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In Mexiko. Zweiter Band

Friedrich Gerstäcker: In Mexiko. Zweiter Band - Kapitel 11
Quellenangabe
authorFriedrich Gerstäcker
titleIn Mexiko. Zweiter Band
publisherVerlag von Neufeld & Henius
editorCarl Döring
yearo.J.
firstpub1871
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20161028
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Frankreichs Treubruch.

Rodriguez hatte nicht so ganz unrecht gehabt, wenn er in seiner Unterredung mit Ricarda seine Meinung darüber ausgesprochen, daß das Kaiserreich auf schwankenden Stützen stehe und im Sinken sei.

Wie Glücksfälle selten allein kommen, so ist es auch in trüben Stunden, und war es hier schon aus dem Grunde, weil eins eben das andere unrettbar nachzog. Die Lawine kann am Gipfel eines Berges oft aus einer kleinen, fast harmlosen Ursache entstehen; ein einfacher Schneeball, rollt sie den Hang hinab, und ein Kind könnte ihn aufhalten und zerdrücken, aber je weiter er springt, desto mehr Schnee rafft er zusammen, desto riesiger wächst er an, bis er zuletzt Wälder und Dörfer zertrümmert und in seinem Sturz mit in den Abgrund reißt.

Im Jahre 1865 hatte sich das Kaisertum allem Anschein nach mehr und mehr befestigt. Die französischen und österreichisch-belgischen Truppen, wacker dabei von den beiden mexikanischen Generalen Mejia und Mendez unterstützt, trieben den Feind zu Paaren, wo sie mit ihm zusammentrafen, und hatten eigentlich für kurze Zeit das ganze ungeheure Reich, mit Ausnahme Guerreros und einiger der entferntesten Staaten, dem Kaisertum unterworfen.

Aber ein solch' ungeheures Land läßt sich wohl zeitweilig erobern, doch nie und nimmer behaupten, wenn man nicht Hunderttausende von Soldaten zur Verfügung hat und die Stellen, die man gewonnen, auch besetzt halten kann. Schon mit dem Ende des Jahres wandte sich das Glück, und eigentlich von der Zeit an, wo die Kaiserin von ihrer Reise aus Yucatan zurückkehrte und hier die erste Kunde von dem Tod ihres Vaters, des Königs der Belgier, vernahm, schien der Gipfelpunkt des Kaiserreichs erklommen zu sein und der Weg von da ab, allmählich zwar im Anfang, doch steiler und steiler, wie er weiter dem Abgrund zulief, hinunterzuführen.

Immer noch hielt es sich aber wenigstens. Die französischen Truppen, wenn auch Bazaine schon geheime Instruktionen bekommen zu haben schien, taten doch noch ihre Schuldigkeit und schlugen sich tapfer, wohin man sie auch führte. Aber schon im Frühjahr von 1866 zeigte der Oberbefehlshaber keine Lust mehr zu neuen Operationen, schickte an alle gefährlichen Punkte Belgier und Österreicher, und schien sein Heer mehr und mehr von dem Kriegsschauplatz zurückziehen zu wollen.

Im Juni nahm er allerdings noch einmal Chihuahua und trieb den damals wieder bis dahin vorgedrungenen Juarez zurück, dann aber konnte es keinem Zweifel unterliegen, daß er die Offensive in Mexiko vollständig aufgegeben habe. Trotzdem die Liberalen von allen Seiten wieder heranrückten und kühner und kühner wurden, je deutlicher sie sahen, daß ihnen nirgends mehr ernstlicher Widerstand geboten wurde, ließ sich der Marschall auf keine weiteren Unternehmungen mehr ein, ja schien nur den einen Zweck zu verfolgen, seine französischen Truppen zu konzentrieren, um eines jedenfalls angekündigten Befehls von daheim gewärtig zu sein.

Die geheimen Anhänger Juarez' jubelten natürlich, denn gerade in diesem Augenblick dem Kaiserreich die ganze Hilfsarmee entziehen, hieß geradezu nicht weniger, als ihm den Todesstoß geben. So wenigstens faßten es jene auf, die Mexiko und seine Bevölkerung genauer kannten. Der Klerus selber aber, so sehnsüchtig er auf den Moment gehofft hatte, wo er wieder freie Hand bekommen würde, befand sich in Verlegenheit, denn die Bedingungen waren noch nicht erfüllt, unter denen er gern die ihm doch feindlichen Franzosen aus dem Land abziehen sehen wollte. Juarez war, wie sich kaum leugnen ließ, noch nicht vernichtet, so oft ihn auch das Gerücht schon über die Grenze gejagt hatte, und prahlerische Zeitungsnachrichten verkündeten, daß seine Armee völlig aufgerieben und zerstreut sei. Woher er immer wieder selbst in jenen entlegenen Teilen des Landes neue Truppen bekam, blieb allerdings ein Rätsel, aber daß sie da waren, ließ sich nicht wegleugnen.

Die Liberalen folgten den Kaiserlichen, wo auch immer sich diese zurückzogen, auf dem Fuß und trieben dadurch das Land fast zur Verzweiflung, denn die von beiden Teilen auferlegten Kontributionen nahmen kein Ende mehr.

Das also, was die Anhänger des Kaiserreichs mit Besorgnis erfüllte, die auffällige Untätigkeit der Franzosen, deren ganze Armee sich gar nicht mehr um die Vorgänge im Land zu kümmern schien und augenscheinlich nur auf Befehle von außen wartete, und die unverkennbare Rührigkeit der Juaristischen Banden im Norden, Süden und Westen ließ auch den Klerus zum erstenmal vielleicht bereuen, in seinen Wühlereien ein wenig zu voreilig gewesen zu sein – denn die Zeit war noch nicht gekommen, und es fehlte ihnen ein Mann.

Ja, wäre Miramon jetzt in Mexiko gewesen, so hätte sich vielleicht alles in der einfachsten Weise regeln lassen. Dieser, mit dem vollen Vertrauen der Konservativen wie des Klerus, konnte das von dem letzteren fanatisierte Volk um sich sammeln, und die Geistlichen durften wenigstens auf einen Erfolg hoffen – aber was nun?

Die Herren fühlten jetzt das dringende Bedürfnis, sich auszusprechen und Rat und Trost einzuholen, und zu General de la Parra waren deshalb auf den heutigen Tag wieder die Spitzen der klerikalen Verschwörung, die schon lange im stillen wühlte und bohrte, beschieden worden.

Die Situation verlangte allerdings die volle Aufmerksamkeit der Beteiligten, und dringend nötige Maßregeln mußten beraten werden.

Die dort versammelten Konservativen forderten deshalb auch den Erzbischof auf das entschiedenste auf, keine Zeit mehr zu versäumen; das Feuer brannte ihnen in der Tat auf den Nägeln, und in ihrem engeren Kreis tauchte sogar schon der Vorschlag auf, den alten Präsidenten und Unruhestifter Santa Anna wenigstens »in Vorrat« zu haben, wenn etwas hier in Mexiko plötzlich geschehen sollte, was schleunige Abhilfe verlangte.

Ein neues Mitglied war ihnen dabei zugetreten, ein Geistlicher, Ordonoz mit Namen, ein ehrgeiziger Priester und, wie allbekannt, ein natürlicher Sohn Santa Annas, der selbstverständlich hoffen durfte, augenblicklich einen Bischofsitz im Land zu erhalten, sobald sein Vater wieder an die Regierung kam.

Labastida durchschaute das alles und mußte es durchschauen, denn wirklichen Patriotismus brauchte er bei keinem der Herren vorauszusetzen. Stand er diesem ja auch selber genau so fern. Nur das eigene Interesse konnte hier maßgebend sein und trieb alle, wo es gemeinsam wirkte, auch zu gemeinsamem Handeln. Der Erzbischof traute aber dem alten Santa Anna selber nicht, denn er wußte zu gut, wie oft der ehrgeizige und geldgierige Patron seine Gesinnungen gewechselt und sich der Partei rücksichtslos angeschlossen hatte, die für ihn selber die nützlichste und im Augenblick brauchbarste schien. Aber trotzdem durfte er seine eigene Herzensmeinung in Gegenwart Ordonoz' doch nicht aussprechen, denn wer im ganzen Reich konnte sagen, wie sich alles bei einem Umsturz des jetzt Bestehenden gestalten würde. Es war ebensoleicht möglich als nicht, daß Santa Anna wirklich wieder einmal auf kurze Zeit ans Ruder kam, und hatte er selber sich ihm dann feindlich gezeigt, so setzte er sich natürlich nur seiner Rache und Verfolgung aus.

Dies aber brachte ihn trotzdem nicht in Verlegenheit. – Er selber versprach sich allerdings keinen Erfolg nach dieser Richtung hin und wußte sogar, daß dem Klerus dadurch keine Sicherheit geboten wurde, aber es genügte vielleicht für den Moment. Redete er jetzt scheinbar einer Berufung Santa Annas das Wort, so sicherte er sich einesteils den Rücken und gewann dann auch die – wenn auch noch so kleine – Partei des Exdiktators für sich, und in diesem Augenblick durfte er keine Hilfe von der Hand weisen.

»Sennores,« sagte er deshalb, als ihm von General de la Parra der Vorschlag selber gemacht war, indem er nachdenkend, aber anscheinend nicht unbefriedigt dazu mit dem Kopf nickte – »ich muß Ihnen gestehen, daß ich mich selber schon viel mit dem Gedanken beschäftigt habe. Das einzige nur, was ich fürchte, ist, daß General Santa Anna vielleicht zögern würde, in seinem Alter, bei so vorgerückten Jahren, die stille, sichere Ruhe seines jetzigen Aufenthalts mit dem stürmischen und selbst gefahrvollen Leben und Wirken in unserem unruhigen Reich wieder zu vertauschen. Es ist nicht gut denkbar.«

»Wenn mir Monsennor erlauben,« bemerkte da Pater Ordonoz mit großer Befriedigung, denn schon diese halbe Zustimmung erweckte in ihm die Aussicht auf eine neue, glänzende Karriere, »so kann ich Ihnen die bestimmte Versicherung geben, daß der General seinem geliebten Vaterland auch dieses Opfer bringen wird, wie er ihm schon so viele gebracht hat. Ich stehe mit ihm in Korrespondenz, und er hat sich darüber gegen mich unzweifelhaft ausgesprochen.«

»In der Tat!« sagte Labastida mit seinem glatten Gesicht, das, wenn er es wollte, auch nicht den geringsten Ausdruck zeigte – »aber ich weiß, daß sich der General immer aufopferungsfähig bewiesen hat, und wenn ich es mir recht überlege, wäre es vielleicht das beste, direkt eine Anfrage an ihn zu stellen und seine Meinung zu hören.«

»Ich glaube kaum, daß das nötig sein würde,« bemerkte Ordonoz.

»Das würde es in der Tat,« erwiderte aber Labastida, »denn diese Sache ist doch zu wichtig und folgenschwer, um sich darin nur einfach auf eine Privatkorrespondenz zu verlassen. Eine direkte Anfrage, worauf sich der General dann entschieden aussprechen und uns vor allen Dingen erst sein Programm einsenden kann, bringt alles rasch in Ordnung, denn Sie werden mir zugestehen, Sennores, daß wir nach den bitteren Erfahrungen, die wir mit Kaiser Maximilian gemacht, etwas vorsichtiger zu Werke gehen müssen. Ist der General gewillt, auf unsere Bedingungen fest und ohne Klauseln einzugehen, gut, dann darf er sich auch darauf verlassen, daß ihn die Kirche mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen wird; ist das aber nicht der Fall, dann würde seine Regierung nur unnützerweise den Kampf erneuern und das Land in noch größeres Verderben bringen. Außerdem, Sennores,« setzte er hinzu, »habe ich Ihnen die Mitteilung zu machen, daß ich den Zeitpunkt für gekommen erachte, wo wir alle unsere Freunde um uns sammeln müssen. Sie erinnern sich, was ich Ihnen früher darüber sagte. Ich habe nun jetzt zu meiner Freude gehört, daß Seine Majestät den General Marquez aus Europa zurückberufen hat, trotz aller Mühe war es aber nicht zu erlangen, daß dasselbe auch mit General Miramon geschehe. Wie es scheint, mißtraut ihm der Kaiser zu sehr, oder auch möglich, daß die liberalen Minister eine zu starke Opposition von seiner Seite fürchten.«

»Aber wir brauchen Miramon notwendig in Mexiko,« rief de la Parra aus – »wir können ihn nicht entbehren!«

»Das war auch meine Meinung,« nickte der Erzbischof, »und deshalb habe ich dem General mit dem letzten Dampfer die ganz bestimmte Weisung zugehen lassen, unter jeder Bedingung und unter welchem Vorwand auch immer, wenn möglich, schon mit Marquez zusammen nach Mexiko zurückzukehren. Wir dürfen beide also in nächster Zeit erwarten, und alles wird und muß sich dann rasch entscheiden. Ich habe bestimmte Nachricht aus Rom, daß die Sendung Seiner Majestät dort – wie das auch nicht anders möglich war – vollkommen gescheitert ist, denn die Kirche kann sich nicht in Fragen, die nur von der Kirche einen Beschluß verlangen, mit irgendeiner weltlichen Macht der Erde verständigen – so wenig wir uns mit Gott selber über unsere Sünden verständigen können. Somit trifft denn alles zusammen, was den Kaiser zu einem bestimmten Schritt treiben muß. Der wird ihn dann in die entweder einzig richtige und in der Tat einzig mögliche Bahn hineinlenken, ohne ihn zwingen, die Krone niederzulegen, die ihm noch keine Freude, dem Lande selber aber noch keinen Nutzen gebracht, und es nur zu lange von seinem Gott und dem wahren Glauben entfernt gehalten hat.«

»Und gestatten mir die Herren vielleicht,« sagte da Ordonoz, der über die Rückkehr Miramons nicht besonders erfreut schien, »daß ich in Ihrem Namen, oder vielleicht in dem unseren gemeinschaftlich, eine solche Anfrage stelle, wie sie Monsennor als nötig erachtet?«

Die Versammlung schwieg, denn mit der Gewißheit, die sie eben erhalten, daß General Miramon ganz bestimmt und bald zurückkehren werde, fiel auch die Notwendigkeit weg, Santa Anna wieder in das Land zu rufen, und trauen mochte dem alten Intriganten keiner. Aber die Sache war einmal angeregt, man wußte ja überhaupt auch noch nicht, ob Miramon wirklich so bald kam, und einen Präsidenten, der Juarez gewachsen war, mußten sie haben, wenn sie nicht den Liberalen vollkommen freies Spiel lassen wollten. Labastida sagte deshalb nach kurzem Überlegen:

»Ich glaube, wir tun wohl, wenn wir das Anerbieten akzeptieren, ich werde Ihnen dann aber, Padre Ordonoz, vorher die Punkte aufstellen, zu denen sich der General klar und deutlich bekennen muß, um nachher jedes Mißverständnis unmöglich zu machen.«

»Und ließe sich das nicht gleich erledigen?« fragte Ordonoz. »In wenigen Stunden geht der Kurier nach Vera-Cruz, der die Depeschen für den Habana-Dampfer hinabbringt.«

»Die Sache ist zu wichtig, um sie übers Knie zu brechen,« erwiderte der Erzbischof, dem ein Aufschub ganz erwünscht kommen mochte. »Wenn wir auch einen Dampfer versäumen, so ist das immer besser, als wenn wir mit diesem eine vielleicht übereilte Handlung begehen. Ich werde indessen die Zustimmung der benachbarten Bischöfe einholen und Ihnen dann die Bedingungen übergeben. Das verhindert jedoch nicht,« setzte er freundlich hinzu, »daß Sie schon mit dieser Post an den General schreiben, ihn von unserem Entschluß in Kenntnis setzen und auf den nächsten Brief vorbereiten. Es wird im Gegenteil die Verhandlung fördern und beschleunigen.«

»Und ist es nicht möglich, daß wir in der Zwischenzeit in etwas handeln?« sagte der überhaupt ungeduldige de la Parra, »diese Ungewißheit wird zuletzt unerträglich und ist schlimmer als eine wirkliche Niederlage.«

»Schaffen Sie Geld herbei,« sagte der Erzbischof lächelnd, »das wird das Notwendigste sein, was wir im entscheidenden Augenblick brauchen,« und aufstehend, verabschiedete er sich mit freundlichem Gruß von seinen Verbündeten.

*

Maximilian hatte indessen die letzten Monate in einer ernstlichen Unruhe verbracht, denn die Ungewißheit, wie seines Gesandten Almontes Vorschläge in Paris aufgenommen werden würden, quälte sowohl sein Herz als seinen Geist.

Wohl erkannte er die immer drohender werdenden Zustände in seinem Reich, aber er wußte auch, daß dies nur eine letzte und verzweifelte Anstrengung der Liberalen sei, ein letztes Aufflackern des revolutionären Geistes, der nur dann erst gefährlich werden konnte, wenn man ihm eben Raum und Zeit ließ, sich zu entwickeln. Jetzt noch ein Hauptschlag gegen sie geführt, und sie mußten das Nutzlose ihres Widerstandes einsehen – nur diesmal noch ihre Banden vernichtet und auseinandergetrieben, und kein Rebellenchef der Welt hätte ein neues Heer aus dem schon überdies zu arg mißhandelten Land herauspressen können.

Aber dazu bedurfte er der Unterstützung Frankreichs nur noch auf wenige Monate, und was taten diese Truppen jetzt, die imstande gewesen wären, den Aufruhr im Keim zu ersticken? Doktor Basch sagt darüber in seinem vortrefflichen Buche »Erinnerungen aus Mexiko«: »Einem ruhenden Ungetüm gleich lag von nun an die französische Armee untätig da – gleichgültig zusehend, wie die Dissidenten, durch die Passivität Bazaines mutig gemacht, einen Platz nach dem anderen nahmen. Während dabei die Franzosen Gewehr in Arm standen, wurde die letzte militärische Stütze des Kaisers, das österreichisch-belgische Freikorps dadurch, daß der Marschall dasselbe in kleinen Detachements exponierte, systematisch zugrunde gerichtet.« Müßig standen sie, Gewehr im Arm, und alle dringenden Vorstellungen an den Marschall wurden nur durch Achselzucken oder leere Entschuldigungen erwidert. Maximilian fühlte, er war nicht mehr Kaiser in seinem Reich, wo gerade diese Hilfstruppen einen Staat im Staat bildeten, und mit einer steigenden Ungeduld erwartete er deshalb Nachricht von Almonte, welchen Erfolg er bei Napoleon gehabt, und ob dieser seinen dringenden Vorstellungen nachgegeben habe.

Und hoffte er wirklich etwas davon? Eine dunkle, trübe Ahnung lag auf seiner Seele – er wußte, wie die Vereinigten Staaten, die den Süden völlig überwunden hatten, Depeschen auf Depeschen an Napoleon sandten. Und der Vertrag, den er mit dem Kaiser der Franzosen abgeschlossen! War es das erstemal, daß dieser Napoleon sein Wort gebrochen?

Es litt ihn heute nicht in Chapultepec – er hatte hinüber nach Cuernavaca gewollt, um dort die schon fälligen Berichte in aller Ruhe abzuwarten, aber er ertrug es nicht, den Empfang auch nur noch auf Stunden hinauszuschieben, und wäre ihnen lieber bis Puebla entgegengereist. Da – wie er eben in seinem mexikanischen Reitkostüm, das er gewöhnlich auf solchen Touren trug, sein Pferd bestiegen und in die Stadt hineinreiten wollte, langte ein Kurier des französischen Gesandten an, der sich wahrscheinlich die Unannehmlichkeit ersparen wollte, die Depeschen Seiner Majestät persönlich zu überreichen. Der Kaiser nahm sie, ließ augenblicklich sein Pferd wieder absatteln und eilte in sein Zimmer hinauf, das er hinter sich abschloß, um sie ungestört zu lesen.

Er blieb lange – lange. Die Kaiserin hatte erfahren, daß der französische Konsul Papiere gesandt habe; sie ahnte, was sie enthielten, und es drängte sie, die Sorgen ihres Gemahls zu teilen – o, es konnte kaum etwas Günstiges sein, oder der Kaiser hätte sich nicht so lange eingeschlossen, sondern ihr gute Kunde augenblicklich mitgeteilt.

Endlich – zwei volle Stunden waren vergangen – öffnete sich seine Tür, und dem draußen aufwartenden Lakaien sagte er ruhig:

»Ich lasse die Kaiserin bitten, mich auf meinem Zimmer zu besuchen.« – Er brauchte nicht lange zu warten. Charlotte hatte schon sehnsüchtig des Augenblicks geharrt, und als sie sein Gemach betrat, stand Maximilian, die Arme auf dem Rücken, bleich, wie sie ihn noch nie gesehen, mitten in der Stube. Auf dem Tisch lagen die unheilvollen Papiere ausgebreitet, und nur als die Kaiserin mit angstvollen Blicken vor ihm stehen blieb, deutete er auf die Schriften und sagte: »Lies!«

»Was ist geschehen, Max?« rief Charlotte, und die Worte rangen sich ihr kaum von den Lippen.

»Was geschehen ist?« sagte Maximilian kalt. »Nichts als was ich die letzten Monde schon geahnt habe; aber was geschehen wird, Charlotte, ist: daß wir Abschied von jenen herrlichen Bergen da drüben nehmen und nach unserem stillen Miramare zurückkehren.«

»Max!«

»Lies, mein Kind,« sagte der Kaiser ruhig – »der Brief der französischen Regierung ist gerade nicht besonders hübsch oder besonders artig, aber er hat den Vorteil vor manchen anderen diplomatischen Aktenstücken, daß er deutlich ist, und das bleibt immer dankenswert.«

Die Kaiserin nahm schweigend das Papier, überflog es erst mit den Augen und las es dann langsam von vorn bis zum Schluß durch – dann sagte sie leise, indem sie es zurück auf den Tisch legte:

»So bricht ein Napoleon geschlossene Verträge!«

»Sag' lieber: so tritt er sie mit Füßen!« rief der Kaiser heftig aus – »o, daß ich denen nicht folgte, die es wirklich gut mit mir meinten – daß ich einem Napoleon traute und mein Leben – ja weit mehr als das, meine Ehre, meinen Namen daran setzte, ein Werkzeug seiner Pläne zu werden!«

Der Kaiserin Antlitz hatte ebenfalls eine etwas bleichere Färbung angenommen, aber ernst und ruhig stand sie ihrem Gatten gegenüber, keine Spur von Schwäche zeigte die hohe fürstliche Gestalt der edlen Frau, und mit fester Stimme sagte sie:

»Keine Klage, Max, über Geschehenes und Unabänderliches, sondern ruhig laß uns überlegen, was wir jetzt tun, und wie wir handeln können, wenn Frankreich seine Drohung wirklich wahr macht und seine Truppen zurückzieht.«

» Wenn!« sagte der Kaiser bitter, »und zweifelst du nach diesem Brief noch an der beschlossenen Tatsache

»Gut,« erwiderte die Kaiserin fest – »so nehmen wir es als eine Tatsache an und erwägen dann das Für und Wider einer solchen. Dies Wider ist jedenfalls die Verminderung der Armee um – wie ich nicht leugnen will, ihre besten Truppenteile. Aber haben wir dafür nicht unsere neu errichteten Jäger-Bataillone, unsere Cazadores – der Grund zu einer echten mexikanischen National-Armee? Die denselben beigegebenen französischen Offiziere müssen bleiben – Napoleon kann sie nicht abrufen, denn der Vertrag besteht, daß sie noch acht Jahre nach Rückzug der französischen Truppen im Lande bleiben müssen, und wie viel größeren Ruhm haben wir, wenn wir ohne Hilfe fremder Bajonette, mit einer wirklichen mexikanischen National-Armee unseren Thron behaupten und dem Land den Frieden wiedergeben?«

»Täusche dich nicht,« sagte Maximilian ruhig, » das dürften wir hoffen, wenn in diesem Augenblick der Feind aus den Grenzen hinausgetrieben und das Land in Frieden wäre – aber schon auf das Gerücht, daß die Franzosen abmarschieren, raffen sich die Liberalen nicht allein schärfer zusammen, sondern zahllose unserer sehr ungewissen Freunde fallen auch ab, weil sie einem Sieg der Republikaner zuvorkommen und ihre eigene Haut in Sicherheit bringen wollen. Glaube mir, Charlotte,« setzte er seufzend hinzu, »ich habe in den wenigen Jahren meine wackeren mexikanischen Untertanen, besser als mir lieb ist, kennen gelernt, und würde den Boden hier nie betreten haben, wäre das früher der Fall gewesen. Es ist vorbei – ich glaube nicht, daß sich Napoleon je zur Änderung seines Beschlusses wird bewegen lassen, und aufzwingen will ich mich dem mexikanischen Volk nicht. Gott weiß es, ich habe getan, was in meinen Kräften steht, um dem unglücklichen, durch Parteien zerrissenen Land den Frieden zu geben, aber sie wollen ihn nicht, und das ist die Folge dieser ewigen Kriege und Revolutionen, die jetzt durch Menschenalter fortdauern. Diese Leute sind nicht an Arbeit gewöhnt, sondern an ein wildes, abenteuerliches Leben; sie wurden darin geboren, wurden darin großgezogen; sie kennen es nicht anders und wollen es nicht anders haben. Ich sehe, wie ich glaube, zu spät ein, daß es Menschenkräfte übersteigt, sie in eine vernünftige Bahn zu bringen. Es sind mit einem Wort keine Ackerbauer mehr, die den Samen in die Erde legen und dann geduldig auf die Ernte harren, sondern wie sie auch in ihren Spielen nur der Leidenschaft, nur dem Hazard frönen, so wollen sie den Erfolg auch augenblicklich. Ich werde es müde, mein Leben mit diesem Volk zu vergeuden. – Juarez oder wer da will, sehe, wie er mit ihm fertig wird – es war ein Experiment, und wenn auch mit schwerem Herzen, glaube ich doch, daß ich am besten tue, wenn ich meine Krone niederlege.«

»Und wem tätest du damit den größten Gefallen?« rief die Kaiserin erregt aus – »niemand als gerade jenem Kaiser, der es gewagt, sein Spiel mit dir zu treiben. Was ist es denn anders, was Napoleon jetzt will, als daß du die Krone niederlegen sollst, wo er, von der nordamerikanischen Union gedrängt, zu feige ist, für das gegebene Wort einzustehen. Fürstenblut! – es hat noch nie in seinen Adern gewallt – aus plebejischem Stamm entsprossen, vermag er nicht, sich in die Gefühle eines wirklichen Fürsten hineinzudenken, und trätest du zurück, die Hände würde er sich im stillen reiben und mit seiner Großmut nachher noch prahlen, mit der er dir einen Thron angeboten und aufgebaut, den du nachher nicht imstande gewesen wärest, zu halten.«

Maximilian schwieg. – Die rechte Hand auf den Tisch gestützt, starrte er still und düster, in seine eigenen finsteren Gedanken vertieft, vor sich nieder, und mit der linken strich und teilte er sich den langen blonden Bart.

»Betrogen und verraten,« flüsterte er dann, nach einer längeren qualvollen Pause leise vor sich hin – »betrogen und verraten und aufs neue von einem Napoleon! – Und die Welt? – Sie wird lachen über den törichten Habsburger, der sich, trotz allem und allem ihm noch einmal anvertrauen konnte. Was bekümmert sich auch die Welt darum, welche Beweggründe einen Fürsten leiten konnten, einem solchen Ruf zu folgen – kann sie sich in seine Seele denken? – Und das Leben fortan? – Gedemütigt in der Erinnerung an die erlittene Schmach, verspottet von der Masse, verhöhnt in den Zeitungen, bedauert von den Bessergesinnten, und das ist der Wurm, der mir am Leben fressen wird – das Bedauern, das Mitleiden

An die Tür klopfte ein leiser Finger – Maximilian hörte es gar nicht, aber die Kaiserin trat zur Tür und öffnete. Es war ein Diener, der ihr auf silbernem Teller eine Depesche überreichte, und Charlotte erschrak, denn der Augenblick war nicht danach angetan, etwas Gutes zu bringen. – Aber was kam – das Schicksal rollte, und je deutlicher sie die Gefahr übersehen konnte, desto leichter war vielleicht auch Abhilfe möglich.

Sie nahm das Kuvert und schloß die Tür wieder – es war ein Bericht aus Bazaines Kabinett mit dem französischen Siegel, und ahnungsvoll legte sie es auf den Tisch.

Der Kaiser hatte anfangs nicht darauf geachtet, jetzt, aus seinem Sinnen auffahrend, nahm er das Kuvert.

»Woher?«

»Es scheint von Bazaine.«

Er sagte kein Wort weiter, brach es auf und durchlas die Schrift.

»Hahahaha!« lachte er aber, wie er kaum halb hindurch war – »es kann wirklich komisch werden, wenn so Schlag auf Schlag trifft; aber das bringt die Sache zu einem Abschluß. – Mejia in Matamoras vollständig geschlagen und mit dem Rest seiner Armee auf französischen Schiffen nach Vera-Cruz entkommen

»Mejia?« rief die Kaiserin erschreckt.

»Natürlich,« lachte Maximilian bitter, »der wackere Indianer hat sich lange genug gehalten, denn schon seit drei Monaten war er bedroht und eingeschlossen, und wie habe ich Bazaine gebeten, ihm Hilfe zu schicken, was er so leicht von der See aus hätte tun können. Nein, der Herr Marschall von Frankreich hatte wahrscheinlich schon lange die Absichten und Pläne seines hohen kaiserlichen Herrn erfahren und schonte seine Truppen. Was lag auch an dem mexikanischen Heer, je früher das vernichtet wurde, desto rascher konnte er mit seiner jungen Frau nach Frankreich zurückkehren. – Aber ich selber will mich hier nicht zu Tode ärgern,« setzte er finster hinzu, indem er mit raschen Schritten und auf den Rücken gelegten Händen in dem Gemach auf und ab schritt. »Sind die Mexikaner so blind, daß sie selber in ihr Verderben hineinrennen wollen, gut, ich werde sie nicht länger halten. Morgen,« setzte er entschlossen hinzu, indem er vor der Gattin stehen blieb, »werde ich dem versammelten Ministerium meine Entsagung vorlegen. Ich will nicht mehr ihr Kaiser sein, denn es gibt fast keinen treuen Mexikaner, den ich zum Diener haben möchte. – Selbst die Minister sind Schurken – ich habe bestimmte Beweise, daß Siliceo mit Juarez heimliche Korrespondenz geführt hat; von den anderen weiß ich allerdings nichts Bestimmtes, aber ich traue keinem mehr. – Und auch der Klerus wühlt nach Herzenslust. In der Hauptstadt ist sogar eine Verschwörung im Gange, an deren Spitze dieser intriguierende Oberpfaffe, der Erzbischof, steht. – Schon seit Wochen habe ich die Liste der Verschwörer in Händen – es verrät ja auch, Gott sei Dank, immer einer den anderen, und mit solchen Menschen sollte ich allein regieren? – Nein, nun und nimmermehr. Mein Entschluß ist gefaßt, ich danke ab, und dann, Charlotte, kehren wir nicht nach Österreich zurück, sondern gehen nach Griechenland, Ägypten, oder machen vielleicht eine Reise nach Ostindien. Mich drängt's den Osten zu sehen, denn der Westen – der Himmel weiß es – hat mir Leid genug gebracht.«

Die Kaiserin hatte kein Wort erwidert, befand sich aber augenscheinlich in furchtbarer Aufregung – ihre Wangen glühten, ihre Augen blitzten, und die weiße, mit Ringen bedeckte Hand glitt ein paarmal unbewußt und wie krampfhaft über ihre Stirn.

»Nein,« sagte sie endlich, und ein heftiges Zittern durchlief dabei ihren ganzen Körper – »nein – so sollst du nicht von hier scheiden, so lange noch die Möglichkeit vorhanden ist, das von dir abzuwenden.«

»Aber die Möglichkeit ist eben nicht mehr vorhanden, Kind,« sagte der Kaiser ruhig, denn er war zu sehr mit sich selber beschäftigt, um gleich die merkwürdige Veränderung zu bemerken, die mit der Kaiserin in den wenigen Minuten vorgegangen.

»Doch – doch,« sagte Charlotte halb flüsternd, indem sie des Gatten Arm erfaßte und zu ihm aufsah – »ich weiß es, ich trage die Schuld, daß du die schwere Krone auf dein Haupt geladen – sage nichts,« unterbrach sie ihn rasch, als er ihr erwidern wollte – »noch gedenke ich der Stunde in Miramare, wo ich, von Rang und Glanz geblendet, dich umfaßte und dich »mein Kaiser« nannte. Das war der unglückselige Augenblick, der uns an die Küste dieser Wildnis warf. An mir ist es aber auch jetzt, dir die Last zu erleichtern und Hilfe zu schaffen, und gelingt es mir nicht – wohl, dann gehen wir zusammen ins Exil, Max, und keine Klage komme je über unsere Lippen.«

»Aber Charlotte,« rief der Kaiser bewegt, »was hast du, du bist so sonderbar erregt, deine Augen leuchten, deine ganze Gestalt bebt!«

»Nichts, Max,« flüsterte die Kaiserin, »als daß ich dir Hilfe bringen will, wenn Menschenkräfte es noch vermögen.«

»Du, Charlotte?« rief der Kaiser kopfschüttelnd, »das ist unmöglich. Mir können nur französische Soldaten und Frieden mit der Kirche Hilfe bringen.«

»Und beides schaffe ich dir,« sagte die Kaiserin rasch, und wie mit dem Entschluß hob sich ihr Körper wieder zu seiner vollen Höhe und gewann Kraft und Festigkeit. – »Ich selber gehe nach Paris –«

»Charlotte!«

»Und nach Rom,« fuhr die Kaiserin fort. »Wir taten unrecht, unser Geschick bis jetzt in die Hände fremder Menschen zu legen, die keinen Teil daran nehmen und nicht mit beredter Zunge dafür sprechen konnten. Louis Napoleon war imstande, die Vorschläge eines mexikanischen Generals zu verwerfen, aber glaubst du, daß er es könnte, wenn ich ihm Aug' ins Auge sehe? Glaubst du, daß er es wagt, mir zu sagen, er breche den Vertrag von Miramare?«

»Und wenn er es trotzdem tut?«

»Nein – nein, und tausendmal nein – selbst ein Napoleon wäre das nicht imstande – aber mehr als das. In wenigen Monaten hast du Nachricht, daß uns das französische Heer noch eine Weile gesichert ist – wenigstens so lange, als wir es brauchen, um diese frechen Räuberscharen nur noch einmal gründlich zu züchtigen und unsere eigene Nationalarmee zu organisieren. Dann eile ich hinüber nach Italien zum heiligen Vater, und glaube mir, er wird meinen Vorstellungen, die er als gute Katholikin kennt, ebensowenig widerstehen, wie Napoleon.

» Non possomus,« sagte Maximilian düster.

»Glaube es nicht,« rief die Kaiserin rasch. »Dem Menschen, den du zuletzt nach Rom gesandt, habe ich nie getraut – das, was in seinen Zügen lag, war nicht Frömmigkeit, sondern Heuchelei. – Er ist falsch, und auch das frißt mir ins Herz, daß ich, wenn auch in bester Absicht und in treuem Glauben, ihn dir eigentlich zugeführt.«

»Aber woher dieser Verdacht, Charlotte?«

»Ich weiß es nicht, aber sein ganzes Auftreten in der letzten Zeit, sein gleißnerisches Wesen machten auf mich den Eindruck, und aus ziemlich sicherer Quelle weiß ich auch jetzt – leider zu spät, daß er früher viel mit dem Erzbischof verkehrte. Er war ein Werkzeug Labastidas.«

»Und von wem weißt du das?«

»Laß das jetzt – es bleibt sich gleich, aber mein Entschluß steht fest. Ich selber gehe nach Paris und Rom – halte dich nur so lange. Der Termin der Abberufung scheint noch nicht fest bestimmt, und so lange die Franzosen im Land stehen, dürfen jene Banden nicht wagen, sich der Hauptstadt zu nahen. Das erste Vordringen der Verbündeten Truppen jagt sie aber wieder in ihre Wildnis zurück, und haben wir erst Frieden mit der Kirche geschlossen, steht der Klerus auch auf unserer Seite, dann Max, dann ist der Sieg unser – dann dringen wir selber auf Rückberufung der französischen Armee, und dann blüht auch ein neues Leben für uns auf.«

»Und soll ich dich allein die weite, gefahrvolle Reise unternehmen lassen?«

»War ich nicht allein in Yucatan?« lächelte die Kaiserin; »und glaubst du, daß die Völker Frankreichs und Italiens wilder sind, als jene ungebändigten Indianer des Südens? Vertraue mir, Max, mein Rat führte dich nach Mexiko, meine Tat soll dir hier den Thron sichern, und was auch später kommen möge, wir haben dann doch den Trost, daß wir dem Schicksal vereint unsere Häupter beugen können.«

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