Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Max Eyth >

Im Strom unsrer Zeit. Dritter Teil. Meisterjahre

Max Eyth: Im Strom unsrer Zeit. Dritter Teil. Meisterjahre - Kapitel 78
Quellenangabe
typeautobio
authorMax Eyth
titleIm Strom unsrer Zeit. Dritter Teil. Meisterjahre
publisherCarl Winter's Deutsche Verlags-Anstalt
seriesMax Eyths Gesammelte Schriften
volumeSechster Band
editorA. und Lili du Bois-Reymond
year1909
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
senderwww.gaga.net
created20080107
modified20150722
projectid8c808e4a
Schließen

Navigation:

72.

Breslau, den 20. Mai 1888.

Auf gestern abend hatte ich meine sämtlichen Ortsausschüsse zu einer gemeinsamen Versammlung eingeladen, um ihnen auseinanderzusetzen, was alles geschehen war und was während der Ausstellung zu tun sei. Der Wind hat sich endlich doch ein wenig gedreht; das schlesische Eis ist gebrochen, wenn auch nicht da, wo es hätte brechen sollen. Graf Pückler übernahm den Vorsitz, nachdem er am Morgen – ein hocharistokratischer, siebzigjähriger Herr! – über drei Treppen zu mir heraufgekrochen war, um mich persönlich zu besuchen. Ich wohne nämlich, wie immer, wenn irgend möglich, im dritten Stock eines hohen Hauses, um Luft und Licht zu finden, ohne die ich in großen Städten sterben müßte. Unser Präsident, der Herzog von Ratibor, entschuldigte sein Ausbleiben telegraphisch. Das Ganze war mehr eine Formsache. Es war deshalb doppelt erfreulich, daß alles nett und freundlich verlief.

Morgen kommt Freund Poggendorff aus Berlin. Einige Tage später erwarte ich den wackeren Krauß aus dem fernsten Bayern. Nord und Süd! Bei Gott, ich kann ein paar solche Stützen brauchen, und weiß von Frankfurt her, daß sie zu gebrauchen sind. Etwas von deutscher Treue lebt doch noch, da und dort.

 << Kapitel 77  Kapitel 79 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.