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Im Venusberg und andere Novellen

Pierre Louys: Im Venusberg und andere Novellen - Kapitel 6
Quellenangabe
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typenovelette
authorPierre Louys
titleIm Venusberg und andere Novellen
publisherWiener Verlag
seriesBibliothek berühmter Autoren
volumeBand 11
printrun1.-5. Tausend
year1904
translatorFranz Weil
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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projectided209585
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Entführung nach dem Opernball

Frau Esquollier und ihre junge Schwester Armande verließen die Oper und nahmen in ihrem Automobil Platz.

»Also,« sagte Frau Esquollier, »dein Eindruck?«

»Nun, äußerlich ist er ein reizender Mensch!«

»Gut, sage nichts weiter. Du bist schon gefangen, mein Schatz. Komm, küsse mich. Es ist also abgemacht.«

Sie umhalsten sich zärtlich, aber Armande entgegnete:

»Nein, nein, so rasch geht das nicht, Madelaine. Was nützt es, daß er mir gefällt. Ich habe ihm mißfallen. Eine Stunde hindurch hat er Verschiedenes an mir zu rügen gefunden, und ich Närrin habe auch alles getan, um es zu verdienen.«

»Was soll das heißen?«

»Mein Kleid ist viel zu auffallend, wie es scheint. Es ist kein Kleid für ein junges Mädchen, sondern für eine Schauspielerin.«

»O, der Unverschämte!«

»Ich gefiel ihm aber doch, das fühlte ich wohl. Darum machte es mir Vergnügen, ihn zu ärgern, damit er mich mit meinen Fehlern lieben lerne... Ich glaube sogar, etwas zu weit gegangen zu sein.«

»Was hast du ihm denn alles gesagt?«

»Ich habe ihm in einem Winkel der Bühne die zwei kleinen Italienerinnen gezeigt, von denen du mir neulich erzahlt hast, und habe ihm anvertraut ...«

»Daß sie miteinander leben?«

»Ja.«

»Da hast du einen schönen Bock geschossen.«

»Glaubst du?« seufzte das junge Mädchen.

»Und was hat er darauf geantwortet?«

»Er hat mich gefragt: ›Wovon?‹«

Madelaine erstickte ein unbändiges Lachen mit ihren behandschuhten Händen und erwiderte, ohne die Gefühle ihrer Schwester zu schonen:

»Mein Kind, dieser junge Mann ist eine Perle. Einen solchen Gatten darfst du dir nicht entgehen lassen. Er ist ein Juwel.«

Und plötzlich, ohne Übergang:

»Hörst du, wir fahren schon einige zwanzig Minuten. Wo sind wir denn eigentlich?«

Armande wischte die angehauchte Scheibe rein und sagte:

»Ich sehe nichts ... es ist ganz dunkel...«

»Wie ist das möglich? In den Champs Elysées?«

Sie beugte sich gleichfalls vor, ihr Blick suchte das Dunkel zu durchdringen; undeutlich bemerkte sie den grauen Boden eines Weges, an dessen Seiten seine Häuser standen.

»Du ...« stammelte sie erschrocken ... »ich weiß nicht, wo wir da sind ... das ist nicht mehr Paris... Alexander ist verrückt worden... Lassen wir ihn halten...«

Rasch drückte sie auf den Knopf der Klingel.

Aber kaum waren die hellen Töne der Glocke in der Stille verklungen, als man vom Außensitze einen raschen Doppelgriff an dem Hebel hörte, und der Motorwagen schoß nun surrend wie ein Käfer mit seiner größten Geschwindigkeit vorwärts.

+++

Der Stoß hatte die Schwestern im Wagen zurückgeworfen, und beide fingen nun an zu jammern.

»O... mein Gott!«

Madelaine beugte den Kopf vor und sah durch die vordere Glasscheibe nach dem Lenksitz.

»Du lieber Gott!« sagte sie dann, »das ist ja nicht Alexander.«

»Was sagst du?«

»Wir sind entführt worden... Es ist nicht Alexander, der uns führt.«

»Ich werde aus dem Wagen springen...«

»Armande, bist du verrückt? Wir fahren mit vierzig Kilometer Geschwindigkeit ... Du würdest in den sicheren Tod springen.«

Wären sie nicht miteinander gewesen, so wäre sowohl die eine als auch die andere sicher hinausgesprungen. Aber ein ähnliches Gefühl, wie wir es am Rande eines Abgrundes empfinden, wenn uns die Gefahr unseres Nächsten mehr schreckt als die eigene, hatte Madelaine und Armande ergriffen, und beide dachten gleichzeitig: ›Ich könnte wohl hinausspringen, aber sie würde sich umbringen.‹

Ihre zitternden Hände suchten sich, faßten sich und hielten sich aneinandergepreßt auf dem Leder der Wagenkissen.

Die Schnelligkeit der Fahrt erreichte das Äußerste. Beim Übersetzen eines kleinen Grabens erhielten sie einen heftigen Stoß, zwei Räder des Automobils hoben sich empor und liefen leer, alles bog sich, sprang zurück und erzitterte während eines kurzen Augenblickes, dann nahm der Wagen seinen raschen Lauf wieder auf, wie ein Strom, der nach einem starken Wirbel ruhig weiterfließt.

Unbeweglich, starr vor Angst, saßen die beiden Schwestern in den Kissen des Wagens und schwiegen. Madelaine, als verheiratete Frau, die das Leben und die Männer kennt, dachte bei sich:

›Wenn es nur das wäre! Wenn sie uns nur nicht umbringen!‹

Armande, die nicht unbefangen genug war, zu kennen, was ihrer wartete, konnte sich nicht an diese Hoffnung klammern und wurde beinahe wahnsinnig vor Angst.

»Ach,« schrie sie plötzlich. »Ich springe lieber hinaus ... das wird noch ein besseres Ende sein.«

Aber im selben Augenblicke blieb der Wagen beinahe stehen, drehte sich langsam, durchquerte einen Vorhof, fuhr durch einen großen, stillen Hof und blieb vor einer breiten Freitreppe stehen.

Madelaine murmelte:

»Es ist zu spät, armes Kind.«

Ein etwa vierzigjähriger, kahlköpfiger, elegant gekleideter Mann öffnete den Wagenschlag und grüßte ehrerbietig.

Armande stieß einen Schrei aus:

»Töten Sie mich, Herr!... Töten Sie mich!« Und naiv fügte sie hinzu:

»Aber, rühren Sie mich nicht an!«

»Fräulein,« sagte der Mann, »ich werde Ihnen in keiner Weise nahetreten, aber wollen Sie mir freundlichst folgen, denn die Zeit drängt. Es ist ganz zwecklos zu schreien, denn das Haus ist mitten in einem Wäldchen.«

Madelaine entstieg zuerst. Armande folgte ihr, war aber so schwach, daß sie eine Stufe verfehlte. Man stützte sie. Ein schwacher Mondstrahl versilberte die leichten Ballroben, die beiden fahlen Gesichter und die prächtig frisierten Haare. Sie traten ein. Das Haus war reich beleuchtet. Der Unbekannte ging seinen Opfern voraus, durchschritt ein mit Steinfliesen gedieltes Vorgemach, zwei Säle und eine kleine Kammer. Er führte sie dann durch einen langen Gang, der um das ganze Schloß zu fuhren schien und es unmöglich machte, sich später zurecht zu finden. Endlich öffnete er noch eine Tür, ließ die beiden jungen Frauen eintreten und verschloß dieselbe, ohne ihnen zu folgen, von außen.

Im Zimmer, das sie betraten, stand eine alte Frau aufrecht, die ganz schwarz gekleidet war und bei ihrem Eintreten grüßte.

»Gnädige Frau ... Mein Fräulein ...«

Und ohne jede Einleitung sagte sie mit ihrer trockenen Stimme:

»Erlauben Sie mir, Sie zu entkleiden.«

»Was ... entkl...« stammelte Madelaine. Sie beendete den Satz nicht. Die alte Frau hatte schon die Schnalle des Mantels geöffnet, die Sicherheitsnadeln des Gürtels entfernt, und der Rock war zu den Füßen herabgeglitten. Mit der gleichen Geschicklichkeit ihrer schmalen Finger öffnete sie die Haken der Bluse, und diese fiel über die zarten, gepuderten Arme herab.

»Sie auch, Fräulein,« sagte dieselbe trockene Stimme.

Armande zitterte und wurde blaß wie die Wand. Sie warf ihrer Schwester, die sich auf ein Sofa geworfen hatte, einen verzweifelten Blick zu. Ohne sich zur Wehre zu setzen, ohne Kraft und ohne Mut überließ sie sich, einer Toten gleich, den Händen, die sie entblößten. Die alte Frau nahm die beiden Kleider über den Arm, ging rasch hinaus und verschloß die Tür von außen mit einem Schlüssel.

Das junge Mädchen war stehen geblieben. Vor einem Lehnstuhl fiel Armande schluchzend in die Kniee.

Die Zeit verstrich... Die Pendeluhr im Zimmer schlug vier Uhr morgens.

Madelaine wälzte sich unruhig auf dem Sofa, reckte nervös ihre Arme und bearbeitete mit den Fäusten den Rücken des Möbels.

»Das ist zu viel! Das ist zu viel!« schrie sie. »Es ist furchtbar, so zu warten; bis sie kommen, werde ich vor Angst tot sein. Warum quält man zwei arme, unglückliche Frauen derart? Was wollen denn diese Ungeheuer eigentlich von uns?... Warum kommen sie denn nicht!... Warum kommen sie nicht?...«

In einem Anfalle von Zärtlichkeit fielen die Schwestern sich in die Arme.

»Mein lieber Schatz, arme Armande, meine kleine Armande. Arme, teure Schwester! Fürchte nichts, mein Herz, ich werde dich beschützen!... Mir macht das ja nichts... Aber ich werde nicht dulden, daß sie dich berühren... ich werde dich mit meinem Leibe decken.«

Im stillen Gange ertönte ein Schritt.

Himmel... sie kommen!

+++

Der Schlüssel wurde ins Schloß geschoben und machte ein so schrilles Geräusch, daß Armande einen Angstschrei ausstieß, als sei es um ihre Mädchenehre geschehen. Als sich die Tür öffnete, sah man jedoch nur die alte Frau, die auf dem Arme die beiden Kleider brachte. Die jungen Frauen hatten sich in einen Winkel des Zimmers geflüchtet.

»Gnädige Frau... Fräulein... gestatten Sie mir, Sie wieder anzukleiden.«

»Wie?« sagte Madelaine ... »aber ich ... aber ...«

Die Siebzigjährige ließ sich durch die erstaunten Ausrufe nicht beirren, die ihr wahrscheinlich begreiflich erschienen. Mit außerordentlicher Gewandtheit schloß sie die Schnallen, Nadeln und Knöpfe ebenso geschickt, als sie dieselben früher geöffnet hatte, ordnete die Spitzen, den Ausschnitt, die Falten der Röcke und entfernte sich mit einem Gruße.

An ihrer Stelle trat der Unbekannte ein.

Er war im Frack, mit entblößtem Haupte und behandschuhten Händen ... Er glich eher einem Hoteldirektor als einem Weltmanne, aber der Unterschied ist hier oftmals so gering ... Sagen wir also, er hatte das Aussehen eines Konferenzvorsitzenden.

»Verehrte Damen,« sagte er ruhig, »ich hatte erst die Absicht, Sie mit einer einfachen Entschuldigung nach Hause führen zu lassen, ohne Ihnen nähere Erklärungen über das Geheimnis Ihrer Entführung zu geben. Aber die weibliche Neugierde ist eine Tatsache, über die wir uns nicht hinwegtäuschen können. Wenn ich Ihnen mein Geheimnis nicht verrate, werden Sie sich bemühen, es zu erfahren, und sich und mich gleichzeitig zu Schaden bringen. Ich habe also gute Gründe, Ihnen lieber alles zu sagen, damit Sie sich darüber im reinen sind.«

Er schloß einen Augenblick die Augen, öffnete sie wieder und setzte lächelnd fort:

»Sie trugen diese Nacht die schönsten zwei Kleider von Paris...«

»Ach,« sagte Madelaine, die mit der Hand nach der Stirn fuhr, »es war also deshalb!«

»Eine meiner Kundinnen, eine junge Ausländerin, hatte die beiden Kleider Montag in der Oper gesehen. Sie wollte ganz die gleichen haben, möge es was immer kosten. Ich hätte selbstredend das Äußere der Kleider und das, was ihre besondere Eleganz ausmacht ohne Hilfe besonderer List nachmachen können, denn der rasche Blick eines tüchtigen Schneiders photographiert eine Bluse mit der Genauigkeit eines Apparates; aber die beiden Kleider sind mit eigenartigen Stickereien bedeckt, deren phantasievolle Zeichnungen selbst einem tüchtigen Ornamentisten Schwierigkeiten machen müssen. Man konnte diese nur abzeichnen, wenn man die Kleider glatt und ohne Falten auf einen Tisch auflegt. Es war daher unbedingt nötig, daß ich mir diese Kleider beschaffe.

Das Einfachste war, sie von Ihrem Stubenmädchen zu bekommen, welches man dafür gut bezahlt hätte. Ich habe natürlich auch daran gedacht; aber unglücklicherweise ist dieses Mädchen strohdumm. Im Falle einer Entdeckung, einer Klage, eines Prozesses –man muß alles voraussetzen –hatte sie keine fünf Minuten vor einem Untersuchungsrichter mit der Wahrheit zurückhalten können. Wenn ich mich mit ihr eingelassen hätte, wäre ich auch mit ihr erwischt worden, was für einen Künstler meines Ranges den Ruin bedeutet. Ich zog es vor, alles aufs Spiel zu setzen und die Kleider, mit dem, was sie enthielten, entführen zu lassen. Das war wenigstens meiner würdig.«

Über diese maßlose Kühnheit erstaunt, betrachteten die beiden Schwestern einander wortlos.

»Ich habe also Ihren Chauffeur bestochen und durch den meinen ersetzt. Der Wechsel wurde während einer kurzen Stockung im Gedränge der Rue Auber vorgenommen. Solche Hemmungen sind beim Verlassen der Theater programmäßig. Derselbe verläßliche Diener –ich spreche von dem meinen –wird Sie auch jetzt nach Hause bringen. Zwei Damen können ganz gut um 6 Uhr morgens von einem Balle heimkehren, ohne daß jemand daran Anstoß nehmen kann. Sie sind also keinesfalls kompromittiert. Andererseits ist es Ihr eigenstes Interesse, über das Vorgefallene das strengste Stillschweigen zu bewahren, denn es ist überflüssig, Ihnen zu sagen, daß Ihre Freundinnen, wenn Sie es ihnen erzählten, die Geschichte mit einem gewissen skeptischen Lächeln weiterverbreiten würden.«

Madelaine schien diese Beleidigung überhört zu haben. Sie war sehr vergnügt, diesen schrecklichen Alp los geworden zu sein und fühlte sich ganz klein vor der Sicherheit dieses Mannes.

Sie beugte sich zu Armande:

»Es ist eine Fügung des Himmels, daß mein Mann nicht hier ist. Ein Glück, daß er zur Jagd geladen wurde.«

»Zur Jagd?« fragte der Schneider. »Ich glaube besser unterrichtet zu sein. Es war unumgänglich nötig, daß Ihr Herr Gemahl diese Nacht abwesend sei. Eine unserer bekanntesten Lebedamen hat ihr Herz für ihn entdeckt.«

»Was sagen Sie da?«

Und indem er sich verneigte, schloß er:

»Diese Entdeckung war bei weitem das Kostspieligste an unserem Unternehmen.«

Am nächsten Morgen bewahrte Frau Esquollier tatsachlich Stillschweigen über ihr Abenteuer, denn sie schlief, erschöpft vor Müdigkeit und Aufregung, bis zwei Uhr mittags. Als aber dann ihre beste Freundin, Frau Lalette, bei ihr eindrang, empfand Madelaine den unwiderstehlichen Drang, ihr einen Beweis ihrer Zärtlichkeit zu geben und enthüllte ihr das dramatische Geschehnis. Als sie ihr alles bis aufs letzte Wort erzählt hatte, bat sie ihre Freundin mit aufgehobenen Händen und ließ sie beschwören, es niemand weiterzuerzählen.

Unseligerweise war die Geschichte zu schön. Die Frauen bewahren nur kleine Geheimnisse, um Vertrauen zu gewinnen und um eines Tages große Geständnisse zu erlangen, die sie dann weiter verbreiten. Aber selben Abend befand sich Frau Lalette in einer Gesellschaft von zwölf Freundinnen, die alle so verschwiegen waren wie sie selbst –und das war viel gesagt! Unter dem Siegel der Verschwiegenheit bis ans Grab erzählte sie diese phantastische Geschichte einer Entführung. Die Erzählung wurde mit großer Kunst vorgetragen. Keinen Augenblick ließ sie die Zuhörer ahnen, daß das Abenteuer mit einer Lustspiellösung enden werde. Die Wirkung des Anfangs war auch ungeheuer – die Damen schrien: »Das ist gräßlich!«

Sie alle sahen sich im Geiste von einem geheimnisvollen Chauffeur im Automobil entführt. Der Eindruck war so stark, daß er bis ans Ende anhielt. Ein Chor der Entrüstung brach nach den letzten Worten des niederträchtigen Schneiders los.

»Fürwahr,« sagte eine Dame –»man kann sich über nichts mehr wundern.«

»Eine Entführung nach dem Opernball.«

»Paris wird unwohnlich.«

»Als ob wir bei den Wilden lebten!«

Ein altes Fräulein unterließ nicht zu bemerken, daß der glückliche Ausgang des Abenteuers zweifelsohne einem Wunder zu verdanken sei. Hätte Armande nicht ein Gelübde getan, so wären die Ereignisse ganz anders eingetreten. Eine andere Dame versicherte, sie werde nie mehr wagen, nach Sonnenuntergang ohne männliche Begleitung auszugehen und daß sie von nun an jederzeit einen kleinen Dolch im Gürtel tragen werde, einen Dolch mit vergifteter Spitze, mit dem eingravierten Worte »Muerte«, damit das Melodram zu greifbarem Leben werde.

Frau Lalette allein sagte nichts und gab, nachdem sie die Erzählung beendet hatte, keine Erklärung ab.

»Und Sie, Yvonne, wie denken Sie darüber?« fragte eine zarte Stimme.

Sie schnitt eine verächtliche Grimasse.

»Ich?...Ich glaube... Ich denke...«

»Nun?«

»Ich glaube, es ist überflüssig, sich so viele Mühe zu geben, um zu erklären, warum man um sieben Uhr früh nach Hause kam.«

(Ein plötzlicher Ausbruch lebhafter Heiterkeit und lustigen Frohsinnes erfaßte die zwölf Freundinnen, und mitten durch Schreien, Lachen, Gackern und Beifallstosen hörte man die zarte, klingende Stimme, die voller Wonne kicherte:

»Ach, meine Teure ... sind Sie aber schlecht! ...«

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