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In Nacht und Eis. Zweiter Band

Fritjof Nansen: In Nacht und Eis. Zweiter Band - Kapitel 15
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authorFridtjof Nansen
titleIn Nacht und Eis. Zweiter Band
publisherF. A. Brockhaus.
year1930
firstpub1897
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Vierzehntes Kapitel

In die Heimat

Sonntag, 26. Juli. Endlich ist das Schiff gekommen! Heute Morgen wurde ich dadurch geweckt, daß ich fühlte, wie mich jemand an den Beinen zog. Es war Jackson, der mir freudestrahlenden Gesichtes mittheilte, die »Windward« sei da. Ich sprang auf und blickte aus dem Fenster; da war das Schiff gerade draußen am Eisrande; es dampfte langsam herein, um einen Platz zum Vertäuen zu suchen. Wundervoll, wieder ein Schiff zu sehen! Wie hoch die Takelung erscheint! Und der Rumpf, er gleicht einer Insel! An Bord gab es Nachrichten aus der großen Welt weit da draußen.

Es herrschte allgemeine Bewegung. Jeder war aufgestanden und schaute leicht gekleidet aus dem Fenster. Jackson und Blomqvist stürzten, sobald sie sich in die Kleider geworfen hatten, davon. Da ich augenblicklich kaum etwas an Bord zu thun gehabt hätte, begab ich mich wieder zu Bett. Es dauerte aber nicht lange, als Blomqvist keuchend zurückkehrte; Jackson war so aufmerksam, ihn zu schicken und mir mitzutheilen, daß zu Hause alles wohl sei und daß man von der »Fram« nichts gehört habe. Das war das erste, wonach Jackson gefragt hatte. Das Herz wurde mir so leicht wie eine Feder.

Als ich mich dem Schiffe näherte, wurde ich von der ganzen Mannschaft, die sich an Deck versammelt hatte, mit brausenden Hurrahs begrüßt und von dem ausgezeichneten Führer der »Windward«, Kapitän Brown, sowie von Dr. Bruce und Herrn Wilton, die beide bei Jackson überwintern wollten, und von der ganzen Schiffsbesatzung in herzlicher Weise aufgenommen. Wir begaben uns in die geräumige, behagliche Kajüte, wo wir gierig den Neuigkeiten aller Art lauschten, während ein ausgezeichnetes Frühstück mit frischen Kartoffeln und andern köstlichen Dingen den Gaumen hinabglitt, der weniger bedurft hätte, um befriedigt zu sein.

Es gab in der That merkwürdige Neuigkeiten. Eine der ersten war, daß man jetzt Leute durch mehrere Zoll dicke Thüren photographiren könne. Ich gestehe, ich spitzte die Ohren bei dieser Nachricht. Daß man eine im Körper sitzende Kugel photographiren könne, war auch wunderbar, aber nichts gegen das. Und dann erfuhren wir, daß die Japaner die Chinesen geschlagen hätten, und noch vieles andere. Nicht am wenigsten bemerkenswerth war nach unserer Meinung das Interesse, das die ganze Welt jetzt an den arktischen Regionen zu nehmen schien. Spitzbergen war ein Land für Touristen geworden; eine norwegische Dampfergesellschaft (Vesteraalen) hatte einen regelmäßigen Passagierdienst dorthin eingerichtet, Ich ließ mir nicht träumen, daß Sverdrup ein Jahr später Befehlshaber des Dampfers dieser Gesellschaft sein würde! es war dort ein Hotel erbaut, und es gab ein Postamt und Spitzbergen-Briefmarken! Und ferner erfuhren wir, daß Andrée dort auf guten Wind warte, um in einem Ballon über den Pol zu fahren.

Hätten wir den Weg nach Spitzbergen fortgesetzt, würden wir also mitten in alles dies hineingerathen sein. Wir würden ein Hotel und Touristen vorgefunden haben und in einem comfortabeln modernen Dampfer heimgebracht worden sein, ganz anders als mit der Walfischfängerjacht, von der wir den ganzen Winter und auch schon das Jahr vorher gesprochen hatten. Die Menschen pflegen es für amüsant zu halten, sich selbst zu sehen, und ich bilde keine Ausnahme von der Regel. Ich würde viel darum gegeben haben, hätte ich beobachten können, wie wir in unserm ungewaschenen und unverfälschten Naturzustand, so wie wir aus unserm Winterlager kamen, mitten in eine Schar englischer Touristen, männlicher und weiblicher, gerathen wären! Ich bezweifle, daß es dort viel Umarmen und Händeschütteln gegeben hätte, bezweifle aber nicht, daß sehr viel durch Ventilationslöcher und andere Gucklöcher, wo solche zu finden gewesen wären, geguckt worden wäre.

Die »Windward« war am 9. Juni von London und am 25. Juni von Vardö abgegangen und hatte ungefähr drei Wochen mit dem Eise gekämpft, um zu uns zu gelangen. Sie hatte vier Renthiere für Jackson mitgebracht, aber keine Pferde, wie dieser erwartet hatte. Jackson hatte mehrere russische Pferde mitgenommen, die er mit den Hunden zusammen bei den Schlittenexpeditionen verwendet hatte. Bei unserer Ankunft war nur noch eins von den Pferden am Leben. Ein Renthier war während der Reise verendet. Einige Schafe hatte sie auch mit.

Jeder half jetzt eifrig, die »Windward« zu entladen und die Proviantvorräthe, Kohlen, Renthiermoos und andere Sachen, die das Schiff für die Expedition mitgebracht hatte, an Land zu schaffen. Sowol die Schiffsmannschaft, als auch die Mitglieder der englischen Expedition betheiligten sich an dieser Arbeit, die rasch fortschritt. Bald war eine gute Straße auf dem holperigen Eise hergestellt, und nun wurde Ladung auf Ladung mit den Schlitten an Land gefahren. In weniger als einer Woche war Kapitän Brown zur Rückkehr fertig und wartete nur noch auf Jackson's Briefe und Telegramme für die Heimat. Das dauerte noch ein paar Tage, dann war alles bereit. Inzwischen hatte sich jedoch ein Sturm von der See her erhoben; die Vertäuungen der »Windward« am Rande des Eises hatten nachgegeben, das Schiff war ins Treiben gerathen und hatte weiter landwärts einen Hafen aufsuchen müssen, wo es aber so seicht war, daß der Dampfer nur 30 bis 60 Centimeter Wasser unter dem Kiel hatte. Mittlerweile trieb der Wind das Eis herein, das schiffbare Wasser schloß sich draußen rundherum, und die Schollen kamen beständig näher. Eine Zeit lang sah die Situation nichts weniger als angenehm aus; glücklicherweise erreichte das Eis aber das Schiff nicht, sodaß es dem entging, aus dem Wasser herausgehoben zu werden. Nach einem dadurch entstandenen Aufenthalt von ein paar Tagen kam das Schiff wieder frei.

Ein fieberhafter Eifer bemächtigte sich der kleinen Kolonie. Die Heimkehrenden mußten sich für die Reise fertig machen und die Zurückbleibenden ihre Briefe und sonstigen Sachen an Bord bringen. Das war jedoch schwierig genug. Außerhalb des Randes des Ufereises hatte sich eine Menge loses Eis zusammengeschoben, sodaß es dem Schiffe nicht leicht wurde, sich zu bewegen; ungeduldig wartete das Schiff und ließ unaufhörlich seine Dampfpfeife ertönen. Endlich waren die Zurückbleibenden an Land gegangen und wir, die wir heimkehrten, sämmtlich an Bord; es waren von der englischen Expedition die Herren Fisher, Child, Burgeß, der Finländer Blomqvist, außerdem Johansen und ich.

Als die Sonne durch die Wolken über Kap Flora brach, schwenkten wir die Hüte und sandten als Lebewohl ein letztes Hurrah den sechs Männern zu, die wie ein kleiner dunkler Fleck auf einer Scholle in der großen Eiswüste aussahen. Unter vollen Segeln und Dampf traten wir bei günstigem Winde am 7. August die Fahrt nach Süden über die wogende Meeresfläche an.

Das Glück begünstigte uns. Auf der Reise nach Norden hatte die »Windward« viel und schwer mit dem Eise zu kämpfen, ehe sie sich endlich durchgearbeitet hatte und das Land erreichte. Auch jetzt trafen wir eine Menge Eis, doch war dasselbe lose und verhältnißmäßig leicht zu passiren. Nur an ein paar Stellen wurden wir angehalten und mußten uns mit der Maschine einen Weg hindurchbahnen. Doch das Schiff befand sich in guten Händen. Kapitän Brown wußte aus seiner langen Erfahrung als Walfischfänger mit größern Schwierigkeiten fertig zu werden, als das dünne Eis war, das wir hier trafen – das einzige Eis, das man in diesem Meere findet. Solange ein bischen Eis in der Nähe war, saß er vom Morgen bis zum Abend in der Tonne. Er ließ sich nur wenig Zeit zum Schlafen; es kam ihm darauf an, wie er mir oft sagte, uns nach Hause zu bringen, bevor die »Fram« ankäme, da er sehr gut begreifen könne, welcher Schlag es für unsere Lieben und die uns Nahestehenden sein würde, wenn die »Fram« vor uns heimkehrte. Dank ihm hatten wir eine kurze und angenehme Heimreise. Ich kann nicht an diese Tage denken, an die rührende Aufmerksamkeit, die uns von allen an Bord, vom Kapitän bis zu den Matrosen, erwiesen wurde – an den kleinen Steward zum Beispiel, wenn er den Kopf durch die Kajütsthür steckte, um zu fragen, ob er uns etwas besorgen könne, oder wenn er mich morgens mit seinem muntern Gesang weckte –, ohne das Gefühl unaussprechlichen Wohlbehagens und Glückes zu empfinden.

siehe bildunterschrift

Kap Flora. Letzter Blick auf Franz-Joseph-Land.

Mehr und mehr näherten wir uns der Heimat; wir konnten die Tage und Stunden zählen, die noch vergehen würden, bis wir einen norwegischen Hafen erreichen, bis wir wieder in Verbindung mit der Welt treten würden.

Nach den Erfahrungen, die Kapitän Brown auf der Fahrt nach Norden gemacht hatte, war er zu dem Schlusse gekommen, daß er am leichtesten aus dem Eise herauskommen würde, wenn er erst in südöstlicher Richtung nach Nowaja Semlja steuerte, was nach seiner Meinung der nächste Weg zum offenen Wasser sein müsse. Das erwies sich auch als ganz richtig. Nachdem wir etwa 220 Seemeilen (410 Kilometer) durch das Eis zurückgelegt hatten, kamen wir am Ende einer langen Bai, die sich nordwärts ins Eis erstreckte, an die offene See. Es war gerade an der richtigen Stelle; wären wir etwas östlicher oder etwas westlicher gewesen, wir hätten vielleicht ebenso viele Wochen mit Umhertreiben im Eise verbringen können, als wir jetzt Tage darin zubrachten. Endlich sahen wir wieder den blauen Ocean vor uns und setzten den Kurs direct auf Vardö.

Es war ein unbeschreiblich wonniges Gefühl, wieder einmal die Blicke über die blaue Meeresfläche gleiten zu lassen, während wir auf Deck auf- und abschritten und Tag für Tag der Heimat näher gebracht wurden. Als wir eines Morgens auf die See hinausschauten, wurde unser Blick durch etwas gefesselt. Was konnte das dort am fernen Horizont sein?

Wir eilten auf die Brücke und sahen durch das Glas. Das erste Segelschiff! Man stelle sich vor, wieder in Gewässern zu sein, wo andere Menschen hin- und herfahren! Allein es war zu weit entfernt, wir konnten nicht zu ihm. Dann sahen wir mehr Schiffe; im Laufe des Tages waren es noch vier große Ungethüme. Später am Abend (am 12. August) sah ich tief unten am Horizont etwas Dunkles voraus. Was war es? Ich sah es über dem Steuerbordbug, wo es sich niedrig und gleichmäßig nach Süden ausdehnte. Wieder und wieder sah ich hin. Es war Land, es war Norwegen!

Ich stand wie versteinert und starrte immer wieder in die Nacht hinaus nach dieser dunkeln Linie, und eine Furcht begann meine Brust zu durchzittern. Was für Nachrichten warteten dort meiner?

siehe bildunterschrift

In der Heimat.

Als ich am nächsten Morgen an Deck kam, waren wir dicht beim Lande. Es war eine kahle, nackte Küste, an die wir gelangt waren, kaum einladender als das Land, das wir im Nebel des Eismeers hinter uns gelassen hatten – aber es war Norwegen!

Der Kapitän hatte sich während der Nacht in der Küste geirrt und war zu weit nördlich gekommen, und wir sollten daher noch einige Mühe haben, um gegen Wind und See hinabzukreuzen, ehe wir Vardö erreichten. Wir passirten mehrere Schiffe und grüßten sie mit der Flagge. Wir passirten den Zollkutter, der längsseits legte, aber die Beamten hatten nichts bei uns zu thun und kamen nicht an Bord.

Dann kamen die Lootsen, Vater und Sohn. Sie begrüßten Brown, waren aber nicht darauf vorbereitet, einen Landsmann an Bord eines englischen Schiffes zu treffen. Sie waren etwas überrascht, als sie mich norwegisch sprechen hörten, schenkten dem aber nicht viel Beachtung.

Als jedoch Brown sie fragte, ob sie wüßten, wer ich sei, blickte der alte Lootse mich nochmals an, und es stahl sich wie der Schimmer einer fernen Erinnerung über sein Gesicht. Und als von den Lippen des braven Brown der Name Nansen fiel, als er den Alten bei den Schultern faßte und ihn vor Freude, ihm eine solche Nachricht mittheilen zu können, schüttelte, da trat ein Ausdruck in das wettergehärtete Gesicht des alten Lootsen, eine Mischung von Freude und starrem Staunen, die nicht zu beschreiben war. Er ergriff meine Hand und hieß mich als zum Leben zurückgekehrt willkommen; die Leute hier in der Heimat hätten mich längst ins Grab gelegt. Und dann folgten Fragen nach Neuigkeiten von der Expedition und Neuigkeiten von zu Hause. Von der »Fram« hatte man noch nichts gehört, und es fiel mir eine Last vom Herzen, als ich erfuhr, daß denen in der Heimat diese Sorge erspart geblieben war.

Dann glitt die »Windward« still und unbeobachtet mit wehender Flagge in den Hafen von Vardö. Ehe noch der Anker gefallen war, war ich mit Johansen im Boot auf dem Wege nach der Telegraphenstation.

Auf der Landungsbrücke erkannte uns niemand, und das einzige Wesen, das den zurückgekehrten Wanderern einige Beachtung schenkte, war eine intelligente Kuh, die mitten in einer engen Straße stehen blieb und uns erstaunt anstarrte, als wir an ihr vorbeizukommen versuchten. Diese Kuh hatte etwas so angenehm Sommerliches an sich, daß ich sie hätte umarmen mögen. Ich fühlte, daß ich jetzt wirklich in Norwegen war.

Nun kamen wir zur Telegraphenstation; dort legte ich ein mächtiges Bündel auf den Tisch und sagte, es seien Telegramme, die ich gern so rasch wie möglich abgeschickt haben möchte. Es waren ihrer beinahe hundert, darunter ein oder zwei ziemlich lange, jedes von ein paar tausend Worten.

Der Chef des Telegraphenamts blickte mich forschend an und machte dann ruhig das Bündel auf; als sein Blick aber auf die Unterschrift des obersten Telegrammes fiel, veränderte sich plötzlich sein Gesicht, er drehte sich kurz herum und ging zu der Telegraphistin, die am Tische saß. Als er wieder zurück- und auf mich zukam, strahlte sein Gesicht und er hieß mich herzlich willkommen. Die Telegramme sollten so rasch wie möglich expedirt werden, sagte er, aber es würde mehrerer Tage und Nächte bedürfen, um sie alle zu bewältigen. Und dann begann der Apparat zu klappern und zu klappern und in das Land, in die Welt hinein die Nachricht zu schicken, daß zwei Mitglieder der Norwegischen Polarexpedition wohlbehalten und gesund zurückgekehrt seien und daß ich die »Fram« im Laufe des Herbstes zurückerwarte.

Ich bedauerte die vier jungen Damen im Telegraphenamt zu Vardö. Sie hatten während der nächsten Tage schwere Arbeit. Nicht nur mußten alle meine Telegramme expedirt werden, es strömten auch Hunderte von auswärts herbei, sowol an uns, wie an die Leute in der Stadt, mit der Bitte um Nachrichten über uns.

Meine ersten Telegramme gingen an meine Frau, an Johansen's Mutter, an die Angehörigen der andern Kameraden, an den König und an die norwegische Regierung. Das letztere lautete:

 

»Staatsminister Hagerup.

»Ich habe das Vergnügen, Ihnen und der norwegischen Regierung mitzutheilen, daß die Expedition ihren Plan ausgeführt, das unbekannte Polarmeer im Norden der Neusibirischen Inseln durchquert und das Gebiet nördlich von Franz-Joseph-Land bis nach 86° 14' nördlicher Breite erforscht hat. Nördlich von 82° wurde kein Land gesehen.

»Lieutenant Johansen und ich verließen die «Fram» und die übrigen Mitglieder der Expedition am 14. März 1895 auf 84° nördlicher Breite und 102° 27' östlicher Länge. Wir gingen nordwärts, um das Meer nördlich vom Kurse der «Fram» zu erforschen, und kamen dann südwärts nach Franz-Joseph-Land, von wo die «Windward» uns jetzt hierher gebracht hat.

»Erwarte die «Fram« in diesem Jahre zurück.

Fridtjof Nansen.«

 

Als ich das Telegraphenamt verließ, sagte mir der Vorsteher, mein Freund Professor Mohn sei in der Stadt und wohne, wie er gehört habe, im Hotel. Mohn, ein Mann, der so eng mit der Expedition verknüpft war, war also der erste Freund, dem ich begegnen sollte!

Noch während wir unsere Telegramme aufgaben, hatte die Kunde von unserer Ankunft in der Stadt ruchbar zu werden begonnen, und die Leute sammelten sich allmählich in Scharen, um die beiden Weitgereisten zu sehen, die durch die Straßen nach dem Hotel schritten. Ich stürmte hinein und fragte nach Mohn. Er sei auf seinem Zimmer, Nummer so und so, sagte man mir, halte aber seine Mittagsruhe. Was kümmerte ich mich in diesem Augenblicke um Mittagsruhe! Ich donnerte an die Thür und riß sie auf.

Da lag Mohn auf dem Sofa, lesend, seine lange Pfeife im Munde. Er sprang auf und starrte wie ein Wahnsinniger unverwandt die auf der Schwelle stehende lange Gestalt an; die Pfeife fiel zu Boden, sein Gesicht zuckte und dann stieß er hervor:

»Kann es wahr sein? Ist es Fridtjof Nansen?«

Er war gewiß um sich selbst in Angst, in Angst, ein Gespenst gesehen zu haben; aber als er meine wohlbekannte Stimme hörte, traten ihm die Thränen in die Augen:

»Gott sei Dank, daß Sie noch am Leben sind!« rief er, und er warf sich in meine Arme. Dann kam Johansen an die Reihe.

Es war ein Freudenjubel, und zahllos waren die Fragen, die auf beiden Seiten gestellt und beantwortet wurden. Es regnete Fragen ohne allen Zusammenhang, wie uns eins nach dem andern in den Kopf kam, und fast ohne Bedeutung. Alles schien so unglaublich, und lange Zeit verging, ehe wir uns nur genügend gesammelt hatten, um uns zu setzen, und ehe ich ihm in etwas zusammenhängenderer Weise erzählen konnte, was wir im Laufe dieser drei Jahre erlebt hatten.

Aber wo war die »Fram«? Hatten wir sie verlassen? Wo waren die andern? War etwas Schlimmes geschehen? Diese Fragen sprudelte er in seiner Besorgniß athemlos hervor, und es war ohne Zweifel die allerschwerste Aufgabe für ihn, zu begreifen, daß nichts Schlimmes geschehen war und daß wir trotzdem unser prachtvolles Schiff verlassen hatten. Ganz allmählich wurde ihm auch dies begreiflich, und dann herrschte eitel Freude, und sofort erschienen Champagner und Cigarren auf der Bildfläche.

Noch ein anderer Bekannter aus dem Süden wohnte im Hotel; er kam herein, um Mohn zu sprechen, wollte sich aber sofort zurückziehen, als er sah, daß Besuch da war. Dann aber zögerte er, starrte uns an, entdeckte, wer die Besucher waren, und blieb wie angenagelt stehen; darauf tranken wir alle auf das Wohl der Expedition und Norwegens.

Es war klar, wir mußten den Abend dort bleiben; den ganzen Nachmittag saßen wir und plauderten und plauderten ohne Unterlaß. Aber inzwischen hatte die ganze Stadt die Namen der neu angekommenen Gäste erfahren, und als wir aus dem Fenster sahen, war die Straße voll von Menschen, und von allen Flaggenstangen in der Stadt und von allen Masten im Hafen wehte die norwegische Flagge im Abendsonnenschein. – Und dann kamen die Telegramme hereingeströmt, und alle brachten gute Nachrichten. Nun waren alle unsere Sorgen zu Ende.

Nur die »Fram« fehlte noch. Aber darüber waren wir beruhigt, sie würde bald kommen. Das Erste, was wir zu thun hatten, nun wir wieder auf norwegischem Boden waren und uns ein wenig umschauen konnten, war, unsere Garderobe zu vervollständigen. Es war jedoch jetzt nicht leicht, einen Gang durch die Straßen zu machen: traten wir in einen Laden, so war er bald von Leuten überfüllt.

So verbrachten wir einige unvergeßliche Tage in Vardö, wo wir verschwenderische und von Herzen kommende Gastfreundschaft genossen. Hier sagten wir auch der »Windward« Lebewohl, die vor uns nach Hammerfest fuhr.

Am 18. August trafen Johansen und ich in Hammerfest ein. Unterwegs hatten die Leute uns überall mit Blumen und Flaggen begrüßt, und als wir nun in den Hafen einsegelten, prangte die nördlichste Stadt Norwegens von der See bis hinauf zur höchsten Bergspitze im Festgewande, und Tausende von Leuten erwarteten uns.

Zu meiner Ueberraschung traf ich hier auch meinen alten Freund Sir George Baden-Powell, dessen prächtige Jacht »Otaria« im Hafen lag. Er war soeben von einer erfolgreichen wissenschaftlichen Expedition nach Nowaja Semlja zurückgekehrt, wo er mit mehrern englischen Astronomen zur Beobachtung der Sonnenfinsterniß vom 9. August gewesen war. Mit englischer Gastfreiheit stellte er mir seine Jacht zur Verfügung, und ich nahm seine edelmüthige Einladung sehr gern an.

Sir George Baden-Powell war einer der Letzten gewesen, die ich in England gesprochen hatte. Als wir uns trennten – es war im Herbst 1892 – fragte er mich, wo man nach uns suchen müsse, wenn wir zu lange fortblieben. Ich antwortete ihm, es würde wenig nützen, nach uns zu suchen; es hieße eine Nadel in einem Heuschober suchen. Er sagte, ich dürfe nicht denken, daß die Leute sich begnügen würden, stillzusitzen und nichts zu thun. In England, dessen sei er gewiß, würde jedenfalls etwas geschehen; wohin sollte man also gehen?

»Nun«, erwiderte ich, »ich kann mir kaum eine andere Oertlichkeit denken als Franz-Joseph-Land. Denn wenn die ›Fram‹ zu Grunde geht oder wenn wir das Schiff zu verlassen gezwungen sind, so müssen wir auf diesem Wege herauskommen. Wenn die ›Fram‹ aber nicht untergeht und die Drift so ist, wie ich glaube, dann werden wir die offene See zwischen Spitzbergen und Grönland erreichen.«

Sir George hielt jetzt die Zeit für gekommen nach uns zu suchen, und da er für den Augenblick nichts weiter thun konnte, beabsichtigte er, nach Ausführung seiner Expedition nach Nowaja Semlja an dem Rande des Eises entlang zu fahren, um zu sehen, ob er keine Nachrichten über uns einziehen könne. Da erschienen wir gerade im richtigen Augenblicke in Hammerfest!

Abends kamen meine Frau und mein Secretär Christofersen an. Nachdem wir einem glänzenden Feste beigewohnt hatten, das die Stadt Hammerfest uns zu Ehren gegeben hatte, bezogen wir unser Quartier an Bord der »Otaria«, wo uns die Tage unmerklich verliefen. Glückwunschtelegramme und Zeichen des Wohlwollens und der herzlichen Theilnahme strömten ununterbrochen aus allen Theilen der Welt ein. –

Aber die »Fram«? Ich hatte so stolz telegraphirt, daß ich sie im Laufe des Jahres zurückerwarte, aber weshalb war sie nicht schon angekommen? Ich begann mehr und mehr darüber nachzudenken. Aber je mehr ich alle Aussichten und Möglichkeiten berechnete, um so mehr kam ich zu dem Ergebniß, daß sie um diese Zeit bereits aus dem Eise heraus sein müsse, wenn ihr nichts Schlimmes passirt war. Es war auffällig, daß sie nicht schon hier war, und mit Grauen dachte ich daran, daß, wenn der Herbst vorübergehen sollte, ohne Nachrichten von ihr zu bringen, der nächste Winter und Sommer nichts weniger als angenehm sein würden.

Gerade als ich am Morgen des 20. August aufgestanden war, klopfte Sir George an meine Thür und sagte, es sei ein Mann da, der darauf bestehe, mich zu sprechen. Ich antwortete, ich sei noch nicht angekleidet, würde aber sofort kommen. Das macht nichts, erwiderte er, ich solle nur kommen, wie ich sei. Ich wunderte mich nicht wenig, daß es so pressiren sollte, und fragte, was es denn gäbe.

siehe bildunterschrift

Ankunft in Hammerfest. Baden-Powell's »Otaria«.

Er entgegnete, er wisse es nicht, es sei aber offenbar etwas Dringendes. Nichtsdestoweniger zog ich meine Kleider an und begab mich dann nach dem Salon.

Dort stand ein Herr mit einer Depesche in der Hand, stellte sich mir als Chef des Telegraphenamts vor und sagte, er habe mir ein Telegramm zu übergeben, welches, wie er glaube, mich interessiren würde; er sei deshalb selbst damit gekommen. Etwas, das mich interessiren würde? Es gab nur noch eins in der Welt, das mich wirklich interessiren konnte. Mit zitternden Händen riß ich das Telegramm auf:

»Skjärvö, 20. August 1896, 9 Uhr vormittags.

»Doctor Nansen.

»›Fram‹ heute in gutem Zustande angekommen. Alles wohl an Bord. Gehe sofort nach Tromsö. Willkommen in der Heimat!

Otto Sverdrup.«

 

Mir war, als sollte ich ersticken, und alles, was ich sagen konnte, war: »Die ›Fram‹ ist angekommen!«

Sir George, der neben mir stand, machte vor Freuden einen großen Luftsprung, Johansen's Gesicht strahlte, Christofersen war von der Freude ganz überwältigt, und in unserer Mitte stand der Chef des Telegraphenamts und freute sich der Wirkung, die er hervorgerufen hatte. Im nächsten Augenblick schoß ich in meine Kabine, um meiner Frau zuzurufen: »Die ›Fram‹ ist angekommen!« Schneller als sonst war sie draußen.

Aber ich konnte es noch immer nicht glauben; es schien mir wie ein Feenmärchen. Ich las die Depesche wieder und immer wieder, ehe ich mich überzeugen konnte, daß nicht alles ein Traum war.

Da gab's ein Jubiliren an Bord und im ganzen Hafen und in der Stadt. Von der »Windward«, die gerade die Anker lichtete, um nach Tromsö zu fahren, hörten wir brausende Hurrahs für die »Fram« und für die norwegische Flagge. Wir hatten beabsichtigt, am selben Nachmittag nach Tromsö abzufahren, kamen jetzt aber überein, so rasch wie möglich in See zu gehen und den Versuch zu machen, die »Fram« in Skjärvö einzuholen, das gerade auf unserm Wege lag. Ich versuchte, das Schiff durch ein Telegramm an Sverdrup aufzuhalten, doch traf dasselbe zu spät ein.

An diesem Morgen ging es beim Frühstück lebhaft zu. Johansen und ich sprachen davon, wie unglaublich es erscheine, daß wir bald unsern Kameraden die Hände wieder drücken sollten. Sir George war fast außer sich vor Freude; alle Augenblicke sprang er von seinem Stuhle auf, klopfte auf den Tisch und rief: »Die ›Fram‹ ist angekommen! Die ›Fram‹ ist wirklich angekommen!« Lady Baden-Powell war im stillen glücklich; sie freute sich über unsere Freude.

Am nächsten Tage liefen wir in den Hafen von Tromsö ein, und dort lag die »Fram«, stark und breit und wettergebräunt. Es war ein wundersames Gefühl, die hohe Takelung, den Rumpf, die beide uns so wohlbekannt waren, wieder zu erblicken. Als wir das Schiff zuletzt gesehen hatten, war es halb im Eise begraben; jetzt schwamm es frei und stolz auf der blauen See, in norwegischen Gewässern. Wir glitten längsseit der »Fram«. Die Mannschaft der »Otaria« begrüßte das wackere Schiff mit drei englischen Hurrahs, und von der »Fram« antwortete ein neunmaliges norwegisches Hurrah. Dann ließen wir die Anker fallen, und im nächsten Augenblick kam die prächtige Mannschaft der »Fram« an Bord der »Otaria«.

Das Wiedersehen, das jetzt folgte, werde ich nicht zu beschreiben versuchen. Ich möchte wissen, ob einer von uns mehr fühlte, als das Eine: nun sind wir wieder alle beisammen, nun sind wir wieder in Norwegen und haben unsere Aufgabe erfüllt!

Dann machten wir uns miteinander längs der norwegischen Küste auf den Weg nach Süden. Zuerst kam der von der Regierung gecharterte Schlepper »Haalogaland«, dann die »Fram«, schwer und langsam, aber um so sicherer, und zuletzt die elegante »Otaria«, an deren Bord meine Frau und ich uns befanden; sie sollte uns nach Drontheim bringen. Welch ein beglückendes Gefühl war es, jetzt endlich in Ruhe und Frieden zu sitzen und zuzusehen, wie andere die Führung übernahmen und den Weg aufsuchten!

Ueberall, wo wir vorüberkamen, schlug uns das Herz des norwegischen Volkes entgegen, von den Dampfern, die mit festtäglich gekleideten Städtern gefüllt waren, wie von dem ärmsten Fischerboot, das einsam zwischen den Schären lag. Es schien, als ob die alte Mutter Norwegen stolz auf uns sei, als ob sie uns in fester, heißer Umarmung an sich drücke und uns danke für das, was wir gethan hatten. Und was war dies denn? Wir hatten nur unsere Pflicht gethan, wir hatten die Aufgabe erfüllt, die wir übernommen hatten; wir waren es, die ihr Dank schuldeten für das Recht, unter ihrer Flagge zu segeln.

Ich erinnere mich eines Morgens.

Es war in Brönösund – es war noch grau und frostig –, als ich damit geweckt wurde, es seien viele Leute da, die uns zu begrüßen wünschten. Noch halb im Schlafe, kam ich auf Deck. Ich schaute auf den Sund hinaus, der gedrängt voller Boote war. Wir waren mit langsamer Fahrt hindurchgefahren, doch vergrößerte die vorauf befindliche »Haalogaland« jetzt ihre Schnelligkeit ein wenig, und auch wir fuhren etwas rascher.

Ein Fischer quälte sich in seinem Boote mit Rudern ab, um auf gleicher Höhe mit uns zu bleiben, was keine leichte Arbeit war; dann rief er zu mir herauf:

»Sie wollen wol keine Fische kaufen, oder?«

»Nein, ich glaube nicht.«

»Vielleicht können Sie mir sagen, wo Nansen ist? Ist er wol an Bord der »Fram«?«

»Nein, ich glaube, er ist an Bord dieses Schiffes«, war die Antwort.

»O, ich möchte gern wissen, ob ich nicht an Bord kommen könnte. Ich möchte ihn gar zu gern sehen.«

»Das kann kaum geschehen, fürchte ich; man hat keine Zeit, jetzt anzuhalten.«

»Das ist schade. Ich möchte den Mann selbst so gern sehen.«

Er ruderte weiter; es wurde ihm immer schwerer, mit uns auf gleicher Höhe zu bleiben, doch starrte er unverwandt mich an, der ich mich lächelnd über die Rehling lehnte, während Christofersen neben mir stand und lachte.

»Da Sie den Mann so dringend zu sehen wünschen, kann ich Ihnen sagen, daß Sie ihn jetzt sehen«, sagte ich.

»Ach nein! Ach nein! Hab' ich's mir doch gleich gedacht! Willkommen wieder in der Heimat!«

Und dann ließ der Fischer die Ruder fallen, stand im Boote auf und nahm die Mütze ab. –

Als wir während des prachtvollen Morgens weiter fuhren und auf der eleganten englischen Lustjacht saßen und die arme, aber schöne Küste sich wieder im Sonnenlichte ausdehnen sahen, fühlte ich voll, wie nahe dieses Land und dieses Volk meinem Herzen standen. Wenn wir auch nur einen einzigen Sonnenstrahl auf sein Leben haben fallen lassen, dann waren diese drei Jahre nicht umsonst!

Norwegen, mein geliebtes Land,
Du zaubrisch' Land, du Stern im Norden!
Ein schöner Land ist keinem Volk geworden.
Wie herrlich bist du jetzt im Frühling gar!
Wie zwitschert da so froh der Vögel Schar,
Wie spiegelt sich die Sonne in den Bächen,
Die schäumend aus den dunkeln Bergen brechen.
Fast ist es mir wehmüth'ge Freude,
Wenn ich für dich, Norwegen, leide.

Ich fühlte, welches Leben, welche Kraft in diesem Volke pulsiren, ich sah wie eine Vision seine große, reiche Zukunft, wenn einst alle seine verschlossenen Kräfte sich lösen und frei sein werden.

Jetzt sind wir zum Leben zurückgekehrt, das sich voll Licht und Hoffnung vor uns ausdehnt. –

Dann kamen die Abende, da die Sonne weit draußen in die blaue See sank, und die klare Melancholie des Herbstes über der Wasserfläche lag. Es war zu schön, um daran zu glauben. Es überfiel mich ein Gefühl der Angst, allein der Schattenriß einer Frauengestalt, der sich vom glühenden Abendhimmel abhob, gab mir Ruhe und Sicherheit wieder.

So kamen wir längs der norwegischen Küste von Stadt zu Stadt, von Fest zu Fest. Es war am 9. September, als die »Fram« den Fjord von Christiania hinaufdampfte und einen Empfang erhielt, um die sie ein Fürst hätte beneiden können. Die alten ehrwürdigen Kriegsschiffe »Nordstjernen« und »Elida«, die neue elegante »Valkyrie« und flinke kleine Torpedoboote führten uns auf dem Wege; Dampfer, schwarz von Menschen, schwärmten rundherum. Hoch und niedrig flatterten Flaggen; Kanonendonner, Hurrahs erdröhnten, Taschentücher und Hüte wurden geschwenkt, überall gab es strahlende Gesichter: der ganze Fjord war ein einziges riesenhaftes Willkommen!

Dort lag im Sonnenschein die Heimat, dort der wohlbekannte Strand, und auf dem Hausdache glänzte und glitzerte es von Sonnenschein. Dann wieder Dampfer hinter Dampfer, Zurufe auf Zurufe; mit dem Hut in der Hand verbeugten wir uns, als Hurrah auf Hurrah erscholl.

Die ganze Bucht von Pepperviken war eine einzige Masse von Booten und Leuten und Flaggen und wehenden Wimpeln. Dann donnerten von jedem Kriegsschiffe dreizehn Schüsse, und das alte Fort Akershus folgte mit seinen dreizehn dröhnenden Salven, daß es von den Hügeln ringsum widerhallte. –

Abends stand ich draußen am Strande des Fjords. Der Lärm nach dem Feste war verhallt, die Fichtenwälder ringsum lagen schweigend und dunkel. Auf der Felsenklippe draußen rauchten noch die letzten glimmenden Kohlen eines uns zum Willkommen angezündeten Freudenfeuers, und zu meinen Füßen plätscherte und flüsterte die See: »Jetzt bist du zu Hause.« Der tiefe Frieden des Herbstabends senkte sich wohlthuend auf den ermüdeten Geist.

Ich mußte mich jenes regenschweren Junimorgens erinnern, als ich diesen Strand zum letzten mal betreten hatte. Mehr als drei Jahre sind vorübergegangen; wir haben gekämpft, wir haben gesäet, aber jetzt ist die Erntezeit gekommen. Es schluchzte und weinte in mir vor Freude und Dankbarkeit.

Das Eis und die langen Mondnächte dort oben im Norden mit all ihrer Qual erschienen mir wie ein ferner Traum, aus einer andern Welt: ein Traum, der aufgestiegen und dahingeschwunden war. Aber welchen werth hätte das Leben ohne seine Träume? –

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