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Indische Liebeslyrik

Friedrich Rückert: Indische Liebeslyrik - Kapitel 8
Quellenangabe
pfad/rueckert/indliebe/indliebe.xml
typepoem
authorFriedrich Rückert
titleIndische Liebeslyrik
publisherVerlag Hans Bühler jr.
printrun1.-10. Tausend
editorHelmuth von Glasenapp
year1948
firstpub
translatorFriedrich Rückert
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20081222
projectid1a36efb1
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Fünf Sprüche eines indischen Weisen

1

Was ist Gewinn? mit Guten streben.
Was Schaden? unter Toren leben.
Was ist Verlust? verlorne Zeit.
Der beste Witz was? Redlichkeit.
Der rechte Mut? vorm Bösen scheu.
Das beste Liebchen? Ehweib treu.
Was Reichtum? seine Kunst verstehn.
Was ist Glück? nicht auf Reisen gehn.
Was Königsmacht? die Seinigen sich gehorchen sehn.

2

Die arm sind an bösen Worten,
Reich an guter Reden Horten.
Nicht verleumden, noch lügen,
Und mit ihren Fraun sich begnügen:
Wo immer sie sind erschienen,
Die Erd' ist geschmückt mit ihnen.

3

Von eines Helden Fußtritt nur
Wo berührt wird die Erdenflur,
Zittert sie freudig allzumal,
Wie getroffen vom Sonnenstrahl.

4

Und wenn auf Erden gleich
Bliebe kein Lotosteich,
Doch scharrte nie der Schwan
Im Miste wie der Hahn.

5

Weise muß man ehren,
Auch wenn sie nicht Weisheit lehren.
Was ihnen nur fällt vom Munde,
Ist immer heilige Kunde.

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