch das goldene Licht der Flammen findet sich nicht bis zu Ipke Tamen.

Wo ist Ipke Tamen?

Weit draußen in Eis und Schlick. Rings verhängt ihm der fallende Schnee, verhängt ihm der grämliche Nebel die Bahn. Es ist kein Vorwärts. Es ist kein Zurück. Die Schollen haben ihn aus der Richtung gedrängt, Nebel und Nacht haben ihn irre geführt.

Da erwacht ein Sickern in den Gräben, da schieben sich die Schollen durcheinander, heben sich; bersten; ein stumpfsinniges faules Ungetüm reckt sich das Eis wie im Schlafe.

Ipke Tamen bohrt seine Blicke in die Finsternis: Wo ist ein Weg?

Die Schollen knirschen, werden lebendiger. Das ist die Flut! Der Wind jagt sie heut früher aus der See herein.

Es rollt etwas unter den Schollen dahin: Ipke Tamens tastender Pickstock stößt ins Wasser. Und die See steht draußen in der Nacht und schiebt mit tausend Armen riesige Flächen fußdicken Eises heran. Es muß schon alles lebendig sein ringsum! Berge müssen sich türmen, Schollen müssen wie Wände in die Nacht hineinstehen – da – da – sie stürzen schwerfällig zusammen! Die See ist stärker als das Eis, da hilft kein Trutz!

Aber die Nacht ist mitleidig: sie hüllt alles in ihren undurchdringlichen Mantel – die herankriechenden Wasser, die kreisenden zischenden Schollen, den aus hundert Gräbern grinsenden Tod.

Und der Wind stapft in den prasselnden Schollen umher, tritt in das Wasser, reißt eine Eismauer in die Flut, daß die See zischend darunter hervorspringt, und in einem Augenblick ist er schon wieder weit fort.

Der Grund wankt unter Ipke Tamen, verbietet ihm jeden Schritt, öffnet den Rachen – aber er schließt ihn noch einmal langsam wieder.

Und nun: Ipke Tamen stemmt den Pickstock fest in das Eis, um seine Füße schluchzen die Wasser, zischen die Schollen – so erwartet er den Tod.

Da schiebt sich etwas heran, drückt den Eisenzahn des Stocks aus der Scholle und kriecht unaufhaltsam vorwärts und an Ipke Tamens zitternden Fuß. Aber das Eis hat Stufen für diesen Fuß gebaut: er steigt eine Scholle höher. Da kriecht über diese hinweg eine zweite. Hinauf!

Wie auf Stiegen steigt er den Eisberg empor, der wächst unter ihm. der kreist und ein neuer schiebt sich aus dem andern heraus. Die See guckt mit grauen Augen zwischen den lebendigen Schollen hervor: sie hat hundert Köpfe – und mit jedem will sie den todgeweihten Mann verschlingen.

Der Berg unter Tamen treibt. Schollen schieben sich von den Seiten heran wie zischende Ungeheuer. Das Eis wird ihm die Schenkel über den Knien zerbrechen und wird sich über den zuckenden Körper werfen!

Ruft denn keiner? Ist denn kein Licht in der Nacht, das den Weg weist?

Immer weiter drängt sich der wandernde Berg durch das krachende Eis, der den verlorenen Mann trägt.

Es ist ein furchtbarer Klang, der in dem Eis ist, und ist eine furchtbare Macht, der sich keine auf Erden vergleicht.

Da!

Eine Flamme!

Und dort eine andere!

Im Rücken hat ihm Klähns-Hallig gelegen? So hat ihn der Nebel genarrt und der wirbelnde Schnee? Der fällt nun dünner und drückt das Licht nicht mehr aus. Oder: der Berg von Eis, unter dem der Tod lauert, treibt der Hallig stracks entgegen.

»Ahoi!«

Beide Hände wölbt Ipke Tamen um den Mund, alle seine Kraft klingt hinein in den dröhnenden Schrei der Not, alle Kraft und Verzweiflung des Sterbenden: »Ahoi!

Aber Ipke Tamens Ruf erreicht die Freunde im Watt nicht.

Die Flut ist auch um ihre Füße gekrochen und hat die Klähns drohend gegen die Kante der nächtlichen Hallig zurückgedrängt.

Aber die Fackeln drüben brennen und reichen ihre goldenen Hände durch das Dunkel der Nacht. Da – ein Stoß, ein Sturz – Grund? Watt?

Die kleinen Schollen ringsumher treiben weiter und zischen sich an. Die Wasser rieseln wieder in den Rinnsalen zwischen dem Eis. Die Schollen bleiben stehen. Die Wände stürzen nicht mehr. Die Riesin See ist anders wohin kämpfen gegangen.

Aber Ipke Tamen verläßt die Kraft. Er sinkt in die Knie, sinkt in das kalte brüchige Eis. Da klappert ein Paket Zündhölzer in seiner Tasche. Von der Kante herüber läuft das Licht auch weiter als der Ruf. Die Zündhölzer heraus! Tamen hält den Hut zwischen die Flamme und den Wind. Die Hölzer flackern auf – ein dichter Pack, alle, die er hat. Drüben steigt eine Fackel in die Luft. Das ist das Zeichen: sie haben die Flamme vom Eise gesehen; sie wissen: der den sie suchen, der lebt.

Und nun werden sie sich durchringen, durch Nacht und Tod, die Leute des Eilandes. Sie werden kommen. Aber jetzt noch nicht – der Grund darf nicht mehr mit den Menschen davonlaufen, die über ihn gehen. Drüben am Strande schleudern sie Fackeln. Die kreisen in goldenem Bogen durch die Nacht, die rufen: sie kommen und retten dich!

Alle Frauen sind an die Kante hinuntergeeilt, Hertje Nomsen steht mit draußen auf dem Eis; Binne Bonken ist bis nahe zu Knudt Klähn vorgedrungen. Wer ist noch weiter draußen?

Jochen Klähn!

»Ahoi! Jochen Klähn bist Du noch da?«

Fern aus der Nacht klingt sein Ruf zurück.

Die Frauen schreien wie sturmverschlagene Möwen.

Wie der Donner, der über den Wogen brüllt, rufen die Männer! »Ipke Tamen! Ipke Tamen! Gib Antwort!«

Da ringt sich ein schwacher ersterbender Laut mühsam durch Nacht und über schmierige Schollen.

Manchmal brechen unter den Tritten Jochen Klähns die Wölbungen zusammen, stürzen die Brücken aus Eis, die die See gebaut hat. Aber das Wasser darunter hat sich verlaufen.

Jochen Klähn wölbt die Hände um den Mund: »Rufe, Ipke Tamen! Rufe! Noch einmal!« Und Jochen Klähn wendet sich rückwärts: »Die Fackeln hoch!«

Da liegt er, ein Stöhnender, quer über dem Eise.

»Lebst Du, Ipke Tamen?«

Knudt Klähn ringt sich langsam heran, er hält die Fackel hoch, die ihren Schein um Jochen Klähns Füße geworfen hat.

»Lebst Du, Ipke Tamen?«

Jochen Klähn lädt sich die starre Last auf den Rücken.

»Vater, Licht um meine Füße! Licht!« fordert Jochen Klähn.

Nun schreitet der Schiffer Knudt seitlich neben seinem Sohne, der den sterbenden Mann schleppt, und neigt seine Fackel.

So schritten sie durch die Nacht. »Ist er tot?« fragten die Frauen.

»Ich weiß nicht. Mir ist, ich trüge zwei, ihn und den Tod!«

Sieben Fackeln loderten ihr rotes Licht und wiesen dem schweigsamen Zuge den Weg auf die Werft.

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