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In der Prairie verlassen

Bret Harte: In der Prairie verlassen - Kapitel 10
Quellenangabe
typefiction
authorBret Harte
titleIn der Prairie verlassen
publisherVerlag von J. Engelhorn
seriesEngelhorns Allgemeine Romanbibliothek
volumeNeunter Jahrgang. Band 12
year1893
firstpub
translatorEmmy Becher
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080517
projectid251976fb
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Zehntes Kapitel

Darauf folgten für Clarence drei an äußeren Ereignissen arme Jahre, in denen er zur Genüge erfuhr, daß Jackson Brant oder Don Juan Robinson – die Verwandtschaft spielte in ihren Beziehungen nicht die geringste Rolle und wurde nach Flynns Abreise von beiden Seiten mit Stillschweigen übergangen – mehr Spanier als Amerikaner war. Er hatte sich in jungen Jahren im südlichen Kalifornien aufgehalten und eine reiche mexikanische Witwe geheiratet, die kinderlos starb und ihn zu ihrem Erben machte. Diese Umstände mochten, in Verbindung mit einer seltsamen, weltscheuen Naturanlage, dahin gewirkt haben, ihn vollständig seinem Geburtsland zu entfremden. Je näher Clarence den Mann kennen lernte, desto wunderlicher erschien ihm die Freundschaft Flynns mit diesem ganz in seinen Büchern aufgehenden Einsiedler, der seinen Landsleuten gegenüber einen gewissen Hochmut zur Schau trug. Da Don Juan über diesen Punkt aber ebenso wenig mitteilsam war, wie über ihre Verwandtschaft, so sagte sich Clarence einfach, daß auch dieses Verhältnis der mächtigen Persönlichkeit seines einstigen Freundes zuzuschreiben sei, und zerbrach sich den Kopf nicht weiter darüber.

In das neue Leben in El Refugio trat er ohne störende Erinnerungen an eine Vergangenheit ein. Es war nicht schwer, sich der müßigen Freiheit dieses Haciendadaseins anzupassen; die Vormittage brachte er im Sattel unter seines Vetters Viehherden zu, nachmittags und abends beschäftigte er sich ebenso regellos und in unbeschränkter Selbständigkeit mit dessen Büchern. Der leicht zu behandelnde Don Juan machte allerdings einige Versuche, sein vorschnell gegebenes Versprechen zu erfüllen und den Knaben Spanisch zu lehren; er gab ihm auch wirklich etliche Aufgaben, als aber der schnell auffassende Clarence nach wenigen Wochen durch seinen Verkehr mit den Hirten und kleinen Handelsleuten eine ziemliche Geläufigkeit in der Umgangssprache erlangt hatte, überließ er ihn auch darin seiner eigenen Führung.

Wie so häufig durch die unlogische Folgerung aus einer einzigen unwichtigen Handlung der Ruf eines Menschen für alle Zukunft begründet wird, so wurde auch Clarence durch die stolze Art, womit er Flynns Abschiedsgeschenk abgelehnt hatte, ein für allemal sein Platz in der kleinen Welt von El Refugio angewiesen. Der dankbare Spanier, dem er die Münze so verächtlich zugeschnellt hatte, versäumte nicht, seinen Freunden den ganzen Vorgang haarklein zu erzählen und dramatisch vorzuführen, wodurch der unbekannte junge Anverwandte Don Juans sofort als hijo Hijo = Sohn de la familia anerkannt und als ein Edelmann vom Scheitel bis zur Sohle gekennzeichnet war, und die lebhafte Einbildungskraft des weiblichen Teils von El Refugio verlieh dem kleinen Auftritt vollends die höhere poetische Weihe.

»Es ist wahr, o du heilige Mutter Gottes,« sagte Cucha in der Mühle, »Domingo selbst erzählt es, als wäre es das Glaubensbekenntnis. Wie der amerikanische Begleiter mit dem jungen Herrn hergekommen ist, siehst du, da ist dieser Begleiter, der nicht seines Standes war, wieder fortgegangen, ohne ihn um Erlaubnis zu fragen. Da tritt mein kleiner Hidalgo mir nichts, dir nichts zu ihm hin und sagt: »Sie haben vergessen, von mir Ihre Entlassung zu nehmen.« Der Begleiter, der denkt, er wolle sich bei einem bloßen muchacho Muchacho = kleines Kind. wieder schön Wetter machen, greift in die Tasche und gibt ihm ein Goldstück von zwanzig Pesos. Der kleine Hidalgo hat es genommen – so – und hat gesprochen: ›Ach, ich soll wohl Ihr Schatzmeister sein für meines Vetters Leute!‹ und hat es im gleichen Augenblick dem Domingo gegeben, und wie schön und wie stolz und wie zierlich er dabei ausgesehen hat, das ist gar nicht zum sagen!«

Clarences schlichtes Wesen, seine Wahrhaftigkeit und eine gewisse vornehme Laßheit, die mehr eine träumerische Geistesrichtung, als einen niedrigen Hang zu körperlicher Bequemlichkeit zu verraten schien, vielleicht auch der Umstand, daß er ein glänzender Reiter war, machten ihn bald zum Volkshelden von El Refugio, und nach Verlauf von drei Jahren entdeckte Don Juan, daß dieser unerfahrene und anscheinend müßige Junge von vierzehn Jahren weit mehr von der praktischen Verwaltung des Rancho verstand, als er selber. Ebenso stellte sich heraus, daß der ungelehrte Wildling sämtliche Bücher seiner Bibliothek mit knabenhaftem Heißhunger und jugendlicher Verdauungskraft verschlungen hatte. Er fand auch, daß Clarence, trotz seiner merkwürdigen Unabhängigkeit im Handeln, eine unwandelbare Rechtlichkeit der Gesinnung besaß, und daß er, ohne gefühlvolle Zärtlichkeit zu fordern oder zu spenden oder seine verwandtschaftlichen Beziehungen geltend zu machen, mit Leib und Seele für des Vetters Vorteil eintrat. Es zeigte sich in der That, daß er, statt wie im Anfang ein flüchtiger, aber niemals aufdringlicher Sonnenstrahl im Hause zu sein, seinem Wohlthäter eine Notwendigkeit und ein Trost und Beschützer geworden war.

Clarence war daher sehr überrascht, als Don Juan ihm eines schönen Morgens in derselben verlegenen Weise, die er bei ihrer ersten Begegnung gezeigt hatte, die Frage vorlegte, welchen Beruf er denn eigentlich ergreifen wolle. Die Frage war um so auffallender, als der Sprecher, wie die meisten geistesabwesenden Menschen, bisher mit Vorbedacht bei ihren täglichen Gesprächen jede Andeutung auf seine Zukunft vermieden hatte. Das konnte einerseits einer völligen Gewißheit darüber, anderseits dem ängstlichen Zweifel entspringen; wie dem auch sein mochte, jetzt war Don Juan plötzlich aus seinem Gleichgewicht gebracht worden, und das verwirrte ihn selbst nicht minder, als Clarence. Der Knabe war sich dessen so deutlich bewußt, daß er sich, statt des Vetters Frage zu beantworten, einfach auf ein Vergehen seinerseits besann und ihn mit gewohnter kindlicher Offenheit unumwunden fragte: »Ist irgend etwas geschehen? Habe ich ein Unrecht begangen?«

»O nein,« versetzte Don Juan hastig. »Aber du wirst selbst einsehen, daß es Zeit ist, an deine Zukunft zu denken, oder wenigstens dich dafür vorzubereiten. Ich meine, du solltest etwas mehr regelrechten Unterricht genießen – 's ist zu schlimm,« setzte er ärgerlich hinzu, indem er, die Gegenwart des Knaben vergessend, seinen Gedanken laut verfolgte, »jetzt gerade, da du anfängst, mir nützlich zu werden und deine lächerliche Stellung in meinem Haus, und all den verdammten Unsinn, der vorhergegangen ist, zu rechtfertigen – ich will damit natürlich nur sagen,« unterbrach er sich, nachdem er zufällig einen Blick auf des Knaben erbleichendes Gesicht und seine finstern Augen geworfen hatte, »ich meine nur, du weißt ja – die Lächerlichkeit, daß ich dich von der Schule ferngehalten habe, in deinem Alter, und dich selbst zu unterrichten versuchte – du begreifst das doch –«

»Sie finden es – lächerlich« wiederholte Clarence mit trotziger Beharrlichkeit.

»Ich finde mich lächerlich,« versicherte Don Juan eifrig. »Ach was! Lassen wir die Sache beruhen! Sprechen wir nicht mehr davon! Morgen reiten wir nach San José hinüber und sprechen mit dem Pater Secretär im Jesuitenseminar über deinen sofortigen Eintritt. Die Schule ist gut, und du bleibst dann doch in der Nähe des Rancho!«

Damit endete diese Unterredung.

Es ist zu fürchten, daß Clarences erster Gedanke war, davonzulaufen. Es gibt wenige Erfahrungen, die so niederschmetternd auf ein unbefangenes Gemüt wirken, wie die plötzliche Enthüllung dessen, was wir in andrer Augen vorstellen. Der unglückliche Clarence, der sich nur seiner Ergebenheit und Treue für den Vetter bewußt war und der gewissenhaften Erfüllung der Pflichten, die er bisher als zu seiner Stellung gehörig angesehen hatte, wurde rauh zu der Erkenntnis erweckt, daß seine Lage eine »lächerliche« sei. Während eines trübseligen Nachmittagsritts über die Hügel und später in der schlaflosen Einsamkeit seiner nächtlichen Stube gelangte er zu dem Schluß, daß Don Juan vollständig recht habe. Er wollte in die Schule gehen und tüchtig, ja angestrengt arbeiten, so angestrengt, daß er in kurzer – sehr kurzer Zeit – im stande sein würde, sich sein Brot ohne irgendwelche Hilfe zu verdienen. Damit schlief er ein und erwachte sehr beruhigt – es ist das Glück der Jugend, daß Entschluß und Ausführung ihr in eins zusammenzufallen scheinen!

Am andern Tag schon befand er sich als Zögling und Pensionär häuslich eingerichtet im Seminar. Don Juans Stellung und seine Vorliebe für die Spanier mochte den Vorstehern seinen Verwandten ohne weiteres annehmbar gemacht haben, aber Clarence konnte doch nicht umhin, zu bemerken, daß Pater Sobriente, der Leiter der Anstalt, ihn von Zeit zu Zeit nachdenklich und fragend ansah, und das brachte ihn auf die Vermutung, sein Vetter könnte ihn ganz besonderer Aufmerksamkeit empfohlen haben. Auch ward er zuweilen in einer Weise über sein Vorleben befragt, die ihn eine Wiederholung des alten Verhörs über seine Herkunft fürchten ließ. Im übrigen war der Pater ein gebildeter Mann von feinen Sitten, allein Clarence sah mit dem der Jugend eigenen sachlichen, kritischen Blick in ihm nur einen Priester mit großen Händen, deren weiche Flächen ordentlich mit Güte wattiert zu sein schienen und dessen ebenfalls umfangreiche Füße, die in absonderlichen, formlosen Schuhen von naturfarbigem Leder steckten, ihm den Eindruck machten, als ob sie die Hindernisse, die den Pfad eines jungen Gelehrten erschweren können, sachte und geräuschlos niedertreten, aber nicht auffällig zerstampfen würden. In den klösterlichen Kreuzgängen fühlte sich Clarence manchmal von dem Gewicht dieser väterlich schützenden Hand schier zu Boden gedrückt, und in der mitternächtlichen Stille des Schlafsaals bildete er sich nicht selten ein, den sanften schlürfenden Fußtritt und das schnüffelnde unterdrückte Atmen seines elefantenfüßigen Meisters zu vernehmen.

Seine Beziehungen zu den Mitschülern waren im Anfang nichts weniger als freundlich. Ob sie ihn im Verdacht hatten, bevorzugt zu werden, ob sie ihm sein altkluges, eigentümliches Wesen, das von dem ausschließlichen Verkehr mit älteren Leuten herrührte, übel nahmen, oder ob ihr Vorurteil sich nur auf die allgemeine Thatsache gründete, daß er ein Fremder war, ist schwer zu sagen, genug, sie gingen mit einemmal von bitterem Hohn zu Tätlichkeiten über. Da zeigte es sich denn, daß dieser artige und zurückhaltende junge Mensch gewisse, gar nicht zu billigende, rauhe ländliche Eigenschaften an Fäusten und Füßen beibehalten hatte, und daß er, ohne sich an Zweikampfregeln zu binden, alle Förmlichkeit und Feierlichkeit richtigen Schulkriegs stolz verschmähend, seine Kameraden etliche Male aus freier Hand mit oder ohne Umstände, je nachdem der Anlaß oder die Beleidigung sich ergaben, durchprügelte. In dieser Bedrängnis erteilte man einem der Aelteren die Aufgabe, diesem jungen Wilden seine richtige Stellung klar zu machen. Es erfolgte eine Herausforderung, die Clarence mit einer fieberhaften Kampflust annahm, die ihm selbst ebenso befremdlich war wie seinem Gegner, einem jungen Mann von achtzehn Jahren, der ihm an Größe und Geschicklichkeit weit überlegen war.

Beim ersten Faustschlag war Clarences Gesicht in Blut gebadet, und dieses blutige Salböl rief zum Schrecken der Zuschauer eine sehr unheilige und plötzliche Umwandlung in dem Knaben hervor. Blitzschnell den Gegner umklammernd, fuhr er ihm wie ein wildes Tier an die Kehle und begann ihn, den Arm wie eine eiserne Schraube um seinen Hals legend, zu erwürgen. Unempfindlich für die Püffe und Hiebe, die von allen Seiten auf ihn herregneten, warf er den strauchelnden Feind durch die verblüffende Wut seines Angriffs zu Boden, aber es bedurfte der ganzen Kraft der im jähen Schreck herbeigerufenen Lehrer, die beiden auseinander zu reißen, und selbst dann wollte Clarence sich wieder loswinden, um den Kampf zu erneuern. Allein sein Gegner war verschwunden, und von diesem Tage an unternahm es keiner mehr, mit Clarence anzubinden.

Als er im Krankensaal mit geschwollenem und verbundenem Kopf vor dem Pater Sobriente saß, während es ihm noch so vor den Augen schwamm, daß er alles im trüben Licht seines eignen Blutes sah, fühlte er, wie sich die weiche Hand des Paters sanft auf sein Knie legte.

»Mein Sohn,« sprach der Priester gütig, »du gehörst nicht unsrem Bekenntnis an, sonst würde ich das Recht in Anspruch nehmen, dir eine Gewissensfrage vorzulegen. Aber als einem Freund, als deinem warmen Freund, Claro,« fuhr er, ihn liebevoll aufs Knie tätschelnd, fort, »wirst du mir altem Mann wohl offen und wahr, wie du bist, eines sagen: Hast du keine Angst gehabt?«

»Nein,« versetzte Clarence trotzig, »morgen werfe ich ihn wieder.«

»Gemach, gemach, mein Sohn! Ich dachte dabei nicht an ihn, sondern an einen viel gefährlicheren und entsetzlicheren Feind. Hast du keine Angst gehabt – vor – vor« er hielt inne und heftete seine klaren Augen so fest auf Clarence, als ob er ihm bis ins innerste Herz blicken könnte, » vor dir selbst

Der Knabe erschrak, schauerte zusammen und brach in Thränen aus.

»Soso,« sagte der Priester begütigend, »jetzt haben wir unsren wirklichen Feind ja entdeckt, und nun wird mein junger Held mit Gottes gnädigem Beistand diesen bekämpfen und besiegen!«

Ob Clarence sich diese Lehre zu Herzen genommen, oder ob diese eine Probe seiner Tapferkeit genügt hatte, ihm jeden Anlaß zu ihrer Ausübung fern zu halten, kann dahingestellt bleiben, Thatsache ist, daß jener wilde Auftritt bald in Vergessenheit geriet. Da seine Mitschüler ihm niemals Spielgenossen oder Vertraute gewesen waren, hatte es für ihn nicht sonderlich viel Bedeutung, ob sie ihn fürchteten oder achteten, oder nach Art der Schwächeren augendienerisch freundlich waren. Jedenfalls kam dieser Mangel an Ablenkungen seinen Studien zu gute. Schon die zwei Jahre regellosen, heißhungrigen Lesens hatten ihm eine gewisse Vertrautheit mit den mannigfaltigsten Gegenständen verschafft, und er war dadurch frei von aller Zaghaftigkeit, Ungeschicklichkeit und Teilnahmlosigkeit des Anfängers. Sein zurückhaltendes Wesen, das mehr einer mangelnden Ausdrucksfähigkeit als der Gedankenleere entsprang, hatte die Lehrer anfangs irre geführt; nun machte die Kühnheit eines niemals von andern beherrschten Geistes, der nichts früher Gelerntes über Bord zu werfen brauchte, seine Fortschritte zum Gegenstand ihrer Bewunderung.

Nach Verlauf des ersten Schuljahrs war Clarence ein phänomenaler Schüler, dem alles möglich zu sein schien. Nichtsdestoweniger wurde er aber, nachdem der Pater Sobriente eine Unterredung mit Don Juan geführt hatte, ganz sachte im Lernen zurückgehalten, man räumte ihm größere Freiheit vom Schulzwang ein und munterte ihn sogar auf, sich einige Zerstreuung zu gönnen. Dazu zählte das Vorrecht, die benachbarte Stadt, Santa Clara, unbeaufsichtigt und ungehindert zu besuchen. Sein Taschengeld wurde ihm sehr reichlich zugemessen, er wußte aber bei seinen spartanischen Gewohnheiten und dem Mangel an Gefährten nichts damit anzufangen und hatte für Geld eine merkwürdige, gar nicht knabenhafte Verachtung. Trotzdem war er immer äußerst reinlich und pünktlich gekleidet und war mit seiner frühreifen Zurückhaltung und dem schwermütigen Selbstvertrauen, das sich in seiner Haltung aussprach, eine vornehme Erscheinung.

Als er eines Nachmittags durch die Alameda, eine schattige Allee, die von den ersten Missionären zwischen dem Dorf San José und dem Kloster Santa Clara angepflanzt worden war, dahinschlenderte, sah er eine Doppelreihe von jungen Klosterschülerinnen auf ihrem täglichen Spaziergang des Weges kommen. Da eine Begegnung dieser Schar für Seminaristen von San José ein Gegenstand höchsten Ehrgeizes war und von den Priestern, die ihre Ausflüge beaufsichtigten, ganz besonders untersagt und vermieden wurde, empfand Clarence für dieses verbotene Vergnügen die Gleichgültigkeit eines Knaben, der in der gemäßigten Zwischenzone seiner fünfzehn Jahre Jugend und Romantik für überwunden hält! Er streifte die Reihen im Vorübergehen nur mit einem oberflächlichen Blick, als ihm plötzlich ein Paar tiefblauer Augen unter dem breiten Rand eines kokett bebänderten Hutes entgegenleuchteten, geradeso wie sie ihn einst aus der Tiefe eines Kattunschutzhütchens angelacht hatten – Susy! Rasch aufblickend, war er im Begriff, sie anzureden, als eine zur Vorsicht ermahnende Gebärde und ein vielsagender Blick auf die beiden Nonnen, die an der Spitze und am Schluß des Zugs gingen, ihm bedeutete, ihr aus der Ferne zu folgen. Er gehorchte diesem stummen Befehl, so wunderlich er ihm auch vorkam. Nach einer kleinen Weile ließ Susy ihr Taschentuch fallen und war genötigt, aus der Reihe zu treten und bis ans Ende des Zugs zurückzulaufen, wo es liegen geblieben war. Während sie sich danach bückte, telegraphierten ihre blauen Augen ihm abermals eine geheime Botschaft, dann trat sie sittsam wieder in Reih und Glied. Der Zug ging weiter, aber als Clarence an die Stelle kam, wo sie gestanden hatte, entdeckte er ein dreieckig zusammengefaltetes Papierblättchen im Gras. Der Anstand verbot ihm, es an sich zu nehmen, solange die jungen Mädchen noch in Sicht waren, er setzte also seinen Weg fort und kehrte erst später um. Der Zettel enthielt nur die in schülerhaft steifer Handschrift mit Bleistift hingekritzelten Worte: »Komm um sechs Uhr zu dem großen Birnbaum an der südlichen Mauer.«

So erfreut Clarence über die Begegnung war, so fühlte er sich doch ein wenig verlegen, denn er vermochte die Notwendigkeit dieses geheimnisvollen Stelldicheins nicht einzusehen. Daß sie als Pensionärin in ihrer persönlichen Freiheit etwas beschränkt war, begriff er ja wohl, aber bei der bevorzugten Stellung, die er selbst einnahm, und seinem freundschaftlichen Verhältnis zu seinen Lehrern, war er überzeugt, daß es dem Pater Sobriente ein Leichtes sein würde, ihm eine Unterredung mit seiner einstigen Spielgefährtin zu verschaffen, von der er ihm viel erzählt hatte und die, außer ihm selbst, die einzige Ueberlebende aus seiner tragischen Vergangenheit war. Gerade weil Sobriente ihm so rückhaltlos vertraute, widerstrebte diese geheime Zusammenkunft, so harmlos sie war, seinem redlichen Sinn. Trotzdem hielt er die Verabredung getreulich ein und war zur bestimmten Zeit an der südlichen Seite der Klostermauer, wo die knorrigen Aeste des ihm bezeichneten Birnbaums weit überhingen. Hart dabei war ein vergittertes Pförtchen, das selten gebraucht zu werden schien.

Würde sie auf dem Baum oder auf dem Mauergesimse zum Vorschein kommen? Beides war der Susy von ehemals wohl zuzutrauen! Aber zu seiner Ueberraschung hörte er alsbald einen Schlüssel ins Schloß stecken, die Gitterthüre bewegte sich in den rostigen Angeln und Susy schlüpfte heraus. Sie ergriff seine Hand und flüsterte ihm zu: »Wir müssen laufen, Clarence,« und ehe er Zeit hatte, eine Antwort zu geben, riß sie ihn in eiligem Lauf mit sich fort. Sie flogen über die Wiese hinunter – ungefähr gerade so, wie sie vor vier Jahren über die Prairie hin dem Auswandererwagen davongelaufen waren, dachte Clarence. Er schielte von der Seite nach der schlanken, elfenhaften Gestalt neben sich; sie war größer und anmutiger geworden; auch war sie mit großem Geschmack gekleidet, und eine Menge zierlicher Einzelheiten verrieten das verwöhnte Kind, aber über den Nacken hing ihr das nämliche, nicht zu bändigende Goldhaar, ihre veilchenblauen Augen, der launische kleine Mund, die niedlichen Hände und Füßchen waren genau so, wie sie ihm noch in Erinnerung standen. Er würde sie gern mit mehr Muße betrachtet haben, aber sie schüttelte das Köpfchen und rief mit kurzem nervösen Auflachen immer wieder: »Lauf, Clarence, lauf!« bis sie die Kreuzung der Straße erreicht hatten, um die Ecke bogen und atemlos still hielten.

»Aber du willst doch nicht der Schule entlaufen, Susy – oder?« fragte Clarence äußerst besorgt.

»Nur ein wenig; gerade um vor den andern Mädchen einen Vorsprung zu gewinnen« erwiderte Susy, ihre Locken ordnend und den Hut, der sein Gleichgewicht verloren hatte, zurecht rückend. »Du mußt nämlich wissen, Clarence,« ließ sie sich jetzt zu erklären herab, und nahm dabei eine ganz überlegene Miene an, »daß Mama diese Woche hier im Gasthof ist und ich jeden Abend zu ihr nach Hause gehen darf, wie die Schülerinnen aus der Stadt. Nun gehen aber immer drei oder vier andre Mädchen und eine von den Schwestern mit mir – und heute bin ich ihnen davongelaufen, um dich zu sprechen!«

»Aber –« wollte Clarence einwenden.

»Ach! du kannst ganz ruhig sein! Die andern Mädchen habe ich ins Vertrauen gezogen, die halten zu mir! Vor einer halben Stunde gehen sie noch nicht von Hause weg, und dann sagen sie, ich sei ein wenig vorausgegangen, und wenn sie dann mit der Schwester in den Gasthof kommen, bin ich schon dort – begreifst du jetzt?«

»Ja,« sagte Clarence etwas zweifelhaft.

»Und wir gehen in eine Konditorei, nicht wahr? Ganz nahe bei dem Gasthof ist eine wunderhübsche – ich habe Geld,« setzte sie rasch hinzu, weil Clarence wieder so verlegen dreinsah.

»Ich auch,« versetzte er leicht errötend. »Also komm!«

Sie hatte seine Hand losgelassen, um ihr Kleid glatt zu streichen, und sie gingen nun in gemäßigterem Tempo nebeneinander her.

»Aber,« begann er, mit männlicher Zähigkeit an seinem ersten Gedanken festhaltend und von dem Wunsche erfüllt, ihr einen richtigen Begriff von seiner bevorzugten Stellung beizubringen, »ich bin im Seminar, und der Pater Sobriente, der eure Oberin sehr gut kennt, ist wirklich mein Freund und gewährt mir viele Vorrechte, und – und – wenn ich ihm sage, wie wir dereinst miteinander gespielt haben, so wird er es einzurichten wissen, daß wir uns sprechen können, so oft wir wollen.«

»O du Einfaltspinsel!« rief Susy aufrichtig. »Diese Idee! Jetzt, wo du – ?«

»Wo ich – was?«

Ein dunkelblauer Strahl schoß unter dem breiten Hutrand hervor zu ihm hinüber. »Jetzt – ja – wo wir erwachsen sind?« Dann setzte sie mit scharfer Betonung hinzu: »Du könntest doch wissen, wie streng sie es mit jungen Herren nehmen! Ich sage dir, Clarence, wenn sie eine Ahnung hätten, daß du und ich –« wieder leuchtete es unter dem Hutrand auf, und der Blick ergänzte den unvollendeten Satz.

Angenehm berührt und doch etwas bestürzt, sah Clarence mit geröteten Wangen gerade vor sich hin.

»Denke dir nur,« fuhr Susy fort, »Mary Rogers, die auf dem Spaziergang neben mir ging, hat dich für viel älter gehalten, als du bist, und – für einen vornehmen Spanier! Und ich –« fragte sie etwas unvermittelt, »bin ich nicht gewachsen? Sag doch, Clarence, findest du nicht, daß ich gewachsen bin?« – Das war ihr altes, ungeduldiges Drängen. – »So sag mir's doch!«

»O, gewiß, du bist sehr groß geworden,« versicherte Clarence.

»Und ist das nicht ein hübsches Kleid? Es ist nur mein zweitbestes – ich habe noch ein hübscheres, vorne ganz mit Spitzen – aber gefällt dir das nicht auch? So sag's doch, Clarence!«

Clarence fand das Kleid und seine Besitzerin einfach vollkommen, was er ihr auch aussprach, worauf Susy, gerade als ob sie jetzt erst bemerkt hätte, daß Leute vorübergingen, plötzlich eine Haltung von strengster Sittsamkeit annahm, die Hände gerade herunterhängen ließ, mit etwas geziertem, selbstbewußtem Gang dahin tänzelte und einen größeren Zwischenraum zwischen sich und Clarence ließ. So gelangten sie an die Konditorei.

»Nimm einen Tisch im Hintergrund, Clarence,« flüsterte sie ihm vertraulich zu, »wo wir nicht gesehen werden – und bestelle Erdbeereis, denn das Citronen- und Vanilleeis, das sie hier haben, ist entsetzlich schlecht!«

Sie ließen sich in einer Art von künstlicher Laube, die in der Tiefe des Ladens stand, nieder und nahmen sich in dieser Umrahmung wie ein jugendliches, etwas zu sehr geputztes Schäferpaar aus. Eine ungeschickte Verlegenheitspause trat ein, aber Susy bestrebte sich, sie mit gesellschaftlicher Gewandtheit zum Abschluß zu bringen.

»In unsrer Schule,« bemerkte sie, »herrscht ein wahrer Aufruhr, weil wir einen andern französischen Lehrer bekommen sollen. Die Mädchen in meiner Klasse sind ganz empört darüber.«

Und das war alles, was sie ihm nach vierjähriger Trennung zu sagen hatte? Clarence war trostlos, aber noch immer stumm und um ein Gespräch verlegen. Endlich griff er, mit seinem Löffelchen das Eis umrührend, eine Erinnerung auf, die ihm gerade durch den Sinn fuhr: »Ißt du immer noch so gern Pfannkuchen, Susy?«

»Ja wohl,« versetzte sie lachend, »aber wir bekommen sie hier nie.«

»Und singt Moses immer noch mit dir?«

Moses war ein schwarzes Wachtelhündchen gewesen, das immer zu heulen pflegte, wenn Susy sang.

»O, der ist längst verloren gegangen,« sagte Susy gefaßt, »aber ich habe einen Neufundländer, und einen Hühnerhund und einen schwarzen Pony.«

Daran schloß sich eine vollständige Aufzählung all ihrer Besitztümer, woran sich eine oberflächliche Schilderung der zärtlichen Liebe ihrer Pflegeeltern schloß. Sie sprach von ihnen immer als von »Papa« und »Mama« und schien keine störende Erinnerung an die Toten zu bewahren. Aus allem ging hervor, daß die Peytons sehr reiche Leute waren; sie besaßen, außer ihren Grundstücken in den niederen Teilen des Landes, einen Rancho bei Santa Clara und ein Haus in San Francisco. Nach Kinderart war sie nur von den Eindrücken aus jüngster Zeit erfüllt, und in der eitlen Hoffnung, ihre Gedanken auf die Vergangenheit zurücklenken zu können, fragte Clarence: »Erinnerst du dich auch an Jim Hooker?«

»O freilich! Der ist durchgegangen, nachdem du fort warst! Neulich ging ich mit Papa in ein großes Restaurant in San Francisco, und als wir hineinkamen – wer steht mit der Serviette unterm Arm da? Jim Hooker! Jim Hooker – ein richtiger Kellner! Papa sprach mit ihm, ich natürlich nicht,« sie zog ihr Näschen hochmütig hinauf, »es hätte sich ja nicht geschickt – denke doch – mit einem Kellner!«

Die Geschichte, wie Jim Hooker sich seinen Namen angeeignet hatte, wollte Clarence jetzt nicht mehr über die Lippen; er konnte es nicht über sich bringen, mit dieser Enthüllung die Verachtung seiner kleinen Dame für den armen Kerl noch zu steigern, denn so harmlos ihr kindlicher Hochmut war, für Clarences feines Gefühl lag doch etwas Verletzendes darin.

»Clarence,« sagte sie, das Köpfchen plötzlich geheimnisvoll zu ihm hinüberneigend und auf die Bedienung im Laden deutend, »ich glaube wahrhaftig, die Leute schöpfen Verdacht.«

»Wieso?«

»Sei doch nicht so albern! Bemerkst du denn nicht, wie sie uns anstarren?«

Clarence war leider nicht im stande, bei dem Ladenbesitzer oder den Leuten, die aus und ein gingen, das geringste Zeichen von Neugierde oder Beachtung in Beziehung auf ihn und sein Dämchen zu entdecken, aber er empfand abermals jene angenehme Befangenheit, die ihn kurz vorher auch befallen hatte.

»Du bist also jetzt bei deinem Vater?« fragte Susy, rasch auf etwas andres übergehend.

»Du meinst, bei meinem Vetter,« erwiderte Clarence lächelnd. »Mein Vater, das weißt du ja, war schon lange tot, als ich dich kennen lernte.«

»Ja, das hast du mir immer gesagt, Clarence, aber Papa sagt, es sei nicht wahr,« versetzte sie; da sie aber wahrnahm, wie des Knaben Augen nicht nur verwundert, sondern ganz verstört an ihren Lippen hingen, verbesserte sie sich rasch: »O, dann ist er also dein Vetter.«

»Nun, ich dächte allerdings, das müßte ich am besten wissen,« bemerkte Clarence mit einem Lächeln, das keineswegs Behagen ausdrückte, denn all die peinlichsten Erinnerungen an die Peytons waren ihm wieder lebendig geworden. »Ja, ein Freund von ihm hat mich in sein Haus gebracht.«

Nun gab Clarence in raschen Worten einen kurzen, knabenhaften Bericht über seine Reise nach Sacramento und Flynns Entdeckung des an Silsbee gerichteten Briefes. Aber lange ehe er damit zu Ende war, mußte er sich sagen, daß Susy weder an seinen Erlebnissen Anteil nahm, noch im mindesten durch die Erwähnung ihres verstorbenen Vaters und dessen Zusammenhang mit Clarences Mißgeschick gerührt wurde. Ihr rundes Kinn in die zierliche Hand gestützt, betrachtete sie ihn etwas naseweis, und doch auch wieder zimperlich aufs eingehendste.

»Ich will dir etwas sagen, Clarence,« versetzte sie, als er seine Erzählung beendigt hatte, »du solltest dafür sorgen, daß dein Vetter dir einen ›Sombrero‹ und eine hübsche goldgestickte ›serape‹ anschafft – das würde dir gut stehen! Und dann – dann könntest du in der Alameda auf und ab reiten, wenn wir vorüber gehen.«

»Aber ich werde dich besuchen – in deinem Haus und im Kloster,« versicherte Clarence eifrig. »Pater Sobriente und mein Vetter werden das schon einleiten können.«

Susy schüttelte mit überlegener Weltklugheit das Köpfchen.

»Nein: sie dürfen unser Geheimnis nie erfahren! Papa und Mama auch nicht – namentlich Mama nicht. Sie dürfen gar nicht wissen, daß wir uns wieder gesehen haben – nach all diesen Jahren!«

Susys blaue Augen legten »diesen Jahren« eine gar nicht wiederzugebende Wichtigkeit und Bedeutung bei.

Nach kurzem Schweigen fuhr sie dann fort: »Nein, Clarence! Wir können uns niemals wieder treffen, außer Mary Rogers hilft uns dazu. Sie ist meine beste – meine einzigste Freundin und älter als ich; sie hat auch schon Herzeleid erlebt, und es ist ihr ausdrücklich verboten, ihn je wiederzusehen. Mit ihr kannst du über Suzette sprechen – so heiße ich jetzt; Mama hat mich noch einmal taufen lassen: Suzette Alexandra Peyton. Und jetzt, Clarence,« flüsterte sie, indem sie sich scheu umsah, »darfst du mich zum Abschied ein einziges Mal küssen.«

Geschickt drehte sie den breiten Hutrand dem Laden zu und bot in seinem Schatten Clarence die frische junge Wange zum Kuß. Errötend und lachend drückte der Knabe zweimal seine Lippen darauf; dann erhob sich Susy mit einem tiefen Atemzug, der einen seelenvollen Seufzer vorstellen sollte, schüttelte die Biskuitkrümel von ihrem Kleidchen, zog mit vieler Würde ihre Handschuhe an und sagte: »Begleite mich nur bis an die Thüre – sie kommen jetzt.«

In steifer, hochmütiger Haltung ging sie an dem sehr beschäftigten Geschäftsinhaber und den Ladenmädchen vorüber zum Ausgang, verabschiedete sich von Clarence mit einem übertrieben höflichen: »Guten Abend, Herr Brant,« und trippelte rasch dem Gasthof zu. Clarence blieb noch einen Augenblick stehen, um der geschmeidigen kleinen Gestalt mit dem schimmernden goldbraunen Haar, das ihr wie ein lichter Mantel über Rücken und Schultern floß, nachzusehen, und schlug dann die entgegengesetzte Richtung ein.

Der verblüffte Zustand, worin er den Heimweg antrat, kam ihm selbst ganz abgeschmackt vor! Er wußte selbst nicht, warum er sich dieser Begegnung mit Susy nicht ungeteilt und rückhaltslos freuen konnte. Sie hatte sich seiner aus freien Stücken erinnert und war ihm trotz ihrer veränderten Verhältnisse so herzlich entgegengekommen. Daß sie an der Möglichkeit künftigen Zusammenseins zweifelte, berührte ihn nur wenig, auch machten die sonstigen Veränderungen in ihrem Charakter und Betragen ihm schwerlich Kummer, denn er war in einem Alter, wo man solche Züge ungemein reizend und anziehend findet, und sah darin nur, wie sehr sie bei aller Schwachheit ihrer Natur an ihm hing! Aber er war sich schmerzlich bewußt, daß diese Begegnung all jene Furcht, die unbestimmte Bangigkeit, und das Gefühl, Unrecht erlitten zu haben, das ihn die ganze Kindheit hindurch verfolgt hatte und das er seit vier Jahren in El Refugio begraben glaubte, wieder erweckt hatte. Susys Anspielung auf seinen Vater und die Erwähnung von Peytons Zweifeln an seinen Aussagen riefen in seinem gereifteren Geist jetzt den ersten ernsten Verdacht hervor, der in seiner ehrlichen Seele je Raum gewonnen hatte. Sollte der Grund dieses sich immer wiederholenden Verschweigens und Verheimlichens in irgend einer Handlung seines Vaters zu suchen sein? Wenn er in späteren Jahren an die Vorgänge dieses Tages zurückdachte, sagte er sich, daß jene Begegnung mehr eine Hindeutung auf Zukünftiges, als eine Auffrischung von Kindheitserinnerungen gewesen war.

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