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In der Veranda

Anastasius Grün: In der Veranda - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
booktitleSämtliche Werke Band III
authorAnastasius Grün
editorAnton Schlossar
firstpub1876
year1907
publisherMax Hesses Verlag
addressLeipzig
titleIn der Veranda
created20061004
sendergerd.bouillon
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»Poesie der Zukunft.«

1850.

      Wo sie die wilde Schlacht geschlagen haben,
    O lauscht nicht aus dem Feld nach Lerchensange!
    Da kreischt die Krähe nur nach blankem Fange,
    Dann kommen erst die Geier und die Raben;

Sie kommen zu beerben, zu begraben;
    Dann kommt Erstarrung, Schweigen, lange, lange,
    Bis spät der Sämann kommt vom nächsten Hange,
    Zu streuen seines Saatkorbs neue Gaben.

Als läg' im Körnlein eine Liederseele,
    Erhebt sich dann aus seinem Ährenmeere
    Die Lerche, eine sangbegabte Ähre. –

»Wann steigt aus goldner Saat die goldne Kehle?«
    Mich dünkt, die Toten sind noch unbegraben,
    Noch währt die Zeit der Geier und der Raben.

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