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Im Schillingshof

Eugenie Marlitt: Im Schillingshof - Kapitel 29
Quellenangabe
typefiction
authorEugenie Marlitt
titleIm Schillingshof
publisherUnion Deutsche Verlagsgesellschaft
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070919
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29.

Der Weg war frei, und Donna Mercedes floh förmlich aus dem Glashause, das sie wie ein Käfig wider ihren Willen umschlossen hatte. Noch sah sie die graue Schleppe über den Kies der Allee hinfegen, und wenn Fräulein von Riedt das Haupt ein wenig zurückwandte, so mußte sie sofort erkennen, daß die leidenschaftlichen Erörterungen im Atelier einen ungewünschten Zeugen gehabt hatten – gleichviel, die Befreite flüchtete hinaus ins Freie, tiefatmend, mit heftig pochendem Herzen. Sie hatte Zuletzt geglaubt, vergehen zu müssen in dem eingesperrten, schwülen Pflanzenodem und unter den beklemmenden Eindrücken der Szene, die sich drüben im Atelier abgespielt hatte, wie ein schwer hereinbrechendes Gewitter ... Für eine so unbändig stolze, im Innersten streng wahre Natur, wie Donna Mercedes, hatte es etwas unbeschreiblich Beschämendes und Demütigendes gehabt, wie eine ehrvergessene Horcherin in die Beziehungen fremder, insgeheim feindlich zueinander stehender Menschen ohne deren Vorwissen zu blicken. Sie hätte sich die Ohren zuhalten mögen, und doch waren ihr die Hände wie gefesselt im Schöße liegen geblieben – das leiseste, ihre Anwesenheit verratende Geräusch war ihr mit jedem unfreiwillig gehörten Worte mehr zu einem wahren Schreckgespenst geworden. Sie hatte die Augen geschlossen, um wenigstens den Anblick der Streitenden zu meiden; aber die männliche Stimme hatte sie immer wieder aufgeschreckt und sie gezwungen, das Gesicht des Sprechenden zu suchen, der erbarmungslos mit den weiblichen Intrigen und Herrschergelüsten ins Gericht ging.

Draußen zwischen den Fichtenstämmen sah sie Paulas Helles Kleidchen schimmern. Die Kleine spielte dort; und Deborah war bei ihr; Pirat aber steckte schon wieder in seiner Klause; er bellte von dort den davoneilenden Damen wütend nach.

Donna Mercedes ging in das Fichtenwäldchen. Paula jubelte ihr entgegen; das Kind kramte aus einer großen Holzschachtel verschiedene reizende Spielereien und reihte sie auf einem Gartentisch nebeneinander – »der gute Herr« habe das dem Goldkind aus Berlin mitgebracht, sagte Deborah. Von Lucile war nicht die Rede – Baron Schillings Mission hatte also, wie er vorausgesagt, nicht den gewünschten Erfolg gehabt.

Es war der jungen Dame selbst verwunderlich, daß diese Gewißheit sie so »merkwürdig« kalt lasse. Die ganze Angelegenheit mit ihrem Gefolge von Aufregung und Befürchtungen erschien ihr in diesem Augenblick so abgeblaßt, wie etwas längst Vergangenes, halb Vergessenes neben den Eindrücken, die sie eben empfangen. Sie fühlte ein beängstigendes Schauern über ihre Nerven schleichen, wenn sie dachte, daß sie unmittelbar nach jenen Szenen mit dem tieferregten Mann verkehren sollte – sie hatte Scheu vor ihm, Angst vor sich selber. Diese Bangigkeit vor irgend einem durch eigene Schuld heraufbeschworenen rauhen Wort hatte sie nie, auch in frühester Jugend nicht, empfunden. Ihr sonst ziemlich willenskräftiger Vater, die unbeugsame Mutter hatten dem vergötterten einzigen Liebling gegenüber niemals eine Rüge über die Lippen gebracht – im Gegenteil, jedes leichte Stirnrunzeln, jeder ärgerlich eigensinnige Blick waren begütigend hinweggetost worden ... Baron Schilling zürnte in unversöhnlicher Weise. Wie verletzend in seinem kalten Klang war vorhin jedes der knappen Worte gewesen, die er in bezug auf sie notgedrungen hatte sprechen müssen! Sein Aufbegehren gegen die weiblichen Untugenden, die boshaften Launen, hatte auch die Amerikanerin, die neuerdings in seinen Gesichtskreis getreten, mit inbegriffen – das hatte sie wie einen Dolchstich gefühlt ... Seine Kunst sei seine Erwählte, hatte er gesagt. Mit diesem Idealwesen, »das ihn nie zwang, in die dunklen Schlupfwinkel der weiblichen Seele zu blicken«, konnten sich freilich die Sterblichen nicht messen – dachte sie erbittert. – Sie hatten Blut und Nerven, und der Erdenstaub legte sich auf die Flügel ihrer Seele und ließ sie nicht hinaufflattern in die Regionen, die hoch über der bösen Zunge der Menschen schweben.

Nicht lange hatte sie grübelnd neben der spielenden Kleinen gesessen, als sie seinen Schritt hörte – er trat aus dem Hause und wandte sich dem Fichtenwäldchen zu ... Ihre Pulse hatten nicht aufgeregter geklopft, wenn das Geräusch herannahender feindlicher Kolonnen an ihr Ohr geschlagen war, als jetzt, wo dieser eine Mann im nächsten Augenblick vor ihr stehen sollte. Ihre letzten grollenden Empfindungen ließen sich nicht so rasch niederkämpfen, sie waren noch in ihren Zügen zu lesen, und als sie sich erhob und einige Schritte langsam majestätisch von der Bank wegtrat, da meinte Deborah in ihrem erschrockenen Herzen, nur das violette Samtgewand fehle, sonst sei die junge Dame genau wieder die verstorbene, gefürchtete Herrin, wie sie voll bösen Hochmutes drüben im goldenen Rahmen stehe.

Baron Schilling kam um die Hausecke. – Er hielt eine Visitenkarte in der Hand. Donna Mercedes' Anwesenheit unter den Bäumen schien ihn zu überraschen, wie der jähe Farbenwechsel auf seinem Gesicht bewies; er beschleunigte auch im ersten Augenblick unwillkürlich seine Schritte; allein der prüfende Blick, der über ihre verfinsterten Züge hinflog, mochte ihn umstimmen – er steckte die Karte in die Brusttasche, wobei er im gewohnten, ruhigen Tempo näher trat – er sah nichts weniger als erregt aus.

»Ich war eben im Begriff, Ihnen durch Deborah meine Rücklehr zu melden,« sagte er kühl mit einer Verbeugung.

»Und Lucile?« »Frau Lucile Fournier wird heute abend zum drittenmal gastieren, wie die Theaterzettel an den Straßenecken Berlins verkünden,« versetzte er mit einem ausdrucksvollen Seitenblick nach dem Töchterchen der Entflohenen und der schwarzen Wärterin.

Donna Mercedes ging darauf hin nach der Allee, und er schritt an ihrer Seite.

»An eine Rückkehr in die alten Verhältnisse ist nicht zu denken,« hob er wieder an. »Sie lachte mir ins Gesicht und erkundigte sich nach den Ketten und Handschellen, die ich doch notwendig mitgebracht haben müsse, um sie ›heimzuschleifen‹, denn auf eine andere Weise gehe sie selbstverständlich nicht mit. Ob ich denn ernstlich glaube, sie krieche pflichtschuldigst wieder unter Ihre Flügel, wie ein erschrockenes Küchlein, das den bösen Habicht gesehen, und nehme mit hausbackenem Brot vorlieb, nachdem sie sich in himmlischer Freiheit, auf goldenem Triumphwagen geschaukelt und Manna gekostet habe? ... Und ich habe den Staub von den Füßen geschüttelt und bin gegangen,« fuhr er in seinem ernstesten Tone fort. »Es kann gar nicht mehr die Rede davon sein, ob die kleine Frau zurückkehren will – sie darf nicht wieder heimkommen! ... Es ist, als sei das Stück Leben an Lucians Seite in ihrer Erinnerung grundlos versunken. Sie hat an die Stunde, wo sie das Haus ihrer Mutter und das Leben und Treiben der Theaterwelt verlassen, so unmittelbar und mühelos wieder angeknüpft, daß man auch nicht die geringste Spur einer achtjährigen Unterbrechung merkt. In ihrem Salon treibt sich die junge vornehme Männerwelt herum, den alten, geckenhaften Fürsten Konsky an der Spitze, der, wie ehemals der Mutter, nun dem neuaufgehenden Stern seine Fadheiten sagt, alle Treibhäuser für ihn plündert und im Boudoir Etuis mit kostbaren Schmuckstücken verstreut.«

Ein Ausdruck von Humor huschte flüchtig über sein Gesicht. »Ich hatte erst verschiedene Verhandlungen mit ihrem neuangenommenen Sekretär zu überstehen, ehe ich eintreten durfte,« sagte er nach einem kurzen Verstummen weiter. »Es war bereits Besuch da – zwei Herren meiner Bekanntschaft machten ihre Aufwartung. Die kleine Frau lag im weißen Seidenmantel auf dem Ruhebett, als sie mich unter tollem Lachen empfing, und hatte einen kläffenden Seidenpinscher auf dem Schöße, dem ein im Mutwillen übergeworfenes Brillantenkollier am Halse schaukelte –«

»Ich hasse sie!« murmelte Donna Mercedes, und die kleine, festgeballte Hand fuhr unwillkürlich in die Luft.

Sein Blick hing seitwärts an ihrem Gesicht. Sie zog die Stirn so zürnend zusammen, daß sich die Brauen fast berührten.

»Das hätten Sie ihr vielleicht gesagt,« bemerkte er.

»Ohne Zweifel, bei einem solchen Anblick –«

»Das heißt, sofern der Herr Sekretär Sie vorgelassen hätte.«

Sie wich unter einem halberstickten zornigen Ausruf zurück – er rührte hart und schonungslos an ihrem Hochmut. Sie mochte an den Augenblick denken, wo sie ihr stolzes Vaterhaus durch das Erscheinen der Schwiegertochter für entweiht gehalten, und jetzt hatte ihr die Schmach gedroht, von deren Schwelle gewiesen zu werden.

»Ich wußte wohl, daß es ein Weg voll Stacheln ohne Ziel und Erfolg für Sie gewesen wäre,« sagte er kalt, ohne ihre Erregung zu beachten. »Ich mußte mir ja auch gefallen lassen,« – er lächelte heiter, so daß seine prächtigen Zähne unter dem Bart hervorblinkten – »daß mir die kleine Frau mänadenhaft zornig und ergrimmt, wie ihr knurrendes Pinscherhündchen, das kleine, blanke Gebiß wies und mir allen Ernstes drohte, sie werde mir ein halbes Dutzend Duelle auf den Hals schicken, weil ich ihr versichert hatte, daß sie Paula nie und nimmer in die Hand bekommen werde.«

»Nie und nimmer!« wiederholte sie gepreßt und mechanisch, als stehe sie noch unter dem Eindruck jener demütigenden Vorstellung, die er in ihr hervorgerufen. Sie blieb stehen und zeigte nach dem Klostergute. »Dort geht eine Wandlung vor sich – ich halte die Zeit nicht mehr für fern, wo wir unsere Vollmachten in eine andere Hand niederlegen müssen.« – Sie sprach das durchaus nicht bedauerlich, obgleich ihr der Gedanke das Herz zerfleischen mußte; weit eher klang die Genugtuung darüber mit, daß sie auch ihm einen Schmerz zufügen konnte. Mit dieser Stimme schilderte sie weiter, in rascher Aufeinanderfolge, das gespenstische Erscheinen der Frau in der Säulenhalle und ihre eigene Begegnung mit der Majorin am Zaun. »Wunderbar!« rief sie schließlich aus. »Diese Geschmähte, diese als bitterste Feindin Gehaßte, gerade sie ist es – sie ist es allein, die mir auf deutschem Boden einen Zug von Sympathie abringt!«

Es fuhr wie ein jähes Aufzucken durch den neben ihr stehenden Mann. Sie bemerkte es nicht.

»Es ist etwas Verwandtes zwischen ihr und mir,« fuhr sie fort.

»Ja – es mag der dämonische Zug sein, der den Mitlebenden zu raten aufgibt, ob in diesen Frauen mit den dunklen Flammenaugen in der Tat kein Herz lebt, oder ob es nur zeitlebens von dem unseligen und unersättlichen Trieb, da zu verneinen, wo es beglücken sollte, überstimmt wird,« bestätigte er anscheinend ganz gelassen. »Diese Art des Frauencharakters ist wie eine Blume, die neidisch lieber im eigenen Duft erstickt und verdirbt, ehe sie die spröde Knospenhülle sprengt – eine Flamme, die in die Tiefe hinein brennt, den eigenen Herd verheert und keines Menschen Lebensweg bestrahlt – mich jammern meine zwei Lieblinge in solchen Händen!«

»Demnach muß ich sehr hart und grausam sein, denn mich – jammern sie nicht,« versetzte sie achselzuckend, aber mit leichtbebender Stimme. »Felix hat sich nicht geirrt – die Frau da drüben wird sie schützen wie ein Mann, und lieben, wie nur ein weibliches Herz zu lieben vermag – sobald der letzte Damm durchbrochen ist ... Sie bestätigen meine innere Verwandtschaft zu ihr – nun wohl, dann muß ich auch ihrem Fühlen nachspüren können. Und so weiß ich, daß die Triebkraft der Neue, das heiße Verlangen, zu sühnen, die spröde Knospenhülle sprengen, die Flamme nach außen treiben wird. Diese neidisch verhaltene Liebe mag dann wohl von anders gestalteter Kraft sein als die zahme Hingebung einer sanften Frauennatur die für alle Welt ein freundliches, aber kühles Mondlicht auf den Weg breitet... Unter der Hut dieser Großmutter lasse ich die Kinder getrost zurück.«

Sie waren währenddem weiter geschritten. Jetzt blieb er wie auf einen Ruck stehen. »Sie wollen die Kinder verlassen?«

»Ja – um mich daheim zu vergnügen,« versetzte sie mit scharfen Spott. »Oder hab' ich das nicht redlich verdient durch meinen Aufenthalt in Deutschland?«

Sie sah, wie ihm das Blut in das Gesicht schoß. »Gewiß – Sie haben recht, wenn Sie dies Märtyrertum so rasch wie möglich abkürzen,« sagte er dennoch kalt; »und ich bin gewiß der letzte, der Ihnen zumutet, auch nur eine Stunde länger zu bleiben, als unbedingt nötig ist. – Vorerst müssen wir freilich abwarten, ob sich die sanguinische Hoffnung auf die Umkehr der alten Frau in der Tat verwirklicht.«

Donna Mercedes fühlte plötzlich den festen Boden ihres Selbstbewußtseins, ihrer stolzen Sicherheit unter den Füßen weichen. Es hatte eine Zeit gegeben, wo ihr alle versicherten, es dunkle, wenn sie gehe – war aller Glanz von ihr gewichen? War ihr nichts, gar nichts verblieben von dem Zauber der Jugend, des Geistes, der Schönheit, den man – ihr selbst oft genug zum Ekel und Überdruß – in allen Zungen gepriesen, oder glitt er so völlig wirkungslos ab von dem deutschen Gemüt, daß ihr Kommen und Gehen gar keine Spur hinterließ? ...

Der große Promenadenfächer, den sie in der Hand hielt, wurde geräuschvoll zusammengefaltet – sie wiegte ihn zwischen den Fingern wie eine schwanke Reitgerte. Diese Bewegung im Verein mit dem schlimmen Lächeln der Erbitterung und den gereizt sprühenden Augen in dem fremdartig schönen Gesicht konnte recht wohl erinnern an den Ausspruch der Baronin, daß diese Sklavengebieterin vor der eigenhändigen Züchtigung Straffälliger nicht zurückscheue.

Wieder ruhte sein Blick durchdringend auf ihr. »Aber auch dieses fernere Opfer könnte Ihnen erspart werden,« fuhr er wie nach augenblicklicher Überlegung fort; »wenn Sie sich dazu verstehen wollten, die weitere Entwicklung einzig und allein in meiner Hand zurückzulassen –«

»Das heißt mit anderen Worten, meine Begleitung sei überhaupt eine überflüssige gewesen,« fiel sie rasch mit belegter Stimme ein; »der Schillingshof vermöge den kleinen Lucians den Schutz des Vaterhauses, die treue, väterliche Fürsorge im vollsten Umfang zu bieten – ganz richtig, mein Herr – aber die weibliche Zärtlichkeit nicht, die ein Kind zum Gedeihen braucht wie den Sonnenschein ... Und da oben« – sie zeigte mit dem Fächer nach dem Obergeschoß des Säulenhauses – »lebt jetzt eine Frau, Ihre Frau, Baron Schilling, die sich vor dem verpesteten Kinderodem hermetisch einschließt, die den Blick beleidigt wegwendet, sobald solch ein kleines Gesicht hinter den Scheiben auftaucht, die –«

»Sind Sie gekränkt worden?« brauste er auf.

»Glauben Sie, ich lasse eine Beleidigung an mich herankommen?« fragte sie mit stolzverächtlicher Überlegenheit zurück. »Ich will damit auch gar keinen Vorwurf erheben – wer mag es der Frau verdenken, wenn ihr der Kinderlärm in ihrem stillen Hause nicht wünschenswert ist? Die Zurechtweisung gilt Ihnen, der Sie eine Last von Widerwärtigkeiten und schwerer Verantwortung so unbedenklich auf die Schultern nehmen wollen –«

»Das wäre meine Sache,« unterbrach er sie kalt und bestimmt. »Übrigens entsprang mein Vorschlag, wie Sie wissen, nicht der Selbstüberschätzung, sondern lediglich dem Wunsch, Ihnen das Verlassen des deutschen Bodens rasch und sorglos zu ermöglichen,« setzte er fast heftig hinzu. »Felix hat zu viel von Ihnen gefordert! Ihr Hiersein, Ihr Ausharren in diesem stillen Erdenwinkel mag Ihnen wohl gleichbedeutend sein mit geistigem Verkommen – es ist ein unerhörter Raub an Ihrer kostbaren Jugendzeit! ... Sie sind gewohnt, Triumphe zu feiern, bewundernden Blicken zu begegnen, wohin Ihre stolzen Augen sehen – Sie sind gewohnt, in genußsüchtigem Luxus inmitten einer tropisch-üppigen Vegetation zu leben, wo tropische Leidenschaft Ihre Schönheit umwirbt – das alles kann Ihnen Deutschland mit seinem blassen Himmel, seinen »fischblütigen« Menschen nicht geben. Dort finden Sie –«

»Ja, dort suche und finde ich – vier Gräber,« fiel sie mit tonloser Stimme ein, und ein starrer, tränenfunkelnder Blick voll zürnenden Vorwurfs traf seine Augen.

Sie wandte sich mit einer raschen Bewegung von ihm weg, und das Gesicht mit dem Fächer bedeckend, ging sie beschleunigten Schrittes nach dem Säulenhause.

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